﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><affair xmlns:i="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance"><id>20003263</id><updated>2024-04-10T14:23:45Z</updated><additionalIndexing>europäische Integration (speziell);gemeinsame Agrarpolitik;Agrarmarkt der Gemeinschaft;wirtschaftliche Integration</additionalIndexing><affairType><abbreviation>Ip.</abbreviation><id>8</id><name>Interpellation</name></affairType><author><councillor><code>2414</code><gender>m</gender><id>351</id><name>Sandoz Marcel</name><officialDenomination>Sandoz Marcel</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion R</abbreviation><code>RL</code><id>1</id><name>Freisinnig-demokratische Fraktion</name></faction><type>author</type></author><deposit><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>2000-06-08T00:00:00Z</date><legislativePeriod>46</legislativePeriod><session>4603</session></deposit><descriptors><descriptor><key>L04K14010301</key><name>gemeinsame Agrarpolitik</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L05K0704010207</key><name>wirtschaftliche Integration</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L06K140103020201</key><name>Agrarmarkt der Gemeinschaft</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L03K090202</key><name>europäische Integration (speziell)</name><type>1</type></descriptor></descriptors><drafts><draft><consultation><resolutions><resolution><category><id>2</id><name>Diskussion</name></category><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>2000-10-06T00:00:00Z</date><text>Diskussion verschoben</text><type>29</type></resolution><resolution><category><id>5</id><name>Adm</name></category><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>2002-06-21T00:00:00Z</date><text>Abgeschrieben, weil nicht innert zwei Jahren abschliessend im Rat behandelt</text><type>32</type></resolution></resolutions></consultation><federalCouncilProposal><date>2000-08-30T00:00:00Z</date></federalCouncilProposal><index>0</index><links /><preConsultations /><references /><relatedDepartments><relatedDepartment><abbreviation>WBF</abbreviation><id>8</id><name>Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung</name><leading>true</leading></relatedDepartment></relatedDepartments><states><state><date>2000-06-08T00:00:00</date><id>24</id><name>Im Rat noch nicht behandelt</name></state><state><date>2002-06-21T00:00:00</date><id>229</id><name>Erledigt</name></state></states><texts 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Walter</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2381</code><gender>m</gender><id>317</id><name>Ehrler Melchior</name><officialDenomination>Ehrler Melchior</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2414</code><gender>m</gender><id>351</id><name>Sandoz Marcel</name><officialDenomination>Sandoz Marcel</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion R</abbreviation><code>RL</code><id>1</id><name>Freisinnig-demokratische Fraktion</name></faction><type>author</type></role></roles><shortId>00.3263</shortId><state><id>229</id><name>Erledigt</name><doneKey>0</doneKey><newKey>0</newKey></state><texts><text><type><id>6</id><name>Begründung</name></type><value>&lt;p&gt;Nach der Annahme der bilateralen Verträge durch das Schweizervolk und nach der Europadebatte im Parlament deutet alles darauf hin, dass sich das Tempo des Beitrittsprozesses in den kommenden Jahren stark verlangsamt, denn gross ist die Zahl derer, die sich mit diesen Verträgen zufrieden geben und mit allen Mitteln versuchen, den Integrationsprozess zu bremsen, wenn nicht sogar zu stoppen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Deshalb scheint uns der starke Druck, wie er derzeit zur Beschleunigung des Anpassungsprozesses im Hinblick auf die Integration auf den Agrarsektor ausgeübt wird, in keinem Verhältnis zu den Integrationsvorbereitungen in den anderen Sektoren zu stehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Landwirte können nicht nachvollziehen, warum nicht alle Wirtschaftssektoren im gleichen Zeitraum die gleichen Anstrengungen unternehmen. Sie sind nicht damit einverstanden, dass der Bundesrat durch weitere Konzessionen an der Grenze dafür sorgt, dass die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse weiterhin unverhältnismässig schnell sinken, während man in anderen Wirtschaftszweigen, in denen der Einfluss des Bundesrates geringer ist, Schutzmassnahmen beibehält und somit den Integrationsprozess bremst.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Europäische Preise und Kosten in der Schweiz sind - selbst für die dynamischsten und zu grossen Anstrengungen bereiten Landwirte - zu unterschiedliche Grössen, als dass die Gleichung aufgehen könnte. Dies kann mit um so grösserem Recht behauptet werden, wenn sich diese Kluft noch vergrössert.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>14</id><name>Antwort BR / Büro</name></type><value>&lt;p&gt;Mit der Einführung der neuen Agrarpolitik ("AP 2002") und des damit verbundenen neuen Landwirtschaftsgesetzes (LwG; SR 910.1) ist die Agrarreform nicht abgeschlossen. Wie alle anderen Wirtschaftssektoren hat sich auch die Landwirtschaft laufend auf die sich ändernden Rahmenbedingungen auszurichten. Die agrarpolitischen Massnahmen sind deshalb regelmässig im Hinblick auf das Ziel einer wettbewerbsfähigen und nachhaltig produzierenden Landwirtschaft zu überprüfen sowie abgestimmt auf die Erkenntnisse und zukünftigen Herausforderungen weiter zu entwickeln. Einen Auftrag zur Überprüfung der Massnahmen hat das Parlament bereits im Rahmen der Beratung des neuen LwG verankert (Art. 187 Abs. 13).