{"id":20073299,"updated":"2025-06-25T00:30:48Z","additionalIndexing":"55;Pflanzenschutzmittel;Bericht;Obstbau;Antibiotikum;Pflanzenschutzverfahren;Pflanzenkrankheit","affairType":{"abbreviation":"Po.","id":6,"name":"Postulat"},"author":{"type":"author"},"deposit":{"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2007-06-05T00:00:00Z","legislativePeriod":47,"session":"4717"},"descriptors":[{"key":"L05K1401010112","name":"Pflanzenkrankheit","type":1},{"key":"L05K1401020309","name":"Pflanzenschutzverfahren","type":1},{"key":"L05K1401080203","name":"Pflanzenschutzmittel","type":1},{"key":"L05K0105030101","name":"Antibiotikum","type":1},{"key":"L05K1401010110","name":"Obstbau","type":1},{"key":"L03K020206","name":"Bericht","type":2}],"drafts":[{"consultation":{"resolutions":[{"category":{"id":3,"name":"Normal"},"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2007-10-05T00:00:00Z","text":"Annahme","type":20}]},"federalCouncilProposal":{"code":"+","date":"2007-09-12T00:00:00Z","text":"Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates."},"index":0,"links":[],"preConsultations":[],"references":[],"relatedDepartments":[{"abbreviation":"WBF","id":8,"name":"Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung","leading":true}],"states":[{"date":"\/Date(1180994400000+0200)\/","id":24,"name":"Im Rat noch nicht behandelt"},{"date":"\/Date(1191535200000+0200)\/","id":26,"name":"Angenommen"},{"date":"\/Date(1276725600000+0200)\/","id":229,"name":"Erledigt"}],"texts":[]}],"handling":{"date":"2007-10-05T00:00:00Z","legislativePeriod":47,"session":"4718"},"language":"de","priorityCouncils":[{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N","priority":1}],"relatedAffairs":[],"roles":[{"type":"author"},{"councillor":{"code":2541,"gender":"m","id":519,"name":"Walter Hansjörg","officialDenomination":"Walter"},"type":"speaker"}],"shortId":"07.3299","state":{"id":229,"name":"Erledigt","doneKey":"0","newKey":0},"texts":[{"type":{"id":6,"name":"Begründung"},"value":"<p>Noch nie waren in der Vergangenheit so viele Obstbäume in der Schweiz von Feuerbrand befallen wie im laufenden Jahr, und sollte sich in Zukunft der Trend zu wärmerem Frühjahrswetter fortsetzen, ist vermehrt mit entsprechenden massiven Schäden und Ernteausfällen zu rechnen.<\/p><p>Neben der grossflächigen Rodung bietet sich zur Bekämpfung des Feuerbrandes nur ein einigermassen wirksames Mittel in Form des Antibiotikums Streptomycin an. Da dieses Mittel bei einem absehbaren Auftreten von Feuerbrand allerdings in die Blüten gespritzt werden muss, soll der Einsatz von Streptomycin in Zukunft im Rahmen eines Notfallkonzeptes rechtzeitig möglich sein.<\/p><p>Da in Deutschland und in Österreich die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln mit Antibiotika heute möglich ist, sollen in Zukunft auch die Behörden in der Schweiz die Behandlung bei Infektionsgefahr begrenzt und unter Auflagen bewilligen können. Dies ist umso einfacher, als die Infektionsgefahr aufgrund der herrschenden Temperaturen und der Luftfeuchtigkeit sehr genau ermittelt werden kann.<\/p><p>Auch im Sinne von gleich langen Spiessen ist es nötig, in der Schweiz eine mit der deutschen und der österreichischen vergleichbare Regelung einzuführen. Es ist zudem nicht verständlich, warum die Schweizer Behörden bei der Anwendung des Vorsorgeprinzips zu einer anderen Beurteilung des Risikos kommen sollten als ihre Berufskollegen im benachbarten Ausland. <\/p><p>Auch wenn trotzdem der Einsatz eines Antibiotikums nicht optimal ist, so ist es doch die einzige Lösung, bis andere Verfahren seitens der Forschung vorliegen sollten. Wenn in der Schweiz der Feuerbrand keine Produktion mehr zulässt und die befallenen Kulturen jedes Mal gerodet werden müssen, würden die Früchte schlicht aus dem Ausland eingeführt, wo bei der Produktion aber wiederum Streptomycin zum Einsatz kommt. Dies ist aber weder im Interesse der schweizerischen Produzenten noch im Interesse der Konsumenten.