{"id":20043776,"updated":"2023-07-28T07:43:13Z","additionalIndexing":"2841;junger Mensch;Gesundheitsförderung;Leistungsabbau;soziale Integration;Kanton;Sparmassnahme;Sport;Aufgabenteilung","affairType":{"abbreviation":"Ip.","id":8,"name":"Interpellation"},"author":{"councillor":{"code":2592,"gender":"m","id":1133,"name":"Darbellay Christophe","officialDenomination":"Darbellay"},"faction":{"abbreviation":"Fraktion C","code":"M-E","id":3,"name":"Christlichdemokratische Fraktion"},"type":"author"},"deposit":{"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2004-12-17T00:00:00Z","legislativePeriod":47,"session":"4706"},"descriptors":[{"key":"L05K0107010204","name":"junger Mensch","type":1},{"key":"L04K01010102","name":"Sport","type":1},{"key":"L04K11080108","name":"Sparmassnahme","type":1},{"key":"L05K0806010104","name":"Leistungsabbau","type":1},{"key":"L04K01050507","name":"Gesundheitsförderung","type":1},{"key":"L04K01040209","name":"soziale Integration","type":2},{"key":"L06K080701020108","name":"Kanton","type":2},{"key":"L06K080701020101","name":"Aufgabenteilung","type":2}],"drafts":[{"consultation":{"resolutions":[{"category":{"id":3,"name":"Normal"},"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2005-06-17T00:00:00Z","text":"Erledigt","type":30}]},"federalCouncilProposal":{"date":"2005-03-11T00:00:00Z"},"index":0,"links":[],"preConsultations":[],"references":[],"relatedDepartments":[{"abbreviation":"VBS","id":6,"name":"Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport","leading":true}],"states":[{"date":"\/Date(1103238000000+0100)\/","id":24,"name":"Im Rat noch nicht behandelt"},{"date":"\/Date(1118959200000+0200)\/","id":229,"name":"Erledigt"}],"texts":[]}],"language":"de","priorityCouncils":[{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N","priority":1}],"relatedAffairs":[],"roles":[{"councillor":{"code":2648,"gender":"m","id":1279,"name":"Nordmann Roger","officialDenomination":"Nordmann"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2580,"gender":"f","id":1071,"name":"Humbel Ruth","officialDenomination":"Humbel"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2610,"gender":"m","id":1154,"name":"Kohler Pierre","officialDenomination":"Kohler Pierre"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2474,"gender":"f","id":450,"name":"Bader Elvira","officialDenomination":"Bader Elvira"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2479,"gender":"m","id":455,"name":"Chevrier Maurice","officialDenomination":"Chevrier"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2608,"gender":"f","id":1147,"name":"Kiener Nellen Margret","officialDenomination":"Kiener Nellen"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2480,"gender":"m","id":456,"name":"Cina Jean-Michel","officialDenomination":"Cina"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2308,"gender":"m","id":140,"name":"Marti Werner","officialDenomination":"Marti Werner"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2540,"gender":"m","id":518,"name":"Vaudroz René","officialDenomination":"Vaudroz René"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2525,"gender":"f","id":502,"name":"Riklin Kathy","officialDenomination":"Riklin Kathy"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2583,"gender":"f","id":1131,"name":"Allemann Evi","officialDenomination":"Allemann"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2600,"gender":"f","id":1106,"name":"Häberli-Koller Brigitte","officialDenomination":"Häberli-Koller"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2629,"gender":"f","id":1148,"name":"Savary Géraldine","officialDenomination":"Savary"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2625,"gender":"m","id":1132,"name":"Rey Jean-Noël","officialDenomination":"Rey Jean-Noël"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2431,"gender":"f","id":368,"name":"Zapfl Rosmarie","officialDenomination":"Zapfl"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2573,"gender":"f","id":823,"name":"Bruderer Wyss Pascale","officialDenomination":"Bruderer Wyss"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2354,"gender":"f","id":273,"name":"Gadient