{"id":20053582,"updated":"2025-11-14T06:30:46Z","additionalIndexing":"2841;34;elektromagnetische schädliche Auswirkung;Antenne;Gesundheitsrisiko;Mobiltelefon;Grenzwert","affairType":{"abbreviation":"Mo.","id":5,"name":"Motion"},"author":{"councillor":{"code":2333,"gender":"m","id":241,"name":"Zisyadis Josef","officialDenomination":"Zisyadis"},"faction":{"abbreviation":"Fraktionslos","code":"FRAKTIONSLOS","id":99,"name":"Fraktionslos"},"type":"author"},"deposit":{"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2005-10-06T00:00:00Z","legislativePeriod":47,"session":"4709"},"descriptors":[{"key":"L07K12020201010201","name":"Mobiltelefon","type":1},{"key":"L06K120202010101","name":"Antenne","type":1},{"key":"L04K01050510","name":"Gesundheitsrisiko","type":1},{"key":"L04K06020103","name":"elektromagnetische schädliche Auswirkung","type":1},{"key":"L05K0601040402","name":"Grenzwert","type":1}],"drafts":[{"consultation":{"resolutions":[{"category":{"id":3,"name":"Normal"},"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2007-10-05T00:00:00Z","text":"Fristverlängerung","type":50},{"category":{"id":5,"name":"Adm"},"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2009-03-20T00:00:00Z","text":"Abgeschrieben, weil nicht innert zwei Jahren abschliessend im Rat behandelt","type":32}]},"federalCouncilProposal":{"code":"-","date":"2005-12-09T00:00:00Z","text":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion."},"index":0,"links":[],"preConsultations":[],"references":[],"relatedDepartments":[{"abbreviation":"UVEK","id":9,"name":"Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","leading":true}],"states":[{"date":"\/Date(1128549600000+0200)\/","id":24,"name":"Im Rat noch nicht behandelt"},{"date":"\/Date(1237503600000+0100)\/","id":229,"name":"Erledigt"}],"texts":[]}],"language":"de","priorityCouncils":[{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N","priority":1}],"relatedAffairs":[],"roles":[{"councillor":{"code":2574,"gender":"m","id":824,"name":"Salvi Pierre","officialDenomination":"Salvi"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2648,"gender":"m","id":1279,"name":"Nordmann Roger","officialDenomination":"Nordmann"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2527,"gender":"m","id":504,"name":"Rossini Stéphane","officialDenomination":"Rossini"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2610,"gender":"m","id":1154,"name":"Kohler Pierre","officialDenomination":"Kohler Pierre"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2370,"gender":"m","id":305,"name":"Berberat Didier","officialDenomination":"Berberat"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2650,"gender":"f","id":1293,"name":"John-Calame Francine","officialDenomination":"John-Calame"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2624,"gender":"m","id":1134,"name":"Recordon Luc","officialDenomination":"Recordon"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2483,"gender":"f","id":459,"name":"Dormond Béguelin Marlyse","officialDenomination":"Dormond Béguelin"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2615,"gender":"m","id":1112,"name":"Müller Geri","officialDenomination":"Müller Geri"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2517,"gender":"f","id":495,"name":"Menétrey-Savary Anne-Catherine","officialDenomination":"Menétrey-Savary"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2397,"gender":"m","id":334,"name":"Jutzet Erwin","officialDenomination":"Jutzet"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2436,"gender":"f","id":350,"name":"Bernasconi Maria","officialDenomination":"Bernasconi"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2413,"gender":"m","id":349,"name":"Rennwald