<\/p>"},{"type":{"id":14,"name":"Antwort BR \/ Büro"},"value":"<p>Die Strategie zur Feuerbrandbekämpfung ist in einer Richtlinie festgehalten, die im Jahr 2000 erstellt und 2006 zusammen mit den zuständigen Kantonsbehörden vollständig überarbeitet wurde. Die Zielsetzungen hängen von der phytosanitären Situation im jeweiligen Gebiet ab:<\/p><p>a. In befallsfreien Gebieten sollen die Massnahmen die Einschleppung des Feuerbrandes über Vermehrungsmaterial verhindern, das für den Anbau von Kulturen eingesetzt wird.<\/p><p>b. In Gebieten mit einzelnen Befallsherden bezwecken die Massnahmen deren Tilgung.<\/p><p>c. In Befallszonen, in denen der Feuerbrand verbreitet ist und eine Tilgung nicht mehr möglich ist, haben die Massnahmen die Reduktion des Infektionspotenzials zum Ziel, um die Rahmenbedingungen für die Obstproduktion und die Erzeugung von Obstgehölzen zu erhalten.<\/p><p>Allen Bekämpfungsmassnahmen ist gemeinsam, dass sie das Infektionspotenzial möglichst gering halten und dadurch die Gefahr der Ansteckung von Obstgärten, Baumschulen und anderen schutzwürdigen Hochstammkulturen eindämmen sollen. Die wichtigsten Bekämpfungsmassnahmen gegen den Feuerbrand sind:<\/p><p>- Kontrolle des Gesundheitszustandes des in Baumschulen produzierten Pflanzenmaterials, gestützt auf die Bestimmungen über den Pflanzenpass;<\/p><p>- vorsorgliche Rodung von Wirtspflanzen des Feuerbrandes in der Nähe von Obstgärten und Baumschulen;<\/p><p>- Rodungsaktionen bezüglich befallener Pflanzen zur Verhinderung der Ansteckung von noch gesunden Pflanzen.<\/p><p>Die Umsetzung dieser Massnahmen ist Aufgabe der Kantone. Der Bund gewährt den Kantonen eine finanzielle Unterstützung in der Höhe von 50 Prozent der durch die Massnahmen entstandenen Kosten. Seit 1997 wurden an die Kantone 29,5 Millionen Franken ausgerichtet.<\/p><p>Die direkte Bekämpfung gegen die Feuerbrandinfektionen zum Zeitpunkt der Kernobstblüte ist mit einer bestimmten Anzahl von bereits zugelassenen Pflanzenschutzmitteln ebenfalls möglich. Diese wirken indessen nur teilweise.<\/p><p>Der Antibiotikaeinsatz gegen den Feuerbrand wirft die Frage nach dem Risiko für die öffentliche Gesundheit auf. Dieser Aspekt ist sorgfältig zu untersuchen. In der Zwischenzeit ist ein Gesuch eingegangen, das Anlass gibt, den Einsatz von Streptomycin zu untersuchen. Klar ist bereits heute: Ein Streptomycineinsatz kann schliesslich nur als Ergänzung zu den obengenannten Massnahmen in Betracht gezogen werden.<\/p><p>Unabhängig von der Frage des Antibiotikaeinsatzes zur Feuerbrandbekämpfung ist der Einfluss der Obstbaustruktur bestimmter Gebiete auf die Entwicklung dieser Krankheit zu analysieren. Die Verflechtung von Erwerbsobstanlagen und Baumschulen mit Hochstamm-Obstgärten auf den Feldern scheint problematisch zu sein und bedarf daher einer Abklärung. Der Einsatz bereits zugelassener Pflanzenschutzmittel ist ebenfalls zu unterstützen.<\/p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates."},{"type":{"id":5,"name":"Eingereichter Text"},"value":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament bis zur nächsten Session in einem Bericht aufzuzeigen, wie er in Zukunft den Feuerbrand frühzeitig und effizienter bekämpfen und wie er einen erleichterten Einsatz von Antibiotika zur Bekämpfung des Feuerbrandes ermöglichen will.<\/p>"},{"type":{"id":1,"name":"Titel des Geschäftes"},"value":"Effiziente Bekämpfung des Feuerbrandes"}],"title":"Effiziente Bekämpfung des Feuerbrandes"}