﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><affair xmlns:i="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance"><id>20033083</id><updated>2024-04-10T12:25:17Z</updated><additionalIndexing>48;Auto;Verschmutzung durch das Auto;Fahrzeugausrüstung;Strassenverkehrsordnung;Fussgänger/in;Sicherheit im Strassenverkehr;Verkehrsunfall</additionalIndexing><affairType><abbreviation>Po.</abbreviation><id>6</id><name>Postulat</name></affairType><author><councillor><code>2422</code><gender>f</gender><id>359</id><name>Teuscher Franziska</name><officialDenomination>Teuscher</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion G</abbreviation><code>G</code><id>6</id><name>Grüne 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Auto</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L04K18020406</key><name>Strassenverkehrsordnung</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L05K1802020302</key><name>Verkehrsunfall</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L06K180102010102</key><name>Fussgänger/in</name><type>2</type></descriptor><descriptor><key>L04K18010401</key><name>Fahrzeugausrüstung</name><type>2</type></descriptor></descriptors><drafts><draft><consultation><resolutions><resolution><category><id>3</id><name>Normal</name></category><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>2005-03-17T00:00:00Z</date><text>Ablehnung</text><type>22</type></resolution></resolutions></consultation><federalCouncilProposal><code>-</code><date>2003-08-20T00:00:00Z</date><text>Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen.</text></federalCouncilProposal><index>0</index><links /><preConsultations /><references /><relatedDepartments><relatedDepartment><abbreviation>UVEK</abbreviation><id>9</id><name>Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation</name><leading>true</leading></relatedDepartment></relatedDepartments><states><state><date>2003-03-19T00:00:00</date><id>24</id><name>Im Rat noch nicht behandelt</name></state><state><date>2005-03-17T00:00:00</date><id>229</id><name>Erledigt</name></state></states><texts /></draft></drafts><language>de</language><priorityCouncils><priorityCouncil><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type><priority>1</priority></priorityCouncil></priorityCouncils><relatedAffairs /><roles><role><councillor><code>2520</code><gender>m</gender><id>497</id><name>Mugny Patrice</name><officialDenomination>Mugny Patrice</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2268</code><gender>m</gender><id>9</id><name>Baumann Ruedi</name><officialDenomination>Baumann 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"sport utility vehicles", "SUV"; französisch: "vehicules tout terrain", "VTT") steigen in der Schweiz stark. Gemäss Bundesamt für Statistik verkehrten 2002 564 000 solche Fahrzeuge auf Schweizer Strassen. Das sind dreimal mehr als 1990; dies entspricht 15,2 Prozent der schweizerischen Autoflotte. Dieser Trend zu immer leistungsstärkeren und insbesondere schwereren Autos ist problematisch: Die Offroadfahrzeuge bieten nicht ein Mehr an Sicherheit, wie in der Werbung vorgegaukelt wird, sondern sind insgesamt weniger sicher als konventionelle Personenfahrzeuge - und dies für alle Verkehrsteilnehmer und Verkehrsteilnehmerinnen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Erhebungen aus den USA belegen, dass Offroadfahrzeuge überdurchschnittlich oft in Unfälle involviert sind und ein fast dreimal höheres Überschlagrisiko aufweisen als herkömmliche Personenwagen. Ebenfalls geht von einem Offroadfahrzeug bei einem Zusammenstoss eine höhere Gefahr aus, verletzt oder getötet zu werden, als von anderen Fahrzeugen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Während die Karosserie eines normalen Personenwagens bei einem Unfall die Aufprallenergie grösstenteils absorbiert, bietet die starre Leiterrahmen-Bauweise der Offroader keine ausreichende Knautschzone. Die Wucht des Aufpralls wird, statt durch die Karosserie des Fahrzeugs aufgefangen zu werden, direkt auf die Fahrzeuginsassen übertragen. Kollidiert also ein Offroader mit einem harten Hindernis wie einer Mauer, ist es gut möglich, dass das Auto intakt bleibt, die Insassen jedoch schwere bis tödliche Verletzungen erleiden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Prallt ein Offroader mit einem herkömmlichen Personenwagen zusammen, oder gar mit einer Radfahrerin oder einem Fussgänger, werden die Kollisionskräfte zu so gut wie 100 Prozent an die "weicheren" Verkehrsteilnehmer und Verkehrsteilnehmerinnen abgegeben - für einen Fussgänger bedeutet dies zu 80 Prozent schwerere Verletzungen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aufgrund der ungleich höheren Kühlerhaube eines Offroaders ist die Sicht der das Fahrzeug lenkenden Person eingeschränkt. Kleingewachsene Personen, insbesondere Kinder, können so übersehen werden. Bei einem Unfall erfolgen Verletzungen an lebenswichtigen Organen, welche in vielen Fällen zum Tod führen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zusätzlich schwere Verletzungen verursachen bestimmte Typen von Frontschutzbügeln (ebenfalls Kuhfänger/pare-buffle/bull bars genannt), welche in der Schweiz seit 1996 verboten sind. In der EU sind sie es ebenfalls, doch ihre Vorschrift ist noch nicht eindeutig definiert, so dass trotzdem solche Accessoires im nahen Ausland erstanden werden können und auf unseren Strassen zirkulieren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wegen ihrem hohen Gewicht verbrauchen Offroadfahrzeuge viel Treibstoff. Damit verursachen sie eine hohe Umweltbelastung.