﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><affair xmlns:i="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance"><id>20073656</id><updated>2023-07-28T11:53:40Z</updated><additionalIndexing>2841;Medizin;Therapeutik;Bluttransfusion;Kosten des Gesundheitswesens;Patient/in</additionalIndexing><affairType><abbreviation>Ip.</abbreviation><id>8</id><name>Interpellation</name></affairType><author><councillor><code>2536</code><gender>m</gender><id>514</id><name>Stahl Jürg</name><officialDenomination>Stahl</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion V</abbreviation><code>V</code><id>4</id><name>Fraktion der Schweizerischen Volkspartei</name></faction><type>author</type></author><deposit><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>2007-10-04T00:00:00Z</date><legislativePeriod>47</legislativePeriod><session>4718</session></deposit><descriptors><descriptor><key>L03K010502</key><name>Medizin</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L04K01050214</key><name>Therapeutik</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L04K01050503</key><name>Bluttransfusion</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L04K01050501</key><name>Kosten des Gesundheitswesens</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L04K01050517</key><name>Patient/in</name><type>1</type></descriptor></descriptors><drafts><draft><consultation><resolutions><resolution><category><id>3</id><name>Normal</name></category><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>2007-12-21T00:00:00Z</date><text>Erledigt</text><type>30</type></resolution></resolutions></consultation><federalCouncilProposal><date>2007-12-07T00:00:00Z</date></federalCouncilProposal><index>0</index><links /><preConsultations /><references /><relatedDepartments><relatedDepartment><abbreviation>EDI</abbreviation><id>4</id><name>Departement des Innern</name><leading>true</leading></relatedDepartment></relatedDepartments><states><state><date>2007-10-04T00:00:00</date><id>24</id><name>Im Rat noch nicht behandelt</name></state><state><date>2007-12-21T00:00:00</date><id>229</id><name>Erledigt</name></state></states><texts /></draft></drafts><language>de</language><priorityCouncils><priorityCouncil><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type><priority>1</priority></priorityCouncil></priorityCouncils><relatedAffairs /><roles><role><councillor><code>2274</code><gender>m</gender><id>28</id><name>Bortoluzzi Toni</name><officialDenomination>Bortoluzzi</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2651</code><gender>m</gender><id>1294</id><name>Füglistaller Lieni</name><officialDenomination>Füglistaller</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2536</code><gender>m</gender><id>514</id><name>Stahl Jürg</name><officialDenomination>Stahl</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion V</abbreviation><code>V</code><id>4</id><name>Fraktion der Schweizerischen Volkspartei</name></faction><type>author</type></role></roles><shortId>07.3656</shortId><state><id>229</id><name>Erledigt</name><doneKey>0</doneKey><newKey>0</newKey></state><texts><text><type><id>6</id><name>Begründung</name></type><value>&lt;p&gt;Rund 3000 Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz müssen sich in der Schweiz einer regelmässigen Dialyse ("Blutwäsche") unterziehen. Gemäss dem Jahresbericht des Schweizer Verbandes für Gemeinschaftsaufgaben der Krankenversicherer (SVK) hat die Anzahl Dialysepatienten seit 2002 im Durchschnitt um 4 Prozent jährlich zugenommen. Bei vergleichbaren zukünftigen Wachstumsraten ist bis 2015 mit rund 4500 Dialysepatienten zu rechnen. Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz müssen sich lebenslänglich oder bis zur Nierentransplantation einer regelmässigen Dialyse unterziehen. Diese kann entweder extern im Dialysezentrum stattfinden oder zu Hause, mit einer sogenannten Heimdialyse, die therapeutisch qualitativ mit der Behandlung im Zentrum gleichwertig ist. Die Behandlung im Zentrum an drei Wochentagen erfordert einen Zeitaufwand von jeweils vier Stunden. Das bedeutet, dass Patienten in ihrem Alltag stark eingeschränkt sind, für erwerbsfähige Patienten die Invalidität. Die Heimdialyse dagegen kann z. B. auch nachts erfolgen. Der Patient hat also die Möglichkeit, einem Erwerb nachzugehen und über seine übrige Zeit frei zu verfügen. Die durchschnittlichen jährlichen Kosten eines Zentrumsdialysepatienten betragen rund 80 000 Franken, diejenigen für einen Heimdialysepatienten rund 65 000 Franken. Gemäss SVK wurden im Jahr 2006 insgesamt 210 Millionen Franken für die Dialyse aufgewendet, fast doppelt so viel wie 1996 (120 Millionen Franken). Aufgrund des derzeitigen Wachstumstrends muss davon ausgegangen werden, dass bis zum Jahr 2015 die Kosten auf über 350 Millionen Franken steigen werden. Diese Ausgaben werden auch in den Folgejahren kontinuierlich ansteigen. Wie ich feststellte, ist im internationalen Vergleich der Anteil der Heimdialysepatienten in der Schweiz mit rund 10 Prozent ausgesprochen gering. Dieser Anteil ging seit 1995 von 18 Prozent sukzessive zurück. In Holland beträgt er rund 27 Prozent, in Dänemark 24 Prozent, in Schweden 22 Prozent, in Finnland und Grossbritannien 21 Prozent und in Norwegen 20 Prozent. Würde der Anteil der Heimdialysepatienten in der Schweiz auf ein vergleichbares Niveau erhöht, könnte jährlich ein zweistelliger Millionenbetrag eingespart werden, ohne dass die Qualität der Versorgung der Patienten beeinträchtigt würde.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>14</id><name>Antwort BR / Büro</name></type><value>&lt;p&gt;Die Dialyse bei chronischer Niereninsuffizienz ist eine jener medizinischen Leistungen, für deren Vergütung der Schweizerische Verband für Gemeinschaftsaufgaben der Krankenversicherer (SVK) besondere Verträge mit Leistungsanbietern abgeschlossen hat. Obschon im Falle der Heimdialyse zusätzlich eine intensive (und kostspielige) Schulung der Patientinnen und Patienten erforderlich ist, ist die Heimdialyse deutlich kostengünstiger als die Dialyse im Zentrum. Der Dialysetarifvertrag sieht deshalb vor, dass im Einzelfall die Kostengutsprache für Dialysen im Zentrum nur dann erteilt wird, wenn eine Heimdialyse nicht möglich ist. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Heimdialyse hat unbestrittene Vorteile für die Patientinnen und Patienten gegenüber der Dialyse im Spitalzentrum. Die Gründe für die im internationalen Vergleich offenbar geringe Verbreitung der Heimdialyse in der Schweiz sind bisher nie untersucht worden. Möglicherweise spielen Faktoren wie die Hoffnung auf eine baldige Nierentransplantation und vergleichsweise geringe gesundheitliche Selbstkompetenzen aufseiten der Patientinnen und Patienten oder eine defensive Grundhaltung der Zentren, welche die niereninsuffizienten Patientinnen und Patienten betreuen, eine Rolle. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Für den Bund besteht zurzeit kein Handlungsbedarf, da die Versicherer und Anbieter bereits Verträge abgeschlossen haben, die der Verbreitung der Heimdialyse förderlich sind und eine Überprüfung der Angemessenheit der kostspieligeren Zentrumsdialyse im Einzelfall zwingend vorsehen. Es ist nun an den Versicherern und an den Kantonen als Träger der Dialysezentren, die Gründe für die im internationalen Vergleich geringe Verbreitung der Heimdialyse zu analysieren und allenfalls weitere Massnahmen zu deren Förderung zu ergreifen.&lt;/p&gt;  Antwort des Bundesrates.</value></text><text><type><id>5</id><name>Eingereichter Text</name></type><value>&lt;p&gt;Welche Möglichkeiten sieht der Bundesrat, in der Schweiz die kostengünstigere und qualitativ gleichwertige Heimdialyse zu fördern und damit die obligatorische Krankenversicherung zu entlasten?&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>1</id><name>Titel des Geschäftes</name></type><value>Förderung der Heimdialyse</value></text></texts><title>Förderung der Heimdialyse</title></affair>