﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><affair xmlns:i="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance"><id>19973500</id><updated>2024-04-10T13:15:47Z</updated><additionalIndexing>öffentlicher Verkehr;Nationalstrassenbau;Individualverkehr;Beförderungskapazität;Zürich (Kanton);regionaler Verkehr;Schienennetz</additionalIndexing><affairType><abbreviation>Po.</abbreviation><id>6</id><name>Postulat</name></affairType><author><councillor><code>2190</code><gender>m</gender><id>234</id><name>Wiederkehr Roland</name><officialDenomination>Wiederkehr</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion U</abbreviation><code>U</code><id>5</id><name>LdU/EVP-Fraktion</name></faction><type>author</type></author><deposit><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>1997-10-09T00:00:00Z</date><legislativePeriod>45</legislativePeriod><session>4509</session></deposit><descriptors><descriptor><key>L06K070503010401</key><name>Nationalstrassenbau</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L04K18010213</key><name>öffentlicher Verkehr</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L04K18010210</key><name>Individualverkehr</name><type>2</type></descriptor><descriptor><key>L04K18010204</key><name>Beförderungskapazität</name><type>2</type></descriptor><descriptor><key>L04K18030207</key><name>Schienennetz</name><type>2</type></descriptor><descriptor><key>L05K0301010123</key><name>Zürich (Kanton)</name><type>2</type></descriptor><descriptor><key>L04K18010107</key><name>regionaler Verkehr</name><type>2</type></descriptor></descriptors><drafts><draft><consultation><resolutions><resolution><category><id>5</id><name>Adm</name></category><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>1999-10-08T00:00:00Z</date><text>Abgeschrieben, weil nicht innert zwei Jahren abschliessend im Rat behandelt</text><type>32</type></resolution></resolutions></consultation><federalCouncilProposal><code>-</code><date>1998-04-22T00:00:00Z</date><text>Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen.</text></federalCouncilProposal><index>0</index><links /><preConsultations /><references /><relatedDepartments><relatedDepartment><abbreviation>UVEK</abbreviation><id>9</id><name>Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation</name><leading>true</leading></relatedDepartment></relatedDepartments><states><state><date>1997-10-09T00:00:00</date><id>24</id><name>Im Rat noch nicht behandelt</name></state><state><date>1999-10-08T00:00:00</date><id>229</id><name>Erledigt</name></state></states><texts /></draft></drafts><language>de</language><priorityCouncils><priorityCouncil><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type><priority>1</priority></priorityCouncil></priorityCouncils><relatedAffairs /><roles><role><councillor><code>2190</code><gender>m</gender><id>234</id><name>Wiederkehr Roland</name><officialDenomination>Wiederkehr</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion U</abbreviation><code>U</code><id>5</id><name>LdU/EVP-Fraktion</name></faction><type>author</type></role></roles><shortId>97.3500</shortId><state><id>229</id><name>Erledigt</name><doneKey>0</doneKey><newKey>0</newKey></state><texts><text><type><id>6</id><name>Begründung</name></type><value>&lt;p&gt;Der Bundesrat hat am 15. November 1995 das generelle Projekt der A 4 im Knonauer Amt mit dem knapp fünf Kilometer langen Islisbergtunnel genehmigt. Die Kosten dieser gigantischen Autobahn sind zurzeit noch nicht abschliessend bekannt. Gemäss dem vom Zürcher Regierungsrat verabschiedeten langfristigen Strassenbauprogramm ist der Bau des A4-Abschnittes zwischen Wettswil und Knonau in fünfter Priorität mit Fertigstellung in den Jahren 2015 bis 2020 vorgesehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mit der bundesrätlichen Ablehnung der Vorfinanzierung der A 4 und der Westumfahrung ist die einmalige Chance eingetreten, dass man sich generell Gedanken über den Sinn und Zweck der geplanten Verkehrsbauten im Säuliamt machen kann.