﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><affair xmlns:i="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance"><id>20023149</id><updated>2025-06-25T01:55:53Z</updated><additionalIndexing>55;Bodenrecht;Verschuldung;landwirtschaftliches Grundeigentum;Hypothek;Wirtschaftsgebäude</additionalIndexing><affairType><abbreviation>Mo.</abbreviation><id>5</id><name>Motion</name></affairType><author><councillor><code>2479</code><gender>m</gender><id>455</id><name>Chevrier Maurice</name><officialDenomination>Chevrier</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion C</abbreviation><code>M-E</code><id>3</id><name>Christlichdemokratische 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und Polizeidepartement</name><leading>true</leading></relatedDepartment></relatedDepartments><states><state><date>2002-03-22T00:00:00</date><id>24</id><name>Im Rat noch nicht behandelt</name></state><state><date>2002-10-04T00:00:00</date><id>209</id><name>Überwiesen an den Bundesrat</name></state><state><date>2007-06-11T00:00:00</date><id>229</id><name>Erledigt</name></state></states><texts /></draft></drafts><language>de</language><priorityCouncils><priorityCouncil><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type><priority>1</priority></priorityCouncil></priorityCouncils><relatedAffairs /><roles><role><councillor><code>2401</code><gender>m</gender><id>338</id><name>Lauper Hubert</name><officialDenomination>Lauper</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2527</code><gender>m</gender><id>504</id><name>Rossini 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BGBB ist die Regelung über die Belastungsgrenze für Grundpfandrechte aus dem früheren Bundesgesetz über die Entschuldung landwirtschaftlicher Heimwesen übernommen worden, wobei versucht wurde, die Konzeption verbessern. An sich haben diese Bestimmungen ein lobenswertes Ziel: Sie sollen die Überschuldung dadurch verhindern, dass die Belastung von landwirtschaftlichen Grundstücken beschränkt wird. Es muss jedoch festgestellt werden, dass in der Anwendung dieses Ziel bei weitem nicht erreicht worden ist. Tatsächlich hat sich die Gesamtverschuldung der schweizerischen Landwirtschaft nicht nur nicht verringert, sondern ist für viele Betrieben sogar stark angewachsen. Wenn man weiss, dass die strenge Anwendung des Gesetzes zahlreiche Bewirtschafter dazu gezwungen hat, auf günstige Hypothekarkredite zu verzichten und dafür zu anderen Finanzierungsquellen (Bürgschaften, Kleinkredite usw.) mit höheren Belastungen Zuflucht zu nehmen, kann man die verhängnisvollen Auswirkungen des BGBB in diesem Bereich ermessen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wenn bei Bankinstituten um einen Kredit nachgesucht wird, der mit einem landwirtschaftlichen Grundstück abgesichert werden soll, weigern sich diese oft, darauf einzutreten, unter dem Vorwand, das Verfahren sei zu kompliziert und die Erträge seien lächerlich gering. Angesichts dieser  unerbittlichen Haltung sieht sich der Bauer, der ja investieren muss, um mit der Entwicklung Schritt zu halten, zu spitzfindigen Finanzkonstruktionen gezwungen, bei denen gelegentlich seine Angehörigen einspringen müssen oder eine Immobilie ausserhalb des Betriebes belastet wird, die oft die Funktion einer "Pensionskasse" übernehmen muss.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Bundesrat kann sich dieser Situation nicht länger verschliessen; er muss sich mit uns eingestehen, dass die Anwendung der Bestimmungen über die Belastungsgrenze für Grundpfandrechte nicht zur Entschuldung der Landwirtschaft, sondern im Gegenteil zu ihrer Verarmung beigetragen hat: Eine Katastrophe!&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>14</id><name>Antwort BR / Büro</name></type><value>&lt;p&gt;Die Belastungsgrenze war 1940 im früheren Bundesgesetz über die Entschuldung landwirtschaftlicher Heimwesen zur Vorbeugung und mit dem Ziel eingeführt worden, zusammen mit anderen vom Bund beschlossenen und finanzierten Massnahmen das weitere Ansteigen der Anzahl Zwangsverwertungen landwirtschaftlicher Betriebe zu bremsen und kontinuierlich deren ausserordentlich hohe Verschuldung zu vermindern.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die im Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht enthaltene Regelung über die Belastungsgrenze hat - mit Anpassungen und Vereinfachungen beim Verfahren - die frühere Regelung übernommen. Im gegenwärtigen System soll die Belastungsgrenze die Überschuldung verhindern, indem die Belastung eines landwirtschaftlichen Grundstücks auf den um 35 Prozent erhöhten Ertragswert beschränkt wird. Die Überschreitung der Belastungsgrenze ist nicht verboten, unterliegt aber strengen Voraussetzungen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Belastungsgrenze stellt eine Sicherheitsschranke dar, die für sich allein die Überschuldung nicht zu verhindern vermag, wie dies aus den vom Motionär erwähnten Beispielen hervorgeht. Tatsächlich ist es dem Eigentümer von landwirtschaftlichen Grundstücken nicht verboten, sich durch nicht grundpfandrechtlich gesicherte Darlehen zu verschulden. Das angestrebte Ziel wird jedoch nicht erreicht, wenn sich die Landwirte wegen der Bestimmungen zur Belastungsgrenze vom Hypothekarkredit abwenden oder gar keinen Zugang mehr dazu haben. Dieser Sachverhalt muss deshalb sorgfältig abgeklärt werden. Dennoch ist darauf hinzuweisen, dass sich die Verschuldung der landwirtschaftlichen Betriebe im Allgemeinen nicht in einer so beunruhigenden Weise entwickelt, wie es der Motionär schildert. Dies geht aus den Untersuchungen hervor, die das Bundesamt für Landwirtschaft im Agrarbericht 2001 veröffentlicht hat.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Bundesrat ist bereit, die vom Motionär verlangte Abklärung der Auswirkungen einer seit mehr als 60 Jahren vollzogenen Massnahme nach wissenschaftlichen Methoden zu veranlassen, ohne allerdings das Resultat damit bereits vorweg zu nehmen. Um das Problem zu studieren und falls nötig Massnahmen zu ergreifen, erweist sich die Form des Postulates als geeigneter als jene der Motion. Der Bundesrat ist aufgrund dieser Ausführungen bereit, diesen Vorstoss in der Form des Postulates entgegen zu nehmen.&lt;/p&gt;  Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.</value></text><text><type><id>5</id><name>Eingereichter Text</name></type><value>&lt;p&gt;Der Bundesrat wird beauftragt, eine Gesamtbilanz zu ziehen über die Anwendung des Bundesgesetzes über das bäuerliche Bodenrecht (BGBB), das nun fast zehn Jahre in Kraft ist. Insbesondere sollen die negativen Auswirkungen der Belastungsgrenze für Grundpfandrechte überprüft und danach die entsprechenden notwendigen Gesetzesänderungen unterbreitet werden.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>1</id><name>Titel des Geschäftes</name></type><value>Belastungsgrenze. Neue Begriffsdefinition</value></text></texts><title>Belastungsgrenze. Neue Begriffsdefinition</title></affair>