Brigitta M.","officialDenomination":"Gadient"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2592,"gender":"m","id":1133,"name":"Darbellay Christophe","officialDenomination":"Darbellay"},"faction":{"abbreviation":"Fraktion C","code":"M-E","id":3,"name":"Christlichdemokratische Fraktion"},"type":"author"}],"shortId":"04.3776","state":{"id":229,"name":"Erledigt","doneKey":"0","newKey":0},"texts":[{"type":{"id":6,"name":"Begründung"},"value":"<p>International gesehen gibt J+S ein gutes Beispiel ab. Mit dieser Institution kann die Schweiz den Breitensport wirkungsvoll unterstützen. Insgesamt sind es nicht weniger als 500 000 Jugendliche im Alter von 10 bis 20 Jahren, die unter Betreuung von 100 000 ehrenamtlichen Leiterinnen und Leitern vom J+S-Angebot profitieren. In einer Zeit, in der mehr als 40 Prozent der Bevölkerung an Bewegungsmangel leiden und somit dem Gesundheitswesen zusätzliche 2 Milliarden Franken verursachen (Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Adipositas usw.), kommt dem Handeln des Bundes entscheidende Bedeutung zu. J+S ist zweifellos die billigste und die wirkungsvollste Präventionskampagne im Bereich der öffentlichen Gesundheit. Mit J+S trägt der Bund zur Sozialisierung der Jugendlichen, ihrer Gesundheitsvorsorge und zum Kampf gegen Drogenabhängigkeit bei.<\/p><p>J+S kostet den Bund mehr als 60 Millionen Franken. Damit bildet die Schweiz im internationalen Vergleich das Schlusslicht. Dieser Betrag fällt im Gesamtbudget des Bundes nur gering ins Gewicht. Ungeachtet der schönen Absichten, die im \"Konzept des Bundesrates für eine Sportpolitik in der Schweiz\" verkündet wurden, wird J+S schrittweise abgebaut. Mit dem Entlastungsprogramm 2003 wurden den Kantonen 5,7 Millionen Franken zur Förderung von J+S gestrichen. Bei den Beratungen zum Budget 2005 kam es in der Differenzbereinigung zu einer Kürzung von 1,5 Millionen Franken. 500 Jugendliche können nun aufgrund dieser Kürzung ihren sportlichen Aktivitäten nicht mehr nachgehen. Das Bundesamt für Sport in Magglingen hat seine Reglemente so geändert, dass zahlreiche Jugendliche Sportarten, die einer professionellen Leitung von Fachkräften bedürfen, nicht mehr betreiben können. Dies ist etwa der Fall beim Bergsteigen oder bei den Skitouren. Ausserdem schlummert in den Schubladen des Eidgenössischen Finanzdepartementes ein weiteres Projekt, das vorsieht, ein Drittel der Kosten für J+S auf die Kantone zu überwälzen. Diese Massnahme würde ganz klar Benachteiligungen mit sich bringen und gründet auf dem Bestreben, bei dieser Organisation Abbau zu betreiben.<\/p>"},{"type":{"id":14,"name":"Antwort BR \/ Büro"},"value":"<p>1. Jugend und Sport (J+S) ist das zentrale Sportförderungswerk des Bundes. Trotz erfolgter Sparmassnahmen will der Bundesrat diese Institution weiter fördern und entwickeln. Mit J+S wird ein zentrales Anliegen des Konzepts des Bundesrates für eine Sportpolitik in der Schweiz umgesetzt. Ebenfalls leistet J+S einen Beitrag zu einer kohärenten Gesundheitspolitik.<\/p><p>2. Die Konsequenzen müssen differenziert betrachtet werden:<\/p><p>2.1 Streichung des Förderungsbeitrages von 5,2 Millionen Franken:<\/p><p>Mit der Streichung des Förderungsbeitrages ab 2004 im Rahmen des Entlastungsprogramms 2003 verlieren die Kantone eine finanzielle Unterstützung zwischen 39 981 (Nidwalden) und 686 876 Franken (Bern). Die Folgen wurden bereits in der Botschaft zum Entlastungsprogramm 2003 erwähnt. Der Wegfall dieser Unterstützung hat zur Folge, dass kantonseigene Aktivitäten reduziert, vermehrt Kosten auf die Teilnehmenden überwälzt und Stellen abgebaut werden.<\/p><p>2.2 Kürzung der Unterstützung von J+S-Aktivitäten in der Höhe von 1,5 Millionen Franken:<\/p><p>Mit dieser Kürzung können weniger Jugendliche im Rahmen von J+S Sport treiben. Ebenso können weniger ehrenamtlich tätige J+S-Leitende Sport unterrichten. Sollten die Mittel für die vorgesehenen Aktivitäten nicht ausreichen, wird der Bundesrat einen Nachtrag prüfen. Dies wurde bereits anlässlich der Verhandlungen zum Voranschlag 2005 zugesichert. Eine Kürzung der Unterstützung für die Vereine wird so lange als möglich vermieden, muss jedoch ins Auge gefasst werden.