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der öffentliche Verkehr im Knonauer Amt würde mit dem Bau des Uetliberg-Autobahntunnels zur Bedeutungslosigkeit verkümmern: Die heute bestehende Bahnlinie mit dem Umweg über Birmensdorf-Urdorf-Altstetten soll gemäss offizieller Planung keine Verbesserung erfahren und wird dadurch gegenüber dem Auto hoffnungslos ins Abseits geraten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Frühere Studien des Amtes für Raumplanung des Kantons Zürich haben deutlich gezeigt, dass bei einem Bau der Westumfahrung und der A 4 im Knonauer Amt eine massive Verlagerung des Verkehrs von der Schiene auf die Strasse eintreten und der öffentliche Verkehr dadurch regelrecht ausgehungert würde. Für die Steuerzahler stellt sich dadurch die Problematik, dass sie dannzumal einerseits den Bau, Betrieb und Unterhalt der A 4 und andererseits auch das immer höher werdende Defizit des durch die Strasse konkurrenzierten Schienenverkehrs zu berappen haben werden. In der heutigen Zeit des Sparens können wir uns aber Bau, Betrieb und Unterhalt der doppelten Verkehrsinfrastruktur ganz einfach nicht mehr leisten. Es sind alternative Verkehrsstrategien nötig: Zuerst sind alle Möglichkeiten der Verlagerung des Verkehrs von der Strasse auf die Schiene auszuschöpfen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Knonauer Amt kann der öffentliche Verkehr entscheidend verbessert werden, wenn - anstelle, mindestens aber vor dem Autobahntunnel - von Zürich ins Knonauer Amt ein neuer Bahntunnel durch den Uetliberg erstellt wird. Der VCS Zürich hat 1994 eine entsprechende Studie erstellen lassen. Diese kommt zum Schluss, dass der Bau eines Uetliberg-Bahntunnels vorteilhaft wäre:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- einerseits kann der neue Bahntunnel Teil einer raschen S-Bahn-Verbindung Knonauer Amt-Zürich sein;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- andererseits ist bei einer Linienführung der Neat-Zufahrt von Zürich via Uetlibergtunnel-Luzern-Seelisberg statt über Zug-Arth-Goldau das Knonauer Amt ideal in den nationalen Bahnverkehr eingebunden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zürichs Stellung im Bahnverkehr würde mit der Einbindung in die künftige internationale Verbindung Stuttgart-Singen-Winterthur-Flughafen Kloten-Zürich-Knonauer Amt-Luzern-Gotthard-Mailand erheblich gestärkt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In der Gemeinde Knonau ist der feste Wille der Bevölkerung mittels einer Petition zum Ausdruck gebracht worden, dass die bereits bestehende Autobahn A 4 zum Schutz der Bevölkerung vor dem Lärm überdeckt wird. Dieser Fragenkomplex ist gleichzeitig zu behandeln, sowohl bezüglich Machbarkeit als auch bezüglich Kosten usw.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zurzeit drängen andere Probleme als der Bau der A 4, nämlich die Frage, wie der zugegebenermassen lästige Strassenverkehr im Knonauer Amt auf die umweltfreundliche Schiene umgelagert werden könnte. Die Zeit drängt. Neue Strategien sind jetzt zu erarbeiten.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>14</id><name>Antwort BR / Büro</name></type><value>&lt;p&gt;Das Postulat verlangt die Erarbeitung eines umfassenden Verkehrskonzeptes für das Knonauer Amt unter Einbezug des Individualverkehrs und des öffentlichen Verkehrs. Vor Inbetriebnahme der A 4 im Knonauer Amt mit dem Islisbergtunnel soll der öffentliche Verkehr aufgewertet werden, wozu einerseits die Variante der Zufahrt aus Zürich zur Gotthardachse der Neat erneut zu überprüfen wäre und alternativ oder ergänzend das Regionalverkehrsangebot mittels neuer Infrastrukturen (Uetlibergtunnel) zu verbessern wäre.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bei der Erarbeitung nationaler Verkehrsinfrastrukturen wie des Autobahnnetzes sowie des übergeordneten Eisenbahnnetzes mit den Zufahrten zur Neat muss sich der Bund von einer gesamtschweizerischen Sicht leiten lassen. Beim Einbezug der Ostschweiz in das Konzept der schweizerischen Alpentransversalen wurde die im Postulat erwähnte Variante Uetliberg im Jahre 1991 neben weiteren Möglichkeiten vergleichend untersucht (Einbezug der Ostschweiz in Alptransit. Zweckmässigkeitsprüfung). Es zeigte sich, dass die Variante Uetliberg für die Stadt Zürich und die nördliche Ostschweiz zwar einen geringfügig grösseren Nutzen stiften würde als die Variante Zimmerberg-/Hirzeltunnel. Letztere dient aber der gesamten Ostschweiz am optimalsten. Aus übergeordneter Sicht ist deshalb die Variante Uetliberg, welche nur schlecht etappierbar wäre, abzulehnen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zudem hätte ein Zurückkommen auf den damaligen Entscheid weitere Verzögerungen im Anschluss von Zürich und der Ostschweiz an die Neat zur Folge, da die Machbarkeit und Akzeptanz der Uetlibergvariante noch nicht nachgewiesen ist. Im Gegensatz dazu ist der Stand der Projekte Zürich-Thalwil und Zimmerbergtunnel bereits weit fortgeschritten: Die Strecke Zürich-Thalwil ("Bahn 2000") ist bereits im Bau; der Zimmerbergtunnel vom Nidelbad bei Thalwil bis Litti bei Baar und der Hirzeltunnel (Alptransit) sind entscheidungsreif. Im Rahmen der Beratungen der Finanzierungsvorlage FöV wird der Realisierungszeitraum gegenwärtig im Parlament behandelt. Für neue Bahnstrecken im Mittelland ist mit 50 bis 80 Millionen Franken pro Kilometer Doppelspur zu rechnen. Ferner würden bereits begonnene Investitionen, z. B. bei der Neubaustrecke Zürich-Thalwil, entwertet.