﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><affair xmlns:i="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance"><id>20103151</id><updated>2023-07-28T08:30:24Z</updated><additionalIndexing>15;Lohn;Bundesamt für Statistik;Lohngleichheit;Frauenarbeit;Statistik</additionalIndexing><affairType><abbreviation>Ip.</abbreviation><id>8</id><name>Interpellation</name></affairType><author><councillor><code>2533</code><gender>f</gender><id>511</id><name>Simoneschi-Cortesi Chiara</name><officialDenomination>Simoneschi-Cortesi</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion CEG</abbreviation><code>M-E</code><id>3</id><name>Fraktion CVP/EVP/glp</name></faction><type>author</type></author><deposit><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>2010-03-17T00:00:00Z</date><legislativePeriod>48</legislativePeriod><session>4813</session></deposit><descriptors><descriptor><key>L04K08040107</key><name>Bundesamt für Statistik</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L03K020218</key><name>Statistik</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L05K0702010103</key><name>Lohn</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L05K0702010305</key><name>Lohngleichheit</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L05K0702030205</key><name>Frauenarbeit</name><type>1</type></descriptor></descriptors><drafts><draft><consultation><resolutions><resolution><category><id>2</id><name>Diskussion</name></category><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>2010-06-18T00:00:00Z</date><text>Diskussion verschoben</text><type>29</type></resolution><resolution><category><id>5</id><name>Adm</name></category><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>2011-12-12T00:00:00Z</date><text>Abgeschrieben, weil die Urheberin / der Urheber aus dem Rat ausgeschieden ist</text><type>42</type></resolution></resolutions></consultation><federalCouncilProposal><date>2010-05-12T00:00:00Z</date></federalCouncilProposal><index>0</index><links /><preConsultations /><references /><relatedDepartments><relatedDepartment><abbreviation>EDI</abbreviation><id>4</id><name>Departement des Innern</name><leading>true</leading></relatedDepartment></relatedDepartments><states><state><date>2010-03-17T00:00:00</date><id>24</id><name>Im Rat noch nicht behandelt</name></state><state><date>2011-12-12T00:00:00</date><id>229</id><name>Erledigt</name></state></states><texts /></draft></drafts><language>de</language><priorityCouncils><priorityCouncil><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type><priority>1</priority></priorityCouncil></priorityCouncils><relatedAffairs /><roles><role><councillor><code>2533</code><gender>f</gender><id>511</id><name>Simoneschi-Cortesi Chiara</name><officialDenomination>Simoneschi-Cortesi</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion CEG</abbreviation><code>M-E</code><id>3</id><name>Fraktion CVP/EVP/glp</name></faction><type>author</type></role></roles><shortId>10.3151</shortId><state><id>229</id><name>Erledigt</name><doneKey>0</doneKey><newKey>0</newKey></state><texts><text><type><id>6</id><name>Begründung</name></type><value>&lt;p&gt;Der Lohnunterschied zwischen Mann und Frau ist innerhalb zweier Jahre von 18,9 Prozent auf 19,3 Prozent angewachsen. Dies hat die Lohnstrukturerhebung von 2008 gezeigt. Oft wird den Opfern von Lohnungleichheiten vorgeworfen, sie setzten sich nicht mit genügend Nachdruck und guten Argumenten für Lohngleichheit ein, Lohngleichheit, die vom Gleichstellungsgesetz notabene vorgeschrieben ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das BFS hat einen Lohnrechner mit dem Namen "Salarium" aufgeschaltet. Damit kann jede Person, die in der Schweiz arbeitet, für eine spezifische Arbeit und nach verschiedenen wählbaren Kriterien den Durchschnittslohn errechnen. Der Rechner funktioniert erst, wenn die Benutzerin oder der Benutzer ein detailliertes Profil mit 15 Angaben zu sich selber ausgefüllt hat, darunter auch zum Geschlecht. Alle anderen Angaben sind sonst gleich. Das Resultat aber unterscheidet sich nach dem Geschlecht, was vom statistischen Standpunkt aus durchaus richtig ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Möglichkeit, anzugeben, ob die abfragende Person eine Frau oder ein Mann ist, bevor der Lohn errechnet wird, zementiert die Lohndiskriminierung der Frauen aus folgenden Gründen:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- Salarium kann hilfreich sein für Benutzerinnen und Benutzer, die die Löhne vergleichen oder einen besseren Lohn aushandeln wollen. Wenn nun der Rechner für die Frauen den Durchschnittslohn für Frauen errechnet, so fehlen ihnen die Informationen, die sie bräuchten, um den gleichen Lohn wie ihr männlicher Kollege zu fordern.