Jean-Claude","officialDenomination":"Rennwald"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2603,"gender":"f","id":1146,"name":"Huguenin Marianne","officialDenomination":"Huguenin"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2579,"gender":"m","id":1065,"name":"Leuenberger Ueli","officialDenomination":"Leuenberger-Genève"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2629,"gender":"f","id":1148,"name":"Savary Géraldine","officialDenomination":"Savary"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2491,"gender":"f","id":524,"name":"Garbani Valérie","officialDenomination":"Garbani Valérie"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2405,"gender":"f","id":341,"name":"Maury Pasquier Liliane","officialDenomination":"Maury Pasquier"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2633,"gender":"m","id":1160,"name":"Vanek Pierre","officialDenomination":"Vanek"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2333,"gender":"m","id":241,"name":"Zisyadis Josef","officialDenomination":"Zisyadis"},"faction":{"abbreviation":"Fraktionslos","code":"FRAKTIONSLOS","id":99,"name":"Fraktionslos"},"type":"author"}],"shortId":"05.3582","state":{"id":229,"name":"Erledigt","doneKey":"0","newKey":0},"texts":[{"type":{"id":6,"name":"Begründung"},"value":"<p>Die Mobiltelefonie ist eine neue Technologie. Die dahinter stehende Technologie, also die drahtlose Übertragung, hat zu Netzen von Sende- und Empfangsantennen (eines pro Anbieter) geführt, welche unsere Dächer und unsere Landschaften überwuchern. Viele Leute haben erlebt, wie nur wenige Meter neben ihren Fenstern Masten von mehr als 10 Metern Höhe errichtet wurden. Andere Leute sahen über ihren Köpfen wahre Industriezonen entstehen.<\/p><p>All dies war aufgrund einer laschen Regelung möglich, welche die gesundheitlichen Aspekte dieses Problems nicht wirklich berücksichtigt.<\/p><p>Ziel dieses Gesetzesantrages ist es, allen Aspekten dieses Themas Rechnung zu tragen und damit den Bedürfnissen sowohl der Personen, die in der Nähe von Antennen wohnen, als auch der Mobiltelefonbenutzerinnen und -benutzer gerecht zu werden. Diese Aspekte sind Umweltschutz, demokratische Beteiligung und Gesundheit.<\/p><p>Die Gesundheit ist dabei mit Sicherheit der wichtigste Aspekt. Zahlreiche Personen beklagen sich über Gesundheitsprobleme, die genau dann entstanden sind, als Mobiltelefonantennen neben ihrem Haus oder ihrem Arbeitsplatz errichtet wurden. Eltern sind besorgt darüber, dass Antennen in der Nähe von Schulen oder Kinderkrippen errichtet werden.<\/p><p>Es gilt das Vorsorgeprinzip; in der wissenschaftlichen Gesellschaft sind bereits Debatten im Gang. Es liegt in der Verantwortung der Parlamentarierinnen und Parlamentarier, Schutzmassnahmen für die Bevölkerung zu ergreifen und nicht länger auf wissenschaftliche Gewissheiten zu warten.<\/p><p>Diese Motion hat nicht das Ziel, dass ganz auf die Mobiltelefonie verzichtet wird. Es soll jedoch verhindert werden, dass ihre unkontrollierte Entwicklung ein nächstes grosses Gesundheitsproblem auslöst.<\/p>"},{"type":{"id":14,"name":"Antwort BR \/ Büro"},"value":"<p>Die Mobiltelefonie birgt neben unbestrittenen Vorteilen auch potenzielle Risiken für die Gesundheit des Menschen. Nach Ansicht des Bundesrates bedarf es allerdings keines neuen Gesetzes, um den Schutz von Bevölkerung und Umwelt zu gewährleisten.