{"id":20063740,"updated":"2023-07-27T19:45:22Z","additionalIndexing":"32;2811;soziale Ausgrenzung;Ausländer\/in;Zuwandererkind;Lehrstelle;Gleichbehandlung;Auszubildende\/r;Zugang zur Bildung;berufliche Bildung;Berufsaussichten;Jugendarbeitslosigkeit","affairType":{"abbreviation":"Mo.","id":5,"name":"Motion"},"author":{"type":"author"},"deposit":{"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2006-12-19T00:00:00Z","legislativePeriod":47,"session":"4715"},"descriptors":[{"key":"L05K0108030401","name":"Zuwandererkind","type":1},{"key":"L04K05020303","name":"Gleichbehandlung","type":1},{"key":"L05K0702020306","name":"Berufsaussichten","type":1},{"key":"L03K130202","name":"berufliche Bildung","type":1},{"key":"L05K0702020203","name":"Auszubildende\/r","type":1},{"key":"L04K05060102","name":"Ausländer\/in","type":2},{"key":"L05K0702030403","name":"Jugendarbeitslosigkeit","type":2},{"key":"L04K13030117","name":"Zugang zur Bildung","type":2},{"key":"L04K01090104","name":"soziale Ausgrenzung","type":2},{"key":"L06K070202030801","name":"Lehrstelle","type":2}],"drafts":[{"consultation":{"resolutions":[{"category":{"id":3,"name":"Normal"},"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2008-12-19T00:00:00Z","text":"Fristverlängerung","type":50},{"category":{"id":5,"name":"Adm"},"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2009-03-20T00:00:00Z","text":"Abgeschrieben, weil nicht innert zwei Jahren abschliessend im Rat behandelt","type":32}]},"federalCouncilProposal":{"code":"-","date":"2007-03-09T00:00:00Z","text":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion."},"index":0,"links":[],"preConsultations":[],"references":[],"relatedDepartments":[{"abbreviation":"WBF","id":8,"name":"Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung","leading":true}],"states":[{"date":"\/Date(1166482800000+0100)\/","id":24,"name":"Im Rat noch nicht behandelt"},{"date":"\/Date(1237503600000+0100)\/","id":229,"name":"Erledigt"}],"texts":[]}],"language":"de","priorityCouncils":[{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N","priority":1}],"relatedAffairs":[],"roles":[{"type":"author"},{"councillor":{"code":2601,"gender":"f","id":1156,"name":"Heim Bea","officialDenomination":"Heim"},"type":"speaker"}],"shortId":"06.3740","state":{"id":229,"name":"Erledigt","doneKey":"0","newKey":0},"texts":[{"type":{"id":6,"name":"Begründung"},"value":"<p>Gegenwärtig ist mit dem offenkundigen Mangel an Ausbildungsplätzen und dem ständigen Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit ein Phänomen zu beobachten, das die Gefahr eines sozialen Gefälles birgt. So fehlten diesen Sommer in der Schweiz 5500 Ausbildungsplätze. Die Situation ist besorgniserregend, geht es doch um den Zugang der Jugendlichen zum Arbeitsmarkt. Tatsächlich ist die Arbeitslosenquote bei den Jugendlichen (15  bis 24 Jahre) von 1,8 Prozent im Jahr 2001 auf 4,5 Prozent im Jahr 2006 gestiegen. Im Vergleich dazu liegt die Arbeitslosenquote bei den 25- bis 49-Jährigen bei 3 Prozent (Quelle: Jugendarbeitslosigkeit in der Schweiz - Erklärungen und Massnahmen zu deren Bekämpfung, Seco\/BBT, 04.02.2005). Nun sind diese Schwierigkeiten bei der Ausbildung und der Suche nach einem Arbeitsplatz noch viel schwerwiegender, wenn man nur die Situation der jungen Ausländerinnen und Ausländer betrachtet. Die Chancenungleichheit ist allgegenwärtig, von der schulischen Ausbildung bis hin zur Erstanstellung und sogar darüber hinaus, denn Untersuchungen zeigen, dass ausländische Arbeitskräfte bei gleicher Qualifikation, Erfahrung und Anstellungsdauer schlechter entlöhnt werden als Schweizerinnen und Schweizer (Quelle: Probleme der Integration von Ausländerinnen und Ausländern in der Schweiz, Seite 49, BFM, Juli 2006).