{"id":20023235,"updated":"2024-04-10T09:27:00Z","additionalIndexing":"55;Holzindustrie;Holzgewinnung;Waldwirtschaft;Nutzung der Ressourcen","affairType":{"abbreviation":"Ip.","id":8,"name":"Interpellation"},"author":{"councillor":{"code":2459,"gender":"m","id":409,"name":"Hess Hans","officialDenomination":"Hess Hans"},"faction":{"abbreviation":"Fraktion R","code":"RL","id":1,"name":"Freisinnig-demokratische Fraktion"},"type":"author"},"deposit":{"council":{"abbreviation":"SR","id":2,"name":"Ständerat","type":"S"},"date":"2002-06-06T00:00:00Z","legislativePeriod":46,"session":"4614"},"descriptors":[{"key":"L03K140107","name":"Waldwirtschaft","type":1},{"key":"L03K070504","name":"Holzindustrie","type":1},{"key":"L06K140107010502","name":"Holzgewinnung","type":1},{"key":"L05K0601030101","name":"Nutzung der Ressourcen","type":2}],"drafts":[{"consultation":{"resolutions":[{"category":{"id":3,"name":"Normal"},"council":{"abbreviation":"SR","id":2,"name":"Ständerat","type":"S"},"date":"2002-09-24T00:00:00Z","text":"Erledigt","type":30}]},"federalCouncilProposal":{"date":"2002-08-21T00:00:00Z"},"index":0,"links":[],"preConsultations":[],"references":[],"relatedDepartments":[{"abbreviation":"UVEK","id":9,"name":"Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","leading":true}],"states":[{"date":"\/Date(1023314400000+0200)\/","id":24,"name":"Im Rat noch nicht behandelt"},{"date":"\/Date(1032818400000+0200)\/","id":229,"name":"Erledigt"}],"texts":[]}],"language":"de","priorityCouncils":[{"abbreviation":"SR","id":2,"name":"Ständerat","type":"S","priority":1}],"relatedAffairs":[],"roles":[{"councillor":{"code":2356,"gender":"m","id":277,"name":"Bieri Peter","officialDenomination":"Bieri"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2559,"gender":"m","id":538,"name":"Bürgi Hermann","officialDenomination":"Bürgi"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2359,"gender":"m","id":275,"name":"Maissen Theo","officialDenomination":"Maissen"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2558,"gender":"m","id":539,"name":"Fünfschilling Hans","officialDenomination":"Fünfschilling"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2335,"gender":"f","id":12,"name":"Beerli Christine","officialDenomination":"Beerli"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2557,"gender":"m","id":537,"name":"Escher Rolf","officialDenomination":"Escher Rolf"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2568,"gender":"m","id":805,"name":"Lauri Hans","officialDenomination":"Lauri"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2451,"gender":"m","id":398,"name":"Merz Hans-Rudolf","officialDenomination":"Merz Hans-Rudolf"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2443,"gender":"m","id":372,"name":"Inderkum Hansheiri","officialDenomination":"Inderkum"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2236,"gender":"m","id":195,"name":"Schmid-Sutter Carlo","officialDenomination":"Schmid-Sutter Carlo"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2466,"gender":"m","id":425,"name":"Schweiger Rolf","officialDenomination":"Schweiger"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2552,"gender":"m","id":532,"name":"Stähelin Philipp","officialDenomination":"Stähelin"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2435,"gender":"f","id":378,"name":"Saudan Françoise","officialDenomination":"Saudan"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2284,"gender":"m","id":60,"name":"Dettling Toni","officialDenomination":"Dettling"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2561,"gender":"m","id":540,"name":"Lombardi Filippo","officialDenomination":"Lombardi"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2551,"gender":"m","id":531,"name":"Stadler Hansruedi","officialDenomination":"Stadler Hansruedi"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2550,"gender":"f","id":530,"name":"Slongo