﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><affair xmlns:i="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance"><id>20073517</id><updated>2023-07-28T09:04:58Z</updated><additionalIndexing>2841;55;Pestizid;Gesundheitsrisiko;Giftstoff;Verkaufsverweigerung;Umweltbelastung</additionalIndexing><affairType><abbreviation>Mo.</abbreviation><id>5</id><name>Motion</name></affairType><author><councillor><code>2333</code><gender>m</gender><id>241</id><name>Zisyadis Josef</name><officialDenomination>Zisyadis</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktionslos</abbreviation><code>FRAKTIONSLOS</code><id>99</id><name>Fraktionslos</name></faction><type>author</type></author><deposit><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>2007-06-22T00:00:00Z</date><legislativePeriod>47</legislativePeriod><session>4717</session></deposit><descriptors><descriptor><key>L06K140108020303</key><name>Pestizid</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L05K0703010109</key><name>Verkaufsverweigerung</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L03K060203</key><name>Umweltbelastung</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L05K0602010402</key><name>Giftstoff</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L04K01050510</key><name>Gesundheitsrisiko</name><type>1</type></descriptor></descriptors><drafts><draft><consultation><resolutions><resolution><category><id>5</id><name>Adm</name></category><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>2009-06-12T00:00:00Z</date><text>Abgeschrieben, weil nicht innert zwei Jahren abschliessend im Rat behandelt</text><type>32</type></resolution></resolutions></consultation><federalCouncilProposal><code>-</code><date>2007-09-12T00:00:00Z</date><text>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.</text></federalCouncilProposal><index>0</index><links /><preConsultations /><references /><relatedDepartments><relatedDepartment><abbreviation>UVEK</abbreviation><id>9</id><name>Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation</name><leading>true</leading></relatedDepartment></relatedDepartments><states><state><date>2007-06-22T00:00:00</date><id>24</id><name>Im Rat noch nicht behandelt</name></state><state><date>2009-06-12T00:00:00</date><id>229</id><name>Erledigt</name></state></states><texts /></draft></drafts><language>de</language><priorityCouncils><priorityCouncil><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type><priority>1</priority></priorityCouncil></priorityCouncils><relatedAffairs /><roles><role><councillor><code>2648</code><gender>m</gender><id>1279</id><name>Nordmann Roger</name><officialDenomination>Nordmann</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2370</code><gender>m</gender><id>305</id><name>Berberat Didier</name><officialDenomination>Berberat</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2624</code><gender>m</gender><id>1134</id><name>Recordon Luc</name><officialDenomination>Recordon</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2436</code><gender>f</gender><id>350</id><name>Bernasconi Maria</name><officialDenomination>Bernasconi</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2603</code><gender>f</gender><id>1146</id><name>Huguenin Marianne</name><officialDenomination>Huguenin</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2579</code><gender>m</gender><id>1065</id><name>Leuenberger Ueli</name><officialDenomination>Leuenberger-Genève</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2629</code><gender>f</gender><id>1148</id><name>Savary Géraldine</name><officialDenomination>Savary</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2412</code><gender>m</gender><id>348</id><name>Rechsteiner Rudolf</name><officialDenomination>Rechsteiner-Basel</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2633</code><gender>m</gender><id>1160</id><name>Vanek Pierre</name><officialDenomination>Vanek</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2333</code><gender>m</gender><id>241</id><name>Zisyadis Josef</name><officialDenomination>Zisyadis</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktionslos</abbreviation><code>FRAKTIONSLOS</code><id>99</id><name>Fraktionslos</name></faction><type>author</type></role></roles><shortId>07.3517</shortId><state><id>229</id><name>Erledigt</name><doneKey>0</doneKey><newKey>0</newKey></state><texts><text><type><id>6</id><name>Begründung</name></type><value>&lt;p&gt;Seit über einem halben Jahrhundert setzt die Intensivlandwirtschaft Pestizide in beträchtlichen Mengen ein. Spuren von Pestiziden finden sich überall: selbstverständlich im Wasser, aber auch in der Luft, im Nebel und im Regenwasser.