{"id":20083622,"updated":"2023-07-28T08:57:10Z","additionalIndexing":"55;Landwirtschaft in Berggebieten;Viehbestand;Schaf;Bär;Luchs;Wolf;Freilandhaltung;Hund","affairType":{"abbreviation":"Mo.","id":5,"name":"Motion"},"author":{"councillor":{"code":2710,"gender":"f","id":3907,"name":"Thorens Goumaz Adèle","officialDenomination":"Thorens Goumaz"},"faction":{"abbreviation":"Fraktion G","code":"G","id":6,"name":"Grüne Fraktion"},"type":"author"},"deposit":{"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2008-10-02T00:00:00Z","legislativePeriod":48,"session":"4805"},"descriptors":[{"key":"L05K1401010203","name":"Freilandhaltung","type":1},{"key":"L06K140103020703","name":"Landwirtschaft in Berggebieten","type":1},{"key":"L05K0101030701","name":"Hund","type":1},{"key":"L05K1401080103","name":"Schaf","type":1},{"key":"L05K0603030701","name":"Luchs","type":1},{"key":"L04K14010801","name":"Viehbestand","type":2},{"key":"L05K0603030702","name":"Wolf","type":2},{"key":"L05K0603030703","name":"Bär","type":2}],"drafts":[{"consultation":{"resolutions":[{"category":{"id":3,"name":"Normal"},"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2010-09-30T00:00:00Z","text":"Ablehnung","type":22}]},"federalCouncilProposal":{"code":"-","date":"2008-12-05T00:00:00Z","text":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion."},"index":0,"links":[],"preConsultations":[],"references":[],"relatedDepartments":[{"abbreviation":"UVEK","id":9,"name":"Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","leading":true}],"states":[{"date":"\/Date(1222898400000+0200)\/","id":24,"name":"Im Rat noch nicht behandelt"},{"date":"\/Date(1285797600000+0200)\/","id":229,"name":"Erledigt"}],"texts":[]}],"language":"de","priorityCouncils":[{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N","priority":1}],"relatedAffairs":[],"roles":[{"councillor":{"code":2585,"gender":"m","id":1138,"name":"Bäumle Martin","officialDenomination":"Bäumle"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2732,"gender":"f","id":3999,"name":"Prelicz-Huber Katharina","officialDenomination":"Prelicz-Huber"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2596,"gender":"f","id":1155,"name":"Frösch Therese","officialDenomination":"Frösch"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2422,"gender":"f","id":359,"name":"Teuscher Franziska","officialDenomination":"Teuscher"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2692,"gender":"m","id":3889,"name":"Hodgers Antonio","officialDenomination":"Hodgers"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2727,"gender":"m","id":3924,"name":"van Singer Christian","officialDenomination":"van Singer"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2650,"gender":"f","id":1293,"name":"John-Calame Francine","officialDenomination":"John-Calame"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2579,"gender":"m","id":1065,"name":"Leuenberger Ueli","officialDenomination":"Leuenberger-Genève"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2654,"gender":"m","id":1318,"name":"Schelbert Louis","officialDenomination":"Schelbert"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2023,"gender":"m","id":724,"name":"Brélaz Daniel","officialDenomination":"Brélaz"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2569,"gender":"f","id":806,"name":"Graf Maya","officialDenomination":"Graf Maya"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2700,"gender":"f","id":3897,"name":"Moser Tiana Angelina","officialDenomination":"Moser"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2594,"gender":"m","id":1122,"name":"Fluri Kurt","officialDenomination":"Fluri"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2716,"gender":"f","id":3913,"name":"Wyss Brigit","officialDenomination":"Wyss Brigit"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2649,"gender":"m","id":1289,"name":"Barthassat Luc","officialDenomination":"Barthassat"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2710,"gender":"f","id":3907,"name":"Thorens Goumaz Adèle","officialDenomination":"Thorens Goumaz"},"faction":{"abbreviation":"Fraktion G","code":"G","id":6,"name":"Grüne Fraktion"},"type":"author"}],"shortId":"08.3622","state":{"id":229,"name":"Erledigt","doneKey":"0","newKey":0},"texts":[{"type":{"id":6,"name":"Begründung"},"value":"<p>Die Rückkehr