{"id":20083189,"updated":"2023-07-27T20:23:42Z","additionalIndexing":"28;junger Mensch;soziale Integration;frühe Kindheit;elterliche Sorge;Gewalt;Erziehung;Beratung","affairType":{"abbreviation":"Mo.","id":5,"name":"Motion"},"author":{"councillor":{"code":2597,"gender":"f","id":1125,"name":"Galladé Chantal","officialDenomination":"Galladé"},"faction":{"abbreviation":"Fraktion S","code":"S","id":2,"name":"Sozialdemokratische Fraktion"},"type":"author"},"deposit":{"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2008-03-20T00:00:00Z","legislativePeriod":48,"session":"4802"},"descriptors":[{"key":"L04K01010207","name":"Gewalt","type":1},{"key":"L05K0107010204","name":"junger Mensch","type":1},{"key":"L04K01030302","name":"Erziehung","type":1},{"key":"L06K070106020203","name":"Beratung","type":1},{"key":"L04K01040209","name":"soziale Integration","type":1},{"key":"L05K0107010203","name":"frühe Kindheit","type":2},{"key":"L04K01030104","name":"elterliche Sorge","type":2}],"drafts":[{"consultation":{"resolutions":[{"category":{"id":5,"name":"Adm"},"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2010-03-19T00:00:00Z","text":"Abgeschrieben, weil nicht innert zwei Jahren abschliessend im Rat behandelt","type":32}]},"federalCouncilProposal":{"code":"-","date":"2008-05-30T00:00:00Z","text":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion."},"index":0,"links":[],"preConsultations":[],"references":[],"relatedDepartments":[{"abbreviation":"EDI","id":4,"name":"Departement des Innern","leading":true}],"states":[{"date":"\/Date(1205967600000+0100)\/","id":24,"name":"Im Rat noch nicht behandelt"},{"date":"\/Date(1268953200000+0100)\/","id":229,"name":"Erledigt"}],"texts":[]}],"language":"de","priorityCouncils":[{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N","priority":1}],"relatedAffairs":[],"roles":[{"councillor":{"code":2669,"gender":"m","id":3865,"name":"Steiert Jean-François","officialDenomination":"Steiert"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2694,"gender":"m","id":3891,"name":"Jositsch Daniel","officialDenomination":"Jositsch"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2706,"gender":"m","id":3903,"name":"Rielle Jean-Charles","officialDenomination":"Rielle"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2583,"gender":"f","id":1131,"name":"Allemann Evi","officialDenomination":"Allemann"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2714,"gender":"m","id":3911,"name":"Voruz Eric","officialDenomination":"Voruz"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2697,"gender":"m","id":3894,"name":"Lumengo Ricardo","officialDenomination":"Lumengo"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2597,"gender":"f","id":1125,"name":"Galladé Chantal","officialDenomination":"Galladé"},"faction":{"abbreviation":"Fraktion S","code":"S","id":2,"name":"Sozialdemokratische Fraktion"},"type":"author"}],"shortId":"08.3189","state":{"id":229,"name":"Erledigt","doneKey":"0","newKey":0},"texts":[{"type":{"id":6,"name":"Begründung"},"value":"<p>Die Entwicklung der persönlichen Gesundheit wird wesentlich vom Bildungsniveau mitbestimmt. Und die Verhaltensmuster im familiären Umfeld der ersten Lebensjahre werden sozial weitergereicht: Schwere Konflikte und Krisen übertragen sich von den Eltern häufig auf ihre Kinder. Ungenügende Bildung, eine schlechte gesellschaftliche Integration oder permanente schwere, innerfamiliäre Konflikte verstärken sich gegenseitig und gefährden die gesunde Entwicklung und die Leistungsfähigkeit der heranwachsenden Kinder. Dies hat hohe volkswirtschaftliche Kosten zur Folge: 50 Prozent der psychischen Erkrankungen zeigen sich ein erstes Mal bis zum 14. Lebensjahr, und die betroffenen Jugendlichen besitzen ein 8- bis 10-fach erhöhtes Risiko, im Erwerbsalter wegen einer psychischen Erkrankung eine IV-Rente zu beziehen. Stark erhöht ist bei diesen jungen Menschen dann auch die Anfälligkeit für Suchterkrankungen und Suizide. <\/p><p>Experten betonen unisono, dass die massgeblichen Prägungen für die spätere Entwicklung vom letzten Schwangerschaftsdrittel bis etwa zum 3. Lebensjahr stattfinden. Die Kompetenz der Erziehungsberechtigten im Frühbereich entscheidet folglich massgeblich darüber, ob die gesunde Entwicklung ihrer Kinder nachhaltig positiv oder nachhaltig negativ beeinflusst wird. Insbesondere in dieser prägenden Phase vor dem Kindergarten und vor der Einschulung sind namentlich gerade Familien und Alleinerziehende mit besonderen sozialen Risiken durch Fachpersonen oder