﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><affair xmlns:i="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance"><id>20113876</id><updated>2023-07-28T10:07:19Z</updated><additionalIndexing>28;2841;Gesundheitsförderung;frühe Kindheit;Rahmengesetz;elterliche Sorge;Qualitätssicherung;Eltern;Erziehung;Beratung</additionalIndexing><affairType><abbreviation>Mo.</abbreviation><id>5</id><name>Motion</name></affairType><author><councillor><code>2657</code><gender>f</gender><id>1337</id><name>Glanzmann-Hunkeler Ida</name><officialDenomination>Glanzmann</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion CEG</abbreviation><code>M-E</code><id>3</id><name>Fraktion 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Sorge</name><type>2</type></descriptor><descriptor><key>L04K01050507</key><name>Gesundheitsförderung</name><type>2</type></descriptor></descriptors><drafts><draft><consultation><resolutions><resolution><category><id>3</id><name>Normal</name></category><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>2013-09-11T00:00:00Z</date><text>Ablehnung</text><type>22</type></resolution></resolutions></consultation><federalCouncilProposal><code>-</code><date>2011-11-23T00:00:00Z</date><text>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.</text></federalCouncilProposal><index>0</index><links /><preConsultations /><references /><relatedDepartments><relatedDepartment><abbreviation>EDI</abbreviation><id>4</id><name>Departement des Innern</name><leading>true</leading></relatedDepartment></relatedDepartments><states><state><date>2011-09-28T00:00:00</date><id>24</id><name>Im Rat noch nicht behandelt</name></state><state><date>2013-09-11T00:00:00</date><id>229</id><name>Erledigt</name></state></states><texts /></draft></drafts><language>de</language><priorityCouncils><priorityCouncil><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type><priority>1</priority></priorityCouncil></priorityCouncils><relatedAffairs /><roles><role><councillor><code>2744</code><gender>f</gender><id>4031</id><name>Ingold Maja</name><officialDenomination>Ingold</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2656</code><gender>m</gender><id>1336</id><name>Zemp Markus</name><officialDenomination>Zemp</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2709</code><gender>m</gender><id>3906</id><name>Segmüller Pius</name><officialDenomination>Segmüller</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2600</code><gender>f</gender><id>1106</id><name>Häberli-Koller 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Marianne</name><officialDenomination>Streiff</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2657</code><gender>f</gender><id>1337</id><name>Glanzmann-Hunkeler Ida</name><officialDenomination>Glanzmann</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion CEG</abbreviation><code>M-E</code><id>3</id><name>Fraktion CVP/EVP/glp</name></faction><type>author</type></role></roles><shortId>11.3876</shortId><state><id>229</id><name>Erledigt</name><doneKey>0</doneKey><newKey>0</newKey></state><texts><text><type><id>6</id><name>Begründung</name></type><value>&lt;p&gt;Die frühe Förderung und als zentraler Teil davon die Mütter- und Väterberatung mit ihrer ausgewiesenen fachlichen und ökonomischen Wirksamkeit sind zu bedeutend, als dass der Entscheid, flächendeckende Angebote bei Kindern von 0 bis 5 Jahren anzubieten oder nicht, den Kantonen überlassen werden kann. Es ist ferner festzustellen, dass es Kantone und Gemeinden gibt, in denen nichtausgebildete Fachpersonen in der Mütter- und Väterberatung arbeiten. Diese wichtige niederschwellige Beratung im Frühkindbereich unterstützt, berät und begleitet Eltern oder Erziehungsberechtigte mit ihren Kindern ab Geburt. Durch die Anleitung zum gesundheitsfördernden Verhalten wirkt die Mütter- und Väterberatung präventiv zum Wohle des Kindes.