﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><affair xmlns:i="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance"><id>20104003</id><updated>2023-07-27T19:08:10Z</updated><additionalIndexing>15;28;behinderte/r Arbeitnehmer/in;Behinderte/r;Invalidenversicherung;geschützter Arbeitsplatz;berufliche Wiedereingliederung</additionalIndexing><affairType><abbreviation>Mo.</abbreviation><id>5</id><name>Motion</name></affairType><author><councillor><code>2744</code><gender>f</gender><id>4031</id><name>Ingold Maja</name><officialDenomination>Ingold</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion CEG</abbreviation><code>M-E</code><id>3</id><name>Fraktion CVP/EVP/glp</name></faction><type>author</type></author><deposit><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>2010-12-15T00:00:00Z</date><legislativePeriod>48</legislativePeriod><session>4816</session></deposit><descriptors><descriptor><key>L06K070203030501</key><name>berufliche Wiedereingliederung</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L04K01040201</key><name>Behinderte/r</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L05K0702030310</key><name>geschützter Arbeitsplatz</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L05K0702020105</key><name>behinderte/r Arbeitnehmer/in</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L04K01040103</key><name>Invalidenversicherung</name><type>2</type></descriptor></descriptors><drafts><draft><consultation><resolutions><resolution><category><id>5</id><name>Adm</name></category><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>2012-12-17T00:00:00Z</date><text>Abgeschrieben, weil nicht innert zwei Jahren abschliessend im Rat behandelt</text><type>32</type></resolution></resolutions></consultation><federalCouncilProposal><code>-</code><date>2011-03-11T00:00:00Z</date><text>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.</text></federalCouncilProposal><index>0</index><links /><preConsultations /><references /><relatedDepartments><relatedDepartment><abbreviation>EDI</abbreviation><id>4</id><name>Departement des Innern</name><leading>true</leading></relatedDepartment></relatedDepartments><states><state><date>2010-12-15T00:00:00</date><id>24</id><name>Im Rat noch nicht behandelt</name></state><state><date>2012-12-14T00:00:00</date><id>229</id><name>Erledigt</name></state></states><texts /></draft></drafts><language>de</language><priorityCouncils><priorityCouncil><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type><priority>1</priority></priorityCouncil></priorityCouncils><relatedAffairs /><roles><role><councillor><code>2657</code><gender>f</gender><id>1337</id><name>Glanzmann-Hunkeler Ida</name><officialDenomination>Glanzmann</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2606</code><gender>m</gender><id>1118</id><name>Ineichen Otto</name><officialDenomination>Ineichen</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2585</code><gender>m</gender><id>1138</id><name>Bäumle Martin</name><officialDenomination>Bäumle</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2680</code><gender>f</gender><id>3877</id><name>Fiala Doris</name><officialDenomination>Fiala</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2354</code><gender>f</gender><id>273</id><name>Gadient Brigitta M.</name><officialDenomination>Gadient</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2707</code><gender>f</gender><id>3904</id><name>Schmid-Federer Barbara</name><officialDenomination>Schmid-Federer</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2511</code><gender>m</gender><id>489</id><name>Loepfe Arthur</name><officialDenomination>Loepfe</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2728</code><gender>m</gender><id>3931</id><name>Weibel Thomas</name><officialDenomination>Weibel</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2672</code><gender>f</gender><id>3869</id><name>Bänziger Marlies</name><officialDenomination>Bänziger</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2744</code><gender>f</gender><id>4031</id><name>Ingold Maja</name><officialDenomination>Ingold</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion CEG</abbreviation><code>M-E</code><id>3</id><name>Fraktion CVP/EVP/glp</name></faction><type>author</type></role></roles><shortId>10.4003</shortId><state><id>229</id><name>Erledigt</name><doneKey>0</doneKey><newKey>0</newKey></state><texts><text><type><id>6</id><name>Begründung</name></type><value>&lt;p&gt;In der Botschaft zur 5. IV-Revision wurden Integrationsmassnahmen tendenziell unter dem Aspekt "First train, then place" eingeführt. Die Massnahmen zur sozialberuflichen Rehabilitation (Gewöhnung an den Arbeitsprozess, Aufbau der Arbeitsmotivation, Stabilisierung der Persönlichkeit, Einüben sozialer Grundelemente) sowie die auf die berufliche Eingliederung gerichteten Beschäftigungsmassnahmen wurden bislang von den Durchführungsstellen mehrheitlich auch so verstanden. Die Erfahrung der Arbeitsintegrations-Profis zeigt, dass der Weg des Firstplacings erfolgversprechender ist als die "klassische" Herangehensweise mit Förderprogrammen. Der grosse Vorteil der Firstplacing-Methode ist die Arbeitsmarktnähe. Da wird keine Zeit verbraucht mit Kursen in geschützten Lehrinstitutionen, sondern die Arbeitsplatzrealität wird sofort und prioritär gesucht. Der Schwerpunkt wird auf die Arbeitsplatzsuche und das gelungene Matching von Stelle und Stellensuchenden gesetzt. Die Förderung und gegebenenfalls Ausbildung/Qualifikation kommt erst in zweiter Linie und geschieht "on the job". Das ist der entscheidende Unterschied.