{"id":20043024,"updated":"2025-06-24T23:42:52Z","additionalIndexing":"32;allgemeinbildender Unterricht;Informationswissenschaft;Unterrichtsprogramm;Evaluation;Bildungsforschung;Informationstechnologie;Maturität;Informatik (speziell)","affairType":{"abbreviation":"Po.","id":6,"name":"Postulat"},"author":{"councillor":{"code":2446,"gender":"m","id":390,"name":"Widmer Hans","officialDenomination":"Widmer Hans"},"faction":{"abbreviation":"Fraktion S","code":"S","id":2,"name":"Sozialdemokratische Fraktion"},"type":"author"},"deposit":{"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2004-03-03T00:00:00Z","legislativePeriod":47,"session":"4702"},"descriptors":[{"key":"L05K1301010101","name":"Maturität","type":1},{"key":"L04K16010103","name":"Informationswissenschaft","type":1},{"key":"L04K12020307","name":"Informationstechnologie","type":1},{"key":"L03K120301","name":"Informatik 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eine der wichtigsten Schlüsselqualifikationen im Standortwettbewerb um die wirtschaftliche Zukunft. Die Schweiz gehörte in den Anfangsstadien dieser Technologien dank individueller Ausnahmeleistungen und einer gewissen Unterstützung durch die Hochschulen (Stiefel, Rutishauser, Wirth usw.) zu den absoluten Spitzenreitern dieser Technologien. Mittlerweile gehört sie aufgrund von mangelnder Kontinuität und aufholenden Konkurrenten bloss noch zum Mittelfeld - nicht nur in der Forschung, sondern auch in der Anwendung. Es besteht die Gefahr, dass sich aus ähnlichen Gründen die Position der Schweiz nun auch in der jetzigen Phase der Konsolidierung und ubiquitären Durchdringung des Alltags durch die ICT im internationalen Vergleich noch weiter verschlechtert. Man kann Vermutungen darüber anstellen, ob dies vergleichbar mit der Entwicklung ist, welche im Rahmen der Pisa-Studien in anderen Bereichen eher spät als früh ins öffentliche Bewusstsein drangen.<\/p><p>In der alten Maturitätsverordnung (MAV) waren die ICT-Fächer bedeutend besser dotiert als im neuen MAR. In Bezug auf die MAV hat eine Umfrage der Konferenz schweizerischer Gymnasialrektoren (KSGR) ergeben, dass das \"alte Gymnasium\" zu wenig spezifisch auf gewisse Studienrichtungen vorbereitete, \"Informatik vor allem, aber auch Physik und Chemie\" (\"NZZ\", 20. November 2003, S. 14).<\/p><p>Zur Evaluation der MAR liegen aus einzelnen Kantonen auch schon gewisse Ergebnisse von schriftlichen Schülerumfragen vor. Darin wird z. B. auf dem Hintergrund der feststellbaren Niveauunterschiede von Gymnasiastinnen und Gymnasiasten auf die Aufhebung des obligatorischen Unterrichtes geschlossen. Gleichzeitig werden zwar Mängel im so genannten \"integrierten Unterricht\" festgestellt, daraus werden jedoch keine klaren Schlüsse gezogen (Evaluation MAR Kanton Aargau). Betrachtet man den Umfang und den Inhalt der gelehrten ICT-Lektionen in MAV und MAR, müsste das Ergebnis einer analogen KSGR-Umfrage in der heutigen Situation noch negativer ausfallen.<\/p><p>In der Antwort des Bundesrates auf die Interpellation Lalive d'Epinay (00.3667, Informatik als Maturitätsprüfungsstoff) hat der Bundesrat mit der hängigen Evaluation der MAR argumentiert. Die ICT haben wegen ihrer vergleichsweise unabgeschlossenen Entwicklung und ihrer Abhängigkeit von wirklich vorhandener Technik eine wissenschaftstheoretische und didaktische Sonderstellung. Diese gilt es nicht nur in ihrer Lehre, sondern auch in ihrer Evaluation zu berücksichtigen. Sonst ist es sehr einfach, sie so aufzufassen und darzustellen, dass sie im Kanon der Fächer des öffentlichen Gymnasiums entweder integriert, in jedem Fall aber marginalisiert werden. Denn die ICT-Fächer verfügen weder an den Gymnasien noch in anderen Entscheidungsinstanzen über eine \"Lobby\", wie die meisten anderen Fächer. Diese Tatsache hat schon zu den Ergebnissen der MAR beigetragen. Es braucht also eine Expertise nicht nur im Fach, sondern auch in der Didaktik sowie in der Sozialforschung, damit der Forderung nach Evaluation nicht nur rein formell Genüge getan wird.<\/p><p>In der Bundesrepublik findet zurzeit eine ähnliche Diskussion statt. Dabei kristallisiert sich ein neuer Status der ICT-Fächer heraus, besonders in den Bundesländern mit hohem Innovationsdruck bzw. Innovationskraft, wie in Bayern oder den neuen Bundesländern. Der so genannte \"integrierende\" Unterricht wird aber auch hier sehr kritisch betrachtet. Man kann sogar indirekt von einem Scheitern sprechen, da er faktisch zum Teil gar nicht durchgeführt wird, wie dies z. B. im Bundesland Brandenburg der Fall ist. <\/p><p>In dieser internationalen Diskussion, aber auch in den Antworten des Bundesrates auf die bisherigen Vorstösse in Richtung auf Verbesserung der Situation der ICT für die Maturitätsstufe zeigt sich die Bedeutsamkeit einer klaren