﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><affair xmlns:i="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance"><id>20093397</id><updated>2025-06-25T00:22:14Z</updated><additionalIndexing>55;2841;Pestizid;Pflanzenschutzmittel;pflanzliche Erzeugung;Evaluation;gentechnisch veränderte Organismen</additionalIndexing><affairType><abbreviation>Po.</abbreviation><id>6</id><name>Postulat</name></affairType><author><councillor><code>2619</code><gender>m</gender><id>1153</id><name>Noser Ruedi</name><officialDenomination>Noser</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion RL</abbreviation><code>RL</code><id>1</id><name>FDP-Liberale Fraktion</name></faction><type>author</type></author><deposit><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>2009-04-29T00:00:00Z</date><legislativePeriod>48</legislativePeriod><session>4808</session></deposit><descriptors><descriptor><key>L08K0706010501040202</key><name>gentechnisch veränderte Organismen</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L04K14010101</key><name>pflanzliche Erzeugung</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L05K1401080203</key><name>Pflanzenschutzmittel</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L04K08020302</key><name>Evaluation</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L06K140108020303</key><name>Pestizid</name><type>2</type></descriptor></descriptors><drafts><draft><consultation><resolutions><resolution><category><id>3</id><name>Normal</name></category><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>2009-09-25T00:00:00Z</date><text>Annahme</text><type>20</type></resolution></resolutions></consultation><federalCouncilProposal><code>+</code><date>2009-07-01T00:00:00Z</date><text>Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.</text></federalCouncilProposal><index>0</index><links /><preConsultations /><references /><relatedDepartments><relatedDepartment><abbreviation>WBF</abbreviation><id>8</id><name>Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung</name><leading>true</leading></relatedDepartment></relatedDepartments><states><state><date>2009-04-29T00:00:00</date><id>24</id><name>Im Rat noch nicht behandelt</name></state><state><date>2009-09-25T00:00:00</date><id>26</id><name>Angenommen</name></state><state><date>2011-06-15T00:00:00</date><id>229</id><name>Erledigt</name></state></states><texts /></draft></drafts><handling><date>2009-09-25T00:00:00Z</date><legislativePeriod>48</legislativePeriod><session>4811</session></handling><language>de</language><priorityCouncils><priorityCouncil><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type><priority>1</priority></priorityCouncil></priorityCouncils><relatedAffairs /><roles><role><councillor><code>2619</code><gender>m</gender><id>1153</id><name>Noser Ruedi</name><officialDenomination>Noser</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion RL</abbreviation><code>RL</code><id>1</id><name>FDP-Liberale Fraktion</name></faction><type>author</type></role></roles><shortId>09.3397</shortId><state><id>229</id><name>Erledigt</name><doneKey>0</doneKey><newKey>0</newKey></state><texts><text><type><id>6</id><name>Begründung</name></type><value>&lt;p&gt;Kürzlich wurde einmal mehr darüber berichtet, wie Bienen möglicherweise durch unsachgemässe Verwendung von chemischen Pflanzenschutzmitteln geschädigt worden sind.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob durch die Verwendung von Pflanzen, die sich selber vor Schädlingen schützen können, der Verbrauch an chemischen Pflanzenschutzmitteln vermindert werden könnte. Beispiele aus der Fachliteratur weisen darauf hin.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;So kann sich der gentechnisch veränderte Mais (der sogenannte Bt-Mais) selber vor einem gefrässigen Schädling schützen, ohne dass gegen diesen Schädling chemische Insektizide eingesetzt werden müssen. Ähnliches gilt für die Bekämpfung des Feuerbrandes im Obstbau. Anstatt Antibiotika einzusetzen, wäre hier die Anpflanzung gentechnisch veränderter Obstbäume möglich, die sich selber vor den Feuerbrandbakterien schützen könnten. Schliesslich weiss man, dass im Kartoffelbau die Bekämpfung der weitverbreiteten Kartoffelfäule normalerweise den Einsatz von grossen Mengen an Fungiziden erfordert (bis zu 12 Spritzvorgänge). Selbst im biologischen Kartoffelanbau wird zur Verhinderung der Kartoffelfäule kiloweise Kupfer ausgebracht. All diese umweltbelastenden Massnahmen könnten durch den Einsatz von gentechnisch veränderten Kartoffeln, die sich selbst vor dieser Kartoffelfäule schützen könnten, minimiert werden.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>14</id><name>Antwort BR / Büro</name></type><value>&lt;p&gt;In diversen theoretischen Studien wurden die Auswirkungen des Anbaus von gentechnisch veränderten Pflanzen in der Schweiz abgeschätzt (u. a. im Schwerpunktprogramm Biotechnologie des Schweizerischen Nationalfonds). Bei diesen Studien wird vorausgesetzt, dass durch eine eingeführte Resistenz die Anzahl Pflanzenschutzmittel-Behandlungen reduziert werden kann. Das Einsparpotenzial hängt allerdings von vielen Faktoren ab. Neben der gewählten Kultur und der mittels Gentechnologie erzielten Resistenzwirkung ist beispielsweise auch die Präsenz weiterer Schadorganismen, welche durch eingesparte Pflanzenschutzmittel-Behandlungen nicht mehr bekämpft werden ("secondary pests"), zu berücksichtigen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bis Mitte 2012 wird das vom Bundesrat beschlossene Nationale Forschungsprogramm "Nutzen und Risiken der Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen" (NFP 59, www.nfp59.ch) abgeschlossen sein. Die Resultate werden im Sinne des Postulates ausgewertet, und falls nötig wird der Bundesrat eine ergänzende Studie zu dessen Erfüllung in Auftrag geben.&lt;/p&gt;  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.</value></text><text><type><id>5</id><name>Eingereichter Text</name></type><value>&lt;p&gt;Das Bundesamt für Landwirtschaft (bzw. der Bundesrat) wird beauftragt, mit einer theoretischen Studie abzuklären, welche Mengen an chemischen Pflanzenschutzmitteln eingespart werden könnten, wenn in der Schweiz die kommerzielle Anwendung von gentechnisch veränderten Nutzpflanzen gefördert würde.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>1</id><name>Titel des Geschäftes</name></type><value>Einsparpotenzial an chemischen Pflanzenschutzmitteln</value></text></texts><title>Einsparpotenzial an chemischen Pflanzenschutzmitteln</title></affair>