﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><affair xmlns:i="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance"><id>20103523</id><updated>2025-06-24T23:51:36Z</updated><additionalIndexing>28;2841;15;Lohn;Mutterschaftsversicherung;frühe Kindheit;Mutterschaftsurlaub;Mutterschaft;Arbeitsrecht;Therapeutik;Frauenarbeit;Mutterschutz</additionalIndexing><affairType><abbreviation>Po.</abbreviation><id>6</id><name>Postulat</name></affairType><author><councillor><code>2405</code><gender>f</gender><id>341</id><name>Maury Pasquier Liliane</name><officialDenomination>Maury Pasquier</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion S</abbreviation><code>S</code><id>2</id><name>Sozialdemokratische Fraktion</name></faction><type>author</type></author><deposit><council><abbreviation>SR</abbreviation><id>2</id><name>Ständerat</name><type>S</type></council><date>2010-06-17T00:00:00Z</date><legislativePeriod>48</legislativePeriod><session>4814</session></deposit><descriptors><descriptor><key>L05K0107030401</key><name>Mutterschaft</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L04K01050513</key><name>Mutterschutz</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L04K01040115</key><name>Mutterschaftsversicherung</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L05K0104030101</key><name>Mutterschaftsurlaub</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L05K0702010103</key><name>Lohn</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L04K07020402</key><name>Arbeitsrecht</name><type>2</type></descriptor><descriptor><key>L05K0107010203</key><name>frühe Kindheit</name><type>2</type></descriptor><descriptor><key>L04K01050214</key><name>Therapeutik</name><type>2</type></descriptor><descriptor><key>L05K0702030205</key><name>Frauenarbeit</name><type>2</type></descriptor></descriptors><drafts><draft><consultation><resolutions><resolution><category><id>3</id><name>Normal</name></category><council><abbreviation>SR</abbreviation><id>2</id><name>Ständerat</name><type>S</type></council><date>2010-09-14T00:00:00Z</date><text>Annahme</text><type>20</type></resolution><resolution><category><id>3</id><name>Normal</name></category><council><abbreviation>SR</abbreviation><id>2</id><name>Ständerat</name><type>S</type></council><date>2017-06-08T00:00:00Z</date><text>Abschreibung</text><type>15</type></resolution><resolution><category><id>3</id><name>Normal</name></category><council><abbreviation>SR</abbreviation><id>2</id><name>Ständerat</name><type>S</type></council><date>2017-06-08T00:00:00Z</date><text>Im Zusammenhang mit der Beratung des Geschäfts 17.006.</text><type>0</type></resolution></resolutions></consultation><federalCouncilProposal><code>+</code><date>2010-09-01T00:00:00Z</date><text>Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.</text></federalCouncilProposal><index>0</index><links /><preConsultations /><references /><relatedDepartments><relatedDepartment><abbreviation>EJPD</abbreviation><id>5</id><name>Justiz- und Polizeidepartement</name><leading>true</leading></relatedDepartment></relatedDepartments><states><state><date>2010-06-17T00:00:00</date><id>24</id><name>Im Rat noch nicht behandelt</name></state><state><date>2010-09-14T00:00:00</date><id>26</id><name>Angenommen</name></state><state><date>2017-06-08T00:00:00</date><id>229</id><name>Erledigt</name></state></states><texts /></draft></drafts><handling><date>2010-09-14T00:00:00Z</date><legislativePeriod>48</legislativePeriod><session>4815</session></handling><language>de</language><priorityCouncils><priorityCouncil><abbreviation>SR</abbreviation><id>2</id><name>Ständerat</name><type>S</type><priority>1</priority></priorityCouncil></priorityCouncils><relatedAffairs /><roles><role><councillor><code>2370</code><gender>m</gender><id>305</id><name>Berberat Didier</name><officialDenomination>Berberat</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2717</code><gender>m</gender><id>3914</id><name>Cramer Robert</name><officialDenomination>Cramer</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2719</code><gender>m</gender><id>3916</id><name>Hêche Claude</name><officialDenomination>Hêche</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2380</code><gender>f</gender><id>316</id><name>Egerszegi-Obrist Christine</name><officialDenomination>Egerszegi-Obrist</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2723</code><gender>f</gender><id>3920</id><name>Seydoux-Christe Anne</name><officialDenomination>Seydoux</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2629</code><gender>f</gender><id>1148</id><name>Savary Géraldine</name><officialDenomination>Savary</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2061</code><gender>f</gender><id>466</id><name>Fetz Anita</name><officialDenomination>Fetz</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2624</code><gender>m</gender><id>1134</id><name>Recordon