{"id":20114199,"updated":"2025-11-14T08:39:32Z","additionalIndexing":"52;55;Produktverpackung;biologische Abbaubarkeit;Handelsbeschränkung;gentechnisch veränderte Organismen;Kunststoff;Umweltverträglichkeit;Technologiebewertung;biologischer Werkstoff;nachwachsender Rohstoff","affairType":{"abbreviation":"Ip.","id":8,"name":"Interpellation"},"author":{"councillor":{"code":2569,"gender":"f","id":806,"name":"Graf Maya","officialDenomination":"Graf Maya"},"faction":{"abbreviation":"Fraktion G","code":"G","id":6,"name":"Grüne Fraktion"},"type":"author"},"deposit":{"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2011-12-23T00:00:00Z","legislativePeriod":49,"session":"4901"},"descriptors":[{"key":"L04K07010101","name":"Produktverpackung","type":1},{"key":"L07K07050103020401","name":"Kunststoff","type":1},{"key":"L05K0706010102","name":"biologischer Werkstoff","type":1},{"key":"L05K0601040101","name":"biologische Abbaubarkeit","type":1},{"key":"L04K14020210","name":"nachwachsender Rohstoff","type":1},{"key":"L08K0706010501040202","name":"gentechnisch veränderte Organismen","type":2},{"key":"L04K07010201","name":"Handelsbeschränkung","type":2},{"key":"L04K06010401","name":"Umweltverträglichkeit","type":2},{"key":"L06K070601050404","name":"Technologiebewertung","type":2}],"drafts":[{"consultation":{"resolutions":[{"category":{"id":2,"name":"Diskussion"},"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2012-03-16T00:00:00Z","text":"Diskussion verschoben","type":29},{"category":{"id":5,"name":"Adm"},"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2013-12-13T00:00:00Z","text":"Abgeschrieben, weil nicht innert zwei Jahren abschliessend im Rat behandelt","type":32}]},"federalCouncilProposal":{"date":"2012-02-22T00:00:00Z"},"index":0,"links":[],"preConsultations":[],"references":[],"relatedDepartments":[{"abbreviation":"UVEK","id":9,"name":"Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","leading":true}],"states":[{"date":"\/Date(1324594800000+0100)\/","id":24,"name":"Im Rat noch nicht behandelt"},{"date":"\/Date(1386889200000+0100)\/","id":229,"name":"Erledigt"}],"texts":[]}],"language":"de","priorityCouncils":[{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N","priority":1}],"relatedAffairs":[],"roles":[{"councillor":{"code":2422,"gender":"f","id":359,"name":"Teuscher Franziska","officialDenomination":"Teuscher"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2654,"gender":"m","id":1318,"name":"Schelbert Louis","officialDenomination":"Schelbert"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2615,"gender":"m","id":1112,"name":"Müller Geri","officialDenomination":"Müller Geri"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2685,"gender":"m","id":3882,"name":"Girod Bastien","officialDenomination":"Girod"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2635,"gender":"m","id":1110,"name":"Vischer Daniel","officialDenomination":"Vischer Daniel"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2579,"gender":"m","id":1065,"name":"Leuenberger Ueli","officialDenomination":"Leuenberger-Genève"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2650,"gender":"f","id":1293,"name":"John-Calame Francine","officialDenomination":"John-Calame"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2710,"gender":"f","id":3907,"name":"Thorens Goumaz Adèle","officialDenomination":"Thorens Goumaz"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2692,"gender":"m","id":3889,"name":"Hodgers