{"id":20104006,"updated":"2023-07-27T19:49:59Z","additionalIndexing":"48;52;Kostenwahrheit;Verursacherprinzip;Umweltverträglichkeit;Lenkungsabgabe;Luftverkehr","affairType":{"abbreviation":"Po.","id":6,"name":"Postulat"},"author":{"councillor":{"code":2696,"gender":"f","id":3893,"name":"Lachenmeier-Thüring Anita","officialDenomination":"Lachenmeier"},"faction":{"abbreviation":"Fraktion G","code":"G","id":6,"name":"Grüne Fraktion"},"type":"author"},"deposit":{"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2010-12-15T00:00:00Z","legislativePeriod":48,"session":"4816"},"descriptors":[{"key":"L04K18040104","name":"Luftverkehr","type":1},{"key":"L04K06010403","name":"Lenkungsabgabe","type":1},{"key":"L04K06010417","name":"Verursacherprinzip","type":1},{"key":"L06K070302020109","name":"Kostenwahrheit","type":1},{"key":"L04K06010401","name":"Umweltverträglichkeit","type":1}],"drafts":[{"consultation":{"resolutions":[{"category":{"id":5,"name":"Adm"},"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2011-12-05T00:00:00Z","text":"Der Vorstoss wird übernommen durch Frau Teuscher.","type":90},{"category":{"id":5,"name":"Adm"},"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2012-12-17T00:00:00Z","text":"Abgeschrieben, weil nicht innert zwei Jahren abschliessend im Rat behandelt","type":32}]},"federalCouncilProposal":{"code":"-","date":"2011-02-02T00:00:00Z","text":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates."},"index":0,"links":[],"preConsultations":[],"references":[],"relatedDepartments":[{"abbreviation":"UVEK","id":9,"name":"Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","leading":true}],"states":[{"date":"\/Date(1292367600000+0100)\/","id":24,"name":"Im Rat noch nicht behandelt"},{"date":"\/Date(1355439600000+0100)\/","id":229,"name":"Erledigt"}],"texts":[]}],"language":"de","priorityCouncils":[{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N","priority":1}],"relatedAffairs":[],"roles":[{"councillor":{"code":2665,"gender":"m","id":3829,"name":"Tschümperlin Andy","officialDenomination":"Tschümperlin"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2732,"gender":"f","id":3999,"name":"Prelicz-Huber Katharina","officialDenomination":"Prelicz-Huber"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2733,"gender":"f","id":4001,"name":"Weber-Gobet Marie-Thérèse","officialDenomination":"Weber-Gobet"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2596,"gender":"f","id":1155,"name":"Frösch Therese","officialDenomination":"Frösch"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2745,"gender":"m","id":4032,"name":"Jans Beat","officialDenomination":"Jans"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2422,"gender":"f","id":359,"name":"Teuscher Franziska","officialDenomination":"Teuscher"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2710,"gender":"f","id":3907,"name":"Thorens Goumaz Adèle","officialDenomination":"Thorens Goumaz"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2615,"gender":"m","id":1112,"name":"Müller Geri","officialDenomination":"Müller Geri"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2569,"gender":"f","id":806,"name":"Graf Maya","officialDenomination":"Graf Maya"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2684,"gender":"f","id":3881,"name":"Gilli Yvonne","officialDenomination":"Gilli"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2630,"gender":"f","id":1129,"name":"Schenker Silvia","officialDenomination":"Schenker Silvia"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2129,"gender":"f","id":487,"name":"Leutenegger Oberholzer Susanne","officialDenomination":"Leutenegger Oberholzer"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2702,"gender":"m","id":3899,"name":"Nussbaumer Eric","officialDenomination":"Nussbaumer"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2697,"gender":"m","id":3894,"name":"Lumengo Ricardo","officialDenomination":"Lumengo"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2611,"gender":"m","id":1158,"name":"Lang Josef","officialDenomination":"Lang"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2728,"gender":"m","id":3931,"name":"Weibel Thomas","officialDenomination":"Weibel"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2672,"gender":"f","id":3869,"name":"Bänziger Marlies","officialDenomination":"Bänziger"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2696,"gender":"f","id":3893,"name":"Lachenmeier-Thüring Anita","officialDenomination":"Lachenmeier"},"faction":{"abbreviation":"Fraktion G","code":"G","id":6,"name":"Grüne Fraktion"},"type":"author"},{"councillor":{"code":2422,"gender":"f","id":359,"name":"Teuscher Franziska","officialDenomination":"Teuscher"},"type":"assuming"}],"shortId":"10.4006","state":{"id":229,"name":"Erledigt","doneKey":"0","newKey":0},"texts":[{"type":{"id":6,"name":"Begründung"},"value":"<p>Am 1. Januar 2011 wird in Deutschland eine Flugverkehrsabgabe eingeführt. Ziel ist es, Anreize für umweltgerechtes Verhalten zu setzen. Flüge bis 2000 Kilometer Entfernung sollen mit 8 Euro, Flüge zwischen 2000 und 6000 Kilometer mit 25 Euro und längere Flüge mit 45 Euro besteuert werden. Damit wird der klimaschädlichste Verkehrsträger mit einer Abgabe belastet, und Subventionen des Bundes können abgebaut werden.