﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><affair xmlns:i="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance"><id>19983645</id><updated>2025-06-25T02:22:29Z</updated><additionalIndexing>Koordination;Ethik;ausserparlamentarische Kommission</additionalIndexing><affairType><abbreviation>Mo.</abbreviation><id>5</id><name>Motion</name></affairType><author><councillor><code>2341</code><gender>m</gender><id>168</id><name>Plattner Gian-Reto</name><officialDenomination>Plattner Gian-Reto</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion S</abbreviation><code>S</code><id>2</id><name>Sozialdemokratische Fraktion</name></faction><type>author</type></author><deposit><council><abbreviation>SR</abbreviation><id>2</id><name>Ständerat</name><type>S</type></council><date>1998-12-17T00:00:00Z</date><legislativePeriod>45</legislativePeriod><session>4516</session></deposit><descriptors><descriptor><key>L05K0806020201</key><name>ausserparlamentarische Kommission</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L04K16030104</key><name>Ethik</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L04K08020314</key><name>Koordination</name><type>1</type></descriptor></descriptors><drafts><draft><consultation><resolutions><resolution><category><id>3</id><name>Normal</name></category><council><abbreviation>SR</abbreviation><id>2</id><name>Ständerat</name><type>S</type></council><date>1999-03-16T00:00:00Z</date><text>Die Motion wird in Form eines Postulates überwiesen</text><type>18</type></resolution><resolution><category><id>3</id><name>Normal</name></category><council><abbreviation>SR</abbreviation><id>2</id><name>Ständerat</name><type>S</type></council><date>1999-05-07T00:00:00Z</date><text>SR AB 1999 I, 181</text><type>0</type></resolution></resolutions></consultation><federalCouncilProposal><date>1999-03-01T00:00:00Z</date><text>Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.</text></federalCouncilProposal><index>0</index><links /><preConsultations /><references /><relatedDepartments><relatedDepartment><abbreviation>EDI</abbreviation><id>4</id><name>Departement des Innern</name><leading>true</leading></relatedDepartment></relatedDepartments><states><state><date>1998-12-17T00:00:00</date><id>24</id><name>Im Rat noch nicht behandelt</name></state><state><date>1999-03-16T00:00:00</date><id>209</id><name>Überwiesen an den Bundesrat</name></state><state><date>2003-06-04T00:00:00</date><id>229</id><name>Erledigt</name></state></states><texts /></draft></drafts><language>de</language><priorityCouncils><priorityCouncil><abbreviation>SR</abbreviation><id>2</id><name>Ständerat</name><type>S</type><priority>1</priority></priorityCouncil></priorityCouncils><relatedAffairs /><roles><role><councillor><code>2442</code><gender>m</gender><id>376</id><name>Respini Renzo</name><officialDenomination>Respini Renzo</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2356</code><gender>m</gender><id>277</id><name>Bieri Peter</name><officialDenomination>Bieri</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2433</code><gender>m</gender><id>371</id><name>Gentil Pierre-Alain</name><officialDenomination>Gentil</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2443</code><gender>m</gender><id>372</id><name>Inderkum Hansheiri</name><officialDenomination>Inderkum</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2240</code><gender>f</gender><id>209</id><name>Simmen Rosemarie</name><officialDenomination>Simmen</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2245</code><gender>m</gender><id>240</id><name>Zimmerli Ulrich</name><officialDenomination>Zimmerli 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Fragen beschäftigen sollen. Zu erwähnen sind etwa:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;1. die Eidgenössische Ethikkommission für die Gentechnik im ausserhumanen Bereich (in Vorwegnahme der Erfüllung der Gen-Lex-Motion);&lt;/p&gt;&lt;p&gt;2. die Fachkommission für biologische Sicherheit (aufgrund des Umweltschutzgesetzes);&lt;/p&gt;&lt;p&gt;3. die Nationale Ethikkommission (im Rahmen des Fortpflanzungsmedizingesetzes);&lt;/p&gt;&lt;p&gt;4. die Eidgenössische Kommission für genetische Untersuchungen beim Menschen (im Rahmen des Vorentwurfes eines Gesetzes über genetische Untersuchungen beim Menschen);&lt;/p&gt;&lt;p&gt;5. die Zentrale medizinisch-ethische Kommission der Schweizerischen Akademie der medizinischen Wissenschaften (SAMW);&lt;/p&gt;&lt;p&gt;6. die Sachverständigenkommission für die Bewilligung zur Entbindung vom Berufsgeheimnis im Bereich Forschung in Medizin und Gesundheitswesen (aufgrund des Datenschutzgesetzes);&lt;/p&gt;&lt;p&gt;7. verschiedene Ethikkommissionen für klinische Versuche (aufgrund der Verordnung über klinische Versuche mit immunbiologischen Erzeugnissen);&lt;/p&gt;&lt;p&gt;8. die Eidgenössische Kommission für Tierversuche (aufgrund des Tierschutzgesetzes);&lt;/p&gt;&lt;p&gt;9. kantonale Tierschutzkommissionen zur Prüfung der Zulassung von Tierversuchen;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;10. die Ethikkommission für Tierversuche der SAMW und der Schweizerischen Akademie der Naturwissenschaften.