der Grossraubtiere stellt die Berglandwirtschaft vor Probleme. Diese hat die traditionelle Aufsicht über die Herden und den Schutz des Kleinviehs während der Sömmerung weitgehend aufgegeben. Unter diesen Voraussetzungen üben die grossen Beutegreifer einen zusätzlichen Druck auf die Bergbauern und -bäuerinnen aus, deren Arbeitsbedingungen schon jetzt schwierig sind. Die Berglandwirtschaft verdient jedoch Unterstützung. Sie trägt zur Landschaftspflege und zur dezentralen Besiedlung bei, und sie liefert umweltschonend hergestellte Qualitätsprodukte. Diese Aktivitäten dürfen durch die Anwesenheit der Grossraubtiere nicht infrage gestellt werden. Ein angemessener Herdenschutz zielt vielmehr auf ein Zusammenleben, das der Landwirtschaft, der Biodiversität, dem Tourismus und der lokalen Wirtschaft zuträglich ist.<\/p><p>Seit 2001 handelt der Bund in Erfüllung seines gesetzlichen Auftrags, die Herden vor den Grossraubtieren zu schützen. Gegenwärtig sind rund 100 Herdenschutzhunde im Einsatz. Nach Möglichkeit werden das Beweidungssystem geändert, Hirtinnen und Hirten eingestellt sowie Herden zusammengeführt. Diese Massnahmen sind wirksam, aber begrenzt: 100 Herdenschutzhunden stehen 250 000 gesömmerte Schafe gegenüber. Mit den verfügbaren Mitteln kann auf Dauer kein genügender Herdenschutz sichergestellt werden. Eine Ausweitung der Aufsicht und eine Diversifizierung der Schutzmassnahmen sind notwendig, damit ein erträgliches Zusammenleben gewährleistet wird. Es müssen Massnahmen getroffen werden, um Konflikte zu vermeiden, die sich aus der Anwesenheit von Schutzhunden auf touristisch genutzten Wegen ergeben können (bessere Auswahl, Erziehung und Überwinterung der Hunde, Informationen für Touristinnen und Touristen). Die Hirtinnen und Hirten sollen von einer angemessenen Ausbildung profitieren können. Schliesslich sind auch Lösungen für kleine Herden zu entwickeln. Dafür und für die Ausbildung der Hirtinnen und Hirten gibt es zwar bereits Pilotprojekte, doch müssen diese erweitert und finanziell besser unterstützt werden.<\/p>"},{"type":{"id":14,"name":"Antwort BR \/ Büro"},"value":"<p>Die Zahl der Grossraubtiere hat in der Schweiz in den letzten Jahren stetig zugenommen. Die Rückkehr von Luchs, Bär und Wolf hat für die betroffenen Regionen zweifelsohne Konsequenzen. Gerade die Berglandwirtschaft ist mit Mehraufwänden und Schäden an Nutztieren konfrontiert.<\/p><p>Um diese Schäden zu minimieren, kommt dem Herdenschutz eine zentrale Rolle zu. Der Einsatz von Hirten und Herdenschutzhunden ist ein wesentlicher Faktor, um Schäden durch Grossraubtiere zu verhindern. Aus diesem Grund werden die Nutztierhalter nach Möglichkeit bei der Anstellung eines Hirten oder beim Ankauf und beim Unterhalt von Herdenschutzhunden finanziell unterstützt.<\/p><p>Der Herdenschutz wird ausschliesslich vom Bundesamt für Umwelt (Bafu) finanziert. Dabei werden jährlich 800 000 Franken für Präventionsmassnahmen und einige Zehntausend Franken für gerissene Tiere aufgewendet. Im März 2008 wurde zudem das Konzept \"Wolf Schweiz\" weiterentwickelt. Das revidierte Konzept legt insbesondere Wert auf die Stärkung des Herdenschutzes. Diese Strategie würde bei einer flächigen Ausbreitung des Wolfes an ihre Grenzen stossen. Wie schnell eine solche Situation in der Zukunft eintreten könnte, kann heute nicht vorhergesagt werden. Die jetzige Subventionshöhe ist aufgrund der aktuellen Besiedlungsdichte von Grossraubtieren in der Schweiz als angemessen zu bezeichnen.<\/p><p>Angesichts der obigen Ausführungen und im Hinblick auf den angespannten Bundeshaushalt erachtet es der Bundesrat zurzeit als nicht opportun, die finanziellen Mittel für den Herdenschutz zu erhöhen.<\/p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion."},{"type":{"id":5,"name":"Eingereichter Text"},"value":"<p>Der Bundesrat soll die Massnahmen zum Schutz der Herden vor Grossraubtieren verstärken und die dafür verfügbaren Mittel schrittweise erhöhen. Die Massnahmen sind zudem zu diversifizieren: Verbessert werden sollen namentlich die Ausbildung der Hirtinnen und Hirten, die Mobilität der kleinen Herden sowie die Erziehung und Überwinterung der Hirtenhunde.<\/p>"},{"type":{"id":1,"name":"Titel des Geschäftes"},"value":"Besserer Herdenschutz gegen Grossraubtiere"}],"title":"Besserer Herdenschutz gegen Grossraubtiere"}