{"id":20123147,"updated":"2023-07-28T12:41:11Z","additionalIndexing":"66;2841;Gesundheitsrisiko;ionisierende Strahlung;Bericht;Gliederung nach Geschlecht;Embryo;Radioaktivität;Kernkraftwerk;Geburt;radioaktiver Ausstoss","affairType":{"abbreviation":"Ip.","id":8,"name":"Interpellation"},"author":{"councillor":{"code":2488,"gender":"m","id":464,"name":"Fehr Hans-Jürg","officialDenomination":"Fehr Hans-Jürg"},"faction":{"abbreviation":"Fraktion S","code":"S","id":2,"name":"Sozialdemokratische Fraktion"},"type":"author"},"deposit":{"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2012-03-14T00:00:00Z","legislativePeriod":49,"session":"4902"},"descriptors":[{"key":"L04K17030201","name":"Kernkraftwerk","type":1},{"key":"L06K010703040102","name":"Geburt","type":1},{"key":"L06K010703040101","name":"Embryo","type":1},{"key":"L04K01050510","name":"Gesundheitsrisiko","type":1},{"key":"L06K160102030103","name":"ionisierende Strahlung","type":1},{"key":"L05K1703010602","name":"Radioaktivität","type":2},{"key":"L04K01070103","name":"Gliederung nach Geschlecht","type":2},{"key":"L03K020206","name":"Bericht","type":2},{"key":"L04K06010110","name":"radioaktiver Ausstoss","type":2}],"drafts":[{"consultation":{"resolutions":[{"category":{"id":2,"name":"Diskussion"},"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2012-06-15T00:00:00Z","text":"Diskussion verschoben","type":29},{"category":{"id":5,"name":"Adm"},"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2013-09-12T00:00:00Z","text":"Der Vorstoss wird übernommen durch Frau Munz.","type":90},{"category":{"id":5,"name":"Adm"},"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2014-03-21T00:00:00Z","text":"Abgeschrieben, weil nicht innert zwei Jahren abschliessend im Rat behandelt","type":32}]},"federalCouncilProposal":{"date":"2012-05-16T00:00:00Z"},"index":0,"links":[],"preConsultations":[],"references":[],"relatedDepartments":[{"abbreviation":"EDI","id":4,"name":"Departement des Innern","leading":true}],"states":[{"date":"\/Date(1331679600000+0100)\/","id":24,"name":"Im Rat noch nicht behandelt"},{"date":"\/Date(1395356400000+0100)\/","id":229,"name":"Erledigt"}],"texts":[]}],"language":"de","priorityCouncils":[{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N","priority":1}],"relatedAffairs":[],"roles":[{"councillor":{"code":2734,"gender":"m","id":4007,"name":"Chopard-Acklin Max","officialDenomination":"Chopard-Acklin"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2583,"gender":"f","id":1131,"name":"Allemann Evi","officialDenomination":"Allemann"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2714,"gender":"m","id":3911,"name":"Voruz Eric","officialDenomination":"Voruz"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2488,"gender":"m","id":464,"name":"Fehr Hans-Jürg","officialDenomination":"Fehr Hans-Jürg"},"faction":{"abbreviation":"Fraktion S","code":"S","id":2,"name":"Sozialdemokratische Fraktion"},"type":"author"},{"councillor":{"code":3036,"gender":"f","id":4134,"name":"Munz Martina","officialDenomination":"Munz"},"type":"assuming"}],"shortId":"12.3147","state":{"id":229,"name":"Erledigt","doneKey":"0","newKey":0},"texts":[{"type":{"id":6,"name":"Begründung"},"value":"<p>Eine im Herbst 2010 publizierte wissenschaftliche Arbeit von Kusmierz\/Scherb wies eine hochsignifikante Veränderung des Geschlechts-Zahlenverhältnisses bei Lebendgeburten (\"sex odds\") in der Umgebung von Atomanlagen nach. Die Studie belegt, dass im 35-Kilometer-Radius um Schweizer Atomanlagen herum 4,2 Promille der erwarteten Mädchengeburten fehlen, in der Umgebung von Beznau mit ihren zwei AKW, dem PSI und dem Zwila sogar 7,3 Promille. Der Bundesrat sagte in der Fragestunde vom 6. Dezember 2010, dass er sich erst vertieft mit diesen beunruhigenden Erkenntnissen befassen wolle, wenn die Studie Kusmierz\/Scherb in einer anerkannten wissenschaftlichen Zeitschrift publiziert worden sei und sich weitere Experten geäussert hätten. Das ist in der Zwischenzeit geschehen, die Studie wurde