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Pestizide sind auch in unseren Lebensmitteln vorhanden: Mehr als 50 Prozent der von der Intensivlandwirtschaft produzierten Früchte und Gemüse enthalten Pestizide. Schliesslich lagern diese sich in unserem Organismus ab, als Rückstände aus dem Wasser, das wir getrunken, und aus den Lebensmitteln, die wir konsumiert haben. Unsere Organismen beherbergen so Hunderte von toxischen Molekülen, darunter sehr viele Pestizide.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Diese Pestizide sind ein grosses Problem für die Gesundheit der Bevölkerung, und zwar nicht nur für diejenigen Personen, die ihnen bei der Verwendung besonders ausgesetzt sind, sondern auch für die Allgemeinheit. Die Auswirkungen auch kleiner Mengen von Pestiziden, die gemischt und über lange Zeit aufgenommen werden, sind für die Gesundheit eine Gefahr. Die Epidemiologie zeigt, dass Menschen, die Pestiziden ausgesetzt sind, für zahlreiche Krankheiten anfälliger sind: Krebs, angeborene Missbildungen, Fruchtbarkeitsstörungen, neurologische Beeinträchtigungen und geschwächtes Immunsystem treten bei ihnen häufiger auf.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Angesichts dieser dramatischen Situation muss die Schweiz sämtliche Pestizide innert vernünftiger Frist verbieten und damit einen allgemeinen Wandel in der Art der in unserem Land betriebenen Landwirtschaft vollziehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Ratifizierung der Stockholmer POP-Konvention und ihre Umsetzung genügen nicht. Auch die Übernahme der schärfsten Vorschriften aus der REACH-Verordnung der Europäischen Union wird angesichts der Risiken der Pestizide für Mensch und Umwelt nicht ausreichen.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>14</id><name>Antwort BR / Büro</name></type><value>&lt;p&gt;Der Bundesrat ist sich der Probleme bewusst, die sich durch den intensiven Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft für die Gesundheit der Bevölkerung ergeben. Aus diesem Grund hat er am 18. Mai 2005 die Pflanzenschutzmittelverordnung erlassen. Diese Verordnung regelt das Inverkehrbringen und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln mit dem Ziel, sicherzustellen, dass diese Produkte keine unannehmbaren Nebenwirkungen auf die Gesundheit von Menschen und Tieren oder auf die Umwelt haben.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Bestimmungen der schweizerischen Pflanzenschutzmittelverordnung sind in weiten Teilen mit denen der EU-Richtlinie 91/414 über das Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln harmonisiert. Damit ist gewährleistet, dass in der Schweiz ein vergleichbarer Schutz vor Nebenwirkungen und vergleichbare Grenzwerte für Pestizidrückstände in der Umwelt und in Lebensmitteln gelten wie in den Nachbarländern. Die in der Verordnung festgelegten Anforderungen sind weitaus strenger als diejenigen der neuen europäischen Reach-Verordnung über Chemikalien, die die Pestizide ausklammert. Darüber hinaus ist sie eine wichtige Ergänzung zur Ratifizierung des Stockholmer Übereinkommens über persistente organische Schadstoffe (POP-Konvention).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mit Blick auf eine weitere Verbesserung der Wasserqualität zieht der Bundesrat in Betracht, zusätzliche Massnahmen zu prüfen, etwa die Verbreiterung unbehandelter Grünstreifen entlang von Fliessgewässern.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein Totalverbot von Pestiziden in der Schweiz ist nicht realistisch. Nach Auffassung des Bundesrates kann auf eine solche Massnahme verzichtet werden, denn die Pflanzenschutzmittelverordnung soll eine traditionelle Landwirtschaftsproduktion ermöglichen, die die Gesundheit von Lebewesen respektiert und die Umwelt schont. Ausserdem würde sich ein solches Verbot negativ auf die biologische Landwirtschaft auswirken, die ebenfalls zahlreiche Pflanzenschutzmittel verwendet, die zu den am wenigsten toxischen und umweltschädlichsten zählen. Ein Wandel in der landwirtschaftlichen Praxis ist somit ohne Pflanzenschutzmittel gegenwärtig in der Schweiz nicht denkbar.&lt;/p&gt;  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.</value></text><text><type><id>5</id><name>Eingereichter Text</name></type><value>&lt;p&gt;Der Bundesrat wird aufgefordert, mit aller Dringlichkeit einen Aktionsplan auszuarbeiten mit dem Ziel, bis zum Jahr 2015 in der Schweiz sämtliche Pestizide zu verbieten.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>1</id><name>Titel des Geschäftes</name></type><value>Schweiz ohne Pestizide bis ins Jahr 2015</value></text></texts><title>Schweiz ohne Pestizide bis ins Jahr 2015</title></affair>