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein erheblicher Infrastrukturausbau der S-Bahn-Verbindungen zwischen Zürich und dem Knonauer Amt mit einem Uetlibergtunnel zwischen den Räumen Engel/Allmend und Wettswil ist aufgrund der Nachfragepotentiale aus wirtschaftlicher Sicht nicht zu verantworten. Demgegenüber kann ein bedarfsgerechter Ausbau der bestehenden Linien Sinn machen. Ausserdem kann die Führung allfälliger Eilzüge dieselbe Fahrzeitersparnis mit wesentlich geringeren Investitionen bringen. Vorsorglich ist im kantonalen Richtplan die bedarfsgerechte Erweiterung der bestehenden Strecke gesichert. Der Regierungsrat des Kantons Zürich hat sich mehrfach im gleichen Sinne geäussert.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ob im Hinblick auf die Eröffnung der durchgehenden A 4 das öffentliche Verkehrsangebot im Knonauer Amt zu überprüfen ist, liegt nicht in der Zuständigkeit des Bundesrates. Die Bestellung regionaler Verkehrsangebote und die Erstellung der diesbezüglichen kleinräumigen Planungsgrundlagen sind Aufgabe der betroffenen Kantone. Der Bund hätte hierfür auch nicht die notwendigen personellen und finanziellen Ressourcen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Kosten des Baus der A 4 bzw. der A 20 im Knonauer Amt beträgt gemäss heutiger Schätzungen 2729 Millionen Franken. Diese verteilen sich folgendermassen auf die einzelnen Projekte:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- Bergermoos-Fildern: 1434 Millionen Franken;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- Fildern-Knonau: 1150 Millionen Franken;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- Knonau-Kantonsgrenze Zug: 145 Millionen Franken.&lt;/p&gt;  Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen.</value></text><text><type><id>5</id><name>Eingereichter Text</name></type><value>&lt;p&gt;Der Bundesrat wird eingeladen, dem Parlament Bericht und Antrag zur umweltgerechten Bewältigung des Verkehrs im Knonauer Amt vorzulegen. Dieser soll mindestens folgende Themenbereiche umfassen:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- Aufschlüsselung des im Knonauer Amt zirkulierenden Verkehrs (öffentlicher und privater) nach Herkunft und Ziel, nach Tageszeiten sowie nach Personen- und Güterverkehr;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- Kosten des Baues der A 4 im Knonauer Amt (fehlender Teil plus Teil der Westumfahrung, der zur Funktionstüchtigkeit der A 4 notwendig ist, Überdeckung des Teilstückes bei Knonau);&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- Kosten einer neuen Bahnlinie von Zürich ins Knonauer Amt durch den Uetliberg, und zwar in folgenden Varianten:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;1. als Teil der Neat-Zufahrt (Stuttgart-)Zürich-Luzern-Seelisberg-Gotthard-Italien (doppelspurig, hochgeschwindigkeitstauglich);&lt;/p&gt;&lt;p&gt;2. als Teil einer S-Bahn-Verbindung Knonauer Amt-Zürich mit Uetlibergtunnel zur Abkürzung der Urdorfer Schleife (allenfalls einspurig);&lt;/p&gt;&lt;p&gt;3. Kombination der Ziffern 1 und 2;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- Massnahmenpaket zur Umlagerung des Personen- und Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene, inklusive Angabe der Kosten der einzelnen Massnahmen;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- Abschätzung der Kosten und Auflistung der Vor- und Nachteile einer Bahnverbindung (Stuttgart-)Zürich-Uetliberg-Knonauer Amt-Rotkreuz-Luzern-Seelisberg-Gotthard-Mailand gegenüber der SBB-Variante (Vollausbau) Zürich-Thalwil-Litti-Zug-Arth-Goldau-Gotthard.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>1</id><name>Titel des Geschäftes</name></type><value>Verkehrsbewältigung im Knonaueramt</value></text></texts><title>Verkehrsbewältigung im Knonaueramt</title></affair>