<\/p><p>2.3 Kürzung der Entschädigungen für Ausbildungsaktivitäten der Kantone in der Höhe von 0,5 Millionen Franken:<\/p><p>Weil die Kantone aufgrund der Streichung des Förderungsbeitrages ihre eigenen Ausbildungsaktivitäten reduzieren, muss der Bund nicht mehr so viel an Entschädigungen leisten. Die Folgen dieser Kürzung sind, dass die Kantone weniger J+S-Leitende ausbilden und der Bund als Organisator einen Teil dieser Ausbildungsangebote übernehmen muss. Dadurch kann es zu einer Verschiebung der Kredite kommen.<\/p><p>3. Regelmässige Bewegung und Sport im Jugendalter haben folgende positive Auswirkungen auf die Gesundheit:<\/p><p>- Verhütung und Bekämpfung von Übergewicht und Adipositas;<\/p><p>- Prävention und Bekämpfung des nicht insulinabhängigen Diabetes mellitus;<\/p><p>- bessere Gesundheit des Bewegungsapparates, insbesondere höhere Knochenmasse mit Bedeutung für die Osteoporoseprävention;<\/p><p>- verbessertes Profil der Herz-Kreislauf-Risikofaktoren;<\/p><p>- Verbesserung der psychischen Gesundheit, kognitiven Leistung und sozialen Integration durch Sport;<\/p><p>- präventive Wirkung bezüglich Suchtmitteln und -abhängigkeit.<\/p><p>4. Der Bund hat in enger Zusammenarbeit mit den Kantonen ein grosses volksgesundheitliches Interesse daran, die Bewegungs- und Sportaktivitäten insbesondere bei Kindern und Jugendlichen zu fördern. Das Engagement des Bundes reicht dabei von der Unterstützung in der Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften für den Sportunterricht über die Bereitstellung von Infrastruktur und die Unterstützung der Leiterausbildung der Sportverbände bis hin zur Führung der Institution J+S.<\/p><p>Im Rahmen des sportpolitischen Konzepts sind die Projekte wie Nachwuchsförderung, lokale Bewegungs- und Sportnetze, Qualitätsstandards im Sportunterricht und bewegungsfreundliche Siedlungspolitik auf die Förderung der sportlichen Aktivitäten von Kindern und Jugendlichen ausgelegt. Der Bundesrat ist sich der grossen gesellschaftlichen und gesundheitspolitischen Verantwortung des Staates bewusst. Er wird sie im Rahmen allfällig notwendiger weiterer Sparmassnahmen entsprechend wahrnehmen.<\/p><p>Die unmittelbare Förderung der sportlichen Aktivität von Kindern und Jugendlichen ist Sache des Elternhauses, der Schule und der Sportverbände. Der Bundesrat ist gewillt, in Zusammenarbeit mit den Kantonen und Verbänden optimale Rahmenbedingungen dafür zu schaffen.<\/p><p>5. Gemäss Bundesgesetz über die Förderung von Turnen und Sport trägt der Bund zur Hauptsache die Kosten von J+S. Der Bundesrat bestimmt dabei den Umfang der Leistungen des Bundes, und die Kantone beteiligen sich an den Kosten.<\/p><p>Heute trägt der Bund mit rund 60 Millionen Franken fünf Sechstel, die Kantone tragen mit rund 12 Millionen Franken einen Sechstel der Ausgaben. Der Bundesrat hat das VBS beauftragt, das Finanzierungsverhältnis Bund-Kantone gemäss Vorgabe des Bundesgesetzes über die Förderung von Turnen und Sport klar zu regeln und in die entsprechende Verordnung aufzunehmen. Im Sinne eines Verhandlungsmandates war ein Kostenteiler von zwei Dritteln (Bund) zu ein Drittel (Kantone) als Richtgrösse anzustreben. Die Ergebnisse liegen zurzeit noch nicht vor.<\/p>  Antwort des Bundesrates."},{"type":{"id":5,"name":"Eingereichter Text"},"value":"<p>Ich stelle dem Bundesrat folgende Fragen:<\/p><p>1. Was für Absichten hegt der Bundesrat mit Jugend und Sport (J+S)?<\/p><p>2. Was für konkrete Folgen haben die wiederholten Budgetkürzungen für den Bereich J+S, der ohnehin über wenig finanzielle Mittel verfügt?<\/p><p>3. Inwiefern wirkt sich Sport bei Jugendlichen positiv auf ihre Gesundheit, ihre soziale Integration und ihre körperlichen, psychischen und geistigen Fähigkeiten aus?<\/p><p>4. Wie will der Bundesrat sportliche Aktivitäten bei den Jugendlichen fördern? <\/p><p>5. Ist der Bundesrat bereit, seine Versprechen zu halten und darauf zu verzichten, einen Drittel der Kosten für J+S auf die Kantone abzuwälzen?<\/p>"},{"type":{"id":1,"name":"Titel des Geschäftes"},"value":"Jugend und Sport. Schleichender Abbau?"}],"title":"Jugend und Sport. Schleichender Abbau?"}