﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><affair xmlns:i="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance"><id>20003557</id><updated>2025-11-14T08:15:44Z</updated><additionalIndexing>arztähnlicher Beruf;Gesundheitswesen;Informationsquelle;Datenbasis;Statistik</additionalIndexing><affairType><abbreviation>Ip.</abbreviation><id>8</id><name>Interpellation</name></affairType><author><councillor><code>2300</code><gender>f</gender><id>113</id><name>Hollenstein Pia</name><officialDenomination>Hollenstein</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion G</abbreviation><code>G</code><id>6</id><name>Grüne 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verschoben</text><type>29</type></resolution><resolution><category><id>3</id><name>Normal</name></category><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>2002-09-30T00:00:00Z</date><text>Erledigt</text><type>30</type></resolution></resolutions></consultation><federalCouncilProposal><date>2000-12-04T00:00:00Z</date></federalCouncilProposal><index>0</index><links /><preConsultations /><references /><relatedDepartments><relatedDepartment><abbreviation>EDI</abbreviation><id>4</id><name>Departement des Innern</name><leading>true</leading></relatedDepartment></relatedDepartments><states><state><date>2000-10-06T00:00:00</date><id>24</id><name>Im Rat noch nicht behandelt</name></state><state><date>2002-09-30T00:00:00</date><id>229</id><name>Erledigt</name></state></states><texts 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Diese betreffen jedoch vorwiegend die administrativen Daten sowie die ärztliche Versorgung im stationären Bereich.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein wichtiger - der grösste - Teil der schweizerischen Gesundheitsversorgung liegt dagegen immer noch im Verborgenen. Auf nationaler Ebene sind keine einheitlichen, flächendeckenden Daten verfügbar, die beispielsweise Auskunft über den Beitrag der Gesundheits- und Krankenpflege zur Gesundheitsversorgung geben. Solche Daten wären aus folgenden Gründen wichtig:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;1. Der grösste Teil der Gesundheitsversorgung erfolgt im ausserärztlichen Bereich, besonders im Gesundheits- und Krankenpflegebereich, der voraussichtlich noch zunehmen wird (demographische Entwicklung, Zunahme chronisch verlaufender Krankheiten). Damit einher geht die Verlagerung vom Akut- in den Langzeitpflegebereich sowie vom stationären (Spital, Krankenheim) in den ambulanten Pflegebereich (Spitex).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- Es ist heute bekannt, dass Daten über die Pflege die Langzeitpflege besser beschreiben und ihre Kosten genauer erklären als medizinische Daten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- In Projekten - wie beispielsweise dem geplanten Gesundheitsobservatorium - sind Pflegedaten von entscheidender Bedeutung, um die notwendigen versorgungspolitischen Entscheide zu treffen, insbesondere im Bereich der Alters- und Langzeitpflege.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;2. Die finanziellen Mittel, die für die Gesundheits- und Krankenpflege verwendet werden, sind beträchtlich: Schätzungen zeigen, dass die Kosten des Pflegepersonals rund 30 Prozent der Gesamtkosten eines Spitals, 50 Prozent eines Pflegeheimes und 90 Prozent einer Spitex-Organisation ausmachen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wichtige politische Entscheide stehen in den nächsten Monaten und Jahren an, um das Kostenwachstum einzudämmen und das Gesundheitswesen zu restrukturieren. Diese Entscheide müssen, gestützt auf zuverlässige und aktuelle Daten, getroffen werden. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;3. Die Finanzierung der Spitäler, Heime und der Spitex befindet sich in einem Umbruch. Bis anhin wurden die pflegerischen Leistungen als Teil der Infrastruktur betrachtet. Es zeigt sich allerdings, dass der Pflegeaufwand bei gleicher medizinischer Diagnose sehr unterschiedlich sein kann. Das bedeutet, dass herkömmliche Fallkostenpauschalen den Pflegeaufwand nur ungenügend abbilden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bereits heute wird von den Pflegenden eine Unmenge Daten erhoben. Da jedoch kein einheitliches Konzept existiert, lassen sich diese Daten weder gesamtschweizerisch auswerten noch vergleichen. Deshalb ist es zwingend, die Daten gesamtschweizerisch einheitlich zu definieren und national zu erheben. Dieses Ziel kann nur mit einer aktiven Unterstützung durch den Bund erreicht werden.