﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><affair xmlns:i="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance"><id>19953266</id><updated>2025-11-14T06:55:44Z</updated><affairType><abbreviation>Mo.</abbreviation><id>5</id><name>Motion</name></affairType><author><councillor><code>2254</code><gender>f</gender><id>101</id><name>Haering Barbara</name><officialDenomination>Haering</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion S</abbreviation><code>S</code><id>2</id><name>Sozialdemokratische Fraktion</name></faction><type>author</type></author><deposit><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>1995-06-14T00:00:00Z</date><legislativePeriod>44</legislativePeriod><session>4419</session></deposit><descriptors 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Bundesrat</name></state><state><date>1997-06-19T00:00:00</date><id>229</id><name>Erledigt</name></state></states><texts /></draft></drafts><language>de</language><priorityCouncils><priorityCouncil><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type><priority>1</priority></priorityCouncil></priorityCouncils><relatedAffairs /><roles><role><councillor><code>2027</code><gender>m</gender><id>35</id><name>Bundi Martin</name><officialDenomination>Bundi</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2263</code><gender>f</gender><id>130</id><name>Leemann Ursula</name><officialDenomination>Leemann</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2279</code><gender>f</gender><id>40</id><name>Caspar-Hutter Elisabeth</name><officialDenomination>Caspar-Hutter</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2040</code><gender>f</gender><id>54</id><name>Danuser 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Dies ist beschäftigungspolitisch und volkswirtschaftlich unsinnig.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In seiner Verordnung vom 24. Oktober 1990 über das Bundesamt für Rüstungsbetriebe fordert der Bundesrat die eidgenössischen Rüstungsbetriebe zwar zu unternehmerischem Verhalten auf. Auch ermöglicht das Bundesgesetz vom 6. Oktober 1989 über den eidgenössischen Finanzhaushalt die Bildung von Eigenkapital. Dennoch ist die unternehmerische Freiheit stark eingeschränkt. Investitionsentscheide unterliegen bürokratischen Prüfverfahren; Kooperationen mit privaten Unternehmen sind bewilligungspflichtig. Verpflichtungskredite müssen gar zuerst von den Räten bewilligt werden. Die Bildung und der rasche Einsatz von Risikokapital sind so ausgeschlossen. Die herrschenden plan- und kommandowirtschaftlichen Verfahren sind mit modernen Prinzipien einer sozialen Marktwirtschaft oder gar des New Public Management unvereinbar.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Noch wesentlich begrenzter ist der unternehmerische Spielraum der EMD-Unterhaltsbetriebe, obschon sich diese teilweise zu modernen und sehr leistungsfähigen Dienstleistungs- und Technologiezentren entwickelt haben. Viele sind erst im Begriff, ein eigenes Rechnungswesen aufzubauen. Die Bildung von Eigenkapital und die Erwirtschaftung eigener Mittel sind aber unmöglich. Als besonders stossendes Beispiel sei das AC-Laboratorium Spiez erwähnt, das mögliche Aufträge auf dem Gebiet der Rüstungskontrolle, Verifikation und Umweltanalyse aus Personalmangel ablehnen muss, da allfällige Erträge in die allgemeine Bundeskasse fliessen und nicht zur Beschäftigungssicherung verwendet werden dürfen. Dies ist aus sozialen, wirtschaftlichen, aussen- und umweltpolitischen Gründen ein unhaltbarer Zustand.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Bund zwingt die eidgenössischen Rüstungsbetriebe und auch die Forschungsanstalten, die Kosten für Sozialpläne über die Betriebskredite zu finanzieren. Dies stellt eine erhebliche Belastung dar und trägt zur Aushöhlung der Betriebe bei. Der Bund trägt für sein Personal als Ganzes eine Verantwortung. Die Sozialpläne sind deshalb grundsätzlich aus allgemeinen Bundesmitteln zu finanzieren.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>14</id><name>Antwort BR / Büro</name></type><value>&lt;p&gt;In seiner Botschaft vom 17. Mai 1995 zum Bundesbeschluss über die Genehmigung einer Änderung der Verordnung über die Zuweisung der Ämter (EMD-Reorganisation 1995) kündigt der Bundesrat an, dass die vier neuen Materialkompetenzzentren, die in die Rüstungsbetriebe des Bundes eingegliedert werden, mittelfristig in eine neue rechtliche Struktur überführt werden sollen. Damit soll insbesondere ihr unternehmerischer Spielraum erhöht werden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In ihrer Stossrichtung entspricht die Motion den eigenen Absichten von EMD und Bundesrat. Bei einer Änderung der Rechtsform der Rüstungsbetriebe in gemischtwirtschaftliche Aktiengesellschaften könnte dem Hauptanliegen der Motion Rechnung getragen werden. Ein Entscheid darüber ist aber noch nicht getroffen worden. Das EMD wird dem Bundesrat später Antrag stellen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Für die Umwandlung der Rüstungsbetriebe in gemischtwirtschaftliche Aktiengesellschaften des Privatrechts wäre der Erlass eines entsprechenden Bundesgesetzes erforderlich, dessen Entwurf den eidgenössischen Räten vorzulegen wäre. Der Bundesrat möchte sich im heutigen Zeitpunkt nicht bindend festlegen und kann deshalb die Motion lediglich in der Form eines Postulates annehmen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Was die Kosten der Sozialpläne betrifft, wird im Rahmen der neuen Strukturen der Rüstungs- und Unterhaltsbetriebe eine Lösung angestrebt, die die Betriebe von diesen Kosten entlastet. Bis zum Vorliegen des Entscheids über die neuen rechtlichen Strukturen müssen diese aber von den Betrieben getragen werden.&lt;/p&gt;  Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.</value></text><text><type><id>5</id><name>Eingereichter Text</name></type><value>&lt;p&gt;Der Bundesrat wird beauftragt, die rechtlichen Grundlagen der eidgenössischen Rüstungs- und Unterhaltsbetriebe so anzupassen, dass die Betriebe eigene Mittel erwirtschaften, Risikokapital bilden, dieses nach freiem Ermessen investieren und langfristige Verpflichtungen eingehen können. Die Bedürfnisse des Bundes sind in Form von Leistungsaufträgen sicherzustellen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bis diese rechtlichen Anpassungen vorgenommen sind, gehen die Kosten von Sozialplänen grundsätzlich zu Lasten des Bundes und nicht zu Lasten der Betriebe oder Anstalten.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>1</id><name>Titel des Geschäftes</name></type><value>Rechtliche Voraussetzungen für eine effiziente Konversionspolitik</value></text></texts><title>Rechtliche Voraussetzungen für eine effiziente Konversionspolitik</title></affair>