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Voraussetzung für den Erfolg des Firstplacings sind aber die Kernkompetenzen der Arbeitsvermittler. Es sind Arbeitsplatzkenntnisse, Akquisitionsfähigkeit, umfassende Netzwerke von KMU, Bekanntheit in der Wirtschaft. Trainer und Coachs brauchen immer noch klassische beraterische Kompetenzen, aber sie müssen verhandeln können mit Arbeitgebern, Branchenverbänden, sie entwickeln Anreizsysteme, kreieren KMU-freundliche Vereinbarungen betreffend Löhne, Unterstützung bei Schwierigkeiten, allfälliges Rückgaberecht usw. Die Fokussierung der ganzen Arbeitsintegration auf die Arbeitsplatzseite erfordert einen Kulturwandel bei den Durchführungsstellen und in Arbeitgeberkreisen, sie erfordert deshalb eine gezielte Initiative, um schlussendlich mehr Menschen nachhaltig in den Arbeitsprozess zurückzuführen.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>14</id><name>Antwort BR / Büro</name></type><value>&lt;p&gt;Der Bundesrat geht mit der Motionärin darin einig, dass der Grundsatz "First place, then train" zentraler Bestandteil der von der IV verfolgten Politik der beruflichen Eingliederung ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aufgrund von Artikel 68quater IVG hat das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) die Möglichkeit, Pilotprojekte umzusetzen und zu finanzieren, wenn diese der Eingliederung dienen. Nennenswerte Beispiele sind das Projekt "XtraJobs" mit dem Ziel, Versicherte an Unternehmen auf dem regulären Arbeitsmarkt zu vermitteln, oder das Projekt "Ingeus", welches die direkte Integration der Versicherten auf dem Arbeitsmarkt via Coaching oder Vermittlung anstrebt und dabei auch die im Ausland gemachten Erfahrungen einbezieht. Beide Projekte zielen also auf die direkte Vermittlung der Versicherten auf dem regulären Arbeitsmarkt. Andere Projekte, die ebenfalls der Wiedereingliederung der Versicherten dienen, sind "Die Charta", ein Projekt zur Schaffung von 100 Arbeits- oder Ausbildungsplätzen für behinderte Menschen, "Regiofutura", ein Projekt für Nischenarbeitsplätze für junge psychisch Kranke, oder das Projekt "Startkapital", welches finanzielle Anreize für Versicherte bietet, die eine Beschäftigung aufnehmen und auf eine IV-Rente verzichten. Weitere Pilotprojekte sind in Planung.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die mit der 5. IV-Revision eingeführten Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung gehen auch in Richtung des Grundsatzes "First place, then train". Allerdings wurden diese Massnahmen bis anhin selten zu diesem Zweck eingesetzt und sollten künftig häufiger angewendet werden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Rahmen der 6. IV-Revision soll mit dem ersten Massnahmenpaket (Revision 6a) die Möglichkeit des Arbeitsversuchs eingeführt werden, bei dem die Versicherten sofort und prioritär die Realitäten der Arbeitswelt kennenlernen. Der Arbeitsversuch orientiert sich damit ebenfalls ganz klar am Grundsatz "First place, then train". Das zweite Massnahmenpaket (Revision 6b) sieht die Einführung eines Personalverleihs vor, bei dem kein Arbeitsvertrag mit dem Arbeitgeber abgeschlossen wird. Dies soll den Versicherten den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Versicherte und Arbeitnehmer können für diese Massnahmen Beratung und Begleitung der IV-Stellen in Anspruch nehmen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Bundesrat ist folglich der Ansicht, dass bereits eine ausreichende gesetzliche Grundlage für die Umsetzung von Pilotprojekten vorhanden ist. Im Übrigen werden im Rahmen der 6. IV-Revision, erstes und zweites Massnahmenpaket, Möglichkeiten geschaffen, mit denen der Grundsatz "First place, then train" weiterentwickelt und konkretisiert werden kann.&lt;/p&gt;  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.</value></text><text><type><id>5</id><name>Eingereichter Text</name></type><value>&lt;p&gt;Der Ansatz der direkten Platzierung im ersten Arbeitsmarkt statt der vorangehenden qualifizierenden Massnahmen wird im erläuternden Bericht des Bundesrates zur 6. IV-Revision als wegweisender Rehabilitationsschritt bezeichnet. Der erfolgversprechende Systemwechsel soll breit erprobt werden. Der Bundesrat wird beauftragt, die neuen Eingliederungsinstrumente mit gezielten Pilotprojekten weiterzuentwickeln, um die 6. IV-Revision zum Erfolg zu führen.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>1</id><name>Titel des Geschäftes</name></type><value>First place, then train bei der Arbeitseingliederung von psychisch Kranken</value></text></texts><title>First place, then train bei der Arbeitseingliederung von psychisch Kranken</title></affair>