﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><affair xmlns:i="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance"><id>20053177</id><updated>2023-07-28T03:36:05Z</updated><additionalIndexing>32;junger Mensch;Unterrichtsprogramm;berufsbildender Unterricht;Sport;Auszubildende/r;Sportunterricht</additionalIndexing><affairType><abbreviation>Po.</abbreviation><id>6</id><name>Postulat</name></affairType><author><councillor><code>2641</code><gender>m</gender><id>1162</id><name>Kuprecht Alex</name><officialDenomination>Kuprecht</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion V</abbreviation><code>V</code><id>4</id><name>Fraktion der Schweizerischen Volkspartei</name></faction><type>author</type></author><deposit><council><abbreviation>SR</abbreviation><id>2</id><name>Ständerat</name><type>S</type></council><date>2005-03-17T00:00:00Z</date><legislativePeriod>47</legislativePeriod><session>4707</session></deposit><descriptors><descriptor><key>L04K13020109</key><name>Sportunterricht</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L03K130203</key><name>berufsbildender Unterricht</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L05K0702020203</key><name>Auszubildende/r</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L04K13010310</key><name>Unterrichtsprogramm</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L04K01010102</key><name>Sport</name><type>2</type></descriptor><descriptor><key>L05K0107010204</key><name>junger Mensch</name><type>2</type></descriptor></descriptors><drafts><draft><consultation><resolutions><resolution><category><id>5</id><name>Adm</name></category><council><abbreviation>SR</abbreviation><id>2</id><name>Ständerat</name><type>S</type></council><date>2005-06-06T00:00:00Z</date><text>Zurückgezogen</text><type>17</type></resolution></resolutions></consultation><federalCouncilProposal><code>-</code><date>2005-05-25T00:00:00Z</date><text>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.</text></federalCouncilProposal><index>0</index><links /><preConsultations /><references /><relatedDepartments><relatedDepartment><abbreviation>WBF</abbreviation><id>8</id><name>Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung</name><leading>true</leading></relatedDepartment></relatedDepartments><states><state><date>2005-03-17T00:00:00</date><id>24</id><name>Im Rat noch nicht behandelt</name></state><state><date>2005-06-06T00:00:00</date><id>229</id><name>Erledigt</name></state></states><texts /></draft></drafts><language>de</language><priorityCouncils><priorityCouncil><abbreviation>SR</abbreviation><id>2</id><name>Ständerat</name><type>S</type><priority>1</priority></priorityCouncil></priorityCouncils><relatedAffairs /><roles><role><councillor><code>2641</code><gender>m</gender><id>1162</id><name>Kuprecht Alex</name><officialDenomination>Kuprecht</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion V</abbreviation><code>V</code><id>4</id><name>Fraktion der Schweizerischen Volkspartei</name></faction><type>author</type></role></roles><shortId>05.3177</shortId><state><id>229</id><name>Erledigt</name><doneKey>0</doneKey><newKey>0</newKey></state><texts><text><type><id>6</id><name>Begründung</name></type><value>&lt;p&gt;Mit Wirkung auf den 1. Juli 1972 ist die Verordnung über Turnen und Sport an Berufsschulen in Kraft getreten. Darin ist festgehalten, dass der Turn- und Sportunterricht für Lernende in den Berufen der Industrie, des Handwerkes, des Handels, des Bank-, Versicherungs-, Transport- und Gastgewerbes und anderer Dienstleistungsgewerbe sowie der Land-, Forst- und Hauswirtschaft obligatorisch ist (SR 415.022; Art. 1 Abs. 1) sowie die Pflichtlektionen festgeschrieben sind (VO 415.022.1). Im Rahmen der Verordnung über die Berufsbildung (SR 412.101; Art. 12 Abs. 5) wird der Sportunterricht an den Berufsschulen zusätzlich rechtlich abgesichert.