{"id":20103551,"updated":"2023-07-28T09:16:14Z","additionalIndexing":"28;Rechte des Kindes;häusliche Gewalt;Jugendschutz;Schaffung neuer Bundesstellen;Kind","affairType":{"abbreviation":"Mo.","id":5,"name":"Motion"},"author":{"councillor":{"code":2421,"gender":"f","id":358,"name":"Stump Doris","officialDenomination":"Stump"},"faction":{"abbreviation":"Fraktion S","code":"S","id":2,"name":"Sozialdemokratische Fraktion"},"type":"author"},"deposit":{"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2010-06-18T00:00:00Z","legislativePeriod":48,"session":"4814"},"descriptors":[{"key":"L05K0101020701","name":"häusliche Gewalt","type":1},{"key":"L04K01040206","name":"Jugendschutz","type":1},{"key":"L05K0107010205","name":"Kind","type":1},{"key":"L07K08060103010403","name":"Schaffung neuer Bundesstellen","type":1},{"key":"L04K05020508","name":"Rechte des 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Auswertungen von Polizeiinterventionen bei häuslicher Gewalt zeigen, dass in mehr als der Hälfte der Einsätze Kinder anwesend sind. Das Miterleben von Gewalt zwischen Vater und Mutter beeinträchtigt die psychische Integrität von Kindern. Mitbetroffenheit bei häuslicher Gewalt kann ohne frühzeitige Intervention zu Langzeitschädigungen und zur Übernahme von gewaltvollen Konfliktlösungsstrategien führen. Noch immer klammern Fachleute, die mit Kindern und Familien arbeiten, das Thema häusliche Gewalt in ihrer täglichen Arbeit wegen Berührungsängsten und fehlenden Wissens zu Handlungsstrategien oftmals aus.<\/p><p>Fachpersonen verschiedener Disziplinen (Frauenhäuser, Kindesschutz, Medizin, Opferberatung, Polizei, Verwaltung, Wissenschaft u. a.) fordern seit einigen Jahren, dass das Recht der Kinder auf Aufklärung über häusliche Gewalt endlich eingelöst und die Lücken im Unterstützungsangebot geschlossen werden. Der Bundesrat bestätigt in seiner Antwort auf die Interpellation 10.3300, \"Kindesschutz bei häuslicher Gewalt\", den von den Fachleuten immer wieder hervorgehobenen grossen Handlungsbedarf.<\/p><p>Kindliche Mitbetroffenheit bei häuslicher Gewalt stellt eine akute Kindeswohlgefährdung dar, die zu staatlichem Handeln verpflichtet. Viele Kantone suchen zurzeit nach Möglichkeiten, die Situation der von häuslicher Gewalt mitbetroffenen Kinder zu verbessern. Um vorhandenes Wissen und gemachte Erfahrungen einzelner Kantone in der ganzen Schweiz optimal nutzen zu können, sollten u. a. der Wissenstransfer, die Vernetzung, die Unterstützung bei Projektlancierungen, die Vermittlung von Fachleuten und die Triage durch eine nationale Koordinationsstelle sichergestellt werden. Die Auswertung der Konsultationsantworten zum Vorschlag für ein nationales Kindesschutzprogramm zeigt, dass die Kantone das Ziel einer verbesserten Koordination im Kindesschutzbereich auf nationaler Ebene und Unterstützungsprojekte für betroffene Kinder von häuslicher Gewalt begrüssen.<\/p>"},{"type":{"id":14,"name":"Antwort BR \/ Büro"},"value":"<p>Häusliche Gewalt liegt vor, wenn Personen innerhalb einer bestehenden oder aufgelösten familiären, ehelichen oder eheähnlichen Beziehung physische, psychische oder sexuelle Gewalt ausüben oder androhen. Darunter fällt die Gewalt an Frauen oder Männern in Paarbeziehungen und Trennungssituationen, die Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in der Familie, die Gewalt gegen ältere Menschen im Familienverband sowie die Gewalt von Kindern und Jugendlichen gegen die Geschwister oder Eltern.<\/p><p>Kinder und Jugendliche sind von häuslicher Gewalt einerseits direkt betroffen durch körperliche, psychische oder sexuelle Gewalt oder Vernachlässigung innerhalb der Familie. Sie sind andererseits indirekt (als Zeugen) von Gewalt, insbesondere zwischen Vater und Mutter, mitbetroffen. Auf letzteren Bereich zielt die vorliegende Motion.<\/p><p>Wie der Bundesrat in seiner Antwort vom 4. Juni 2010 auf die Interpellation Stump 10.3300, \"Kindesschutz bei häuslicher Gewalt\", ausgeführt hat, werden demnächst die Arbeiten zur Erfüllung des Postulates Fehr Jacqueline 07.3725, \"Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Gewalt in der Familie\", aufgenommen. In diesem Rahmen wird geprüft werden, ob und welche Massnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen, welche von häuslicher Gewalt betroffen sind, sinnvoll sind und wer für ihre Umsetzung zuständig sein soll. Dieser Bericht soll im Verlaufe des nächsten Jahres vorgelegt werden. Bei dieser Ausgangslage kann der Motion im jetzigen Zeitpunkt nicht entsprochen werden.<\/p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion."},{"type":{"id":5,"name":"Eingereichter Text"},"value":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, eine nationale Koordinationsstelle \"Kindesschutz bei häuslicher Gewalt\" zu schaffen oder eine Stelle zu bezeichnen, die eine koordinierende Rolle in diesem Bereich übernimmt. Der zuständigen Stelle sind die nötigen Ressourcen zur Verfügung zu stellen.<\/p>"},{"type":{"id":1,"name":"Titel des Geschäftes"},"value":"Nationale Koordination im Bereich Kindesschutz bei häuslicher Gewalt"}],"title":"Nationale Koordination im Bereich Kindesschutz bei häuslicher Gewalt"}