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es ist abzusehen, dass auch die kommenden Gesetzgebungen über medizinische Forschung am Menschen und über die Transplantationsmedizin ethische Fragen aufwerfen werden, die unter Mitwirkung von (weiteren?) Ethikkommissionen beantwortet werden müssen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es ist offensichtlich, dass sich aus der Existenz dieser Vielfalt von Kommissionen, die sich ausschliesslich oder zum Teil mit ethischen Fragen befassen sollen, Koordinationsprobleme ergeben. Entsprechende Regeln sind aber in den jeweiligen Gesetzen nur spärlich oder gar nicht enthalten. Zudem sind den verschiedenen Kommissionen Arbeitsbereiche zugewiesen, die einerseits zu Abgrenzungsproblemen, andererseits zu Lücken führen können (z. B. Xenotransplantation: Human- oder Ausserhumanbereich?). Zudem sind diese Kommissionen im allgemeinen für Spezialfragen eingesetzt; die fach- und bereichsübergreifende Betrachtung droht also vernachlässigt zu werden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Hauptanliegen einer Koordination muss es sein, eine in sich widersprüchliche und damit unglaubwürdige Praxis der verschiedenen Kommissionen und der rechtsanwendenden Behörden in Bund und Kantonen zu vermeiden. Es muss sichergestellt werden, dass nicht aufgrund inkonsistenter oder widersprüchlicher Begutachtungen rechtsungleich oder gar willkürlich entschieden wird. Weitere Anliegen drängen sich aber auch auf und sind im Text der parlamentarischen Initiative aufgeführt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ziel der vorliegenden Motion ist es, diese Koordination rasch in die Wege zu leiten. Die intensive Diskussion, die über dieses Thema im Rahmen der Gen-Lex zu führen sein wird, mit welcher ja der bereits eingesetzten Ethikkommission für den Ausserhumanbereich die gesetzliche Grundlage gegeben werden muss, bietet dafür den idealen Rahmen. Mit der Motion soll erreicht werden, dass der Bundesrat die Gelegenheit nutzt, ein Koordinationskonzept in die Botschaft einzufügen.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>14</id><name>Antwort BR / Büro</name></type><value>&lt;p&gt;Der Bundesrat ist bereit, eine Lösung im Sinne der Motion und der darin angestellten Überlegungen zum Problem der Ethikkommissionen zu suchen. Da der rechtliche Rahmen und die administrative Struktur für die erwähnte Prüfung noch zu definieren sind, wird vorgeschlagen, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.&lt;/p&gt;  Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.</value></text><text><type><id>5</id><name>Eingereichter Text</name></type><value>&lt;p&gt;Es sind ein Konzept und darauf gestützt eine gesetzliche Lösung zur inhaltlichen, funktionellen und organisatorischen Koordination der rasch wachsenden Zahl von Schweizer Ethikkommissionen und anderen Kommissionen mit ethischen Aufgaben auszuarbeiten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ziele dieser Regelung sind:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- eine konsistente und rechtsgleiche Praxis der Kommissionen sicherzustellen;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- die Tätigkeitsbereiche und Funktionen sinnvoll festzulegen und abzugrenzen;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- die Schnittstellen abzudecken;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- die Koordination in strategischen, operativen und administrativen Fragen zu gewährleisten;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- der Dialog mit Wissenschaft und Öffentlichkeit aufgrund konsistenter Positionen glaubwürdig zu führen;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- eine einheitliche Vertretung der Schweizer Position in internationalen Gremien zu erreichen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Folgende Mittel zur Zielerreichung sollen u. a. geprüft werden:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- die Zusammenführung der Ethikkommissionen des Bundes zu einer einzigen Kommission;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- die organisatorische Zusammenfassung der Kommissionen;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- die Überlappung der Mitgliedschaften;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- die Verpflichtung zur Verfahrenskoordination;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- die Sicherung von Beschwerdewegen an die rechtsvereinheitlichende oberste Instanz;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- die Zusammenlegung der Sekretariate und der wissenschaftlichen Kapazitäten.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>1</id><name>Titel des Geschäftes</name></type><value>Organisation und Koordination der Schweizer Ethikkommissionen</value></text></texts><title>Organisation und Koordination der Schweizer Ethikkommissionen</title></affair>