<\/p><p>Der Schutz des Menschen vor der Strahlung der Mobilfunkantennen ist in der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) geregelt. Die Immissionsgrenzwerte dieser Verordnung schützen die Bevölkerung ausreichend und zuverlässig vor den wissenschaftlich anerkannten Gesundheitsgefährdungen. In Anwendung des Vorsorgeprinzips werden auch potenzielle Risiken begrenzt; dabei steht die Verringerung der Langzeitexposition im Vordergrund. Die vom Motionär geforderten Strahlungsgrenzwerte und Mindestabstände zu sensiblen Einrichtungen gehen jedoch weit über die derzeit geltenden Anforderungen der NISV hinaus. Der Bundesrat ist der Auffassung, dass sich derart strenge Begrenzungen weder mit wissenschaftlich erhärteten Fakten begründen lassen, noch dass sie im Rahmen der Vorsorge wirtschaftlich tragbar wären.<\/p><p>Dem Anliegen nach unabhängigen Untersuchungen und Technologiefolgeabschätzungen vor der Inbetriebnahme neuer Technologien kann sich der Bundesrat im Grundsatz anschliessen. Er sieht allerdings zurzeit keinen Handlungsbedarf, da entsprechende Abklärungen bereits getroffen wurden oder eingeleitet sind. So hat das Zentrum für Technologiefolgeabschätzung (TA-Swiss), das dem Schweizerischen Wissenschaftsrat angegliedert ist, in den Jahren 2002 und 2003 eine umfangreiche Studie zur Zukunftstechnologie \"Pervasive Computing\" durchgeführt (\"Das Vorsorgeprinzip in der Informationsgesellschaft\"). Im Weiteren nehmen allfällige gesundheitliche Auswirkungen neuer Technologien der drahtlosen Telekommunikation im Nationalen Forschungsprogramm Nr. 57, \"Nichtionisierende Strahlung, Gesundheit und Umwelt\" (im März 2005 vom Bundesrat beschlossen), einen wichtigen Platz ein.<\/p><p>Mobiltelefone sind Gegenstand des im Rahmen der bilateralen Verträge I zwischen der Schweiz und der Europäischen Gemeinschaft abgeschlossenen Abkommens über die gegenseitige Anerkennung von Konformitätsbewertungen. Ein Verbot von spezifisch für Kinder konzipierten Mobiltelefonen, wie vom Motionär verlangt, würde dem Grundgedanken dieses Abkommens zuwiderlaufen. Der Bundesrat bevorzugt eine sachgerechte Information über die gesundheitlichen Risiken als Schutzmassnahme. Diese Information wird bereits heute gewährleistet.<\/p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion."},{"type":{"id":5,"name":"Eingereichter Text"},"value":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, ein Gesetz über die Reduzierung der Gesundheitsrisiken im Zusammenhang mit Mobiltelefonieanlagen und -Geräten auszuarbeiten.<\/p><p>Dieses Gesetz soll folgende Elemente beinhalten:<\/p><p>- Der Emissionsgrenzwert der elektromagnetischen Felder, denen die Bevölkerung durch die Anlagen der Telekommunikationsnetze ausgesetzt sind, wird auf 0,3 Volt pro Meter festgelegt.<\/p><p>- Es ist verboten, im Umkreis von 500 Metern eines Wohngebäudes oder einer sensiblen Einrichtung Antennenanlagen zu errichten. Ausnahmsweise und in städtischen Gebieten dürfen solche Anlagen im Umkreis von 200 Metern einer sensiblen Einrichtung errichtet werden. Als sensibel gelten Schulgebäude, Einrichtungen für Kinder, die das Schulalter noch nicht erreicht haben, Spitaleinrichtungen sowie Einrichtungen für ältere Personen.<\/p><p>- Jede neue technologische Anwendung, welche nichtionisierende Strahlen aussendet, muss vor ihrer Inbetriebnahme auf ihre Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt untersucht werden.<\/p><p>- Diese Untersuchungen werden von Wissenschafterinnen und Wissenschaftern durchgeführt. Diese sind unabhängig von den Unternehmen, die an der Inbetriebnahme dieser neuen Technologien interessiert sind, werden aber vollständig von ihnen finanziert.<\/p><p>- Es ist verboten, speziell für die Ansprüche von Kindern konzipierte Mobiltelefone herzustellen, zu importieren oder zum Kauf anzubieten.<\/p>"},{"type":{"id":1,"name":"Titel des Geschäftes"},"value":"Risiken der Mobiltelefonie. Gesetz"}],"title":"Risiken der Mobiltelefonie. Gesetz"}