<\/p><p>Nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit kommt der Grossteil der sogenannten klassischen Massnahmen für die Jugendlichen, die keinen Ausbildungsplatz haben, zu spät. Dies betrifft jedes Jahr rund 10 000 Personen, darunter viele Migrantinnen und Migranten. Mittelfristig gesehen, befinden sich diese jungen Erwachsenen beruflich auf dem Abstellgleis. Der Bedarf der Wirtschaft an weniger gut qualifizierten Arbeitskräften ist infolge des raschen Wandels hin zu einer Dienstleistungsgesellschaft am Sinken. Dies führt dazu, dass junge Erwachsene ohne berufliche Ausbildung früher oder später von der Arbeitslosigkeit bedroht sind und letztendlich für einige Zeit dem Staat zur Last fallen. Die aktive Integration junger Migrantinnen und Migranten muss deshalb als gesellschaftliche Notwendigkeit anerkannt werden. Am meisten Erfolg versprechen dabei Massnahmen, die darin bestehen, Jugendliche während des Übergangs von der obligatorischen Schulzeit bis zum Beginn der Berufsausbildung individuell zu betreuen, wie Übergangslösungen, Mentoring- und Coachingprogramme für Jugendliche ohne Ausbildungsplatz sowie speziell auf Immigrantinnen und Immigranten zugeschnittene Programme. Nicht zu vergessen ist aber auch, dass die diskriminierende Haltung verschiedener Arbeitgeber gegenüber jungen Ausländerinnen und Ausländern die Chancengleichheit erheblich beeinträchtigt. Deshalb sind positive und zwingende Massnahmen einzuführen, mit denen Arbeitgeber dazu gebracht werden, Bewerberinnen und Bewerber mit der gleichen Ausbildung und der gleichen Erfahrung gleich zu behandeln, und zwar sowohl in Bezug auf die Stellenvergabe als auch in Bezug auf die Arbeitsbedingungen.<\/p>"},{"type":{"id":14,"name":"Antwort BR \/ Büro"},"value":"<p>Der Bundesrat ist sich der Probleme schulisch und sozial schwacher Jugendlicher bei ihrem Einstieg in die Berufswelt bewusst. Er misst Massnahmen zur Förderung der Integration unabhängig von der in- oder ausländischen Herkunft dieser Jugendlichen grosse Bedeutung zu.<\/p><p>In Bezug auf die mit der Motion angesprochene Problematik der jugendlichen Migrantinnen und Migranten weist der Bundesrat auf den Bericht \"Probleme der Integration von Ausländerinnen und Ausländern\" hin, den das Bundesamt für Migration im Juli 2006 veröffentlicht hat. Dieser Bericht stellt eine umfassende Übersicht zur Situation der Integration in der Schweiz dar.<\/p><p>Der Bundesrat hat in der Folge den Auftrag erteilt, weitere Massnahmen zu prüfen, die die Integration der ausländischen Bevölkerung erleichtern. Dazu erheben die Departemente und Ämter zurzeit den Handlungsbedarf und mögliche Massnahmen in ihrem Zuständigkeitsbereich, so auch in den Bereichen \"Berufsbildung\" und \"Arbeitsmarkt\". Gestützt auf diese Erhebung wird das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) dem Bundesrat im Sommer 2007 Vorschläge zur Umsetzung von Integrationsmassnahmen unterbreiten. Im Sinne der bereits laufenden Prüfungen ist der Bundesrat bereit, bei einer allfälligen Annahme der Motion im Zweitrat den Antrag zu stellen, die Motion in einen Prüfungsantrag abzuändern.<\/p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion."},{"type":{"id":5,"name":"Eingereichter Text"},"value":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, eine Reihe von Massnahmen zur Bekämpfung der Diskriminierung junger Migrantinnen und Migranten bei der beruflichen Ausbildung und der Stellenvergabe auszuarbeiten. Dabei soll der Gleichstellung der Geschlechter besondere Aufmerksamkeit zukommen. Namentlich soll der Bundesrat die gesetzliche Verankerung von Massnahmen wie anonymen Bewerbungen oder Mentoring im Berufsbildungsgesetz (BGB), im Obligationenrecht (OR) und im Arbeitsgesetz prüfen. Ebenfalls soll er im Arbeitslosenversicherungsgesetz Avig und im Berufsbildungsgesetz die Finanzierung von Integrationsmassnahmen vorsehen, die den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern.<\/p>"},{"type":{"id":1,"name":"Titel des Geschäftes"},"value":"Förderung der Chancengleichheit von jungen Immigrantinnen und Immigranten"}],"title":"Förderung der Chancengleichheit von jungen Immigrantinnen und Immigranten"}