﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><affair xmlns:i="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance"><id>20063586</id><updated>2023-07-28T13:03:38Z</updated><additionalIndexing>2841;Bioethik;Bericht;Meinungsbildung;medizinische Diagnose;Embryo;Mensch;medizinische Forschung;künstliche Fortpflanzung</additionalIndexing><affairType><abbreviation>Po.</abbreviation><id>6</id><name>Postulat</name></affairType><author><councillor><code>2495</code><gender>m</gender><id>471</id><name>Gutzwiller Felix</name><officialDenomination>Gutzwiller</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion RL</abbreviation><code>RL</code><id>1</id><name>Freisinnig-demokratische Fraktion</name></faction><type>author</type></author><deposit><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>2006-10-06T00:00:00Z</date><legislativePeriod>47</legislativePeriod><session>4714</session></deposit><descriptors><descriptor><key>L04K01050512</key><name>medizinische Forschung</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L06K010703040101</key><name>Embryo</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L03K010304</key><name>künstliche Fortpflanzung</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L03K020206</key><name>Bericht</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L05K1603010401</key><name>Bioethik</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L05K0802030701</key><name>Meinungsbildung</name><type>2</type></descriptor><descriptor><key>L04K01010308</key><name>Mensch</name><type>2</type></descriptor><descriptor><key>L04K01050208</key><name>medizinische Diagnose</name><type>2</type></descriptor></descriptors><drafts><draft><consultation><resolutions><resolution><category><id>5</id><name>Adm</name></category><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>2007-12-06T00:00:00Z</date><text>Abgeschrieben, weil die Urheberin / der Urheber aus dem Rat ausgeschieden ist</text><type>42</type></resolution></resolutions></consultation><federalCouncilProposal><code>-</code><date>2006-12-08T00:00:00Z</date><text>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.</text></federalCouncilProposal><index>0</index><links /><preConsultations /><references /><relatedDepartments><relatedDepartment><abbreviation>EDI</abbreviation><id>4</id><name>Departement des Innern</name><leading>true</leading></relatedDepartment></relatedDepartments><states><state><date>2006-10-06T00:00:00</date><id>24</id><name>Im Rat noch nicht behandelt</name></state><state><date>2007-12-06T00:00:00</date><id>229</id><name>Erledigt</name></state></states><texts /></draft></drafts><language>de</language><priorityCouncils><priorityCouncil><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type><priority>1</priority></priorityCouncil></priorityCouncils><relatedAffairs /><roles><role><councillor><code>2587</code><gender>f</gender><id>1144</id><name>Brunschwig Graf Martine</name><officialDenomination>Brunschwig Graf</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2495</code><gender>m</gender><id>471</id><name>Gutzwiller Felix</name><officialDenomination>Gutzwiller</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion RL</abbreviation><code>RL</code><id>1</id><name>Freisinnig-demokratische Fraktion</name></faction><type>author</type></role></roles><shortId>06.3586</shortId><state><id>229</id><name>Erledigt</name><doneKey>0</doneKey><newKey>0</newKey></state><texts><text><type><id>6</id><name>Begründung</name></type><value>&lt;p&gt;Die Debatten im Zusammenhang mit dem Fortpflanzungsmedizingesetz sowie dem Stammzellenforschungsgesetz haben gezeigt, dass es bezüglich des rechtlichen Status von Embryonen noch viele offene Fragen gibt. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Nationalrat hat sich vor kurzem gegen die Möglichkeit der Adoption von Embryonen entschieden. Anlässlich dieser Diskussion hat sich einmal mehr herausgestellt, dass die für eine vertiefte Analyse und sorgfältige Entscheidfindung notwendigen Grundlagen noch fehlen. Eine klare und langfristig gültige Regelung diverser Fragen im Zusammenhang mit dem Status von Embryonen und den daraus resultierenden Handhabungsmöglichkeiten ist ohne Kenntnis solcher Grundlagen jedoch nicht möglich. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Währenddem überzählige Embryonen heute für Forschungszwecke zur Verfügung gestellt werden können, ist die Embryonenspende gemäss geltendem Recht nicht erlaubt. Die Debatte über Artikel 119 der Bundesverfassung im Zusammenhang mit dem anstehenden Humanforschungsgesetz kann eine Möglichkeit bieten, den Begriff der Embryonenspende zu definieren. Es ist diesbezüglich festzuhalten, dass verschiedene europäische Länder die Embryonenspende bereits gesetzlich geregelt haben (beispielsweise Frankreich seit 1994). &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Indem dem Parlament in nützlicher Frist - das heisst vor der Beratung von Verfassungsartikel und Gesetz über die Forschung am Menschen - die notwendigen empirischen Grundlagen juristischer, medizinischer und ethischer Natur zur Verfügung gestellt werden, wird ein wesentlicher Beitrag zur Lösung der in dieser gesellschaftspolitisch anspruchsvollen Thematik noch offenen Fragen geleistet.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>14</id><name>Antwort BR / Büro</name></type><value>&lt;p&gt;Der Bundesrat stimmt mit dem Postulanten überein, dass bezüglich des Status von Embryonen und hinsichtlich des Themas der Embryonenspende Fragen bestehen, mit denen sich Politik und Gesellschaft auseinandersetzen müssen. Dabei handelt es sich um einen Fragenkomplex, der sich in stetigem Wandel befindet, weil sich sowohl die Möglichkeiten der Forschung und Anwendung als auch das Wertesystem der Gesellschaft entwickeln. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;In der Diskussion um den Status des Embryos gibt es mehrere Aspekte, die beispielsweise schon im Rahmen des Stammzellenforschungsgesetzes zu reden gaben. Dieses regelt die Freigabe von überzählig gewordenen In-vitro-Embryonen zu Forschungszwecken. Volk und Parlament haben die Freigabe dieser Embryonen auf die Stammzellengewinnungsforschung begrenzt (Stammzellenforschungsgesetz, seit 1. März 2005 in Kraft).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auch die Vernehmlassungsvorlage zu einem Bundesgesetz über die Forschung am Menschen (Humanforschungsgesetz, HFG) behandelt den Umgang mit Embryonen. Hier wird eine Regelung für den Umgang der Forschung mit In-vivo-Embryonen vorgeschlagen, nicht aber für den Umgang mit In-vitro-Embryonen. Artikel 119 der Bundesverfassung steht in diesem Rahmen nicht zur Diskussion. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Bundesrat verweist im Übrigen auf die Stellungnahmen grundlegender Natur, die von der Nationalen Ethikkommission NEK-CNE in ihren Berichten "Zur Forschung an embryonalen Stammzellen" (Juni 2002), "Präimplantationsdiagnostik" (Dezember 2005) und "Forschung an Embryonen und Föten" (Januar 2006) vorgelegt wurden. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aus diesen Gründen erachtet der Bundesrat die Erarbeitung eines Grundlagenberichts zum Thema Embryonenspende im Zusammenhang mit dem Humanforschungsgesetz nicht als sinnvoll. Er ist vielmehr der Ansicht, dass die im Postulat aufgeworfenen Fragen zu gegebener Zeit anhand von konkreten Regelungsprojekten, die in direktem Zusammenhang mit dem Thema Status von Embryonen stehen, neu diskutiert und einer sachgerechten Lösung zugeführt werden sollten.&lt;/p&gt;  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.</value></text><text><type><id>5</id><name>Eingereichter Text</name></type><value>&lt;p&gt;Der Bundesrat wird gebeten, als Grundlage für eine vertiefte Diskussion über die Erlaubnis der Embryonenspende einen Bericht zu erstellen, welcher alle themenrelevanten Fragen juristischer, medizinischer sowie auch ethischer Natur zusammenfasst und die heute in der Schweiz bestehende Ausgangslage erläutert. Der entsprechende Bericht soll dem Parlament im Hinblick auf die Beratung des Verfassungsartikels und des Gesetzes über die Forschung am Menschen vorgelegt werden.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>1</id><name>Titel des Geschäftes</name></type><value>Grundlagenerarbeitung für eine vertiefte Diskussion über die Embryonenspende</value></text></texts><title>Grundlagenerarbeitung für eine vertiefte Diskussion über die Embryonenspende</title></affair>