﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><affair xmlns:i="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance"><id>20103506</id><updated>2023-07-28T11:27:52Z</updated><additionalIndexing>28;Bewilligung;Glücksspiel;Spielunternehmen;Spiel</additionalIndexing><affairType><abbreviation>Mo.</abbreviation><id>5</id><name>Motion</name></affairType><author><councillor><code>2455</code><gender>f</gender><id>405</id><name>Fehr Jacqueline</name><officialDenomination>Fehr Jacqueline</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion S</abbreviation><code>S</code><id>2</id><name>Sozialdemokratische 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behandelt</text><type>32</type></resolution></resolutions></consultation><federalCouncilProposal><code>-</code><date>2010-09-01T00:00:00Z</date><text>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.</text></federalCouncilProposal><index>0</index><links /><preConsultations /><references /><relatedDepartments><relatedDepartment><abbreviation>EJPD</abbreviation><id>5</id><name>Justiz- und Polizeidepartement</name><leading>true</leading></relatedDepartment></relatedDepartments><states><state><date>2010-06-17T00:00:00</date><id>24</id><name>Im Rat noch nicht behandelt</name></state><state><date>2012-06-15T00:00:00</date><id>229</id><name>Erledigt</name></state></states><texts /></draft></drafts><language>de</language><priorityCouncils><priorityCouncil><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type><priority>1</priority></priorityCouncil></priorityCouncils><relatedAffairs 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Die Fachwelt ist sich einig, dass es sich beim Poker und insbesondere bei der beliebtesten Spielform, dem Texas Hold'em, um ein Geschicklichkeitsspiel und nicht um ein Glücksspiel handelt. Vergleichsweise gering ist deshalb beim Pokern auch der Geldeinsatz. Gerade weil es sich um ein Geschicklichkeitsspiel handelt, dauern die Spiele lange (meist über eine Stunde sogar bei kleinen Runden), und nur in Ausnahmefällen gewinnt der Spieler oder die Spielerin mit den besten Ausgangskarten. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Gemäss einer Untersuchung sind rund 80 Prozent der Spielerinnen und Spieler unter 35 Jahre alt, rund die Hälfte ist zwischen 18 und 25 Jahren. Damit richtet sich erneut ein Verbot in erster Linie gegen die jüngere Bevölkerung. Dies ist grundsätzlich stossend und im konkreten Fall sogar kontraproduktiv. Zwingt man die Pokerspiele nämlich in die Spielcasinos, ist das Risiko für die jüngeren Spielerinnen und Spieler viel grösser, sich in Glücksspielen zu versuchen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zu denselben Schlüssen ist auch die Eidgenössische Spielbankenkommission gekommen, die sich gegen ein Verbot des Pokerspiels ausgesprochen hat. Da aber offensichtlich die Rechtsgrundlagen zur Abgrenzung Glücksspiel-Geschicklichkeitsspiel unklar oder gar ungenügend sind, ist der Bundesrat aufgefordert, dem Parlament im Sinne einer sachgerechten Lösung eine entsprechende Gesetzesänderung zu unterbreiten.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>14</id><name>Antwort BR / Büro</name></type><value>&lt;p&gt;Das Bundesgericht hat mit seinem Entscheid vom 20. Mai 2010 (BGE 2C_694/2009) klargestellt, dass die Turniere, an denen die Pokervariante Texas Hold'em gespielt wurde, wie die (nicht in Turnierform gespielten) weiteren Pokerspiele um Geld als Glücksspiele zu qualifizieren sind und nur in konzessionierten Spielbanken angeboten werden dürfen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Bundesrat sieht zum heutigen Zeitpunkt aus Gründen des Sozialschutzes keinen Anlass, die bestehende Grundkonzeption des Spielbankengesetzes zu ändern und Gesetzesgrundlagen zu schaffen, damit (neben den von den Kantonen kontrollierten Lotterien und Wetten) ausserhalb von Spielbanken weitere Geldspiele ermöglicht würden, deren Gewinnmöglichkeiten ganz oder überwiegend vom Zufall abhängen. Selbst wenn nur für Pokerspiele eine Ausnahme gemacht würde, käme das einer einzelfallmässigen Abkehr eines heute bewährten Prinzips gleich, was gegenüber anderen Spielen nicht zu rechtfertigen wäre.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es liegt in der Natur der Sache, dass keine klar messbare Abgrenzungsdefinition bezüglich Glücks- und Geschicklichkeitsspielen erlassen werden kann. Auch durch eine Verschiebung der Grenze Glück/Geschicklichkeit im Hinblick auf gewisse Pokerspiele könnte nicht vermieden werden, dass die Gerichte Abgrenzungsentscheide treffen müssen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Durch den Entscheid des Bundesgerichtes wird einzig das Organisieren und das gewerbsmässige Betreiben unterbunden. Gelegentliche Spiele im Familien- und Freundeskreis werden schon heute strafrechtlich nicht verfolgt. Die Pokerspiele in den Spielbanken finden in einem kontrollierten Rahmen statt; die Spielbanken müssen wirksame Sozialschutzkonzepte betreiben.&lt;/p&gt;  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.</value></text><text><type><id>5</id><name>Eingereichter Text</name></type><value>&lt;p&gt;Der Bundesrat wird beauftragt, die gesetzlichen Bestimmungen so anzupassen, dass Pokerspiele, insbesondere die populärste Variante, Texas Hold'em, als Geschicklichkeitsspiele anerkannt werden und damit entsprechende Turniere ausserhalb der Spielcasinos weiterhin legal sind.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>1</id><name>Titel des Geschäftes</name></type><value>Pokerspiele als Geschicklichkeitsspiele anerkennen</value></text></texts><title>Pokerspiele als Geschicklichkeitsspiele anerkennen</title></affair>