﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><affair xmlns:i="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance"><id>19983242</id><updated>2024-04-10T07:54:03Z</updated><additionalIndexing>Geschichtswissenschaft;Flüchtling;Informationsverbreitung;Zweiter Weltkrieg;Nationalsozialismus</additionalIndexing><affairType><abbreviation>Ip.</abbreviation><id>8</id><name>Interpellation</name></affairType><author><councillor><code>2320</code><gender>m</gender><id>193</id><name>Scheurer Rémy</name><officialDenomination>Scheurer Rémy</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion L</abbreviation><code>L</code><id>7</id><name>Liberale Fraktion</name></faction><type>author</type></author><deposit><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>1998-06-10T00:00:00Z</date><legislativePeriod>45</legislativePeriod><session>4514</session></deposit><descriptors><descriptor><key>L05K0201010409</key><name>Zweiter Weltkrieg</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L04K01080101</key><name>Flüchtling</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L04K08020418</key><name>Nationalsozialismus</name><type>2</type></descriptor><descriptor><key>L04K16030106</key><name>Geschichtswissenschaft</name><type>2</type></descriptor><descriptor><key>L04K12010202</key><name>Informationsverbreitung</name><type>2</type></descriptor></descriptors><drafts><draft><consultation><resolutions><resolution><category><id>3</id><name>Normal</name></category><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>1998-12-18T00:00:00Z</date><text>Erledigt</text><type>30</type></resolution></resolutions></consultation><federalCouncilProposal><date>1998-10-05T00:00:00Z</date></federalCouncilProposal><index>0</index><links /><preConsultations /><references /><relatedDepartments><relatedDepartment><abbreviation>EDI</abbreviation><id>4</id><name>Departement des Innern</name><leading>true</leading></relatedDepartment></relatedDepartments><states><state><date>1998-06-10T00:00:00</date><id>24</id><name>Im Rat noch nicht behandelt</name></state><state><date>1998-12-18T00:00:00</date><id>229</id><name>Erledigt</name></state></states><texts /></draft></drafts><language>de</language><priorityCouncils><priorityCouncil><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type><priority>1</priority></priorityCouncil></priorityCouncils><relatedAffairs /><roles><role><councillor><code>2104</code><gender>m</gender><id>135</id><name>Loeb François</name><officialDenomination>Loeb</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2101</code><gender>m</gender><id>132</id><name>Leuba Jean-François</name><officialDenomination>Leuba Jean-François</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2400</code><gender>m</gender><id>337</id><name>Lachat François</name><officialDenomination>Lachat</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2109</code><gender>m</gender><id>138</id><name>Maitre Jean-Philippe</name><officialDenomination>Maitre Jean-Philippe</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2073</code><gender>f</gender><id>96</id><name>Grendelmeier Verena</name><officialDenomination>Grendelmeier Verena</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2320</code><gender>m</gender><id>193</id><name>Scheurer Rémy</name><officialDenomination>Scheurer Rémy</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion L</abbreviation><code>L</code><id>7</id><name>Liberale Fraktion</name></faction><type>author</type></role></roles><shortId>98.3242</shortId><state><id>229</id><name>Erledigt</name><doneKey>0</doneKey><newKey>0</newKey></state><texts><text><type><id>6</id><name>Begründung</name></type><value>&lt;p&gt;Ohne in die Diskussion darüber einzutreten, ob die Schweizer Behörden vor und während des Zweiten Weltkrieges zuviel oder zuwenig für die Flüchtlinge getan haben, wäre es gut bekanntzugeben, wer während dieser Zeit in der Schweiz Zuflucht gefunden hat. Die Liste dieser Personen ist erstellt, und sie sollte ohne zusätzliche Nachforschungen veröffentlicht werden können.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Diese Veröffentlichung wäre im Rahmen der politischen Aktivitäten das Pendant zur Namenliste, auf der die Inhaber der nachrichtenlosen Vermögen aufgeführt sind.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In der gegenwärtigen Situation wäre diese Liste ganz klar im Sinne des öffentlichen Interesses, und sie könnte auch keine rechtmässigen privaten Interessen verletzen, insofern als eine bestimmte Anzahl ehemaliger Flüchtlinge noch am Leben sind; auf alle Fälle wären die allfälligen Interessen weniger betroffen, als es durch die Veröffentlichung der Liste mit den Inhabern der nachrichtenlosen Vermögen der Fall war, und das öffentliche Interesser wäre grösser.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>14</id><name>Antwort BR / Büro</name></type><value>&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;1.Zwischen 1939 und 1945 hat die Schweiz 51'000 zivile Flüchtlinge aufgenommen. Das Schweizerische Bundesarchiv (BAR) und das Bundesamt für Flüchtlinge (BFF) haben die entsprechenden Dossiers der Eidg. Polizeiabteilung 1994/95 aufgearbeitet und in einer elektronischen Datenbank erfasst. Entsprechende Daten stehen für den Zeitraum 1933 bis 1939 nicht bereit, weil in der Vorkriegszeit die Kantone für die Regelung des Aufenthalts von Flüchtlingen zuständig waren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;2.Die Dossiers zu den zwischen 1939 und 1945 aufgenommenen Flüchtlingen und die dazu gehörenden personenbezogenen Findmittel sind schon seit längerer Zeit im Schweizerischen Bundesarchiv für die historische Forschung frei zugänglich. Die elektronischen Daten wurden ausserdem der Forschungs- und Gedenkstätte Yad Vashem, Israel, und dem Holocaust Memorial Museum, USA, übergeben, wo sie im geschützten Rahmen dieser Institutionen eingesehen werden können. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;3.Wie ausgeführt, haben die Erarbeitung öffentlich zugänglicher Findmittel, der Austausch der wichtigsten Daten mit ausländischen Forschungsstellen und die bereits erfolgte Publikation der statistischen Angaben zu den aufgenommenen Flüchtlingen bereits eine bestimmte Verbreitung dieser Listen erlaubt. Dem Informationsbedürfnis sowohl der Betroffenen und ihrer Nachkommen/Verwandten wie auch einer interessierten Öffentlichkeit wurde demnach bereits Rechnung getragen. Dennoch erachtet es der Bundesrat als nützlich, eine Liste der in der Schweiz während des Zweiten Weltkriegs aufgenommenen Flüchtlinge auf Internet und in Buchform zu veröffentlichen, um die Kenntnisse über die Schweizer Geschichte dieser Epoche zu bereichern. Gemäss dem Bundesgesetz über den Datenschutz benötigt eine solche Publikation eine ausdrückliche gesetzliche Grundlage. Das Bundesgesetz über die Archivierung wurde am 26. Juni 1998 verabschiedet. Die entsprechende Verordnung, welche in Vorbereitung ist, wird demnach durch ein Kapitel betreffend die Publikation der Namenslisten ergänzt werden können.&lt;/p&gt;  Antwort des Bundesrates.</value></text><text><type><id>5</id><name>Eingereichter Text</name></type><value>&lt;p&gt;Ist der Bundesrat nicht der Meinung, dass - als Antwort auf die heftigen Angriffe und zur objektiven Klärung unserer jüngsten Vergangenheit - die vollständige Namenliste der jüdischen und nichtjüdischen Flüchtlinge, die in der Schweiz vor der Verfolgung durch die Nazis Zuflucht gefunden haben, veröffentlicht werden sollte?&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>1</id><name>Titel des Geschäftes</name></type><value>Flüchtlinge in der Schweiz in der Nazizeit. Namensliste</value></text></texts><title>Flüchtlinge in der Schweiz in der Nazizeit. Namensliste</title></affair>