<\/p><p>Auch in der Schweiz wird die Luftfahrt mit einem dreistelligen Millionenbetrag subventioniert. Ein grosser Teil der Umwelt- und Sicherheitsmassnahmen wird aus der Bundeskasse und nicht durch die Flugpassagiere nach dem Verursacherprinzip bezahlt. Nicht nur die Bundeskasse wird durch die Luftfahrt belastet, sondern auch die Bevölkerung, die Umwelt und das Klima. Gesundheitskosten und Umweltschäden sind nirgends aufgelistet. Eine Kerosinsteuer für kommerzielle Auslandflüge ist aufgrund einer Konvention der Icao, welcher auch die Schweiz beigetreten ist, nicht zulässig. <\/p><p>Eine Flugverkehrsabgabe, wie sie Deutschland ab Januar 2011 einführt, könnte auch ohne internationale Abkommen erhoben werden. Damit würde die in den letzten Jahren steigende Subventionierung des Luftverkehrs gesenkt, und umweltfreundlichere Verkehrsmittel könnten gefördert werden.<\/p>"},{"type":{"id":14,"name":"Antwort BR \/ Büro"},"value":"<p>Der Deutsche Bundestag hat Ende November 2010 ein Spar- und Steuererhöhungspaket beschlossen. Die im Haushaltsbegleitgesetz gebündelten Massnahmen umfassen auch die Einführung einer Luftverkehrssteuer. Danach werden ab 2011 sämtliche gewerbliche Passagierflüge besteuert, die von einem deutschen Flughafen starten. Die neue Steuer dient in erster Linie der Entlastung des Bundeshaushaltes und setzt erst in zweiter Linie ökologische Anreize für umweltgerechtes Verhalten. <\/p><p>Eine solche Massnahme birgt immer auch das Risiko, die Wirtschaft aufgrund von Wettbewerbsnachteilen zu schädigen. Aufgrund der Luftverkehrssteuer wird ferner eine auch unter ökologischen Gesichtspunkten negativ zu beurteilende Verlagerung der Verkehrsströme ins Ausland befürchtet - eine Erfahrung, welche die Niederlande und Dänemark gemacht haben. Nur wenige Monate nach der Einführung einer Luftverkehrssteuer mussten diese Länder ähnlich geartete Vorhaben zurückziehen, nachdem die Passagierzahlen eingebrochen und die erhofften Mehreinnahmen ausgeblieben waren. <\/p><p>Der Anteil der Luftfahrt am weltweiten CO2-Ausstoss beträgt heute rund 2 Prozent. Mit dem Einsatz neuer Technologien kann zumindest ein Teil der prognostizierten Zunahme der Treibhausgasemissionen aufgefangen werden. Der Bundesrat erachtet dies alleine indes nicht als ausreichend und ist der Auffassung, dass der Luftverkehr einen höheren Beitrag zur Verbesserung der Klimabilanz leisten soll. Eine diesbezügliche Wirkung sollte aufgrund der globalen Vernetzung des Schweizer Luftverkehrs in erster Linie mittels international abgestimmten Vorgehens erzielt werden. Auf diese Weise können auch Wettbewerbsverzerrungen vermieden werden, die dem Luftverkehrsstandort Schweiz schaden würden. <\/p><p>Im Rahmen der gegenwärtig laufenden Revision des CO2-Gesetzes ist vorgesehen, die Luftfahrt - analog zur EU - in das schweizerische Emissionshandelssystem (CH-ETS) zu integrieren. Das CH-ETS wiederum soll mit dem EU-ETS verknüpft werden, um den Zugang der Schweizer Industrie zu einem grösseren Markt zu gewährleisten. Die detaillierte Regelung und das Inkrafttreten hängen vom Ausgang der Verhandlungen mit der EU ab, die voraussichtlich 2011 aufgenommen werden. Sollte die angestrebte Verknüpfung nicht zustande kommen, würde der Bundesrat - wie in der Botschaft zur Revision des CO2-Gesetzes dargelegt - für die Luftfahrt äquivalente Massnahmen prüfen, um einen mit der Integration ins ETS vergleichbaren Effekt zu erzielen. Zu diesen Massnahmen könnte auch eine Luftverkehrsabgabe gehören.<\/p><p>Zum gegenwärtigen Zeitpunkt hält der Bundesrat die vertiefte Prüfung einer Luftverkehrsabgabe nicht für angezeigt. Im Vordergrund steht der vom Bundesrat vorgezeichnete Weg des raschen Einbezugs der Luftfahrt ins Emissionshandelssystem.<\/p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates."},{"type":{"id":5,"name":"Eingereichter Text"},"value":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, analog der Flugverkehrsabgabe in Deutschland, die Einführung einer Flugverkehrsbesteuerung in der Schweiz zu prüfen.<\/p>"},{"type":{"id":1,"name":"Titel des Geschäftes"},"value":"Flugverkehrsbesteuerung für Auslandflüge analog zu Deutschland"}],"title":"Flugverkehrsbesteuerung für Auslandflüge analog zu Deutschland"}