Marianne","officialDenomination":"Slongo"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2548,"gender":"m","id":528,"name":"Briner Peter","officialDenomination":"Briner"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2459,"gender":"m","id":409,"name":"Hess Hans","officialDenomination":"Hess Hans"},"faction":{"abbreviation":"Fraktion R","code":"RL","id":1,"name":"Freisinnig-demokratische Fraktion"},"type":"author"}],"shortId":"02.3235","state":{"id":229,"name":"Erledigt","doneKey":"0","newKey":0},"texts":[{"type":{"id":6,"name":"Begründung"},"value":"<p>Die am 22. März 2002 von NR Ruedi Lustenberger eingereichte Motion 02.3159 \"Aktive Ressourcenpolitik Holz\" hat in der Zwischenzeit leider rasch an Aktualität gewonnen: Im April mussten wir die Schliessung von zwei Furnierwerken und einem Spanplattenwerk zur Kenntnis nehmen - damit verlieren wir 240 Arbeitsplätze und wichtige Wertschöpfung mit unserem einheimischen Rohstoff Holz. Wenn nun gute Betriebe die Produktion einstellen, ist die Zukunft der Schweizer Wald- und Holzwirtschaft mit ihren dezentralen Arbeitsplätzen ernstlich in Frage gestellt. Der eben anlaufenden Vorbereitung zur Revision des Waldgesetzes (Waldprogramm Schweiz) droht gar der Sinn abhanden zu kommen, wenn die Akteure der Verarbeitungskette Holz nicht fortbestehen. Mit einer beschleunigten Revision des Waldgesetzes und unter Einbezug der anderen relevanten Gesetze sind rasch zeitgemässe Rahmenbedingungen für die Zukunft der Schweizer Wald- und Holzwirtschaft zu schaffen.<\/p><p>Mit der Schliessung der Furnierwerke in Regensdorf (ZH) und Lengwil (TG) gehen nicht nur je 60 Arbeitsplätze verloren, sondern auch gute Kunden für die besten Laubholzqualitäten aus der ökologisch hochstehenden Schweizer Waldwirtschaft. Die Betriebe leiden unter europäischer Überproduktion und unter der Verdrängung von Laubholzprodukten durch synthetische Dekore.<\/p><p>Mit dem Spanplattenwerk Fideris verliert das Prättigau auf einen Schlag 120 Arbeitsplätze, und viele Zulieferer verlieren ihren Absatz für Holz-Restprodukte. Bei sehr hohem Kostendruck - wiederum wegen europäischer Überproduktion - hätte nur noch die Vergrösserung auf europäischen Massstab helfen können, was an diesem Standort und wohl auch sonst in der Schweiz kaum möglich ist. Plattenwerke von europäischer Dimension werden in den letzten Jahren vornehmlich in den neuen deutschen Bundesländern angesiedelt, wo Investitionen in den Genuss von 35 bis 50 Prozent Fördermitteln kommen.<\/p><p>In der Schweiz gibt es für die Holzverarbeitung im Gegensatz zu den Nachbarländern keine Fördermittel oder andere Vorzugs-Rahmenbedingungen. Trotz hohen Bodenpreisen, Transportkosten und Löhnen hat die Holzwirtschaft bei voll offenen Grenzen dem internationalen Wettbewerb bislang Stand gehalten und ihre Strukturen anzupassen versucht. Die aktive Förderung der Konkurrenz und der immer höhere Frankenkurs sind aber nicht mehr lange zu verkraften. Da ist die Politik gefordert.<\/p><p>Die Wald- und Holzwirtschaft gehört nicht zu den wachsstumsstarken Branchen wie etwa die Informationstechnologie oder die Pharmazie. Aber: Haben solche Branchen in unserer Volkswirtschaft keinen Stellenwert mehr? Was passiert mit unserem Land und unserer Gesellschaft, wenn wir diese Entwicklung laufen lassen? Die Wald- und Holzwirtschaft ist ein Hauptarbeitgeber ausserhalb der Städte und bietet sehr viele Ausbildungsplätze an.<\/p><p>Der Eintritt der NICs (Newly industrialized countries, z. B. Korea, Taiwan) in den Weltmarkt hat seinerzeit (1975) die Rezession mitausgelöst oder verstärkt. Am meisten betroffen waren unsere Textil- und Maschinenindustrie. Der Bund hat darauf mit einem Beschaffungsprogramm, Impulsprogramm und Strukturmassnahmen (Dämpfungsmassnahmen) reagiert. Die aktuelle Situation der Schweizer Wald- und Holzwirtschaft ist in vielem vergleichbar: Unser Markt wird von den mit EU-Fördergeldern entstandenen Überkapazitäten und von den neuen Holzindustrien Osteuropas hart bedrängt, nicht zuletzt wegen dem starken Frankenkurs. <\/p><p>Seinerzeit gab es zur Stärkung der Landregionen ein sogenanntes Investitionshilfegesetz, nun müssen wir uns ganz grundsätzlich überlegen, wie wir Produktionsstandorte sogenannter Industrien der ortsbezogenen Grundbedürfnisse (Rohstoffverarbeitung, Schutz, Bau, etc.) sichern.