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>14</id><name>Antwort BR / Büro</name></type><value>&lt;p&gt;Der Bestand an allradangetriebenen Personenwagen (4 x 4) ist von 1990 bis 2002 von 302 000 auf 564 000 angestiegen. Der Anteil dieser Fahrzeuge am Gesamtbestand der Personenwagen hat dadurch mehr oder weniger kontinuierlich von 10,1 Prozent auf 15,2 Prozent zugenommen. Zu beachten ist dabei, dass in diesen Zahlen sowohl die eigentlichen Geländefahrzeuge (französisch: "véhicules tout terrain"; englisch: "off-road vehicles", wie z. B. Jeep, Land-Rover) als auch die gewöhnlichen Personenwagen mit permanentem oder zuschaltbarem Vierradantrieb (z. B. Audi quattro oder Subaru Justy) enthalten sind. Für "SUV" existiert keine allgemeingültige Definition. Sie decken nach allgemeinem Sprachgebrauch das Feld zwischen den gewöhnlichen Personenwagen mit Vierradantrieb und den eigentlichen Geländefahrzeugen ab, wobei die Übergänge fliessend sind.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die im Postulat aufgeführten Problemkreise sind nicht geländefahrzeug- oder "SUV"-spezifisch, sondern hängen mit dem allgemein zu beobachtenden Trend nach leistungsstärkeren, schwereren und grösseren Fahrzeugen (z. B. "Mini Van") zusammen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Bericht "Strategie Nachhaltige Entwicklung 2002" hat der Bundesrat seine Absichten für eine flächendeckende Integration der Grundsätze der nachhaltigen Entwicklung in jedem Politikfeld dargelegt. Der Bericht umfasst zehn Handlungsfelder und sieht 22 Massnahmen vor. Diese werden gegenwärtig nach jeweils eigenem Zeitplan weiterbearbeitet, konkretisiert und zu gegebener Zeit dem Bundesrat zur Beschlussfassung unterbreitet. Die Folgeprojekte der Massnahmen "Weiterentwicklung der Energie- und Klimapolitik", "Förderung von sauberen Fahrzeugen" und "Neue Strassenverkehrssicherheitspolitik" behandeln die im Postulat aufgeführten Problemkreise gesamtheitlich und kohärent.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein spezieller Bericht oder die Prüfung von Massnahmen speziell für Geländefahrzeuge oder "SUV" ist deshalb nicht erforderlich.&lt;/p&gt;  Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen.</value></text><text><type><id>5</id><name>Eingereichter Text</name></type><value>&lt;p&gt;Gemäss den Artikeln 8 und 9 des Strassenverkehrsgesetzes trifft der Bundesrat Anordnungen, die der Sicherheit im Verkehr dienen sowie der Vermeidung von Lärm, Staub, Rauch, Geruch und anderen schädlichen oder lästigen Auswirkungen des Fahrzeugbetriebs. Weiter ist der Bundesrat gemäss CO2-Gesetz verpflichtet, die Emissionen aus fossilen Treibstoffen gesamthaft um 8 Prozent zu vermindern.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In diesem Sinne wird der Bundesrat aufgefordert, einen detaillierten Bericht über die Auswirkungen von Offroadfahrzeugen im Schweizer Strassenverkehr zu erstellen. Der Bericht soll die Erfahrungen anderer Länder mit einbeziehen und differenziertes Zahlenmaterial beinhalten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Insbesondere zu beachten sind die folgenden Themen:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- Sicherheit (sowohl der Fahrzeuginsassen wie auch aller anderen Verkehrsteilnehmerinnen);&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- Unfälle (inklusive Unfallfolgekosten);&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- Treibstoffverbrauch;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- Luft- und Lärmemissionen;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- Strassenabnutzung und Inanspruchnahme von Strassenraum;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- Verwendungszweck der Offroadfahrzeuge.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Weiter soll der Bundesrat Massnahmen zur Reduktion der negativen Auswirkungen von Offroadfahrzeugen im schweizerischen Strassenverkehr prüfen, insbesondere:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- Verbot von Offroadfahrzeugen mit starrer Leiterrahmen-Bauweise;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- zusätzliche höhere Besteuerung von Offroadfahrzeugen;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- Einführung einer Bewilligung für das Fahren von Offroadfahrzeugen (z. B. nur bei Nachweis eines beruflichen Bedarfs);&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- strikte Einhaltung des Verbotes von Frontschutzbügeln (bull bars), wie es in der Verordnung über die technischen Anforderungen an Strassenfahrzeuge festgehalten ist;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- Lancierung einer Sensibilisierungskampagne zu den speziellen Gefahren dieser Fahrzeuge;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- Informationspflicht der Verkäufer über das Gefahrenpotenzial eines Offroadfahrzeuges.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>1</id><name>Titel des Geschäftes</name></type><value>Gefährdungspotenzial von Offroadfahrzeugen</value></text></texts><title>Gefährdungspotenzial von Offroadfahrzeugen</title></affair>