{"id":20073169,"updated":"2023-07-28T07:33:04Z","additionalIndexing":"66;Kabelfernsehen;Energieverbrauch;technische Vorschrift;elektronisches Gerät;Energieeinsparung","affairType":{"abbreviation":"Mo.","id":5,"name":"Motion"},"author":{"councillor":{"code":2534,"gender":"f","id":512,"name":"Sommaruga Simonetta","officialDenomination":"Sommaruga Simonetta"},"faction":{"abbreviation":"Fraktion S","code":"S","id":2,"name":"Sozialdemokratische Fraktion"},"type":"author"},"deposit":{"council":{"abbreviation":"SR","id":2,"name":"Ständerat","type":"S"},"date":"2007-03-22T00:00:00Z","legislativePeriod":47,"session":"4716"},"descriptors":[{"key":"L06K120205010104","name":"Kabelfernsehen","type":1},{"key":"L05K1701010602","name":"Energieverbrauch","type":1},{"key":"L05K0706010204","name":"technische Vorschrift","type":1},{"key":"L05K0705060104","name":"elektronisches Gerät","type":1},{"key":"L04K17010107","name":"Energieeinsparung","type":1}],"drafts":[{"consultation":{"resolutions":[{"category":{"id":5,"name":"Adm"},"council":{"abbreviation":"SR","id":2,"name":"Ständerat","type":"S"},"date":"2007-06-21T00:00:00Z","text":"Zurückgezogen","type":17}]},"federalCouncilProposal":{"code":"-","date":"2007-05-16T00:00:00Z","text":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion."},"index":0,"links":[],"preConsultations":[],"references":[],"relatedDepartments":[{"abbreviation":"UVEK","id":9,"name":"Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","leading":true}],"states":[{"date":"\/Date(1174518000000+0100)\/","id":24,"name":"Im Rat noch nicht behandelt"},{"date":"\/Date(1182376800000+0200)\/","id":229,"name":"Erledigt"}],"texts":[]}],"language":"de","priorityCouncils":[{"abbreviation":"SR","id":2,"name":"Ständerat","type":"S","priority":1}],"relatedAffairs":[],"roles":[{"councillor":{"code":2030,"gender":"m","id":37,"name":"Büttiker Rolf","officialDenomination":"Büttiker"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2458,"gender":"m","id":408,"name":"Jenny This","officialDenomination":"Jenny"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2338,"gender":"m","id":85,"name":"Frick Bruno","officialDenomination":"Frick"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2559,"gender":"m","id":538,"name":"Bürgi Hermann","officialDenomination":"Bürgi"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2012,"gender":"m","id":246,"name":"Béguelin Michel","officialDenomination":"Béguelin"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2557,"gender":"m","id":537,"name":"Escher Rolf","officialDenomination":"Escher Rolf"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2561,"gender":"m","id":540,"name":"Lombardi Filippo","officialDenomination":"Lombardi"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2653,"gender":"m","id":1314,"name":"Bonhôte Pierre","officialDenomination":"Bonhôte Pierre"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2534,"gender":"f","id":512,"name":"Sommaruga Simonetta","officialDenomination":"Sommaruga Simonetta"},"faction":{"abbreviation":"Fraktion S","code":"S","id":2,"name":"Sozialdemokratische Fraktion"},"type":"author"}],"shortId":"07.3169","state":{"id":229,"name":"Erledigt","doneKey":"0","newKey":0},"texts":[{"type":{"id":6,"name":"Begründung"},"value":"<p>Die Digitalisierung des Fernsehens wird in den kommenden Jahren dazu führen, dass in der Schweiz Tausende oder gar Hunderttausende von Set-Top-Boxen gekauft werden müssen. Es ist deshalb wichtig, den Stromverbrauch dieser Geräte jetzt zu regeln. Schliesslich hält das Bundesamt für Energie (BFE) in der Energie-Effizienzstrategie vom 22. Januar 2007 fest: \"Bei den Mindeststandards für Geräte befindet sich die Schweiz im Vergleich zu anderen OECD-Ländern im Hintertreffen.\" <\/p><p>In der Schweiz waren Ende 2006 ungefähr 600 000 Set-Top-Boxen in Betrieb. Für das Jahr 2015 wird mit 3,35 Millionen Geräten gerechnet. Im besten Fall werden dann die 3,35 Millionen Set-Top-Boxen 310 Millionen Kilowattstunden - vor allem im Stand-by-Betrieb - verbrauchen. Im schlechtesten Fall wird der Verbrauch auf 560 Millionen Kilowattstunden ansteigen. Gemäss IEA sind die Sparpotenziale wesentlich höher, denn es sind bereits heute Set-Top-Boxen auf dem Markt, deren Energieverbrauch in allen Betriebszuständen unter 2 Watt liegt.<\/p><p>Set-Top-Boxen nehmen je nach Gerät im Stand-by 1 bis über 13 Watt auf. Der jährliche Energieverbrauch pro Gerät liegt heute bei rund 95 Kilowattstunden. Das entspricht etwa dem jährlichen Energieverbrauch fürs Backen in einem typischen Haushalt (mit 120 Backgängen).<\/p><p>Das BFE hat am 29. September 2006 mit einer ersten Serie von Organisationen und Unternehmen eine Vereinbarung zur Einhaltung des europäischen Code of Conduct für Set-Top-Boxen unterzeichnet.