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>14</id><name>Antwort BR / Büro</name></type><value>&lt;p&gt;1. Eine wesentliche Verbesserung der Datenlage betreffend Gesundheitsversorgung konnte mit der 1998 erfolgten Einführung der Statistiken über stationäre Betriebe des Gesundheitswesens erzielt werden. Im Rahmen des statistischen Mehrjahresprogramms des Bundes 1999-2003 werden mit neuen Projekten zusätzliche Verbesserungen angestrebt, insbesondere auch im Bereiche der ambulanten Versorgung. Zu den neuen Vorhaben, die bis 2003 zu realisieren sind, zählen der Mikrozensus 2002, Statistiken der ambulanten Medizin und Spitex, eine Behindertenstatistik, Statistiken über Krebskrankheiten und die Errichtung eines Gesundheitsobservatoriums. Grössere Anpassungen sind notwendig bei den Statistiken über stationäre Betriebe des Gesundheitswesens (Einbezug von Fallkosten und Pflegedaten, relevante Daten aus dem Bundesgesetz über die Krankenversicherung) und bei den Statistiken im Alkohol- und Drogenbereich. Mit den laufenden statistischen Aktivitäten und den neuen Vorhaben kann die Informationslage im Bereich der ambulanten Versorgung und der Gesundheits- und Krankenpflege mittelfristig verbessert werden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;2. Der Bund unterstützt Forschungs- und Entwicklungsprojekte zur Entwicklung oder Verbesserung von statistischen Erhebungsmethoden. So ermöglichte beispielsweise das Bundesamt für Statistik (BFS) zusammen mit den Kantonen und den Berufsverbänden (Schweizerischer Berufsverband der Krankenschwestern und Krankenpfleger, Schweizerische Vereinigung der Pflegedienstleiterinnen und Pflegedienstleiter) die Erarbeitung eines Vorschlages für eine standardisierte Pflegedokumentation und Pflegestatistik (Nursing Data). Ein Engagement des Bundes ist auch für die Umsetzung dieses Konzeptes in ein konkretes Projekt geplant. Im Rahmen der Statistiken über stationäre Betriebe des Gesundheitswesens stellt das BFS den auskunftspflichtigen Betrieben Software für die Datenerfassung zur Verfügung und sorgt in Zusammenarbeit mit "H + Die Spitäler der Schweiz" für die Übersetzung, Aktualisierung und regelkonforme Anwendung der medizinischen Klassifikationen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;3. Der Bund verfügt mit dem statistischen Mehrjahresprogramm über ein Planungsinstrument für die amtliche Statistik. Gegenwärtig übersteigen die Informationsbedürfnisse im Bereich des Gesundheitswesens die im Rahmen der bestehenden Statistiken verfügbaren Informationen. Mit den im Finanzplan vorgesehenen Mitteln können die in Ziffer 1 dargelegten Verbesserungen jedoch eingeleitet werden, auch wenn die Datenlage im Bereich der ambulanten Versorgung sowie der Gesundheits- und Krankenpflege auch im Jahre 2003 immer noch Lücken aufweisen wird. Im Zusammenhang mit der Evaluation der Auswirkungen des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung ist von verschiedener Seite, u. a. von der Schweizerischen Kommission für Gesundheitsstatistik, die Schliessung dieser Datenlücken zum frühest möglichen Zeitpunkt gefordert worden. Eine Einführung neuer Statistiken im Bereich der ambulanten Versorgung in den kommenden zwei Jahren ist jedoch ohne zusätzliche Mittel nicht möglich.&lt;/p&gt;  Antwort des Bundesrates.</value></text><text><type><id>5</id><name>Eingereichter Text</name></type><value>&lt;p&gt;Welche Strategie verfolgt der Bundesrat zur Verbesserung der Datenlage betreffend Gesundheitsversorgung? Dabei bitte ich insbesondere um die Beantwortung folgender Fragen:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;1. Was unternimmt der Bund, damit die Datenlage betreffend Gesundheitsversorgung, insbesondere im Bereich der ambulanten Versorgung und der Gesundheits- und Krankenpflege, verbessert wird und zeitgerecht aussagekräftige Informationen für politische Entscheide zur Verfügung stehen?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;2. Wie unterstützt der Bund konkrete Projekte, welche die erwähnten Ziele anstreben?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;3. Genügen die im Rahmen des ordentlichen Voranschlages zur Verfügung gestellten Mittel, um entsprechende Projekte massgeblich finanziell zu unterstützen, oder müssen ausserordentliche Mittel zur Verfügung gestellt werden, damit die dringendsten Lücken im Bereich der Gesundheits- und Krankenpflege geschlossen werden können?&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>1</id><name>Titel des Geschäftes</name></type><value>Aussagekräftige Daten über die Gesundheitsversorgung</value></text></texts><title>Aussagekräftige Daten über die Gesundheitsversorgung</title></affair>