im \"Environmental Science and Pollution Research\" veröffentlicht. Ferner hat eine Studie des niedersächsischen Landesgesundheitsamtes die Ergebnisse von Kusmierz\/Scherb zu \"sex odds\"-Veränderungen in der Umgebung des nuklearen Transportbehälterlagers Gorleben vollumfänglich bestätigt. <\/p>"},{"type":{"id":14,"name":"Antwort BR \/ Büro"},"value":"<p>Das Bundesamt für Gesundheit ist über die Publikation der Studie von Kusmierz\/Scherb informiert. Diese Studie befasst sich mit dem Verhältnis zwischen der Anzahl lebendgeborener Jungen und Mädchen (\"sex odd\") ab den 1950er-Jahren bis zu Beginn der 2000er-Jahre. Die Autoren versuchen, einen Zusammenhang zwischen beobachteten zeitlichen Veränderungen und einer Exposition mit ionisierender Strahlung festzustellen.<\/p><p>In einer detaillierten Analyse der Studie (Oktober 2011) kommt die Eidgenössische Kommission für Strahlenschutz und Überwachung der Radioaktivität (KSR) zum Schluss, dass die beobachteten Veränderungen durch die natürlichen Schwankungen aufgehoben werden oder dass wichtige Störfaktoren im Zusammenhang mit dem Geburtsgeschlecht nicht berücksichtigt worden sind. In ihrer Stellungnahme (<a href=\"http:\/\/www.bag.admin.ch\/ksr-cpr\/04320\/04356\/04835\/index.html?lang=de\">http:\/\/www.bag.admin.ch\/ksr-cpr\/04320\/04356\/04835\/index.html?lang=de<\/a>) weist die KSR zudem auf schwerwiegende methodologische Mängel hin, was die Glaubwürdigkeit der Studie deutlich verringert.<\/p><p>Die Schlussfolgerungen der Studie sind daher nicht überzeugend und liefern keine zwingenden Argumente dafür, dass die von internationalen Organisationen wie der Internationalen Strahlenschutzkommission (ICRP) oder dem Wissenschaftlichen Ausschuss der Vereinten Nationen zur Untersuchung der Auswirkungen der atomaren Strahlung (Unscear) publizierten Einschätzungen des Risikos angezweifelt werden müssten.<\/p><p>Der Bundesrat ist der Ansicht, dass das Geschlechterverhältnis kein geeigneter Indikator ist, um eine bedeutende statistische Erhöhung des strahlenbedingten Risikos nachzuweisen. Er ist der Meinung, dass die Studie von Unscear über die Auswirkungen der Dosen infolge des Unfalls in Fukushima und die Interdisziplinäre Europäische Initiative zur Erforschung der Wirkung niedriger Strahlendosen Melodi (Multidisciplinary European Low Dose Initiative) zweifelsohne mehr Antworten liefern dürften als die Finanzierung einer weiteren Studie über das Geschlechterverhältnis. Für die Studie von Unscear (<a href=\"http:\/\/www.unscear.org\/unscear\/fr\/fukushima.html\">http:\/\/www.unscear.org\/unscear\/fr\/fukushima.html<\/a>) werden 2013 an der Generalversammlung der Mitgliedstaaten 60 internationale Expertinnen und Experten einen Schlussbericht über die Expositionsdosen und die gesundheitlichen Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Unfall von Fukushima vorlegen. Die wichtigsten wissenschaftlichen Themen, mit denen sich Melodi (<a href=\"http:\/\/www.melodi-online.eu\/\">http:\/\/www.melodi-online.eu\/<\/a>) befasst, sind die Dosis-Wirkungsbeziehung in Bezug auf Krebs, die individuelle Radiosensibilität und die Inzidenz von anderen Auswirkungen als Krebs bei niedrigen Strahlendosen. Diese dauerhafte europäische Plattform, an der auch die Schweiz teilnimmt, beinhaltet sowohl die Epidemiologie als auch die Radiobiologie. Diese Kombination ist für ein konsolidiertes Verständnis der Auswirkungen von niedrigen Strahlendosen und eine solide Einschätzung der Resultate von zahlreichen veröffentlichten Studien entscheidend.<\/p>  Antwort des Bundesrates."},{"type":{"id":5,"name":"Eingereichter Text"},"value":"<p>Ich frage den Bundesrat: Ist er bereit, eine Studie zum Thema \"sex odds\" im Kontext von ionisierender Strahlung in der Umgebung von schweizerischen Atomanlagen in Auftrag zu geben, nachdem die von ihm formulierten Bedingungen dafür erfüllt sind?<\/p>"},{"type":{"id":1,"name":"Titel des Geschäftes"},"value":"Töten Atomkraftwerke Embryos?"}],"title":"Töten Atomkraftwerke Embryos?"}