{"id":20113973,"updated":"2025-06-25T00:10:42Z","additionalIndexing":"2841;Einsamkeit;Freitod;Prävention;psychische Krankheit","affairType":{"abbreviation":"Mo.","id":5,"name":"Motion"},"author":{"councillor":{"code":2744,"gender":"f","id":4031,"name":"Ingold Maja","officialDenomination":"Ingold"},"faction":{"abbreviation":"Fraktion CEG","code":"M-E","id":3,"name":"Fraktion CVP\/EVP\/glp"},"type":"author"},"deposit":{"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2011-09-30T00:00:00Z","legislativePeriod":48,"session":"4820"},"descriptors":[{"key":"L04K01010206","name":"Freitod","type":1},{"key":"L05K0105050702","name":"Prävention","type":1},{"key":"L04K01050107","name":"psychische Krankheit","type":1},{"key":"L04K01010218","name":"Einsamkeit","type":1}],"drafts":[{"consultation":{"resolutions":[{"category":{"id":3,"name":"Normal"},"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2013-09-11T00:00:00Z","text":"Annahme","type":20},{"category":{"id":3,"name":"Normal"},"council":{"abbreviation":"SR","id":2,"name":"Ständerat","type":"S"},"date":"2014-03-04T00:00:00Z","text":"Annahme","type":20},{"category":{"id":3,"name":"Normal"},"council":{"abbreviation":"SR","id":2,"name":"Ständerat","type":"S"},"date":"2017-06-08T00:00:00Z","text":"Abschreibung","type":15},{"category":{"id":3,"name":"Normal"},"council":null,"date":"2017-06-08T00:00:00Z","text":"Im Zusammenhang mit der Beratung des Geschäfts 17.006.","type":0},{"category":{"id":3,"name":"Normal"},"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2017-06-12T00:00:00Z","text":"Abschreibung","type":15},{"category":{"id":3,"name":"Normal"},"council":null,"date":"2017-06-12T00:00:00Z","text":"Im Zusammenhang mit der Beratung des Geschäfts 17.006.","type":0}]},"federalCouncilProposal":{"code":"-","date":"2011-12-09T00:00:00Z","text":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion."},"index":0,"links":[],"preConsultations":[{"committee":{"abbreviation":"SGK-SR","id":19,"name":"Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit SR","abbreviation1":"SGK-S","abbreviation2":"SGK","committeeNumber":19,"council":{"abbreviation":"SR","id":2,"name":"Ständerat","type":"S"},"typeCode":1},"date":"2013-09-27T00:00:00Z","registrations":[{"correspondents":[{"council":{"abbreviation":"SR","id":2,"name":"Ständerat","type":"S"},"councillor":{"code":2495,"gender":"m","id":471,"name":"Gutzwiller Felix","officialDenomination":"Gutzwiller"},"language":"de"}],"sessionId":"4912"}]}],"references":[],"relatedDepartments":[{"abbreviation":"EDI","id":4,"name":"Departement des Innern","leading":true}],"states":[{"date":"\/Date(1317333600000+0200)\/","id":24,"name":"Im Rat noch nicht behandelt"},{"date":"\/Date(1378850400000+0200)\/","id":11,"name":"Motion an 2. 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In allen industrialisierten Ländern ist die Suizidrate bei Personen über 75 Jahren am höchsten. Und da die Bevölkerung immer älter wird, wird auch die Anzahl Suizide steigen. Studien sind sich darüber einig, dass etwa 60 Prozent der älteren Suizidenten depressiv waren. Aber es spielen auch die Lebensumstände eine wichtige Rolle. Das Risiko der sozialen Isolation ist für Menschen über 75 deutlich erhöht und steigt weiter an bei schlechtem Gesundheitszustand und Vereinzelung infolge Verlustes der familiären und nachbarlichen Solidarität, die in der individualisierten Gesellschaft teilweise der Vergangenheit angehört. <\/p><p>Im Bericht zeigt der Bundesrat seine beschränkten Handlungsspielräume auf. Er erkennt und nennt Handlungsbedarf und mögliche Massnahmen. Doch ausser der Bildung einer Arbeitsgruppe und dem NFP 67, \"Lebensende\", der erst in fünf Jahren Empfehlungen liefern wird, will der Bundesrat die Kantone weiterhin nur mit der Aufbereitung von Daten und Informationen unterstützen (z. B. Erhebungen zu Todesumständen, Unterstützung der Bündnisse gegen Depression in den Kantonen). <\/p><p>Grosser Handlungsbedarf besteht aber in der breiten Aufklärung der Bevölkerung über Depression und ihre Früherkennung. Weiter müssen die Präventionsmassnahmen dringend dem Risiko der veränderten Lebenswelten und der Vereinsamung als Mitursache von Suiziden Rechnung tragen. <\/p><p>Ausserdem konzentriert sich der bundesrätliche Bericht fast ausschliesslich auf gefährdete Menschen im Alter. Dass die Schweiz zur traurigen Spitze im Suizidrating gehört, hängt aber auch mit den hohen Zahlen von Menschen im jungen und mittleren Alter zusammen, die sich umbringen. Diese Zahlen zu senken, muss dem Bundesrat ein griffiger Aktionsplan wert sein.