﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><affair xmlns:i="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance"><id>20073892</id><updated>2023-07-28T08:10:39Z</updated><additionalIndexing>09;Kontrolle;Munition;ausserdienstliche Schiesspflicht;Diebstahl;Armeeangehöriger</additionalIndexing><affairType><abbreviation>Mo.</abbreviation><id>5</id><name>Motion</name></affairType><author><councillor><code>2583</code><gender>f</gender><id>1131</id><name>Allemann Evi</name><officialDenomination>Allemann</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion S</abbreviation><code>S</code><id>2</id><name>Sozialdemokratische 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behandelt</name></state><state><date>2009-03-16T00:00:00</date><id>229</id><name>Erledigt</name></state></states><texts /></draft></drafts><language>de</language><priorityCouncils><priorityCouncil><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type><priority>1</priority></priorityCouncil></priorityCouncils><relatedAffairs /><roles><role><councillor><code>2647</code><gender>m</gender><id>1267</id><name>Stöckli Hans</name><officialDenomination>Stöckli</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2500</code><gender>m</gender><id>476</id><name>Hofmann Urs</name><officialDenomination>Hofmann Urs</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2421</code><gender>f</gender><id>358</id><name>Stump Doris</name><officialDenomination>Stump</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2489</code><gender>m</gender><id>465</id><name>Fehr 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Rudolf</name><officialDenomination>Rechsteiner-Basel</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2583</code><gender>f</gender><id>1131</id><name>Allemann Evi</name><officialDenomination>Allemann</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion S</abbreviation><code>S</code><id>2</id><name>Sozialdemokratische Fraktion</name></faction><type>author</type></role></roles><shortId>07.3892</shortId><state><id>229</id><name>Erledigt</name><doneKey>0</doneKey><newKey>0</newKey></state><texts><text><type><id>6</id><name>Begründung</name></type><value>&lt;p&gt;Laut Medienberichten ist es ein Kinderspiel, im Militärdienst oder ausserdienstlich Armeemunition zu entwenden. Es kommt kaum vor, dass solche Fälle entdeckt und disziplinarische oder strafrechtliche Massnahmen eingeleitet werden. Artikel 26 Absatz 2 der Schiessverordnung sieht vor, dass Schützinnen und Schützen nichtverschossene Probeschüsse dem Schiessverein zurückzugeben haben. Es fehlt aber jegliche Bestimmung über die Frage, welche Kontrollen der Schiessverein durchführen muss, damit dieser Vorschrift nachgelebt wird, und welche Sanktionen drohen, falls der Schiessverein seine Sorgfalt verletzt. Der Bundesrat wird eingeladen, diese rechtliche Lücke zu schliessen und dafür zu sorgen, dass systematische Kontrollen erfolgen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Munitionsbefehl vom 1. März 2007 enthält zwar in Punkt 5 Vorschriften über Kontrollen, welche die Vorgesetzten bzw. die zuständigen Schiessoffiziere und Schützenmeister durchzuführen haben. Tragische Ereignisse legen aber nahe, dass diese Kontrollen nicht so umgesetzt werden, dass sie die Entwendung von Munition wirksam verhindern. Der Bundesrat wird eingeladen, weiter gehende Massnahmen wie den Einsatz von Metalldetektoren, die Androhung disziplinarischer Massnahmen gegen fahrlässig handelnde Vorgesetzte und verschärfte Kontrollen anlässlich der Rückkehr von Angehörigen der Armee ins zivile Leben zu ergreifen.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>14</id><name>Antwort BR / Büro</name></type><value>&lt;p&gt;Angesichts der tragischen Vorfälle der jüngsten Zeit, in denen entgegen den Vorschriften Munition der Armee verwendet wurde, kann der Bundesrat das Anliegen der Motionärin grundsätzlich nachvollziehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die rechtlichen Grundlagen bzw. die Allgemeinen Sicherheitsvorschriften für Einsatzübungen und Gefechtschiessen (Regl 51.030, Auszug) sehen u. a. bereits heute vor, dass die Munition kontrolliert abgegeben und nach der Übung kontrolliert zurückgefasst wird. Aufgrund der Detonationskontrollen für Handgranaten, Irritationskörper und übrige Sprengmunition ist ausserdem die Anzahl der als verschossen gemeldeten Munition zu überprüfen. Zudem können so eventuelle Blindgänger erfasst werden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Schiesswesen ausser Dienst darf nur so viel Gratismunition und Kaufmunition an Schützinnen und Schützen abgegeben werden, als für die betreffende Schiessübung erforderlich ist. Die Vereine sind verpflichtet, zu viel bezogene Patronen zurückzunehmen (Art. 53 Schiessverordnung-VBS vom 11. Dezember 2003, SR 512.311).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Schliesslich wird in Ziffer 5.2 des Munitionsbefehls vom 1. März 2007 ausdrücklich festgehalten, dass vor jedem Verlassen des Übungs- oder Schiessplatzes bzw. Schiessstandes die nichtverschossene Munition einzuziehen ist. Dieser Befehl des Chefs der Armee gilt für die Armeeangehörigen im Ausbildungsdienst und für alle Übungsteilnehmer, die im Rahmen des Schiesswesens ausser Dienst Ordonnanzmunition erhalten bzw. verschiessen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Vorschriften hinsichtlich Entwendung und Kontrolle von Munition bestehen somit, und sie genügen durchaus. Dem Bundesrat erscheint es deshalb nicht zielführend, neue Vorschriften, Weisungen oder zusätzliche Auflagen zu erlassen. Es geht vielmehr darum, die bestehenden Vorschriften strikte um- und durchzusetzen. Für Bundesrat und VBS ist deshalb eines der prioritären Anliegen, der Durchsetzung bestehender Vorschriften verstärkt Nachdruck zu verleihen. In diesem Sinne ist das VBS bereit, weitere Massnahmen zu prüfen, um die Kommandanten und Schiessoffiziere verstärkt zu sensibilisieren. Der Bundesrat ist sich aber auch bewusst, dass die Verletzung von Vorschriften - das gilt in der zivilen wie in der militärischen Gemeinschaft - nie vollständig verhindert werden kann.&lt;/p&gt;  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.</value></text><text><type><id>5</id><name>Eingereichter Text</name></type><value>&lt;p&gt;Der Bundesrat wird beauftragt, mit wirksamen Massnahmen sicherzustellen, dass Angehörige der Armee weder im Dienst noch ausserdienstlich Munition entwenden können.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>1</id><name>Titel des Geschäftes</name></type><value>Wirksame Schranken gegen die Entwendung von Munition</value></text></texts><title>Wirksame Schranken gegen die Entwendung von Munition</title></affair>