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- In einer Zeit, in der der Arbeitsmarkt von den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern grosse Mobilität abverlangt, ist es nützlich, die Lohnsituation in einer anderen Region oder in einem anderen Bereich zu kennen. Wenn Frauen von vornherein von Salarium um 20 Prozent tiefere Zahlen erhalten, so dient ihnen dieses Werkzeug nicht, um gleichen Lohn für gleiche Arbeit einzufordern.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>14</id><name>Antwort BR / Büro</name></type><value>&lt;p&gt;Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) entwickelte Lohnrechner Salarium basiert auf 1,3 Millionen Lohndaten (aus der Privatwirtschaft). Mit dem Lohnrechner können interessierte Personen und Institutionen anhand verschiedener Kriterien (Alter, Geschlecht, Anforderungsniveau, Wirtschaftszweig usw.) auf interaktivem Weg ein Lohnprofil erstellen und anschliessend die Spannbreite des monatlichen Bruttolohns für das entsprechende Profil einsehen. Das Modell präzisiert, dass es sich um einen Median und Richtwert handelt (50 Prozent der Personen des entsprechenden Profils verdienen weniger und 50 Prozent verdienen mehr).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Lohnrechner ist ein Instrument, das einen Informationsauftrag erfüllen und die Lohntransparenz auf dem Schweizer Arbeitsmarkt fördern soll. Er stillt das von einer Vielzahl privater und institutioneller Akteure geäusserte, wachsende Bedürfnis nach objektiven Informationen zum Lohnniveau.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Vor diesem Hintergrund antwortet der Bundesrat wie folgt:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;1. Das BFS muss alle in der Lohnstrukturerhebung vorhandenen Kriterien berücksichtigen, um möglichst differenzierte Lohnporträts erstellen zu können. Würden bestimmte Kriterien weggelassen, ergäben sich bei der Lohnschätzung zu allgemeine Lohnniveaus. Die wichtigen strukturellen Gegebenheiten wären so nicht erkennbar, und die reale Arbeitsmarktsituation würde weniger genau wiedergegeben.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;2. Mit der aktuellen Version von Salarium ist es bereits möglich, einen Lohnvergleich nach Geschlecht vorzunehmen. Dieser Vergleich wird gegenwärtig jedoch nicht zusammen mit dem Hauptergebnis, sondern auf einer separaten Seite angezeigt. Dies erschwert den Zugang zur Information. Aus diesem Grund ist das BFS bereit, die Applikation anzupassen. Die Angabe des Geschlechts wird von den Profilkriterien ausgeschlossen, und die Lohnwerte für Frauen und für Männer werden künftig bei jeder Berechnung gleichzeitig angezeigt. So können die Löhne nach Geschlecht direkt miteinander verglichen werden. Damit werden die auf dem Schweizer Arbeitsmarkt tatsächlich bezahlten Löhne (Realwerte) offengelegt und wird die Lohntransparenz gewährleistet.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;3. Im Gegensatz zum Genfer Arbeitsmarktobservatorium, das das Merkmal Geschlecht aus seinen Berechnungen gänzlich ausschliesst, berücksichtigt das BFS das Geschlecht, um die tatsächlichen Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen aufzuzeigen. Damit bildet es transparent und umfassend alle Faktoren ab, die einen Einfluss auf das Lohnniveau haben. Dank dieser Transparenz wird verhindert, dass die bestehenden geschlechtsbedingten Lohnunterschiede weiter zementiert werden. Darüber hinaus erhalten die interessierten Kreise eine klare Diskussionsgrundlage im Lohnbereich.&lt;/p&gt;  Antwort des Bundesrates.</value></text><text><type><id>5</id><name>Eingereichter Text</name></type><value>&lt;p&gt;Ich bitte den Bundesrat um Antwort auf folgende Fragen:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;1. Wie erklärt sich, dass der Online-Lohnrechner des Bundesamtes für Statistik (BFS) die Anwenderinnen und Anwender nach ihrem Geschlecht fragt, bevor er den Durchschnittslohn für eine spezifische Arbeit errechnet?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;2. Warum weist das BFS die Anwenderinnen nicht darauf hin, und warum fordert es die Frauen nicht dazu auf, dieselbe Rechnung für einen Mann zu machen, damit sie für gleiche Arbeit gleichen Lohn fordern können?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;3. Warum verlangt er nicht, dass Salarium gleich funktioniert wie der Online-Lohnrechner des Genfer Arbeitsmarktobservatoriums? Dieser berücksichtigt zwar das Geschlecht, aber erst nachdem er den Durchschnittslohn berechnet hat und nur zu Vergleichszwecken.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>1</id><name>Titel des Geschäftes</name></type><value>Lohngleichheit. Das Werkzeug Salarium des BFS</value></text></texts><title>Lohngleichheit. Das Werkzeug Salarium des BFS</title></affair>