﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><affair xmlns:i="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance"><id>20093055</id><updated>2025-06-24T23:59:04Z</updated><additionalIndexing>2841;WHO;Informationskampagne;Infektionskrankheit;Impfung</additionalIndexing><affairType><abbreviation>Mo.</abbreviation><id>5</id><name>Motion</name></affairType><author><councillor><code>2495</code><gender>m</gender><id>471</id><name>Gutzwiller Felix</name><officialDenomination>Gutzwiller</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion RL</abbreviation><code>RL</code><id>1</id><name>FDP-Liberale Fraktion</name></faction><type>author</type></author><deposit><council><abbreviation>SR</abbreviation><id>2</id><name>Ständerat</name><type>S</type></council><date>2009-03-04T00:00:00Z</date><legislativePeriod>48</legislativePeriod><session>4807</session></deposit><descriptors><descriptor><key>L04K01050109</key><name>Infektionskrankheit</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L06K010505070101</key><name>Impfung</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L05K1201020301</key><name>Informationskampagne</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L04K15040313</key><name>WHO</name><type>1</type></descriptor></descriptors><drafts><draft><consultation><resolutions><resolution><category><id>3</id><name>Normal</name></category><council><abbreviation>SR</abbreviation><id>2</id><name>Ständerat</name><type>S</type></council><date>2009-06-04T00:00:00Z</date><text>Annahme</text><type>20</type></resolution><resolution><category><id>3</id><name>Normal</name></category><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>2009-12-10T00:00:00Z</date><text>Annahme</text><type>20</type></resolution></resolutions></consultation><federalCouncilProposal><code>+</code><date>2009-05-06T00:00:00Z</date><text>Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.</text></federalCouncilProposal><index>0</index><links /><preConsultations><preConsultation><committee><abbreviation>SGK-NR</abbreviation><id>6</id><name>Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit NR</name><abbreviation1>SGK-N</abbreviation1><abbreviation2>SGK</abbreviation2><committeeNumber>6</committeeNumber><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><typeCode>1</typeCode></committee><date>2009-03-04T00:00:00Z</date><registrations /></preConsultation></preConsultations><references /><relatedDepartments><relatedDepartment><abbreviation>EDI</abbreviation><id>4</id><name>Departement des Innern</name><leading>true</leading></relatedDepartment></relatedDepartments><states><state><date>2009-03-04T00:00:00</date><id>24</id><name>Im Rat noch nicht behandelt</name></state><state><date>2009-06-04T00:00:00</date><id>11</id><name>Motion an 2. Rat</name></state><state><date>2009-12-10T00:00:00</date><id>26</id><name>Angenommen</name></state><state><date>2012-06-14T00:00:00</date><id>229</id><name>Erledigt</name></state></states><texts /></draft></drafts><handling><date>2009-12-10T00:00:00Z</date><legislativePeriod>48</legislativePeriod><session>4812</session></handling><language>de</language><priorityCouncils><priorityCouncil><abbreviation>SR</abbreviation><id>2</id><name>Ständerat</name><type>S</type><priority>1</priority></priorityCouncil></priorityCouncils><relatedAffairs><relatedAffair><id>20093046</id><priorityCode>N</priorityCode><shortId>09.3046</shortId></relatedAffair></relatedAffairs><roles><role><councillor><code>2495</code><gender>m</gender><id>471</id><name>Gutzwiller Felix</name><officialDenomination>Gutzwiller</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion RL</abbreviation><code>RL</code><id>1</id><name>FDP-Liberale Fraktion</name></faction><type>author</type></role></roles><shortId>09.3055</shortId><state><id>229</id><name>Erledigt</name><doneKey>0</doneKey><isMotionInSecondCouncil>true</isMotionInSecondCouncil><newKey>0</newKey></state><texts><text><type><id>6</id><name>Begründung</name></type><value>&lt;p&gt;Zwischen November 2006 und Februar 2009 wurden dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) über 3500 Masernfälle gemeldet. 