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Sinne der Bundesverfassung und der von der Schweiz ratifizierten Kinderrechtskonvention stellt die Mütter- und Väterberatung ein Bundesinteresse dar. Ihre Wirkung geht weit über die vom Bundesrat erwähnte Gewaltprävention hinaus; sie fördert ein gesundes Körpergewicht und generell die physische und psychische Entwicklung eines Kindes. Sie hat eine grosse Wirkung in den Bereichen Integration und Erziehung und erreicht 80 bis 90 Prozent der jungen Eltern im direkten Kontakt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir fordern deshalb in Analogie zum bestehenden Bundesgesetz über Schwangerschaftsberatungsstellen ein Rahmengesetz, welches die Kantone zu gewissen Minimalstandards verpflichtet. Diese lassen den Kantonen genügend Freiheiten, bei der Umsetzung lokale Gegebenheiten zu berücksichtigen. Der Ausbildungsstandard für Beraterinnen in der Mütter- und Väterberatung muss festgelegt und gesamtschweizerisch koordiniert werden, damit ausgebildete Fachpersonen diese Dienstleistung anbieten und die Beratung überall in der Schweiz im gleichen Rahmen gewährleistet ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Rahmengesetz muss ein flächendeckendes Angebot in der ganzen Schweiz gewährleisten und allen Eltern (unabhängig von ihrem Wohnort, ihrer sozialen Herkunft und ihrer Kultur) qualitativ gute Beratungsmöglichkeiten anbieten.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>14</id><name>Antwort BR / Büro</name></type><value>&lt;p&gt;Wie der Bundesrat bereits in seiner Stellungnahme vom 26. August 2009 auf die gleichlautende Motion Glanzmann 09.3615 ausgeführt hat, teilt er die Ansicht, dass die Mütter- und Väterberatung ein wirksames und notwendiges Beratungsangebot im Frühbereich ist. Als universelles Präventions- und Gesundheitsförderungsangebot richtet sich die Mütter- und Väterberatung an alle Mütter und Väter mit Säuglingen und Kleinkindern. Im Rahmen des Berichts des Bundesrates "Jugend und Gewalt" in Erfüllung der Postulate Leuthard 03.3298, Amherd 06.3646 und Galladé 07.3665 sowie des Berichtes "Gewalt in Paarbeziehungen" in Erfüllung des Postulates Stump 05.3694 hat der Bundesrat die Bedeutung dieser Angebote auch für die Gewaltprävention im familiären Umfeld unterstrichen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Mütter- und Väterberatung wird schon heute in der ganzen Schweiz angeboten und ist in der Regel für die Eltern kostenlos. Die Aus- und Weiterbildung der Beratungspersonen ist ein wichtiges Anliegen der entsprechenden Verbände. Die Kantone, in deren Verantwortung die Mütter- und Väterberatung liegt, haben die Kompetenzen, um das Angebot und die Qualität der Beratung sicherzustellen. Diese Zuständigkeitsordnung entspricht insbesondere im Bereich der niederschwelligen Beratungsangebote den Grundsätzen der Subsidiarität, was zu lokal angepassten Lösungen führt. Neben dem Ausbau der klassischen Mütter- und Väterberatung gibt es auch neue Angebote, wie z. B. das Projekt "Primano" in der Stadt Bern, wo Eltern von kleinen Kindern von Beraterinnen aus ihrem eigenen Kulturkreis besucht und im Umgang mit dem Kind angeleitet werden. Sollten tatsächlich bei Beratungsangeboten Anpassungen erforderlich sein, sind die Kantone durchaus in der Lage, diese eigenständig vorzunehmen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eine Intervention des Bundes in diesem Bereich ist somit nicht angezeigt, und ein Rahmengesetz des Bundes ist nicht erforderlich. Zudem sieht der Entwurf des Bundesgesetzes über Prävention und Gesundheitsförderung (09.076, BBl 2009 7189), der zurzeit vom Zweitrat beraten wird, vor, dass die Kantone zielgruppenspezifische Präventions-, Gesundheitsförderungs- und Früherkennungsmassnahmen für alle Altersgruppen ergreifen sollen (Art. 11 Abs. 3). Darunter fallen gemäss den Ausführungen in der Botschaft des Bundesrates auch die Mütter- und Väterberatungsstellen.&lt;/p&gt;  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.</value></text><text><type><id>5</id><name>Eingereichter Text</name></type><value>&lt;p&gt;Der Bundesrat wird beauftragt, ein Rahmengesetz auf Bundesebene für Mütter- und Väterberatung auszuarbeiten, das folgende Schwerpunkte beinhaltet:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- Qualitätssicherung der Mütter- und Väterberatung auf kantonaler Ebene;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- Forderung flächendeckender Angebote;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- Beratungsangebot bei Kindern von 0 bis 5 Jahren in allen Kantonen;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- Festlegung der Ausbildungsstandards für die Fachpersonen in der Mütter- und Väterberatung.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>1</id><name>Titel des Geschäftes</name></type><value>Rahmengesetz für Mütter- und Väterberatung</value></text></texts><title>Rahmengesetz für Mütter- und Väterberatung</title></affair>