﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><affair xmlns:i="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance"><id>20083170</id><updated>2023-07-28T12:32:02Z</updated><additionalIndexing>32;Forschungsbericht;Mittelschule;schulisches Arbeiten;Informationssystem;Maturität;Dokumentationssystem</additionalIndexing><affairType><abbreviation>Mo.</abbreviation><id>5</id><name>Motion</name></affairType><author><councillor><code>2704</code><gender>m</gender><id>3901</id><name>Reimann Lukas</name><officialDenomination>Reimann Lukas</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion V</abbreviation><code>V</code><id>4</id><name>Fraktion der Schweizerischen Volkspartei</name></faction><type>author</type></author><deposit><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>2008-03-20T00:00:00Z</date><legislativePeriod>48</legislativePeriod><session>4802</session></deposit><descriptors><descriptor><key>L05K1301010101</key><name>Maturität</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L04K13020502</key><name>Mittelschule</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L03K130101</key><name>schulisches Arbeiten</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L04K12010106</key><name>Informationssystem</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L03K120401</key><name>Dokumentationssystem</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L04K02020602</key><name>Forschungsbericht</name><type>2</type></descriptor></descriptors><drafts><draft><consultation><resolutions><resolution><category><id>5</id><name>Adm</name></category><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>2010-03-19T00:00:00Z</date><text>Abgeschrieben, weil nicht innert zwei Jahren abschliessend im Rat behandelt</text><type>32</type></resolution></resolutions></consultation><federalCouncilProposal><code>-</code><date>2008-05-21T00:00:00Z</date><text>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.</text></federalCouncilProposal><index>0</index><links /><preConsultations /><references /><relatedDepartments><relatedDepartment><abbreviation>EDI</abbreviation><id>4</id><name>Departement des Innern</name><leading>true</leading></relatedDepartment></relatedDepartments><states><state><date>2008-03-20T00:00:00</date><id>24</id><name>Im Rat noch nicht behandelt</name></state><state><date>2010-03-19T00:00:00</date><id>229</id><name>Erledigt</name></state></states><texts /></draft></drafts><language>de</language><priorityCouncils><priorityCouncil><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type><priority>1</priority></priorityCouncil></priorityCouncils><relatedAffairs /><roles><role><councillor><code>2704</code><gender>m</gender><id>3901</id><name>Reimann Lukas</name><officialDenomination>Reimann Lukas</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion V</abbreviation><code>V</code><id>4</id><name>Fraktion der Schweizerischen Volkspartei</name></faction><type>author</type></role></roles><shortId>08.3170</shortId><state><id>229</id><name>Erledigt</name><doneKey>0</doneKey><newKey>0</newKey></state><texts><text><type><id>6</id><name>Begründung</name></type><value>&lt;p&gt;In Vollzug von Artikel 10 der Maturitäts-Anerkennungsverordnung (MAV) werden jährlich 17 000 Maturaarbeiten erstellt. Sie stellen ein riesiges, wenig ausgeschöpftes Wissenspotenzial dar. Oft werden spezialisierte Fragestellungen bearbeitet. Viele Arbeiten haben einen lokalen Bezug mit Themen, welche im Mainstream der professionell betriebenen Forschung wenig gepflegt werden, aber von grossem Interesse sind. Zudem gibt es Arbeiten, die durchaus auch zur professionellen Hochschul-Forschung beitragen können.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Voraussetzung für eine effiziente Nutzung dieser Arbeiten ist deren öffentliche Zugänglichkeit, verbunden mit einer benutzerfreundlichen Suchmöglichkeit. Einzelne Kantonsschulen stellen Maturaarbeiten bereits heute ins Internet. Wünschenswert wäre aber eine lückenlose Erfassung und Erschliessung. Maturanden böte dies einen stets wachsenden Fundus an nützlichen Anregungen, der über die heute übliche Begrenzung auf die eigene Schule weit hinausreichte. Maturaarbeiten sind bereits heute auch Objekt der pädagogisch-didaktischen Forschung. Diese würde mit der vorgeschlagenen Datenbank verbessert, indem Querschnittsstudien über Zehntausende von Arbeiten möglich würden. Ausserdem würde es eine solche Datenbank erleichtern, Plagiate aufzuspüren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Verglichen mit dem Wert der Hunderttausende von Arbeitsstunden, die von Maturanden sowie Lehrkräften und beigezogenen Gewährspersonen alljährlich investiert werden, wären die Kosten für Aufbau und Betrieb der Datenbank gering. Synergien mit Bibliotheken könnten genutzt werden. Im Rahmen des Netzwerks "Nebis" sind Kataloge von gegen hundert Hochschul- und Forschungsbibliotheken vernetzt. Schweizer Universitätsbibliotheken sind international führend in der Bereitstellung von sogenannten Open Repositories (Dokumentenserver, in denen wissenschaftliche Artikel im Rahmen der sogenannten Open-Access-Bewegung kostenlos ins Internet gestellt werden). Die ETH Zürich hat z. B. sämtliche zwischen 1909 und 1950 sowie ab 1999 erstellten Dissertationen ins Netz gestellt und wird die bestehende Lücke schliessen. Das Know-how und die technischen Mittel für ein Repository der Maturaarbeiten wären somit vorhanden und leicht zu nutzen.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>14</id><name>Antwort BR / Büro</name></type><value>&lt;p&gt;Beim Erarbeiten eines Schwerpunktthemas versuchen die Mittelschülerinnen und Mittelschüler zum ersten Mal, ein Thema im Rahmen einer grösseren Arbeit zu definieren, Fragestellungen zu erarbeiten, sinnvoll zu gliedern und schlussendlich sorgfältig auszuarbeiten. Dieser erste Zugang ist im Hinblick auf die angestrebte Hochschulreife ein sehr wichtiges Lernfeld. Eine Maturitätsarbeit entspricht aber nicht einer wissenschaftlichen Forschungsarbeit.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Bundesrat ist daher der Ansicht, dass der grösste Nutzen einer schweizweiten Datenbank der Maturaarbeiten darin bestände, dass Plagiate rasch erkannt werden könnten. Unter dem wissenschaftlichen Aspekt aber ist der Nutzen eher bescheiden. Der Aufwand für die Registrierung der Maturaarbeiten und die sachgerechte Betreuung einer entsprechenden Datenbank darf nicht unterschätzt werden. Die geforderte Datenbank müsste mit den Kantonen zusammen (EDK) aufgebaut und betreut werden, da in erster Linie kantonale Maturitätsschulen betroffen sind.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aufgrund der heutigen Rechtslage hat der Bund keine Möglichkeit, sich an Kosten (Schätzung: einmalige Kosten - Einrichtung: etwa 60 000 Franken, jährlich wiederkehrende Kosten: etwa 150 000 Franken) für die gewünschte Datenbank zu beteiligen. Allenfalls könnte das Anliegen des Motionärs als Anregung an die EDK weitergeleitet werden.&lt;/p&gt;  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.</value></text><text><type><id>5</id><name>Eingereichter Text</name></type><value>&lt;p&gt;Der Bundesrat wird beauftragt, Maturaarbeiten schweizweit in einer Datenbank zu erfassen und in benutzerfreundlicher Form (im Internet mit Suchfunktionen) der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>1</id><name>Titel des Geschäftes</name></type><value>Maturaarbeiten. Potenzial nutzen</value></text></texts><title>Maturaarbeiten. Potenzial nutzen</title></affair>