<\/p>"},{"type":{"id":14,"name":"Antwort BR \/ Büro"},"value":"<p>Am 29. Juni 2011 hat der Bundesrat entschieden, dass er auf eine ausdrückliche Regelung der organisierten Suizidhilfe im Strafrecht verzichtet, da eine Gesetzesänderung verschiedene Nachteile mit sich gebracht hätte. Um die Anzahl der Suizide weiter zu verringern, will der Bundesrat jedoch die Suizidprävention und Palliative Care weiter fördern. <\/p><p>Aufgrund dieses Entscheides beauftragte der Bundesrat das Eidgenössische Departement des Innern (EDI), die Weiterführung der Ende 2012 auslaufenden Strategie Palliative Care zu prüfen und die Kantone weiterhin bei der Einführung des Programms \"Bündnis gegen Depression\" zu unterstützen. Dafür haben im August 2011 der Bund (Bundesamt für Gesundheit, BAG, Bundesamt für Sozialversicherungen, BSV, Staatssekretariat für Wirtschaft, Seco), die Schweizerische Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) und die Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz eine Vereinbarung für das \"Netzwerk Psychische Gesundheit\" unterzeichnet. Die Geschäftsstelle dieses Netzwerkes ist bei der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz angesiedelt und soll die kantonalen Bündnisse gegen Depression fachlich unterstützen. Auch sind weitere Kantone zu gewinnen, die das wissensbasierte Programm einführen. <\/p><p>Im Bericht \"Palliative Care, Suizidprävention und organisierte Suizidhilfe des Bundesrats\" (2011) wird aufgezeigt, dass insbesondere ältere Menschen, Alleinlebende und Menschen mit mässigem bis schlechtem Gesundheitszustand einem höheren Risiko der sozialen Isolation ausgesetzt sind. Der Bundesrat erkannte einen diesbezüglichen Handlungsbedarf und beauftragte das EDI, eine interdepartementale Arbeitsgruppe einzusetzen. Diese wird bis Mitte 2013 dem Bundesrat Massnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Pflege von unheilbar kranken Angehörigen vorschlagen. <\/p><p>Gemäss der Antwort des Bundesrates vom 27. August 2008 auf die Interpellation Maury Pasquier 08.3320, \"Prävention von Suizid bei jungen Menschen. Verpflichtungen einhalten\", sind wirksame Massnahmen der Suizidprävention für Kinder und Jugendliche in die allgemeine Prävention und Gesundheitsförderung zu integrieren. Da Suizidversuche und Suizide oft mit Suchtproblemen zusammenhängen, fördert das BAG im dritten \"Massnahmenpaket Drogen\" (MaPADro) und im \"Nationalen Programm Alkohol\" Projekte der Früherkennung und Frühintervention bei gefährdeten Kindern und Jugendlichen. Im laufenden Nationalen Programm \"Ernährung und Bewegung\" (NPEB) wird ein gesunder Lebensstil gefördert, der sich gerade für Jugendliche positiv auf das psychische Wohlbefinden auswirkt. Über die Programme hinaus führt das BAG das \"bildung+gesundheit\" Netzwerk Schweiz, welches Präventions- und Gesundheitsförderungsaktivitäten in den Schulen koordiniert. Das BSV unterstützt das telefonische Beratungsangebot mit der Nummer 147 der Pro Juventute. Für weiterführende Massnahmen zur Suizidprävention fehlen dem Bund zurzeit die gesetzlichen Grundlagen.<\/p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion."},{"type":{"id":5,"name":"Eingereichter Text"},"value":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Aktionsplan zur Suizidprävention vorzulegen und umzusetzen, der bei den erkannten Hauptrisiken Depression und soziale Isolation ansetzt und die steigende Suizidrate zu brechen vermag.<\/p>"},{"type":{"id":1,"name":"Titel des Geschäftes"},"value":"Suizidprävention. Handlungsspielraum wirkungsvoller nutzen"}],"title":"Suizidprävention. Handlungsspielraum wirkungsvoller nutzen"}