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Anforderungen in der Berufsausbildung seit der Einführung des Lehrlingsturnens haben sich markant verändert. Sowohl schulisch als auch fachtechnisch sind sie in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Die Bedeutung noch besser ausgebildeter Berufsleute nimmt zu und wird für die Bewältigung der wirtschaftlichen Zukunft für alle Beteiligten von massgebender Wichtigkeit sein.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Gegenzug zu diesen steigenden Anforderungen muss an den Berufsschulen immer mehr festgestellt werden, dass die schulischen Leistungen in den Kernfächern (Deutsch/Mathematik/allgemeinbildende Fächer) immer schlechter werden. Auch die Ergebnisse der Fachkenntnisse und Fertigkeiten stagnieren oder verschlechtern sich. Dabei stellt sich die Frage, ob die für das Lehrlingsturnen eingeplanten Lektionen nicht sinnvoller für die Verbesserung und Stärkung dieser berufs- und zukunftsnotwendigen Fertigkeiten eingesetzt werden können.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sport ist für die Gesundheit wichtig und soll so oft wie möglich in der Freizeit als Ausgleich zum Arbeitsleben ausgeübt werden. In den Berufsschulen müssen jedoch die Prioritäten aufgrund neuer und zukunftsgerichteter Ausbildungsschwerpunkte neu gesetzt werden. Die praktische Ausbildung am Arbeitsplatz bzw. im Lehrbetrieb darf nicht weiter zugunsten der Berufsschule geschmälert werden, bevor die Lektionentafel optimiert wurde.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>14</id><name>Antwort BR / Büro</name></type><value>&lt;p&gt;Bedingt durch das veränderte wirtschaftliche und soziale Umfeld haben sich die Anforderungen in der Berufsbildung in den letzten Jahren stark erhöht. Die Vermittlung von Sozial- und Methodenkompetenzen hat - nebst den Fachkompetenzen - mehr Gewicht erhalten. Von den Lernenden wird heute erwartet, in Teams zu arbeiten, an Beispielen zu lernen und sich ständig neues Wissen anzueignen. Das im Jahr 2004 in Kraft getretene neue Berufsbildungsgesetz bietet als flexibles Rahmengesetz die Möglichkeit, sich diesen Herausforderungen zu stellen: Verstärkte Kooperation unter den Lernorten, Lehr-Lern-Arrangements oder neue Formen der Ausbildung wie Projektarbeiten sind die Antworten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Um mit den beruflichen Anforderungen Schritt halten zu können, braucht es einen Ausgleich zwischen Körper und Geist. Der heutige Sportunterricht an den Berufsfachschulen geht über die traditionelle körperliche Ertüchtigung hinaus. Die Gestaltung des Sportunterrichtes erlaubt es, den Erwerb von Schlüsselqualifikationen wie Teamgeist und Konfliktfähigkeit zu fördern. Zudem ist es im Sinne einer langfristigen Gesundheitsvorsorge notwendig, den Jugendlichen die Vorteile einer aktiven Lebenshaltung aufzuzeigen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Berufsfachschulsport kann nicht an den Vereinssport delegiert werden. Um fachliche oder schulische Defizite zu beheben, sind deshalb andere Wege zu suchen. Diese Gelegenheit bietet sich im Rahmen der Anpassung sämtlicher Lehrberufe an das neue Berufsbildungsgesetz. Beispielsweise können die Bildungsinhalte in den einzelnen Fächern neu beurteilt und gewichtet werden. Ebenso besteht die Möglichkeit, die Bildungsinhalte mittels anderer Lehrformen effizienter zu vermitteln.&lt;/p&gt;  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.</value></text><text><type><id>5</id><name>Eingereichter Text</name></type><value>&lt;p&gt;Der Bundesrat wird ersucht zu prüfen, ob das obligatorische Berufsschulturnen heute noch zeitgemäss ist oder ob diese Lektionen nicht besser in die Kernfächer und Fachausbildung investiert würden.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>1</id><name>Titel des Geschäftes</name></type><value>Berufsschulturnen noch zeitgemäss?</value></text></texts><title>Berufsschulturnen noch zeitgemäss?</title></affair>