{"id":20113239,"updated":"2023-07-28T12:16:42Z","additionalIndexing":"28;12;junger Mensch;persönliche Freiheit;Verantwortung;Rechte des Kindes;Kind;Freiheit","affairType":{"abbreviation":"Po.","id":6,"name":"Postulat"},"author":{"councillor":{"code":2455,"gender":"f","id":405,"name":"Fehr Jacqueline","officialDenomination":"Fehr Jacqueline"},"faction":{"abbreviation":"Fraktion S","code":"S","id":2,"name":"Sozialdemokratische Fraktion"},"type":"author"},"deposit":{"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2011-03-18T00:00:00Z","legislativePeriod":48,"session":"4817"},"descriptors":[{"key":"L05K0107010204","name":"junger Mensch","type":1},{"key":"L04K08020206","name":"Freiheit","type":1},{"key":"L04K05020506","name":"persönliche Freiheit","type":1},{"key":"L04K05020508","name":"Rechte des Kindes","type":1},{"key":"L05K0107010205","name":"Kind","type":1},{"key":"L04K08020230","name":"Verantwortung","type":2}],"drafts":[{"consultation":{"resolutions":[{"category":{"id":5,"name":"Adm"},"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2013-03-22T00:00:00Z","text":"Abgeschrieben, weil nicht innert zwei Jahren abschliessend im Rat behandelt","type":32}]},"federalCouncilProposal":{"code":"-","date":"2011-06-06T00:00:00Z","text":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates."},"index":0,"links":[],"preConsultations":[],"references":[],"relatedDepartments":[{"abbreviation":"EDI","id":4,"name":"Departement des Innern","leading":true}],"states":[{"date":"\/Date(1300402800000+0100)\/","id":24,"name":"Im Rat noch nicht behandelt"},{"date":"\/Date(1363906800000+0100)\/","id":229,"name":"Erledigt"}],"texts":[]}],"language":"de","priorityCouncils":[{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N","priority":1}],"relatedAffairs":[],"roles":[{"councillor":{"code":2666,"gender":"f","id":3830,"name":"Carobbio Guscetti Marina","officialDenomination":"Carobbio Guscetti"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2669,"gender":"m","id":3865,"name":"Steiert Jean-François","officialDenomination":"Steiert"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2596,"gender":"f","id":1155,"name":"Frösch Therese","officialDenomination":"Frösch"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2488,"gender":"m","id":464,"name":"Fehr Hans-Jürg","officialDenomination":"Fehr Hans-Jürg"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2608,"gender":"f","id":1147,"name":"Kiener Nellen Margret","officialDenomination":"Kiener Nellen"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2422,"gender":"f","id":359,"name":"Teuscher Franziska","officialDenomination":"Teuscher"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2298,"gender":"m","id":105,"name":"Hämmerle Andrea","officialDenomination":"Hämmerle"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2436,"gender":"f","id":350,"name":"Bernasconi Maria","officialDenomination":"Bernasconi"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2707,"gender":"f","id":3904,"name":"Schmid-Federer Barbara","officialDenomination":"Schmid-Federer"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2668,"gender":"f","id":3833,"name":"Aubert Josiane","officialDenomination":"Aubert"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2527,"gender":"m","id":504,"name":"Rossini Stéphane","officialDenomination":"Rossini"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2522,"gender":"m","id":499,"name":"Pedrina Fabio","officialDenomination":"Pedrina"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2632,"gender":"m","id":1120,"name":"Sommaruga Carlo","officialDenomination":"Sommaruga Carlo"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2448,"gender":"f","id":395,"name":"Fässler-Osterwalder Hildegard","officialDenomination":"Fässler Hildegard"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2455,"gender":"f","id":405,"name":"Fehr Jacqueline","officialDenomination":"Fehr Jacqueline"},"faction":{"abbreviation":"Fraktion S","code":"S","id":2,"name":"Sozialdemokratische Fraktion"},"type":"author"}],"shortId":"11.3239","state":{"id":229,"name":"Erledigt","doneKey":"0","newKey":0},"texts":[{"type":{"id":6,"name":"Begründung"},"value":"<p>Wir sind uns einig: Eine Gesellschaft braucht Spielregeln, an die sich alle halten müssen. Ziel dieser Spielregeln ist es, die Freiheit des Einzelnen auf ein selbstbestimmtes Leben zu sichern sowie die Position der Schwächeren zu stärken. Die Spielregeln sollen in Form von Gesetzen dort Grenzen setzen, wo die Macht oder das Fehlverhalten Einzelner das Wohl Anderer und oft der grossen Mehrheit gefährdet; dies im Wissen, dass die Freiheit des einen dort aufhört, wo die Freiheit des anderen beginnt.