﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><affair xmlns:i="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance"><id>19963516</id><updated>2025-06-25T02:11:52Z</updated><additionalIndexing>Arzneimittelrecht;Bundesamt für Sozialversicherung;Aufgabenteilung;Medikament;pharmazeutisches Erzeugnis;IKS;ausserparlamentarische Kommission</additionalIndexing><affairType><abbreviation>Po.</abbreviation><id>6</id><name>Postulat</name></affairType><author><councillor><code>2327</code><gender>m</gender><id>221</id><name>Suter Marc Frédéric</name><officialDenomination>Suter Marc Frédéric</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion R</abbreviation><code>RL</code><id>1</id><name>Freisinnig-demokratische Fraktion</name></faction><type>author</type></author><deposit><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>1996-10-04T00:00:00Z</date><legislativePeriod>45</legislativePeriod><session>4504</session></deposit><descriptors><descriptor><key>L05K0804011001</key><name>IKS</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L04K01050301</key><name>pharmazeutisches Erzeugnis</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L04K01050502</key><name>Arzneimittelrecht</name><type>2</type></descriptor><descriptor><key>L05K0105030102</key><name>Medikament</name><type>2</type></descriptor><descriptor><key>L04K08040106</key><name>Bundesamt für Sozialversicherung</name><type>2</type></descriptor><descriptor><key>L05K0806020201</key><name>ausserparlamentarische Kommission</name><type>2</type></descriptor><descriptor><key>L06K080701020101</key><name>Aufgabenteilung</name><type>2</type></descriptor></descriptors><drafts><draft><consultation><resolutions><resolution><category><id>3</id><name>Normal</name></category><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>1996-12-13T00:00:00Z</date><text>Annahme</text><type>20</type></resolution></resolutions></consultation><federalCouncilProposal><code>+</code><date>1996-11-20T00:00:00Z</date><text>Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.</text></federalCouncilProposal><index>0</index><links /><preConsultations /><references /><relatedDepartments><relatedDepartment><abbreviation>EDI</abbreviation><id>4</id><name>Departement des Innern</name><leading>true</leading></relatedDepartment></relatedDepartments><states><state><date>1996-10-04T00:00:00</date><id>24</id><name>Im Rat noch nicht behandelt</name></state><state><date>1996-12-13T00:00:00</date><id>209</id><name>Überwiesen an den Bundesrat</name></state><state><date>1998-06-16T00:00:00</date><id>229</id><name>Erledigt</name></state></states><texts /></draft></drafts><language>de</language><priorityCouncils><priorityCouncil><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type><priority>1</priority></priorityCouncil></priorityCouncils><relatedAffairs /><roles><role><councillor><code>2269</code><gender>m</gender><id>10</id><name>Baumberger Peter</name><officialDenomination>Baumberger Peter</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2306</code><gender>m</gender><id>131</id><name>Leu Josef</name><officialDenomination>Leu Josef</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2176</code><gender>m</gender><id>217</id><name>Steinegger Franz</name><officialDenomination>Steinegger Franz</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2036</code><gender>m</gender><id>46</id><name>Columberg Dumeni</name><officialDenomination>Columberg</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2137</code><gender>m</gender><id>164</id><name>Philipona Jean-Nicolas</name><officialDenomination>Philipona Jean-Nicolas</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2393</code><gender>m</gender><id>330</id><name>Hochreutener Norbert</name><officialDenomination>Hochreutener</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2327</code><gender>m</gender><id>221</id><name>Suter Marc Frédéric</name><officialDenomination>Suter Marc Frédéric</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion R</abbreviation><code>RL</code><id>1</id><name>Freisinnig-demokratische Fraktion</name></faction><type>author</type></role></roles><shortId>96.3516</shortId><state><id>229</id><name>Erledigt</name><doneKey>0</doneKey><newKey>0</newKey></state><texts><text><type><id>6</id><name>Begründung</name></type><value>&lt;p&gt;Es bestehen heute kostspielige Doppelspurigkeiten bei der Aufnahme von Medikamenten in die SL. Die Interkantonale Kontrollstelle für Heilmittel (IKS) nimmt aufgrund der eingereichten Dokumentation eine eingehende wissenschaftliche Prüfung vor. Die wissenschaftlichen Experten der EAK beschränken sich nicht nur auf die Prüfung der "Sozialverträglichkeit", sondern stellen immer wieder von der IKS gemachte Feststellungen bezüglich der Wirksamkeit der Präparate in Frage und nehmen dadurch eine Doppelbegutachtung vor.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im weiteren können beim BSV die Gesuche um Aufnahme in die SL nur semesterweise, nämlich per 30. Juni bzw. 31. Dezember, eingereicht werden. Die Aufnahme in die SL ist frühestens 9 Monate später, d. h. jeweils per 15. März oder 15. September, möglich.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die IKS hat ihre Effizienz gesteigert und die Dauer des Registrierungsverfahrens erheblich verkürzt, so dass eine Registrierung heute in 7 bis 9 Monaten abgeschlossen werden kann. Das Aufnahmeverfahren beim BSV, das sich eigentlich nur auf die "Sozialverträglichkeit" konzentrieren sollte, dauert ebenfalls 9 Monate.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Daraus ergibt sich, dass es nach Vorliegen der IKS-Registrierungsurkunde mindestens 9 Monate dauert, bis ein Präparat kassenzulässig werden kann. Erfolgt aber eine Registrierung bei der IKS im Februar oder März bzw. August/September, so verlängert sich die Frist auf ein Jahr. Zählt man das IKS-Registrierungsverfahren dazu, kommt man auf eine Gesamtbegutachtungsfrist von der Einreichung des Registrierungsdossiers bis zur Kassenzulässigkeit von zwei Jahren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Verfahren beim BSV ist schon aus prozentualen Gründen unverhältnismässig lang im Vergleich zur Beurteilung durch die IKS. Das zusätzliche Aufgreifen von wissenschaftlichen Fragen durch die Experten der EAK kompliziert das Aufnahmeverfahren weiter. Ab und zu geht es sogar so weit, dass die Experten der EAK zusätzliche Studien verlangen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dieses komplizierte Verfahren führt dazu, dass innovative Präparate den Schweizer Patientinnen und Patienten in der Regel ein Jahr später als in anderen europäischen Märkten zur Verfügung stehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die bestehenden Ressourcen bei der IKS sind besser zu nutzen, und der Auftrag der wissenschaftlichen Experten des BSV bzw. der EAK ist eng zu fassen und auf die Prüfung der Wirtschaftlichkeit zu beschränken.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>14</id><name>Antwort BR / Büro</name></type><value>Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.</value></text><text><type><id>5</id><name>Eingereichter Text</name></type><value>&lt;p&gt;Der Bundesrat wird ersucht, das Problem der Doppelbegutachtung durch das Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) bzw. durch die Eidgenössische Arzneimittelkommission (EAK) zu überprüfen und alle notwendigen Vorkehren zu treffen, um sicherzustellen, dass in Zukunft die Aufnahme von neuen Medikamenten in die Spezialitätenliste (SL) auf eine rein wirtschaftliche und sozialverträgliche Prüfung beschränkt wird und keine zusätzlichen wissenschaftlichen Abklärungen, welche die Registrierungsbehörde (IKS) schon vorgenommen hat, durchgeführt werden.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>1</id><name>Titel des Geschäftes</name></type><value>Kostspielige Doppelspurigkeit bei der Heilmittelkontrolle</value></text></texts><title>Kostspielige Doppelspurigkeit bei der Heilmittelkontrolle</title></affair>