<\/p><p>Die Holzwirtschaft ist nicht nur für die Regionalpolitik, sondern auch umweltpolitisch äusserst wertvoll, solange sie die Produkte aus der Schutzwaldpflege und aus der Waldverjüngung möglichst lokal verarbeitet und die CO2-speichernden Holzprodukte im regionalen Wirtschaftskreislauf unterbringt. Der Verlust von Holzverarbeitern wiegt sehr schwer.<\/p>"},{"type":{"id":14,"name":"Antwort BR \/ Büro"},"value":"<p>In seiner Stellungnahme zur Motion Lustenberger (02.3159) vom 22. März 2002 hat der Bundesrat bestätigt, dass sowohl hinsichtlich der Bewältigung künftiger Sturmschäden als auch wegen der zu geringen Holznutzung ein Handlungsbedarf besteht. Beide Themenkreise sind Gegenstand umfassender Abklärungen:<\/p><p>- Das \"Lothar-Grundlagenprogramm\" wertet in verschiedenen Forschungsprojekten die Erfahrungen aus, die anlässlich der Bewältigung der Sturmschäden im Wald gemacht wurden. Auch die kantonalen Forstämter sind in einer Arbeitsgruppe daran, Verbesserungsmöglichkeiten auszuloten. Aus diesen Aktivitäten sollen bis Ende 2003 Strategien und Massnahmen des Bundes und der Kantone im Hinblick auf künftige Ereignisse abgeleitet werden.<\/p><p>- Das \"Waldprogramm Schweiz\" wird ebenfalls bis Ende 2003 Entscheidungsgrundlagen erarbeiten, die zu einer allfälligen Anpassung der Waldgesetzgebung führen können. Beim Waldprogramm Schweiz handelt es sich um ein politisches Handlungsprogramm, das konkrete Zielsetzungen, Massnahmen und Instrumente für die gewünschte Entwicklung des Waldes in einem mittelfristigen Zeitraum festlegt. In diesem Zusammenhang werden auch die Fragen der effizienteren Holzproduktion im Wald und des erhöhten Holzabsatzes angegangen.<\/p><p>Von zentraler Bedeutung werden vor allem die Ergebnisse des Waldprogrammes Schweiz sein: Sobald daraus die konkreten Vorschläge vorliegen, wird der Bundesrat über die weiteren Schritte befinden. Ob über eine allfällige Anpassung der Waldgesetzgebung hinaus noch weitere Massnahmen zugunsten der Holzwirtschaft nötig sein werden, kann derzeit nicht abschliessend beurteilt werden. Solche Massnahmen müssten im Lichte von ordnungs- und aussenhandelspolitischen Überlegungen sorgfältig geprüft werden.<\/p><p>Ein Anfang für die Förderung der Verwendung von Holz als Baustoff und Energieträger ist mit den bereits laufenden Programmen \"holz21\" und \"Energie Schweiz\" von Bund, Kantonen, Holzwirtschaft, Hochschulen und Umweltverbänden bereits gemacht. Damit sollen bis im Jahre 2010 die Grundlagen für eine Steigerung des Absatzes und der Verwendung von Schweizer Holz geschaffen werden.<\/p>  Antwort des Bundesrates."},{"type":{"id":5,"name":"Eingereichter Text"},"value":"<p>Der Sturm Lothar und seine Folgeschäden haben grosse Fragen zur Zukunft der Schweizer Wald- und Holzwirtschaft aufgeworfen - nicht nur in der längerfristigen Perspektive, sondern auch in Bezug auf das Fortbestehen in den nächsten Jahren. Ich frage deshalb den Bundesrat an, ob er bereit ist, die Revision des Waldgesetzes beschleunigt an die Hand zu nehmen, um<\/p><p>a. Schwachstellen aus den Erfahrungen der Lothar-Bewältigung zu korrigieren; <\/p><p>b. dem Umstand Rechnung zu tragen, dass nur etwa die Hälfte des jährlichen Zuwachses genutzt wird, und <\/p><p>c. als Folge von Punkt b, der Verwendung von Holz als Baustoff und Energieträger mehr Beachtung zu schenken.<\/p>"},{"type":{"id":1,"name":"Titel des Geschäftes"},"value":"Aktive Ressourcenpolitik Holz"}],"title":"Aktive Ressourcenpolitik Holz"}