<\/p><p>Je nach politischer Couleur wird diese Grenze anders gezogen. Und so kann keine Partei für sich in Anspruch nehmen, die wahre Hüterin der Freiheit zu sein. Einig sind wir uns einzig im Grundsatz: Mit Verboten allein ist die Freiheit nicht zu schützen.<\/p><p>Aktuell beobachten wir eine Tendenz von Verboten, die sich insbesondere gegen Jugendliche und Kinder richten: Ausgehverbote, Konsumverbote, Lärmverbote, Zutrittsverbote usw. Zusätzlich ist eine Reihe von weiteren Pflichten und Verboten (u. a. Helmtragepflicht und Trottinett-Verbot) in Diskussion, mit denen Kinder und Jugendliche \"geschützt\" werden sollen. Und wenn mal kein neues Verbot erlassen wird, werden neu Strafgesetzbuchartikel vorgeschlagen, mit denen Fehlverhalten sanktioniert werden sollen. Im Gegenzug werden die Freiräume insbesondere für Kinder und Jugendliche immer mehr eingeschränkt.<\/p><p>Um nicht zu einer Verbotsgesellschaft zu werden, müssen wir vor jedem Verbot alle anderen Alternativen prüfen, welche die Menschen befähigen, Verantwortung für sich und die Gemeinschaft zu übernehmen. Und es müssen mehr Freiräume geschaffen werden. In diesem Sinn soll der Bundesrat Vorschläge ausarbeiten. Im Zentrum der Massnahmen soll der stärkere Einbezug der Jungparteien, der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände sowie der Kinder-, Jugend-, Familien- und Elternverbände und -organisationen vorgesehen werden.<\/p>"},{"type":{"id":14,"name":"Antwort BR \/ Büro"},"value":"<p>Der Bundesrat geht mit der Postulantin einig, dass bei Regulierungen ein gutes Augenmass erforderlich ist. Kinder und Jugendliche brauchen Freiräume, die es ihnen erlauben, sich zu entfalten. Gleichzeitig sind aber Schutzmassnahmen und Regelungen notwendig, um sie vor Gefährdungen zu schützen.<\/p><p>Weitgehend unbestritten sind Schutzverbote für Minderjährige beispielsweise hinsichtlich des Konsums von Alkohol und Tabak. Auch im Arbeits- und Verkehrsrecht sind Schutzbestimmungen zugunsten von Kindern und Jugendlichen enthalten. Ein aktuelles Beispiel sind die in der Verordnung über die Strassenbenützung vorgesehenen Schutzbestimmungen, die sich derzeit in der Vernehmlassung befindet. Im Bereich der elektronischen und interaktiven Medien hat das Parlament verschiedene Vorstösse an den Bundesrat überwiesen mit der Forderung nach einer stärkeren Regulierung. Daneben haben Kantone und Gemeinden in ihrem Zuständigkeitsbereich die Möglichkeit, Verbote oder Schutzbestimmungen zu erlassen.<\/p><p>Der Bundesrat hat im August 2008 die Gesamtstrategie für die Kinder- und Jugendpolitik in der Schweiz verabschiedet, welche die Aspekte Förderung, Schutz und Partizipation von Kindern und Jugendlichen umfasst. In Umsetzung der Strategie hat der Bundesrat die Totalrevision des Jugendförderungsgesetzes dem Parlament überwiesen. Damit will er die ausserschulische Kinder- und Jugendarbeit stärken, die gesetzliche Grundlage für die politische Partizipation von Jugendlichen auf Bundesebene schaffen, den Informations- und Erfahrungsaustausch mit Kantonen und Fachkreisen fördern sowie die Koordination auf Bundesebene im Bereich der Kinder- und Jugendpolitik verstärken. Auch in den beiden vom Bundesrat verabschiedeten Jugendschutzprogrammen zur Gewaltprävention und zum Jugendmedienschutz setzt er vor allem auf Prävention und die Förderung der Medienkompetenz. Mit der Eidgenössischen Kinder- und Jugendkommission besteht auf Bundesebene zudem ein beratendes Gremium, dessen Aufgabe es ist, die Auswirkungen von Gesetzesvorhaben auf Kinder und Jugendliche zu prüfen.<\/p><p>Damit verfügt der Bundesrat über ein breites Instrumentarium, um die Kinder und Jugendlichen zu fördern und gemeinsam mit Kantonen und Gemeinden darauf hinzuwirken, unnötige Verbote zu verhindern. Es liegt zudem in der Verantwortung des Parlamentes, bei konkreten Gesetzesvorlagen die Vor- und Nachteile von spezifischen Verboten für Kinder und Jugendliche abzuwägen. Die Erarbeitung eines Massnahmenplans ist deshalb nicht angezeigt.<\/p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates."},{"type":{"id":5,"name":"Eingereichter Text"},"value":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, in einem Massnahmenplan darzulegen, wie die Tendenz zu immer mehr Verboten, die sich gegen Kinder und Jugendliche richten, gestoppt werden kann.<\/p>"},{"type":{"id":1,"name":"Titel des Geschäftes"},"value":"Mehr Freiräume für Jugendliche"}],"title":"Mehr Freiräume für Jugendliche"}