{"id":20080408,"updated":"2024-04-10T18:42:04Z","additionalIndexing":"66;elektrischer Leuchtkörper;Umweltzeichen;Frist;Energieeinsparung;Verkaufsverweigerung","affairType":{"abbreviation":"Pa. 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der Schweiz wächst Jahr für Jahr. Bevor wir dieses Wachstum durch den Bau von neuen Kraftwerken ausgleichen oder uns um zusätzliche Importe bemühen, sollten wir in unserem eigenen Interesse Massnahmen ergreifen, die unmittelbar den Verbrauch beeinflussen und dem Wachstum entgegensteuern. Die Massnahmen, die der Bundesrat am 21. Februar 2008 für das Jahr 2015 vorgeschlagen hat, gehen in diese Richtung. Es verstreicht bis dahin aber zu viel Zeit.<\/p><p>Rund 14 Prozent des schweizerischen Stromverbrauchs entfallen auf die Beleuchtung. Haushalte verbrauchen für die Beleuchtung zwischen 10 und 15 Prozent, und bei Bürokomplexen kann sie bis zu 40 Prozent der gesamten Stromrechnung ausmachen. Mit herkömmlichen Glühbirnen werden nur 5 Prozent der verbrauchten Energie in Licht verwandelt, die restlichen 95 Prozent verpuffen als Wärme. Stromsparlampen verwandeln 35 Prozent der Energie in Licht. Würden alle Glühbirnen durch Stromsparlampen ersetzt, dann könnte der Anteil für die Beleuchtung im schweizerischen Verbrauch maximal von 14 Prozent auf etwa 3 Prozent gesenkt werden. Die tatsächliche Einsparung dürfte etwas darunter liegen, weil die Beleuchtung zum Teil schon heute mit Sparlampen funktioniert. Dennoch kann der Anteil für die Beleuchtung um 5 bis 10 Prozent gesenkt werden, was immer noch der Produktion eines Kernkraftwerks entspricht.<\/p><p>Indem wir den Verkauf von Glühbirnen reduzieren, wo immer dies technisch möglich ist, machen wir nicht nur einen ersten Schritt Richtung optimale Elektroinstallationen, sondern setzen auch gegenüber der Bevölkerung ein Zeichen mit starker Symbolkraft: Wenn alle ihre Glühbirnen auswechseln, wird klar, dass die Schweiz in Umweltfragen eine Vorreiterrolle einnehmen will. Zum Vergleich: Australien und Kalifornien führen 2010 ein Glühbirnenverbot ein, England 2012.<\/p><p>Diese Initiative verlangt, dass ab 2010 nur noch Lampen der Klasse A verkauft werden dürfen. Gegenwärtig gibt es drei Hersteller, die in der Schweiz solche Lampen verkaufen. Der Markt ist also schon vorhanden, und da die Konkurrenz funktioniert, gibt es auch keinen Grund, bis 2015 zu warten. Ein modernes Unternehmen sieht immer nur Vorräte für drei Monate vor, um das Anlagevermögen möglichst klein zu halten. Eine einjährige Frist zwischen der Verabschiedung des Erlasses bis zu seinem Inkrafttreten ist also mehr als genug. Diese Massnahme kann in der Schweiz sofort ergriffen werden, und ihre Wirkung wird sich unmittelbar darauf entfalten.<\/p><p>Im Gegensatz zu herkömmlichen Glühbirnen, die einen ohmschen Widerstand aufweisen, erzeugen Stromsparlampen einen induktiven Widerstand. Wegen dieser Änderung muss der Bundesrat prüfen, welche Anpassungen im Stromnetz bis zur allgemeinen Einführung der Stromsparlampen ab 2010 vorgenommen werden müssen.<\/p>"},{"type":{"id":5,"name":"Eingereichter Text"},"value":"<p>Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung und auf Artikel 107 des Parlamentsgesetzes reiche ich folgende parlamentarische Initiative ein:<\/p><p>Es muss ein Erlass ausgearbeitet werden, der vorschreibt, dass anstelle von Glühlampen nur noch Stromsparlampen verkauft werden dürfen. Er soll ein Jahr nach seiner Verabschiedung in Kraft treten.<\/p>"},{"type":{"id":1,"name":"Titel des Geschäftes"},"value":"Glühlampen durch Stromsparlampen ersetzen"}],"title":"Glühlampen durch Stromsparlampen ersetzen"}