{"id":20080451,"updated":"2025-11-14T08:56:12Z","additionalIndexing":"52;Getränkeverpackung;Trinkwasser;Kunststoff;Energieeinsparung","affairType":{"abbreviation":"Pa. 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Trotzdem kaufen viele Konsumentinnen und Konsumenten ihr Trinkwasser in Getränkeflaschen, die aus Polyethylenterephthalat (PET), einem aus Rohöl gewonnenen Kunststoff, hergestellt werden. Nicht einmal 10 Prozent des Wassers im öffentlichen Versorgungssystem wird für den Ernährungsbedarf verwendet. Einige Konsumentinnen und Konsumenten halten das Leitungswasser für nicht trinkbar; so wird dieses vorwiegend für andere Zwecke verwendet.<\/p><p>Für den Konsum von Tafelwasser aus Getränkeflaschen werden in der Schweiz pro Jahr ungefähr eine Milliarde Flaschen - vorwiegend PET-Flaschen - hergestellt, abgefüllt, transportiert und entsorgt. Innerhalb von zwanzig Jahren hat sich diese Zahl verdoppelt. Für die Herstellung dieser Flaschen wird durchschnittlich ein halber Liter Erdöl pro Flasche beansprucht, was zu einem Jahresverbrauch von 500 000 Tonnen Erdöl führt. Damit könnten 500 000 Wohnungen mit je einer Fläche von 100 Quadratmetern beheizt werden. Schliesst man in dieser Rechnung die Energie mit ein, die für den Transport aufgewendet werden muss, so kommt man im schlimmsten Fall auf 3 Liter Erdöl für die Bereitstellung von 1 Liter Wasser. 78 Prozent der PET-Getränkeflaschen werden wiederverwertet, die restlichen 200 Millionen Flaschen werden jedoch verbrannt oder weggeworfen, was sich negativ auf die Umwelt auswirkt. Der Import von Wasser in Flaschen macht einen Drittel des Marktes aus. Der Verkaufspreis variiert zwischen 20 Rappen (Coop) und 132 Franken (Bling H2O, USA) pro Liter Wasser. Die Schweiz importiert ihr Wasser von weit her, z. B. aus Australien, Argentinien und von den Fidschiinseln, was mit grossen Ausgaben für Energie verbunden ist. Würde jedoch nur noch der Verkauf von Mehrwegglasflaschen zugelassen, so wäre, nachdem die PET-Flaschen vom Markt verschwunden sind, der restliche Markt den in der Schweiz etablierten Firmen vorbehalten.<\/p><p>Der durchschnittliche Preis für Leitungswasser beträgt in der Schweiz 1,6 Franken pro 1000 Liter, d. h. 0,0016 Franken, also weniger als 1 Rappen, pro Liter. Das Wasser in der Flasche ist also schätzungsweise mindestens 300-mal teurer als dasjenige der öffentlichen Wasserversorgung. Der Energieverbrauch ist sogar 1000-mal höher. Um einen derartigen Unterschied von Preis und Energieverbrauch zwischen zwei vergleichbaren Produkten rechtfertigen zu können, müsste entweder das Wasser in Flaschen besondere Eigenschaften haben oder das Leitungswasser eine schlechtere Qualität aufweisen. <\/p><p>In der Lebensmittelgesetzgebung sind die hohen Anforderungen an die Qualität des Trinkwassers sehr genau festgelegt. Diese Bestimmungen sind zwingend für die Wasserversorger. Ein Wasserversorger muss beweisen können, dass das Wasser frei von jeglichen Krankheitserregern ist und allfällige Rückstände chemischer Substanzen keinerlei Gefahr für die Gesundheit darstellen. Trinkwasser von guter Qualität zeichnet sich durch Geruchlosigkeit, Farblosigkeit und durch Geschmacksneutralität aus. Zusätzlich wird durch die Zertifikate für Armaturen- und Rohrleitungen des Schweizerischen Vereins des Gas- und Wasserfaches sichergestellt, dass keine gesundheitsgefährdenden Stoffe ins Trinkwasser gelangen. Auch der Nitratgehalt ist äusserst gering und liegt deutlich unter den vorgegebenen Toleranzwerten.<\/p>"},{"type":{"id":5,"name":"Eingereichter Text"},"value":"<p>Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung und Artikel 107 des Parlamentsgesetzes reiche ich folgende parlamentarische Initiative ein:<\/p><p>Im Rahmen der Energiesparmassnahmen sollen gesetzliche Bestimmungen geschaffen werden, welche die Produktion, die Einfuhr und Ausfuhr sowie die Verteilung und den Verkauf von Trinkwasser in PET-Flaschen verbieten. Der Verkauf von Mineralwasser in Mehrwegglasflaschen ist von dieser Initiative nicht betroffen. Eine Übergangsfrist soll einerseits den Getränkeabfüllbetrieben die Möglichkeit geben, die Produktion umzustellen, und andererseits den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ermöglichen, sich in die neuen Arbeitsprozesse einzugliedern. Der Bund soll das Inkrafttreten dieser Gesetzgebung mit einer Informationskampagne zur Qualität von Leitungswasser vorbereiten.<\/p>"},{"type":{"id":1,"name":"Titel des Geschäftes"},"value":"Energie sparen beim Trinkwasser"}],"title":"Energie sparen beim Trinkwasser"}