mit Fachwissen kaum zu erreichen. Das hat auch damit zu tun, dass diesbezügliche vom Bund oder von Gesundheitsförderung Schweiz unterstützte Programme weitgehend inexistent sind; dies im Gegensatz zu Programmen ab Kindergarten und Schulalter, für die seit dem Jahr 2000 etwa 14 Millionen Franken investiert wurden, welche aber mittlerweile wieder abgesetzt wurden. <\/p><p>Mit unterstützenden Informationen und Massnahmen sollen die Kantone ermuntert und unterstützt werden, um in Respektierung der elterlichen Erziehungsgewalt insbesondere Familien mit besonderen sozialen, gesellschaftlichen oder gesundheitlichen Risikofaktoren entsprechende Informationen und Programme anzubieten und diesbezüglich in die Verantwortung zu nehmen.<\/p>"},{"type":{"id":14,"name":"Antwort BR \/ Büro"},"value":"<p>Die Motionärin verweist auf den Bericht \"Prävention von Jugendgewalt. Wege zu einer evidenzbasierten Präventionspolitik\", den die Eidg. Ausländerkommission (EKA) im Jahr 2006 veröffentlicht hat. Dieser bildete die Entscheidgrundlage für die EKA, geeignete Projekte im Bereich der Prävention von Gewalt finanziell zu unterstützen.<\/p><p>Der Bundesrat teilt die Ansicht der Motionärin, dass familienbasierte Prävention im Frühbereich notwendig und wirkungsvoll ist. Er misst daher Projekten, welche Familien mit sozialen und gesundheitlichen Risiken unterstützen, ein besonderes Gewicht zu. Aus diesem Grund hat der Bund bereits eine Reihe von unterstützenden Massnahmen in unterschiedlichen thematischen Zusammenhängen ergriffen:<\/p><p>- Migration\/Integration: Das Bundesamt für Migration (BFM) beteiligt sich im Rahmen des Schwerpunktprogramms 2008-2011 zur Förderung der Integration von Ausländerinnen und Ausländern an niederschwelligen Angeboten in den Bereichen Sprache und Bildung sowie Modellvorhaben, welche die Integrationspraxis fördern.<\/p><p>- Elternbildung: Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) leistet einen finanziellen Beitrag an das Pilotprojekt \"primano\", welches insbesondere durch das Hausbesuchsprogramm \"schritt:weise\" Kinder im Vorschulalter aus sozial benachteiligten Familien fördern will. Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) unterstützt den Schweizerischen Bund für Elternbildung (SBE), der die Trägerschaft für das Programm \"FemmesTische\" innehat.<\/p><p>- Gesundheit: Im Rahmen des Nationalen Programms Ernährung und Bewegung (NPEB 2008-2012), welches noch vor der Sommerpause 2008 vom Bundesrat verabschiedet werden soll, sind sozioökonomisch benachteiligte Menschen und Familien wichtige Zielgruppen.<\/p><p>Im Weiteren wird der Bundesrat im Rahmen der Umsetzung der Motion SGK-N 06.3001, \"Strategie zur Armutsbekämpfung\", zusätzliche Massnahmen für sozial benachteiligte Kinder im Vorschulalter prüfen. Zudem engagieren sich auch die Kantone, Gemeinden und privaten Organisationen durch Massnahmen im Frühbereich.<\/p><p>Aus der Sicht des Bundesrates wird somit die familienbasierte Prävention im Frühbereich bereits vielfach angegangen, und es besteht zurzeit kein weiterer Handlungsbedarf. Er lehnt daher eine Erweiterung des Engagements des Bundes und insbesondere die Bewilligung eines Sonderkredits in der Höhe von 7 Millionen Franken ab.<\/p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion."},{"type":{"id":5,"name":"Eingereichter Text"},"value":"<p>1. Der Bundesrat wird eingeladen, gestützt auf den Bericht \"Prävention von Jugendgewalt 2006\" die nächsten Schritte an die Hand zu nehmen und die Umsetzung zentraler Massnahmen im Frühbereich zu begleiten und zu koordinieren. <\/p><p>2. In der laufenden Legislatur ist für kantonale Programme und Massnahmen im Frühbereich für die familienbasierte Prävention ein Sonderkredit von 7 Millionen Franken zu bewilligen.<\/p><p>3. Unterstützt werden sollen geeignete Beratungs- und Unterstützungsmassnahmen zur Verbesserung der Kompetenz und Stärkung der Verantwortung von Erziehungsberechtigten im Frühbereich.<\/p><p>4. Die vom Bund unterstützten Massnahmen und Programme sollen darauf zielen, gezielt die soziale und gesellschaftliche Kompetenz zu stärken und damit die Integrations- und Leistungsfähigkeit der heranwachsenden Kinder in Familie, Beruf und Gesellschaft zu fördern und zu verbessern. <\/p><p>5. Der Fokus ist insbesondere auf Familien mit besonderen sozialen und gesundheitlichen Risiken zu legen.<\/p>"},{"type":{"id":1,"name":"Titel des Geschäftes"},"value":"Familienbasierte Prävention im Frühbereich"}],"title":"Familienbasierte Prävention im Frühbereich"}