Antonio","officialDenomination":"Hodgers"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":3000,"gender":"f","id":4095,"name":"Rytz Regula","officialDenomination":"Rytz Regula"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2727,"gender":"m","id":3924,"name":"van Singer Christian","officialDenomination":"van Singer"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2569,"gender":"f","id":806,"name":"Graf Maya","officialDenomination":"Graf Maya"},"faction":{"abbreviation":"Fraktion G","code":"G","id":6,"name":"Grüne Fraktion"},"type":"author"}],"shortId":"11.4199","state":{"id":229,"name":"Erledigt","doneKey":"0","newKey":0},"texts":[{"type":{"id":6,"name":"Begründung"},"value":"<p>Mit Begriffen wie \"aus nachwachsenden Rohstoffen\", \"nachhaltige\" oder \"klimafreundliche Verpackung\" oder \"Plant bottle\" werben mittlerweile auch in der Schweiz verschiedene Anbieter von \"Bioplastik\", welcher aus potenziellen Nahrungsmitteln (Mais, Zuckerrohr, Weizen) hergestellt wird.<\/p><p>Der \"Bioplastik\" wird als umweltfreundlich angepriesen, weil er im Unterschied zum petrochemischen Plastik biologisch abbaubar sein soll, doch zeigen - zum Teil widersprüchliche - Ökobilanzen, dass dies keineswegs gesichert ist, sondern davon ausgegangen werden muss, dass die gesamte Umweltbelastung eher höher ausfällt (starke Düngung und Pestizideinsatz, Emission von Treibhausgasen bei der Entsorgung). Damit könnten Biokunststoffe ähnlich problematische Auswirkungen nach sich ziehen wie Agrartreibstoffe. Wie bei Agrartreibstoffen werden nun bei Kunststoffen die gleichen Fehler wiederholt: Erdöl wird durch Nutzpflanzen für die Lebensmittelherstellung ersetzt, die nicht mehr der Ernährung dienen. Die Lebensmittel Mais, Zuckerrohr oder Weizen, welche als Erdölersatz für Bioplastik zweckentfremdet werden, müssen ersetzt werden, was die intensive Monokulturlandwirtschaft und insbesondere auch den Einsatz von Gentech-Pflanzen fördert. Vergleichbar mit Agrartreibstoffen werden für Bioplastik Anbauflächen für Nahrungsmittel blockiert und wird der Druck auf die Lebensmittelpreise erhöht.<\/p><p>Der Anbau von Gentech-Pflanzen und die Einfuhr von gentechnisch verändertem Saatgut und anderem pflanzlichem Vermehrungsmaterial sind in der Schweiz untersagt. Mit Bioplastik-Lebensmittelverpackungen, welche keinen Deklarationsvorschriften unterliegen, werden Konsumentinnen und Konsumenten, die GVO ablehnen, getäuscht, denn die Verbreitung von Bioplastik fördert indirekt Produkte aus Gentech-Pflanzen.<\/p>"},{"type":{"id":14,"name":"Antwort BR \/ Büro"},"value":"<p>1. Verpackungen wie auch Treibstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen weisen in vielen Fällen eine schlechte Ökobilanz auf. Der Grund dafür ist, dass in beiden Anwendungsformen die Umwelt durch den Anbau der Pflanzen und die Verarbeitung der pflanzlichen Rohstoffe wie Mais zu Agrartreibstoff oder Biokunststoff stark belastet wird. So tragen Agrartreibstoffe und Biokunststoffe zur Überdüngung (Eutrophierung) und Versauerung der Böden bei. Weitere negative Folgen, die nur zum Teil oder gar nicht durch eine Ökobilanz erfasst werden, sind der Verlust der biologischen Vielfalt und von naturbelassenen Flächen sowie die Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion. Werden hingegen Agrartreibstoffe oder Biokunststoffe aus Pflanzenabfällen oder Produktionsrückständen gewonnen, die anderweitig nicht verwertet werden könnten, ist die Ökobilanz durchaus positiv. Ein allgemeines Verbot der Marktzulassung von Verpackungen aus Nutzpflanzen ist daher nicht zielführend. Vielmehr sollten die Lebensmittelhersteller dahingehend sensibilisiert werden, dass sie vor der Wahl einer Verpackung verschiedene Verpackungsalternativen hinsichtlich ihrer ökologischen Gesamtbilanz prüfen und die optimale Verpackung wählen.