﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><affair xmlns:i="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance"><id>20040422</id><updated>2024-04-10T18:15:36Z</updated><additionalIndexing>2841;Geburt;Gleichstellung von Mann und Frau;Zusatzversicherung;Mutterschaft;Versicherungsprämie;Kosten des Gesundheitswesens;älterer Mensch</additionalIndexing><affairType><abbreviation>Pa. Iv.</abbreviation><id>4</id><name>Parlamentarische Initiative</name></affairType><author><councillor><code>2422</code><gender>f</gender><id>359</id><name>Teuscher Franziska</name><officialDenomination>Teuscher</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion G</abbreviation><code>G</code><id>6</id><name>Grüne Fraktion</name></faction><type>author</type></author><deposit><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>2004-03-19T00:00:00Z</date><legislativePeriod>47</legislativePeriod><session>4702</session></deposit><descriptors><descriptor><key>L05K1110011201</key><name>Zusatzversicherung</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L04K05020305</key><name>Gleichstellung von Mann und Frau</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L05K1110011305</key><name>Versicherungsprämie</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L06K010703040102</key><name>Geburt</name><type>2</type></descriptor><descriptor><key>L05K0107030401</key><name>Mutterschaft</name><type>2</type></descriptor><descriptor><key>L05K0107010201</key><name>älterer Mensch</name><type>2</type></descriptor><descriptor><key>L04K01050501</key><name>Kosten des Gesundheitswesens</name><type>2</type></descriptor></descriptors><drafts><draft><consultation><resolutions><resolution><category><id>3</id><name>Normal</name></category><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>2006-05-10T00:00:00Z</date><text>Keine Folge gegeben</text><type>51</type></resolution></resolutions></consultation><federalCouncilProposal /><index>0</index><links /><preConsultations><preConsultation><committee><abbreviation>WAK-NR</abbreviation><id>10</id><name>Kommission für Wirtschaft und Abgaben NR</name><abbreviation1>WAK-N</abbreviation1><abbreviation2>WAK</abbreviation2><committeeNumber>10</committeeNumber><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><typeCode>1</typeCode></committee><date>2004-03-19T00:00:00Z</date><registrations><registration><correspondents><correspondent><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><councillor><code>2487</code><gender>m</gender><id>463</id><name>Favre Charles</name><officialDenomination>Favre Charles</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion RL</abbreviation><code>RL</code><id>1</id><name>Freisinnig-demokratische Fraktion</name></faction><language>fr</language></correspondent><correspondent><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><councillor><code>2535</code><gender>m</gender><id>513</id><name>Spuhler Peter</name><officialDenomination>Spuhler</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion V</abbreviation><code>V</code><id>4</id><name>Fraktion der Schweizerischen Volkspartei</name></faction><language>de</language></correspondent></correspondents><sessionId>4706</sessionId></registration></registrations><treatmentCategory>IV</treatmentCategory></preConsultation></preConsultations><references /><relatedDepartments /><states><state><date>2004-03-19T00:00:00</date><id>24</id><name>Im Rat noch nicht behandelt</name></state><state><date>2006-05-10T00:00:00</date><id>229</id><name>Erledigt</name></state></states><texts /></draft></drafts><language>de</language><priorityCouncils><priorityCouncil><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type><priority>1</priority></priorityCouncil></priorityCouncils><relatedAffairs /><roles><role><councillor><code>2422</code><gender>f</gender><id>359</id><name>Teuscher Franziska</name><officialDenomination>Teuscher</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion G</abbreviation><code>G</code><id>6</id><name>Grüne Fraktion</name></faction><type>author</type></role></roles><sequentialNumber>337</sequentialNumber><shortId>04.422</shortId><state><id>229</id><name>Erledigt</name><doneKey>0</doneKey><newKey>0</newKey></state><texts><text><type><id>6</id><name>Begründung</name></type><value>&lt;p&gt;Männer und Frauen haben unterschiedliche Risikoprofile. Dem tragen die Versicherer mit unterschiedlichen Prämien Rechnung. Im Gesundheitsbereich verursachen Frauen vor allem zwischen 20 und 35 Jahren sowie ab 80 Jahren deutlich höhere Gesundheitskosten als Männer. Man könnte also folgern, es sei richtig, dieses höhere Risiko der Frauen mit höheren Prämien abzugelten. Verschiedene Krankenversicherer verlangen denn auch im Zusatzversicherungsbereich von Frauen höhere Prämien als von Männern. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Gesundheitskosten der Frauen sind vor allem aus zwei Gründen höher. Diese zwei Gründe haben aber nichts mit dem Risikoverhalten der Frauen zu tun. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Biologische Gründe:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Frauen gebären Kinder und sichern so die Zukunft der Gesellschaft. Die Versicherer begründen die höheren Prämien von Frauen mit den Mehrkosten, die durch Mutterschaft entstehen. Diese Kosten dürfen aber nicht einseitig den Frauen angelastet werden. Sie müssen zu gleichen Teilen auf Frauen und Männer aufgeteilt werden, da sie auch zu gleichen Teilen von Frauen und Männern "verursacht" werden. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Unterschied bei den Gesundheitskosten zwischen Frauen und Männern beträgt 2 Prozent, wenn man die Kosten, welche aufgrund der so genannten Reproduktionsorgane (Gebärmutter, Hoden, Prostata) entstehen, abzieht. Gesundheitsprobleme und Krankheiten im Zusammenhang mit den weiblichen Reproduktionsorganen (z. B. Gebärmutterhalskrebs, Brustkrebs, Menopausenprobleme) sind also für die höheren Gesundheitskosten der Frauen verantwortlich. Die Frauen können sich diesen jedoch nicht entziehen und mit ihrem Verhalten die Kosten beeinflussen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Gesellschaftliche Gründe:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Frauen nehmen der Gesellschaft durch ihre unentgeltliche Pflegearbeit bedeutende Gesundheitskosten ab. Viele pflegebedürftige Männer werden von ihren Frauen gratis gepflegt. So werden die Gesundheitskosten der Männer gesenkt. Pflegebedürftige Frauen werden aber selten von ihren Männern gepflegt. So treten hier keine entsprechenden Kosteneinsparungen bei den Frauen auf. Mit höheren Prämien werden Frauen für ihr soziales Verhalten bestraft. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Krankheit ist häufig die Folge von schlechter sozialer und finanzieller Stellung. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass Frauen häufiger in Armut leben als Männer. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Hinzu kommen auch gleichstellungspolitische Gründe, welche gegen die ungleichen Prämien von Frau und Mann sprechen. Die Bundesverfassung verlangt gemäss Artikel 8 Absatz 3, dass das Gesetz für die rechtliche und tatsächliche Gleichstellung sorgt. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Gleiche Prämien im Zusatzversicherungsbereich sind kein Ding der Unmöglichkeit. Es gibt bereits einige Versicherer, welche den Solidaritätsgedanken höher werten als die versicherungsmathematische Risikoberechnung. Doch Frauen können nicht in jedem Fall eine Zusatzversicherung mit Prämiengleichheit wählen. Gerade bei den Zusatzversicherungen werden durch die Versicherer je nach Alter oder bestehenden Krankheiten Vorbehalte angebracht.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>5</id><name>Eingereichter Text</name></type><value>&lt;p&gt;Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung und Artikel 107 des Parlamentsgesetzes reiche ich folgende parlamentarische Initiative ein: &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag (VVG) muss so abgeändert werden, dass jegliche unterschiedliche Behandlung aufgrund des Geschlechts untersagt ist, insbesondere in Bezug auf die Prämiengestaltung.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>1</id><name>Titel des Geschäftes</name></type><value>VVG. Zusatzversicherung. Gleiche Prämien für Frau und Mann</value></text></texts><title>VVG. Zusatzversicherung. Gleiche Prämien für Frau und Mann</title></affair>