Vorstellung, nämlich der so genannten \"Informatik als einem Teil der Allgemeinbildung\". Auf diese Frage gibt es - wie vor zwei Generationen in der Informatikforschung - hier und jetzt in der Schweiz Antworten, welche diese Thematik abschliessen und welche in der Fachwelt auch anerkannt sind (Informatik Spektrum 12. Dezember 2002; W. Hartmann\/J. Nievergelt: Informatik und Bildung zwischen Wandel und Beständigkeit). Diese Antworten zeigen, dass in weiten Kreisen ein falsches, oft irrationales Bild von den ICT vorherrscht. Dieses Bild wird vor allem vom rezepthaften Anwendungswissen geprägt, welches fälschlicherweise auf das Gesamte der ICT übertragen wird. Dazu kommen zum Teil noch negativ besetzte Vorstellungen von den Tätigkeiten des Programmierens.<\/p><p>Im Einzelnen erwarte ich die Beantwortung der folgenden Fragen:<\/p><p>Informatik als Teil der Allgemeinbildung:<\/p><p>- Welche Vorstellung hat der Bundesrat von diesem Begriff und seine Umsetzung auf Stufe Maturität?<\/p><p>- Welche Vorstellungen hat er von den mittel- und längerfristigen Auswirkungen der erklärten Umsetzung?<\/p><p>Evaluation: <\/p><p>- Welche Massnahmen hat er vorgesehen, damit die Evaluation der MAR ein \"objektives\" Bild vom Status der ICT-Fächer ergeben?<\/p><p>- Welche Experten werden beigezogen, damit die wissenschaftstheoretischen und bildungskritischen Fragen nicht in einem Verteilungskampf für Lektionenzahlen der involvierten Anspruchsgruppen enden?<\/p><p>- Welchen Nutzen hat der Ansatz des \"integrierten Informatikunterrichtes\" auch im internationalen Vergleich?<\/p><p>- Wie beurteilen die \"Abnehmerinstitutionen\" den Wert der ICT-Ausbildung auf Maturitätsstufe?<\/p><p>- Welchen Standpunkt nimmt die Wirtschaft heute nach den Hilferufen wegen mangelndem Personal zurzeit des wirtschaftlichen Aufschwunges ein?<\/p><p>Kurzfristige Massnahmen:<\/p><p>- Welche Möglichkeiten bestehen, die ICT-Fächer ohne Obligatorium auf einem verbesserten Niveau in der Maturitätsausbildung anzubieten?<\/p>"},{"type":{"id":14,"name":"Antwort BR \/ Büro"},"value":"<p>Für den Bundesrat steht ausser Frage, dass gute Kenntnisse in der Informatik und generell in den Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) für die Entwicklung unseres Landes (wirtschaftlich, gesellschaftlich, kulturell usw.) von grosser Wichtigkeit sind. Er misst deshalb der entsprechenden Ausbildung auf allen Stufen hohe Bedeutung zu.<\/p><p>Die gesamtschweizerische Maturitätsanerkennungsregelung von 1995 sieht die Informatik nicht als eigenständiges, für das Bestehen der Matur mitzählendes Fach. Sie zielt vielmehr darauf ab, die Informatik in möglichst viele Fächer einzubauen und sie dort auch anzuwenden. Damit wollte man den Stellenwert der Informatik nicht etwa herab mindern, sondern sie im Gegenteil breiter abstützen und damit stärken.<\/p><p>Im Übrigen steht es jedem Kanton frei, an seinen Schulen die Informatik als obligatorisches kantonales Fach oder als Freifach anzubieten. Diese Zielsetzung wurde seinerzeit von den meisten Vernehmlassungsteilnehmern mitgetragen. Ob sich dies auch tatsächlich in der gewünschten positiven Art auswirkt, soll u. a. die vom Postulanten erwähnte gesamtschweizerische Evaluation der Maturitätsreform 95 zeigen, die von den beiden Trägern der Maturitätsanerkennung, dem Bund und der Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK), gemeinsam durchgeführt wird. Im Sommer 2004 wird die erste Phase dieser Evaluation abgeschlossen sein, und ab 2005\/06 soll eine zweite Phase folgen. Die Ergebnisse dieser Evaluation werden die künftige Ausgestaltung der Anerkennungsregelung, nicht zuletzt was die Informatik betrifft, zweifellos entscheidend mitprägen.<\/p><p>Der Bund wird das Anliegen des Postulates zusammen mit der EDK prüfen, soweit die Aspekte über die erwähnte Evaluation zu klären sein werden. Bei der Bearbeitung jener Fragen, die nicht Eingang in die Evaluation finden (etwa der gewünschte Vergleich mit anderen Ländern), wird der Bund aufgrund der verfassungsmässigen Zuständigkeit der Kantone für den gymnasialen Unterricht keine federführende Rolle übernehmen können.<\/p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates."},{"type":{"id":5,"name":"Eingereichter Text"},"value":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, bei der Evaluation der neuen Matura (MAR) den Status der ICT-Fächer besonders sorgfältig abzuklären, die Bedeutung und den Effekt einer Allgemeinbildung im Bereich der ICT-Fächer für Wirtschaft, höhere Bildung und Forschung zu untersuchen und einen Vergleich mit konkurrenzierenden Standortländern vorzunehmen.<\/p>"},{"type":{"id":1,"name":"Titel des Geschäftes"},"value":"Die ICT-Revolution und der Denk- und Werkplatz Schweiz"}],"title":"Die ICT-Revolution und der Denk- und Werkplatz Schweiz"}