<\/p><p>Der Bundesrat hat das UVEK mit seinem Beschluss zur grünen Wirtschaft vom 13. Oktober 2010 beauftragt, zusammen mit dem EVD Massnahmen zur Verbesserung der Information über die Umweltbelastung von Produkten vorzubereiten. Das Bafu arbeitet derzeit zusammen mit anderen Bundesämtern, dem Handel und Konsumentenschutzorganisationen Qualitätsanforderungen und Empfehlungen für Produktumweltinformationen aus. Diese Qualitätsanforderungen sollen dafür sorgen, dass Informationen über Produkte und deren Verpackungen gewisse Regeln befolgen, sodass irreführende Deklarationen weitgehend vermieden werden können.<\/p><p>2. Unter den Biokunststoffen wird im Lebensmittelbereich in erster Linie Polymilchsäure zu Verpackungszwecken eingesetzt. Dieser Kunststoff wird über mehrere Verarbeitungsschritte aus Stärke, namentlich Maisstärke, hergestellt. Diese Maisstärke wird teilweise aus gentechnisch verändertem Mais gewonnen.<\/p><p>Das Inverkehrbringen von Kunststoffen ist in der Schweiz nicht bewilligungspflichtig. Hersteller oder Importeure von Gegenständen wie geformten Kunststoffen sind aber verpflichtet, deren Inhaltsstoffe im Rahmen der Selbstkontrolle auf mögliche Gefahren für Mensch und Umwelt zu beurteilen. Sie dürfen nur in Verkehr gebracht werden, sofern sie Leben und Gesundheit sowie die Umwelt nicht gefährden (Art. 5 des Chemikaliengesetzes, Art. 7 der Chemikalienverordnung).<\/p><p>Die Ausgangsstoffe von Kunststoffen, die für Lebensmittelverpackungen verwendet werden dürfen, werden in der Verordnung des EDI über Bedarfsgegenstände (SR 817.023.21) aufgeführt. Milchsäure gehört zu den zulässigen Stoffen.<\/p><p>Ein Verbot bzw. eine Verweigerung der Bewilligung eines Kunststoffes zur Verwendung als Verpackungsmaterial wegen einer möglichen Konkurrenz zur Nahrungsproduktion im Ausland hätte sowohl nach Chemikalien- als auch nach Lebensmittelgesetzgebung keine rechtliche Begründung. Ein spezifisches Verbot der Verwendung von Rohstoffen aus gentechnisch veränderten Pflanzen lässt sich mit den Schutzbestimmungen des Gentechnikgesetzes (SR 814.91) nicht begründen. Ausserdem würde ein umfassendes Verbot solcher Verpackungsmaterialien wohl gegen internationales Handelsrecht verstossen (Art. XX Gatt; SR 0.632.21).<\/p>  Antwort des Bundesrates."},{"type":{"id":5,"name":"Eingereichter Text"},"value":"<p>Ich bitte den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:<\/p><p>1. Hält er es für korrekt, dass Bioplastik-Verpackungen aus Nutzpflanzen für die Lebensmittelherstellung auf dem Markt zugelassen werden, obwohl die ökologischen Bewertungen negativ oder zumindest fragwürdig ausfallen?<\/p><p>2. Die Schweizer Bevölkerung lehnt Gentechnik in der Landwirtschaft mehrheitlich ab. Ist er bereit zu prüfen, ob die Verwendung von sogenanntem Bioplastik aus Gentech-Mais, Zuckerrohr oder anderen potenziellen Nahrungsmitteln für Verpackungen in der Schweiz verboten werden kann?<\/p>"},{"type":{"id":1,"name":"Titel des Geschäftes"},"value":"Problematische Bioplastik-Verpackungen aus Nutzpflanzen"}],"title":"Problematische Bioplastik-Verpackungen aus Nutzpflanzen"}