﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><affair xmlns:i="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance"><id>20073754</id><updated>2023-07-27T21:04:52Z</updated><additionalIndexing>52;biologische Vielfalt;Fischereiressourcen;Jagdvorschrift;Schutz der Tierwelt</additionalIndexing><affairType><abbreviation>Po.</abbreviation><id>6</id><name>Postulat</name></affairType><author><councillor><code>2473</code><gender>m</gender><id>449</id><name>Aeschbacher Ruedi</name><officialDenomination>Aeschbacher Ruedi</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion E</abbreviation><code>E</code><id>102</id><name>EVP/EDU Fraktion</name></faction><type>author</type></author><deposit><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>2007-10-05T00:00:00Z</date><legislativePeriod>47</legislativePeriod><session>4718</session></deposit><descriptors><descriptor><key>L04K06010408</key><name>Schutz der Tierwelt</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L05K0601040801</key><name>Jagdvorschrift</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L04K06030306</key><name>biologische Vielfalt</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L04K14010601</key><name>Fischereiressourcen</name><type>2</type></descriptor></descriptors><drafts><draft><consultation><resolutions><resolution><category><id>1</id><name>Bekämpft</name></category><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>2007-12-21T00:00:00Z</date><text>Bekämpft. Diskussion verschoben</text><type>27</type></resolution><resolution><category><id>5</id><name>Adm</name></category><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>2008-01-26T00:00:00Z</date><text>Zurückgezogen</text><type>17</type></resolution></resolutions></consultation><federalCouncilProposal><code>+</code><date>2007-12-07T00:00:00Z</date><text>Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.</text></federalCouncilProposal><index>0</index><links /><preConsultations /><references /><relatedDepartments><relatedDepartment><abbreviation>UVEK</abbreviation><id>9</id><name>Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation</name><leading>true</leading></relatedDepartment></relatedDepartments><states><state><date>2007-10-05T00:00:00</date><id>24</id><name>Im Rat noch nicht behandelt</name></state><state><date>2008-01-26T00:00:00</date><id>229</id><name>Erledigt</name></state></states><texts /></draft></drafts><language>de</language><priorityCouncils><priorityCouncil><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type><priority>1</priority></priorityCouncil></priorityCouncils><relatedAffairs /><roles><role><councillor><code>2569</code><gender>f</gender><id>806</id><name>Graf Maya</name><officialDenomination>Graf Maya</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2564</code><gender>m</gender><id>797</id><name>Donzé Walter</name><officialDenomination>Donzé</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2563</code><gender>f</gender><id>551</id><name>Marty Kälin Barbara</name><officialDenomination>Marty Kälin</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2655</code><gender>m</gender><id>1321</id><name>Bernhardsgrütter Urs</name><officialDenomination>Bernhardsgrütter</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2537</code><gender>m</gender><id>515</id><name>Studer Heiner</name><officialDenomination>Studer Heiner</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2627</code><gender>m</gender><id>1119</id><name>Rime Jean-François</name><officialDenomination>Rime</officialDenomination></councillor><type>controvert</type></role><role><councillor><code>2473</code><gender>m</gender><id>449</id><name>Aeschbacher Ruedi</name><officialDenomination>Aeschbacher Ruedi</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion E</abbreviation><code>E</code><id>102</id><name>EVP/EDU Fraktion</name></faction><type>author</type></role></roles><shortId>07.3754</shortId><state><id>229</id><name>Erledigt</name><doneKey>0</doneKey><newKey>0</newKey></state><texts><text><type><id>6</id><name>Begründung</name></type><value>&lt;p&gt;Von den hauptsächlich als Fischfresser bekannten Vogelarten sind zwei geschützt (Gänsesäger und Graureiher) und einer jagdbar (Kormoran). Sie werden fälschlicherweise immer wieder als Hauptursache des Rückganges der Fischbestände erwähnt. Tatsache ist, dass die Fischbestände hauptsächlich durch die Zerstörung ihres Lebensraumes bedroht sind (unterbrochene Wanderrouten, Verbauungen, zu geringes Restwasser, Schwall-Sunk-Problem und Verschlammung des Kieses bei gestörter Flussdynamik). Zu den zusätzlichen Faktoren gehören neben weiteren eine verschlechterte Wasserqualität (Hormonrückstände) und eine zu starke Erwärmung des Wassers (Klimawandel). Zudem dürften auch die Entnahme von Fischen durch Angler, Berufsfischer, fischfressende Fische und fischfressende Vogelarten sowie Krankheiten einen Einfluss haben. Auch der Besatz beeinflusst die Fischbestände.