﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><affair xmlns:i="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance"><id>20103417</id><updated>2025-11-14T06:46:25Z</updated><additionalIndexing>48;52;Kohlendioxid;Verkehrsberuhigung;Verschmutzung durch das Auto;Verkehrsbeeinflussung;Verkehrsstau;Abgas;Telematik</additionalIndexing><affairType><abbreviation>Po.</abbreviation><id>6</id><name>Postulat</name></affairType><author><councillor><code>2715</code><gender>m</gender><id>3912</id><name>Wasserfallen Christian</name><officialDenomination>Wasserfallen Christian</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion RL</abbreviation><code>RL</code><id>1</id><name>FDP-Liberale Fraktion</name></faction><type>author</type></author><deposit><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>2010-06-10T00:00:00Z</date><legislativePeriod>48</legislativePeriod><session>4814</session></deposit><descriptors><descriptor><key>L04K18020207</key><name>Verkehrsberuhigung</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L05K1802020801</key><name>Verkehrsbeeinflussung</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L05K1203010108</key><name>Telematik</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L04K18010219</key><name>Verkehrsstau</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L06K070501020901</key><name>Kohlendioxid</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L06K060201010101</key><name>Abgas</name><type>2</type></descriptor><descriptor><key>L04K06020314</key><name>Verschmutzung durch das Auto</name><type>2</type></descriptor></descriptors><drafts><draft><consultation><resolutions><resolution><category><id>3</id><name>Normal</name></category><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>2012-06-05T00:00:00Z</date><text>Annahme</text><type>20</type></resolution><resolution><category><id>3</id><name>Normal</name></category><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>2016-06-07T00:00:00Z</date><text>Abschreibung</text><type>15</type></resolution><resolution><category><id>3</id><name>Normal</name></category><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>2016-06-07T00:00:00Z</date><text>Im Zusammenhang mit der Beratung des Geschäfts 16.006.</text><type>0</type></resolution></resolutions></consultation><federalCouncilProposal><code>-</code><date>2010-08-25T00:00:00Z</date><text>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.</text></federalCouncilProposal><index>0</index><links /><preConsultations /><references /><relatedDepartments><relatedDepartment><abbreviation>UVEK</abbreviation><id>9</id><name>Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation</name><leading>true</leading></relatedDepartment></relatedDepartments><states><state><date>2010-06-10T00:00:00</date><id>24</id><name>Im Rat noch nicht behandelt</name></state><state><date>2012-06-05T00:00:00</date><id>26</id><name>Angenommen</name></state><state><date>2016-06-07T00:00:00</date><id>229</id><name>Erledigt</name></state></states><texts /></draft></drafts><handling><date>2012-06-05T00:00:00Z</date><legislativePeriod>49</legislativePeriod><session>4904</session></handling><language>de</language><priorityCouncils><priorityCouncil><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type><priority>1</priority></priorityCouncil></priorityCouncils><relatedAffairs /><roles><role><councillor><code>2715</code><gender>m</gender><id>3912</id><name>Wasserfallen Christian</name><officialDenomination>Wasserfallen Christian</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion RL</abbreviation><code>RL</code><id>1</id><name>FDP-Liberale Fraktion</name></faction><type>author</type></role></roles><shortId>10.3417</shortId><state><id>229</id><name>Erledigt</name><doneKey>0</doneKey><newKey>0</newKey></state><texts><text><type><id>6</id><name>Begründung</name></type><value>&lt;p&gt;Bekanntlich verursachen Staus, Stop-and-go-Verkehr, Bahnübergänge sowie bauliche Hindernisse wie geometrisch ungünstige Kreisel, künstlich angelegte Strassenverengungen oder Schwellen usw. täglich sehr viele Abbrems- und Anfahrvorgänge. Das führt zu mehr Lärm, zusätzlichem Treibstoffverbrauch und somit zu mehr CO2-Emissionen. Ebenfalls steigen dabei auch die übrigen Emissionen wie von Stickoxiden (NOx), Kohlenwasserstoffen (HC) oder Russpartikeln. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eine Bundesstudie über die Auswirkungen von Stauverkehr auf Autobahnabschnitten der A2 (Gotthard), A20 (Nordring Zürich) und A1 (Baregg) ergab folgende erhöhten Werte, verglichen mit ungestörtem Verkehrsfluss: Treibstoffverbrauch bzw. CO2-Ausstoss sowie NOx-Ausstoss 200 Prozent, CO-Ausstoss 250 Prozent, HC-Emission 550 Prozent. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein 40-Tonnen-Lastwagen, der wegen einer Verengung oder einem geometrisch ungünstigen Kreisel von 50 Stundenkilometern auf Schrittgeschwindigkeit abbremsen muss, emittiert gemäss Empa-Messungen zusätzlich 1 Kilo CO2. Angenommen, alle 54 000 schweren Nutzfahrzeuge der Schweiz müssen jede halbe Stunde bzw. 16-mal pro Werktag ein solches Manöver ausführen, resultiert daraus ein Mehrausstoss von 160 000 Tonnen CO2 pro Jahr. Das sind rund 3,5 Prozent des gesamten CO2-Ausstosses aller Nutzfahrzeuge. Sinngemässe Überlegungen gelten auch für Personenwagen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eine Verkehrsverflüssigung würde aus den dargelegten Gründen einen namhaften Beitrag zur Erreichung der CO2-Reduktionsziele ermöglichen und darüber hinaus grosse Verbesserungen bei der Reduktion von Stickoxiden und Lärm bringen.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>14</id><name>Antwort BR / Büro</name></type><value>&lt;p&gt;Der Bundesrat hat die Problematik der ständig zunehmenden Verkehrsüberlastung erkannt, und er misst betrieblichen Massnahmen zur Verflüssigung des Verkehrs auf den Nationalstrassen eine hohe Bedeutung zu. Bereits im Jahre 2005 hat das zuständige Bundesamt für Strassen (Astra) im Auftrag des Vorstehers des Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) das Leitbild "Verkehrstelematik ITS-CH 2012" erarbeitet. Gestützt darauf hat der Bund die definierten Verkehrsmanagementmassnahmen schrittweise vertieft und laufend umgesetzt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein wichtiger Meilenstein dieser Umsetzung war die Eröffnung der nationalen Verkehrsmanagementzentrale in Emmenbrücke per 1. Februar 2008. Diese Zentrale ist eine wichtige Voraussetzung für die aktive Beeinflussung des Verkehrs auf den Nationalstrassen durch den Bund. Seit der Inkraftsetzung der Neugestaltung des Finanzausgleichs und der Aufgabenverteilung zwischen Bund und Kantonen (NFA) entwickelt das Astra in enger Zusammenarbeit mit den kantonalen Tiefbauämtern und den Polizeien Strategien und Konzepte für weitere planerische, kommunikative und technische Hilfsmittel zur Optimierung der Lenkung, Leitung und Steuerung des Verkehrs auf den Nationalstrassen. Dazu gehören die bedarfsgerechte Realisierung von technischen Massnahmen wie Wechseltextanzeigen, Ampelsteuerungen usw. sowie die Erarbeitung von sogenannten Verkehrsmanagementplänen. In diesen Plänen legt der Bund die Massnahmen für den Umgang mit Verkehrsstörungen auf den Nationalstrassen im Sinne von vorbehaltenen Beschlüssen fest und stimmt sie mit den Kantonen ab. Auch die Umnutzung von Pannenstreifen zur Verflüssigung des Verkehrs wird auf gewissen Nationalstrassenabschnitten geprüft und bei nachgewiesenem Bedarf - wie zum Beispiel auf dem Abschnitt Morges-Ecublens - realisiert. Verkehrsmanagementmassnahmen an den Übergängen vom Nationalstrassennetz zum übrigen Strassennetz stimmt das Astra mit den Kantonen standardmässig ab.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auf den Nationalstrassen wird dem Anliegen des Postulates durch die laufende Umsetzung des Leitbilds "Verkehrstelematik ITS-CH 2012" umfassend Rechnung getragen. Die Fortschritte im Bereich des Verkehrsmanagements können auf der Website des Astra mitverfolgt werden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Keinen Einfluss kann der Bundesrat hingegen auf die Strassenbauvorhaben von Kantonen und Gemeinden nehmen. Nach der Inkraftsetzung der NFA obliegt die alleinige Verantwortung für diese Strassen den Kantonen und Gemeinden. Auf diesem untergeordneten Strassennetz ist eine angepasste und vorausschauende Fahrweise wichtig. Damit lässt sich ein Teil der Energieverluste und der CO2-Emissionen vermeiden.&lt;/p&gt;  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.</value></text><text><type><id>5</id><name>Eingereichter Text</name></type><value>&lt;p&gt;Der Bundesrat wird beauftragt, zu folgenden Punkten einen Bericht zu erstellen:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- Handlungsbedarf des Bundes zur Verflüssigung des Verkehrs;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- Prüfung des verstärkten Einsatzes von technischen Massnahmen (z. B. bessere und auf die Verkehrsflüsse abgestimmte Ampelsteuerungen, Grünphasen, Verkehrstelematik-Mittel usw.);&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- Aufstellung einer Zeitplanung zur Einführung solcher technischen Massnahmen;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- Koordinationsbedarf bei Strassenbauvorhaben der Kantone und Gemeinden durch den Bundesrat hinsichtlich umweltschädlicher Auswirkungen von Verkehrshindernissen aller Art;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- Priorisierung von Projekten wie z. B. die Benutzung von Pannenstreifen auf den Autobahnen zur Verflüssigung des Verkehrs.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>1</id><name>Titel des Geschäftes</name></type><value>Flüssiger Verkehr ist ökologischer</value></text></texts><title>Flüssiger Verkehr ist ökologischer</title></affair>