﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><affair xmlns:i="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance"><id>20091011</id><updated>2025-06-24T23:02:40Z</updated><additionalIndexing>34;2841;elektromagnetische schädliche Auswirkung;Gesundheitsrisiko;Swisscom;Verkaufsverweigerung;Telefon</additionalIndexing><affairType><abbreviation>A</abbreviation><id>18</id><name>Anfrage</name></affairType><author><councillor><code>2632</code><gender>m</gender><id>1120</id><name>Sommaruga Carlo</name><officialDenomination>Sommaruga Carlo</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion S</abbreviation><code>S</code><id>2</id><name>Sozialdemokratische Fraktion</name></faction><type>author</type></author><deposit><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>2009-03-11T00:00:00Z</date><legislativePeriod>48</legislativePeriod><session>4807</session></deposit><descriptors><descriptor><key>L05K1202020108</key><name>Telefon</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L04K06020103</key><name>elektromagnetische schädliche Auswirkung</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L04K01050510</key><name>Gesundheitsrisiko</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L05K1202020107</key><name>Swisscom</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L05K0703010109</key><name>Verkaufsverweigerung</name><type>1</type></descriptor></descriptors><drafts><draft><consultation><resolutions /></consultation><federalCouncilProposal><date>2009-05-13T00:00:00Z</date></federalCouncilProposal><index>0</index><links /><preConsultations /><references /><relatedDepartments><relatedDepartment><abbreviation>UVEK</abbreviation><id>9</id><name>Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation</name><leading>true</leading></relatedDepartment></relatedDepartments><states><state><date>2009-03-11T00:00:00</date><id>9</id><name>Eingereicht</name></state><state><date>2009-05-13T00:00:00</date><id>229</id><name>Erledigt</name></state></states><texts /></draft></drafts><language>de</language><priorityCouncils><priorityCouncil><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type><priority>1</priority></priorityCouncil></priorityCouncils><relatedAffairs /><roles><role><councillor><code>2632</code><gender>m</gender><id>1120</id><name>Sommaruga Carlo</name><officialDenomination>Sommaruga Carlo</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion S</abbreviation><code>S</code><id>2</id><name>Sozialdemokratische Fraktion</name></faction><type>author</type></role></roles><shortId>09.1011</shortId><state><id>229</id><name>Erledigt</name><doneKey>0</doneKey><newKey>0</newKey></state><texts><text><type><id>14</id><name>Antwort BR / Büro</name></type><value>&lt;p&gt;DECT-Schnurlostelefone bestehen aus einem oder mehreren Hörern und einer Basisstation, die über elektromagnetische Strahlung miteinander kommunizieren. Im Jahr 2005 wurde im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) die Strahlung von verschiedenen DECT-Telefonen (Hörer und Basisstation) gemessen. Die Messungen haben gezeigt, dass die Strahlung sehr schwach ist und deutlich unterhalb der von der ICNIRP (International Commission on Non-Ionizing Radiation Protection) empfohlenen und durch das europäische Standardisierungskomitee Cenelec (Comité européen de normalisation électrotechnique) konkretisierten Grenzwerte liegt. Diese Grenzwerte gelten jedoch nur für kurzzeitige Strahlungsbelastungen; hinsichtlich der langfristigen Auswirkungen der Strahlung auf die Gesundheit bestehen noch Unsicherheiten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Bundesrat ist sich bewusst, dass mögliche Gesundheitsrisiken im Zusammenhang mit elektromagnetischen Feldern immer noch zu wenig erforscht sind. Er hält aber fest, dass aufgrund der vorhandenen wissenschaftlichen Studien über die Auswirkungen hochfrequenter elektromagnetischer Strahlung unterhalb der geltenden Grenzwerte im Moment keine gesundheitliche Gefährdung abgeleitet werden kann. Dies gilt sowohl für die Strahlung von DECT-Telefonen als auch für diejenige von drahtlosen Computernetzwerken (WLAN), auf die sich die in der Anfrage referenzierte Patentschrift bezieht. Der Bundesrat verweist in diesem Zusammenhang auf seine Berichte in Erfüllung der Postulate Sommaruga Simonetta 00.3565, "Nichtionisierende Strahlung und Gesundheitsschutz in der Schweiz", sowie Allemann 04.3594, "Risikopotenzial von drahtlosen Netzwerken".&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Bundesrat begrüsst alle Massnahmen, welche dazu beitragen, die Strahlenbelastung durch elektromagnetische Felder vorsorglich zu verringern, wie z. B. die in der Antwort auf die Interpellation Hollenstein 05.3895 erwähnten strahlungsarmen DECT-Telefone. Er unterstützt die Forschung zu Gesundheitsrisiken von elektromagnetischen Feldern, insbesondere das Nationale Forschungsprogramm 57 "Nichtionisierende Strahlung - Umwelt und Gesundheit". Schliesslich macht er auf die Empfehlungen des BAG zum strahlungsarmen Umgang mit elektrischen Geräten (z. B. DECT-Schnurlostelefon oder WLAN) aufmerksam, die auf der Internetseite des BAG publiziert sind.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Vor dem Hintergrund dieser Ausführungen bzw. des Stands der Wissenschaft sieht der Bundesrat zurzeit keine Veranlassung, DECT-Schnurlostelefone aufgrund der elektromagnetischen Strahlung zu verbieten.&lt;/p&gt;  Antwort des Bundesrates.</value></text><text><type><id>5</id><name>Eingereichter Text</name></type><value>&lt;p&gt;Die meisten Schnurlostelefone beruhen heute auf dem DECT-Standard (DECT: Digital Enhanced Cordless Telecommunication). Sie  funktionieren dank einer Basisstation, die ständig hochfrequente Wellen ausstrahlt. Zahlreiche Studien belegen die Schädlichkeit dieser Strahlung für den Menschen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Jahr 2003 hat Swisscom selbst ein Patent angemeldet (WO/2004/075583 - Reduktion von Elektrosmog bei drahtlosen lokalen Netzwerken), um die Emission elektromagnetischer Strahlen bei DECT-Schnurlostelefonen zu verringern. Die Patentschrift bestätigt die Gefahr, die von solchen Geräten ausgeht: Es wird darin unter anderem erwähnt, dass elektromagnetische Strahlen das Erbmaterial des Menschen schädigen können. Die Strahlen wirken besonders auf das Chromosom 17 ein, auf dem das krebshemmende Gen p53 lokalisiert ist, und erhöhen so das Krebsrisiko erheblich. Obwohl sich Swisscom der Schädlichkeit von DECT-Geräten für die Gesundheit bewusst ist, beschränkt sich die Gesellschaft darauf, deren Auswirkungen zu verringern, statt den Vertrieb dieser Geräte ganz zu unterbinden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wann gedenkt der Bundesrat, darauf zu reagieren und DECT-Telefone endlich zu verbieten?&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>1</id><name>Titel des Geschäftes</name></type><value>Schnurlostelefone. DECT-Standard</value></text></texts><title>Schnurlostelefone. DECT-Standard</title></affair>