<\/p><p>Dieser europäische Code of Conduct zu Set-Top-Boxen ist aber aus folgenden Gründen ungenügend:<\/p><p>- die Vorgaben zum Stand-by-Passiv-Modus sind praktisch bedeutungslos, da die meisten Set-Top-Boxen diesen Sparmodus gar nicht haben;<\/p><p>- die Vorgaben zum Stand-by-Aktiv-Modus variieren je nach Ausstattung von 6 bis 15 Watt(!);<\/p><p>- für High Definition Mode (TV mit hoher Auflösung) darf der Verbrauch im Stand-by-Aktiv-Modus sogar bis zu 20 Watt betragen. Zum Vergleich: Nimmt man an, dass ein solches Gerät stets im Stand-by-Aktiv-Modus ist, ergibt dies einen Jahresstromverbrauch von 175 Kilowattstunden. So viel Strom braucht ein Kühlschrank der Energieklasse A++ in einem ganzen Jahr (Nutzinhalt 242 Liter, Gefrierfach 20 Liter).<\/p>"},{"type":{"id":14,"name":"Antwort BR \/ Büro"},"value":"<p>Am 23. März 2007 hat das Parlament Änderungen des Energiegesetzes (EnG) beschlossen. Der geänderte Artikel 8 gibt dem Bundesrat mehr Kompetenzen, um Mindestvorschriften für Elektrogeräte zu erlassen. Das Inkrafttreten des geänderten EnG ist Voraussetzung, dass der Bundesrat die Kompetenz zur Erfüllung der Motion hat.<\/p><p>Der Bundesrat hat die Energieproblematik der Set-Top-Boxen bereits in der Antwort auf die Interpellation Sommaruga Simonetta 06.3626, \"Digitalisierung des Fernsehangebotes\", thematisiert. Es ist leider eine Tatsache, dass diese Zusatzgeräte zu einem erhöhten Stromverbrauch führen, da sie mangels entsprechenden Modus nicht abgeschaltet werden können und stets im Stand-by-Modus am Stromnetz angeschlossen sind. Nach neuem Markttrend ermöglichen diese Set-Top-Boxen noch mehr Zusatzdienste und sind auch für den High-Definition-Empfang geeignet, was den Energiebedarf sowohl für den Betriebs- als auch für den Stand-by-Modus weiter erhöhen wird.<\/p><p>Kabelnetzbetreiber wie die Swisscom oder die Cablecom empfehlen zurzeit den Stand-by-Modus, weil die digitalen Daten, vor allem der elektronische Programmführer, vom Netzbetreiber nur aktualisiert werden können, wenn die Set-Top-Box im Stand-by-Modus bleibt. Zudem können Wunschsendungen in Abwesenheit aufgenommen werden, ohne diese einzeln zu programmieren. Wird die Set-Top-Box vom Stromnetz genommen, muss der Besitzer ein längeres Aufstarten in Kauf nehmen, bis das Gerät die digitalen Kanäle wieder zugeordnet und alle Daten aktualisiert hat.<\/p><p>Auf der Basis des revidierten EnG zieht der Bundesrat in Erwägung, künftig für die gebräuchlichsten, viel Energie verbrauchenden Geräte Mindestanforderungen vorzuschreiben. Wichtig dabei ist, zu verhindern, dass ungerechtfertigte Handelshemmnisse entstehen. Zusätzlich zur Mindestanforderung für die Leistungsaufnahme kommt die Forderung nach einer Abschaltautomatik. Diese erfordert für die Schweiz eine gesonderte Konstruktion der Geräte. Da Kabelnetzbetreiber aber ohnehin angeben, dass die Set-Top-Boxen für die Schweiz separate Fabrikationen im Zusammenhang mit der Verschlüsselung seien, ist die Auswirkung auf die Handelsfreiheit für diese Geräte wesentlich geringer, als eine solche Vorschrift für Geräte sonst wäre. Für die Satelliten-Receiver ist hingegen eine verlängerte Übergangsfrist zu erwägen.<\/p><p>Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 21. Februar 2007 zur Energiestrategie Schweiz eine Vier-Säulen-Politik beschlossen, die auf den Pfeilern Energie-Effizienzmassnahmen, Förderung der erneuerbaren Energien, Energieaussenpolitik sowie Grosskraftwerke beruht. Der Bundesrat erteilte dem UVEK den Auftrag, bis Ende 2007 Aktionspläne zu Energie-Effizienzmassnahmen in allen Bereichen sowie zur Förderung der erneuerbaren Energien zu erarbeiten. Der Bundesrat wird Ende 2007 nach Vorliegen dieser Aktionspläne über Art und Umfang der zu treffenden Massnahmen entscheiden. Das UVEK wird im Rahmen der Erstellung der Aktionspläne auch Massnahmen gemäss dem Inhalt der vorliegenden Motion prüfen. Da also die Entscheidungen über die einzelnen Massnahmen noch ausstehen, kann sich der Bundesrat in jetzigen Zeitpunkt noch nicht darauf festlegen und lehnt aus diesem formalen Grund die Motion ab. Bei einer allfälligen Annahme der Motion wird der Bundesrat im Zweitrat beantragen, den Vorstoss in einen Prüfungsauftrag abzuändern.<\/p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion."},{"type":{"id":5,"name":"Eingereichter Text"},"value":"<p>Der Bundesrat wird gebeten, für die Marktzulassung von Set-Top-Boxen:<\/p><p>1. einen Grenzwert für den maximalen Stromverbrauch vorzusehen, der sich an den marktbesten Modellen orientiert;<\/p><p>2. eine Ausschalter- oder Abschalt-Automatik zu verlangen, damit Geräte nicht unnötig im Stand-by-Aktiv-Modus sind.<\/p>"},{"type":{"id":1,"name":"Titel des Geschäftes"},"value":"Set-Top-Boxen. Stromsparpotenzial nutzen, bevor es zu spät ist"}],"title":"Set-Top-Boxen. Stromsparpotenzial nutzen, bevor es zu spät ist"}