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Soll das Ziel auch unter den sich ändernden Rahmenbedingungen erreicht werden, darf die Reform nicht stillstehen. Die Weiterentwicklung der Agrarpolitik muss mögliche Entwicklungen, insbesondere auch auf internationaler Ebene, antizipieren. Die Verwaltung wird die nötigen Anpassungen in Koordination mit der neu eingesetzten beratenden Kommission Landwirtschaft (Art. 186 LwG) und unter Einbezug der betroffenen Kreise vorbereiten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;1. Es existiert kein Fahrplan für die Landwirtschaft, um diese auf einen EU-Beitritt vorzubereiten. Mit "AP 2002" sind Schritte unternommen worden, damit sich die schweizerische Landwirtschaft in einem härteren Konkurrenzumfeld behaupten kann. Unabhängig von der Frage eines allfälligen EU-Beitrittes stellen sich der Landwirtschaft in nächster Zukunft aber Herausforderungen, die eine konsequente Weiterentwicklung der Agrarpolitik verlangen. Die Umsetzung des bilateralen Agrarabkommens mit der EU bedingt eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der einheimischen Landwirtschaft, wenn die Marktanteile der Schweizer Produktion gehalten und die Chancen des Abkommens mit der Möglichkeit zusätzlicher Exporte erschlossen werden sollen. Aus WTO-Verhandlungen werden möglicherweise weitere Verpflichtungen zum Abbau des Grenzschutzes und der Marktstützung resultieren. Eine innenpolitische Vorgabe leitet sich aus Artikel 187 Absatz 12 LwG ab, wonach die Mittel im Bereich der Marktstützung im Zeitraum von fünf Jahren nach Inkraftsetzung des LwG um einen Drittel abzubauen sind.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;2. Von einem allfälligen EU-Beitritt sind alle Wirtschaftssektoren betroffen. Je nach Ausgangslage und Wettbewerbsfähigkeit der jeweiligen Branche sind die Anstrengungen, um die Beitrittsfähigkeit zu erreichen, jedoch unterschiedlich. Eine produktive schweizerische Landwirtschaft muss bestrebt sein, ihre Marktanteile auch unter härteren internationalen Konkurrenzverhältnissen zu halten oder gar auszudehnen. Die Agrarreform "AP 2002" und das bilaterale Agrarabkommen mit der EU leisten einen Beitrag, damit die Landwirtschaft dieses Ziel erreichen kann.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;3. Es geht nicht darum, den Rhythmus der Anpassungen in der Landwirtschaft im Vergleich zu anderen Branchen zu beschleunigen, sondern unabhängig von der Frage und dem Zeitpunkt eines allfälligen EU-Beitrittes den mit der neuen Agrarpolitik eingeschlagenen Weg zielorientiert weiterzuverfolgen. Die Weiterentwicklung der Agrarpolitik hat sich insbesondere an der gesamtwirtschaftlichen Realität zu orientieren, die u. a. durch eine Öffnung der Märkte gekennzeichnet ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;4. Es sind Anstrengungen auf allen Stufen und in zahlreichen Wirtschaftssektoren nötig, damit die Landwirtschaft von einem günstigeren Kostenumfeld profitieren kann. In verschiedenen Politikbereichen wurden entsprechende Massnahmen eingeleitet. Zu erwähnen sind u. a. das Kartellgesetz (SR 251), das Binnenmarktgesetz (SR 943.02) und das Bundesgesetz über die technischen Handelshemmnisse (SR 946.51). Die Umsetzung der bilateralen Abkommen wird ebenfalls einen tendenziell kostensenkenden Einfluss auf alle Wirtschaftssektoren haben. Weitere Bereiche wie beispielsweise die Liberalisierung des Elektrizitätsmarktes sind in politischer Diskussion.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Bundesrat ist sich bewusst, dass die Agrarreform die betroffenen Bauernfamilien vor grosse Herausforderungen stellt. In Anbetracht der zukünftigen Entwicklungen wird der Strukturanpassungsdruck bestehen bleiben. Um soziale Härtefälle abfedern zu können, wird im Rahmen der Weiterentwicklung der Agrarpolitik die Einführung von zeitlich befristeten Sozialmassnahmen zu prüfen sein.&lt;/p&gt;  Antwort des Bundesrates.</value></text><text><type><id>5</id><name>Eingereichter Text</name></type><value>&lt;p&gt;1. Welchen Terminplan sieht der Bundesrat für die Vorbereitung des Landwirtschaftssektors auf die EU-Integration vor?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;2. Ist er nicht der Meinung, dass der Landwirtschaftssektor nicht losgelöst von den anderen Wirtschaftssektoren auf einen Beitritt vorbereitet werden sollte?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;3. Warum soll für die Landwirtschaft der Prozess der Vorbereitung beschleunigt werden, obwohl sich die Anpassung an den Integrationsprozess in den anderen Sektoren verzögert?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;4. Welche Massnahmen gedenkt der Bundesrat zu treffen, um in zeitlicher Hinsicht eine wirtschaftliche Abkoppelung der Landwirtschaft von den anderen Sektoren zu verhindern?&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>1</id><name>Titel des Geschäftes</name></type><value>Landwirtschaftspolitik</value></text></texts><title>Landwirtschaftspolitik</title></affair>