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Obwohl die fischfressenden Vögel nur ein Faktor unter vielen sind, die auf die Fischbestände wirken, sind sie zunehmend ungerechtfertigten Massnahmen ausgesetzt, wie die Abschussbewilligung von 140 der geschützten Graureiher pro Jahr im Kanton Freiburg zeigt (2007).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die in der Schweiz brütenden Gänsesäger gehören der genetisch besonderen Alpenpopulation an, die nur gerade 1000 bis 1400 Paare umfasst, davon etwa 500 bis 700 in der Schweiz. Unser Land trägt damit eine internationale Verantwortung. Zudem steht der Gänsesäger auf der roten Liste. Der Winterbestand beträgt rund 5000 Individuen, neben unseren Brutvögeln auch Tiere aus dem Norden. Der Brutbestand des Graureihers ist seit Jahren konstant bei rund 1300 Paaren. Der Kormoran hat sich natürlicherweise in der Schweiz als Brutvogel angesiedelt, sein Winterbestand ist seit einem Dutzend Jahren bei rund 5000 Individuen konstant.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zum Schutz der beiden geschützten Arten Gänsesäger und Graureiher vor ungerechtfertigten Massnahmen ist eine restriktive Definition der Eingriffsgründe nötig. Beim jagdbaren Kormoran besteht seit 2005 ein Massnahmenplan, der von den Behörden, von Bund und Kantonen, sowie vom Fischereiverband und dem Vogelschutz gemeinsam vereinbart wurde. Bei allfälligen Schäden des Kormorans an Netzen von Berufsfischern konnte keine konkrete Empfehlung abgegeben werden, da die gesetzlichen Grundlagen in diesem Fall keine Wildschadenvergütung vorsehen. Ich bitte deshalb den Bundesrat auch um Vorschläge, wie diese Lücke geschlossen werden kann. Für alle jagdbaren und geschützten Arten kann jedenfalls eine starre Begrenzung der Bestände nicht infrage kommen; eine solche gibt es nicht einmal bei Reh oder Hirsch. Vielmehr ist dann einzugreifen, wenn lokal konkrete Schäden auftreten.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>14</id><name>Antwort BR / Büro</name></type><value>&lt;p&gt;In den letzten Jahren haben die Fischbestände in den Schweizer Fliessgewässern stark abgenommen. Verschiedene Gründe sind für diese Entwicklung verantwortlich. Eine der Hauptursachen ist der unbefriedigende Zustand vieler Fliessgewässer, die den Fischen keinen passenden Lebensraum mehr bieten. Die Aufwertung monotoner Fliessgewässer durch gezielte Revitalisierungen ist deshalb für den Schutz bedrohter Fischbestände von zentraler Bedeutung. Entsprechende Massnahmen zeitigen aber erst längerfristig Wirkung.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Kurzfristig lässt sich die Situation zumindest punktuell dadurch verbessern, dass auf die fischfressenden Vögel Einfluss genommen wird. Der Bundesrat will deshalb bei der laufenden Teilrevision des Bundesgesetzes über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel (JSG) dieses Anliegen der Fischer aufnehmen. Die Gesetzesänderung soll es den Kantonen erlauben, bei Fliessgewässern Eingriffe in lokale Bestände gewisser geschützter Vogelarten (Gänsesäger, Graureiher) vorzunehmen, ohne dabei die Populationen in der Schweiz insgesamt zu schwächen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Lockerung des Schutzstatus für gewisse geschützte Vogelarten steht die Absicht gegenüber, im Rahmen der Teilrevision des JSG die Akzeptanz für fischfressende Vogelarten bei den Fischern zu verbessern. Zu diesem Zweck soll die gesetzliche Basis geschaffen werden, damit die Kantone angemessene Entschädigungen leisten können, um die durch Kormorane angerichteten Schäden an Fanggeräten der Berufsfischerei auf Seen abzugelten.&lt;/p&gt;  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.</value></text><text><type><id>5</id><name>Eingereichter Text</name></type><value>&lt;p&gt;Der Bundesrat wird beauftragt, im Rahmen der vorgesehenen Revision des Jagdgesetzes dem Schutz der fischfressenden Vogelarten höhere Aufmerksamkeit zu schenken.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>1</id><name>Titel des Geschäftes</name></type><value>Schutz der fischfressenden Vogelarten</value></text></texts><title>Schutz der fischfressenden Vogelarten</title></affair>