Luc</name><officialDenomination>Recordon</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2405</code><gender>f</gender><id>341</id><name>Maury Pasquier Liliane</name><officialDenomination>Maury Pasquier</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion S</abbreviation><code>S</code><id>2</id><name>Sozialdemokratische Fraktion</name></faction><type>author</type></role></roles><shortId>10.3523</shortId><state><id>229</id><name>Erledigt</name><doneKey>0</doneKey><newKey>0</newKey></state><texts><text><type><id>6</id><name>Begründung</name></type><value>&lt;p&gt;Gegenwärtig kann eine Frau den Beginn des Entschädigungsanspruchs bei Mutterschaft aufschieben, wenn ihr Neugeborenes für mehr als drei Wochen hospitalisiert werden muss (Art. 24 EOV).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bis vor Kurzem wurde die Frage, ob die Frau in diesem Fall Anspruch auf den Bezug ihres Lohns hat, nicht entschieden. Gemäss einem Entscheid des Tribunal des prud'hommes des Kantons Genf (Fall Nr. C/17092/2007-3) stellt die Tatsache, dass die Frau nicht arbeiten kann, weil sie bei ihrem seit der Geburt hospitalisierten Neugeborenen sein muss, eine Verhinderung des Arbeitnehmers im Sinne von Artikel 324a des Obligationenrechtes dar. Die Frau habe deshalb Anspruch auf ihren Lohn. Generell sind alle Eltern verpflichtet, für ihre Kinder zu sorgen - eine Pflicht, die im Gesetz verankert ist (Art. 276, 163 und 328 des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs). Da es sich in diesem Fall aber nur um einen kantonalen Gerichtsentscheid handelt, wurde er noch von keiner anderen gerichtlichen Instanz der Schweiz bestätigt oder entkräftet, was Rechtsunsicherheit zur Folge hat.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zudem darf eine Frau laut Artikel 35a Absatz 3 des Arbeitsgesetzes während acht Wochen nach der Niederkunft nicht arbeiten. Dieses Arbeitsverbot ist einer der Gründe, die den schweizerischen Gesetzgeber dazu bewogen haben, einen Mutterschaftsurlaub auf Bundesebene vorzusehen. Jedoch werden dadurch nicht alle Einzelfälle geregelt. Im Fall eines Aufschubs des Mutterschaftsurlaubs aufgrund eines längeren Spitalaufenthalts des Neugeborenen erhält die Arbeitnehmerin keinen Lohn, obwohl sie einerseits körperlich arbeitsunfähig ist und andererseits vom Gesetz her nicht arbeiten darf.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Hinzu kommt noch, dass das Obligationenrecht junge Mütter, die sich in dieser schwierigen Situation befinden, benachteiligt. Während des ersten Dienstjahres haben sie lediglich drei Wochen lang Anspruch auf ihren Lohn. Für längere Dienstverhältnisse sieht das Gesetz eine längere Anspruchsdauer vor, die jedoch nicht ausdrücklich angegeben wird. Manche Arbeitsgerichte haben Abstufungen entwickelt, die ja nach Kanton variieren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wenn eine Hospitalisierung des Neugeborenen verordnet wird, durchleben die Eltern, vor allem die Mutter, eine schwierige Zeit. In einem solchen Fall wird die Mutter durch die Anzahl an Dienstjahren, die bei jungen Frauen zwangsweise gering ist, unnötig benachteiligt. Ausserdem wird es heutzutage, wo der Arbeitsmarkt hohe Anforderungen an die Flexibilität der Arbeitnehmerinnen stellt, immer schwieriger, eine ausreichende Anzahl an Dienstjahren beim selben Arbeitgeber oder bei derselben Arbeitgeberin nachzuweisen.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>14</id><name>Antwort BR / Büro</name></type><value>Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.</value></text><text><type><id>5</id><name>Eingereichter Text</name></type><value>&lt;p&gt;Wird das Neugeborene nach der Geburt länger als gewöhnlich hospitalisiert, so kann die Mutter ihren Anspruch auf die Leistungen der Mutterschaftsversicherung aufschieben. Aufgrund des Arbeitsverbots während der ersten acht Wochen nach der Niederkunft stellt sich jedoch die Frage des Einkommens während dieser Zeit. Der Bundesrat wird daher beauftragt, die Möglichkeiten einer Gesetzesrevision zu prüfen, mit denen sich solche Härtefälle, die die Frau durch das Wegfallen ihres Lohns benachteiligen, verhindern lassen, und einen Bericht darüber zu verfassen.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>1</id><name>Titel des Geschäftes</name></type><value>Welches Einkommen während des achtwöchigen Arbeitsverbots nach der Geburt, wenn der Anspruch auf Entschädigung durch die Mutterschaftsversicherung infolge der Hospitalisierung des Neugeborenen aufgeschoben wird?</value></text></texts><title>Welches Einkommen während des achtwöchigen Arbeitsverbots nach der Geburt, wenn der Anspruch auf Entschädigung durch die Mutterschaftsversicherung infolge der Hospitalisierung des Neugeborenen aufgeschoben wird?</title></affair>