250 Personen mussten hospitalisiert werden, darunter 143 Personen mit einer Lungenentzündung und 8 mit einer Hirnhautentzündung. In Europa wurden von 2005 bis 2007 19 Todesfälle gemeldet. In Deutschland starben während der Epidemie 2006 zwei Personen. In Genf starb Ende Januar 2009 ein 12-jähriges Mädchen aus dem benachbarten Savoyen an einem in der Schweiz zirkulierenden Masernvirus. Masern sind nicht - wie häufig angenommen - eine harmlose Kinderkrankheit. Rund ein Drittel der gemeldeten Fälle war über 15 Jahre alt, einer von fünf war sogar älter als 20 Jahre.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Elimination der Masern ist möglich. Das Masernvirus zirkuliert weder in Nord-, Zentral- und Südamerika noch in Australien. In Europa haben Finnland, Ungarn, Tschechien und Portugal das von der WHO angestrebte Ziel erreicht, Masern bis 2010 zu eliminieren. Die Schweiz steht im internationalen Vergleich schlecht da und wird dieses Ziel weit verfehlen. Die WHO kritisiert denn auch die Impfmüdigkeit in der Schweiz. In den letzten 12 Monaten sind laut einem aktuellen WHO-Bericht in Europa 8145 Masernfälle gemeldet worden. 86 Prozent davon entfielen auf die Schweiz, Deutschland, Österreich, Spanien, England und Israel. Kinder in der Schweiz haben ein höheres Infektionsrisiko. Laut dem neuesten Bulletin des BAG breitet sich die Masernepidemie in der Schweiz weiter aus.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Durch die Opposition einer kleinen Minderheit der Bevölkerung gegenüber der Masernimpfung sind jährlich 2000 bis 3000 Personen gefährdet, bei denen die Impfung unwirksam ist: Säuglinge, die zu jung sind, um geimpft zu werden, sowie alle immunsupprimierten Patienten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das BAG hat bis anhin wenig Effort zur Elimination der Masern geleistet, obschon die Schweiz 2007/08 phasenweise über 40 Prozent aller Infektionen in Europa verzeichnete. Es existiert zurzeit in der Schweiz kein Maserneliminationsplan, der zum Ziel hat, die Vorgaben der WHO zu erfüllen.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>14</id><name>Antwort BR / Büro</name></type><value>&lt;p&gt;Nach Ansicht des Bundesrates sollten die derzeitigen Massnahmen möglichst rasch verstärkt und zusätzliche Massnahmen getroffen werden, um die Masern in der Schweiz zu eliminieren und damit einen Beitrag zur Erreichung des Ziels der WHO zu leisten, die Krankheit in Europa bis 2010 zu eliminieren. Das Bundesamt für Gesundheit erarbeitet zurzeit mit den kantonalen Behörden (Gesundheitsdirektorenkonferenz, Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte der Schweiz) und den betroffenen Partnern (Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte, Eidgenössische Kommission für Impffragen) eine nationale Strategie, die bis Ende 2009 vorliegen soll.&lt;/p&gt;  Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.</value></text><text><type><id>5</id><name>Eingereichter Text</name></type><value>&lt;p&gt;Der Bundesrat wird beauftragt, folgende Massnahmen gegen die aktuelle Masernepidemie zu veranlassen:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;1. Erarbeitung eines Eliminationsplanes bezüglich der Masernbekämpfung bis spätestens Ende 2009 gemäss den WHO-Vorgaben;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;2. Umsetzung des Planes gemäss WHO-Vorgaben;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;3. Elimination der Masern in der Schweiz gemäss WHO-Vorgaben bis Ende 2010.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>1</id><name>Titel des Geschäftes</name></type><value>Eliminationsplan gegen die Masern gemäss Vorgaben der WHO</value></text></texts><title>Eliminationsplan gegen die Masern gemäss Vorgaben der WHO</title></affair>