{"id":20123321,"updated":"2023-07-28T05:23:22Z","additionalIndexing":"10;15;Gemeinschaftsprogramm;regionale Zusammenarbeit;grenzüberschreitende Zusammenarbeit;Europäische Zusammenarbeit;grenzüberschreitende Integration;Regionalpolitik;Grenzgebiet;europäische Integration (speziell)","affairType":{"abbreviation":"Mo.","id":5,"name":"Motion"},"author":{"councillor":{"code":2768,"gender":"m","id":4055,"name":"Engler Stefan","officialDenomination":"Engler"},"faction":{"abbreviation":"Fraktion CE","code":"M-E","id":3,"name":"Fraktion CVP-EVP"},"type":"author"},"deposit":{"council":{"abbreviation":"SR","id":2,"name":"Ständerat","type":"S"},"date":"2012-03-16T00:00:00Z","legislativePeriod":49,"session":"4902"},"descriptors":[{"key":"L04K10010207","name":"grenzüberschreitende Zusammenarbeit","type":1},{"key":"L04K09020203","name":"Europäische Zusammenarbeit","type":1},{"key":"L04K08020335","name":"Regionalpolitik","type":1},{"key":"L03K090202","name":"europäische Integration (speziell)","type":1},{"key":"L07K08070102010708","name":"regionale Zusammenarbeit","type":1},{"key":"L06K070401020701","name":"grenzüberschreitende Integration","type":2},{"key":"L05K0704030103","name":"Grenzgebiet","type":2},{"key":"L06K090202030103","name":"Gemeinschaftsprogramm","type":2}],"drafts":[{"consultation":{"resolutions":[{"category":{"id":5,"name":"Adm"},"council":{"abbreviation":"SR","id":2,"name":"Ständerat","type":"S"},"date":"2012-05-30T00:00:00Z","text":"Zurückgezogen","type":17}]},"federalCouncilProposal":{"code":"-","date":"2012-05-09T00:00:00Z","text":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion."},"index":0,"links":[],"preConsultations":[],"references":[],"relatedDepartments":[{"abbreviation":"WBF","id":8,"name":"Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung","leading":true}],"states":[{"date":"\/Date(1331852400000+0100)\/","id":24,"name":"Im Rat noch nicht behandelt"},{"date":"\/Date(1338328800000+0200)\/","id":229,"name":"Erledigt"}],"texts":[]}],"language":"de","priorityCouncils":[{"abbreviation":"SR","id":2,"name":"Ständerat","type":"S","priority":1}],"relatedAffairs":[],"roles":[{"councillor":{"code":2600,"gender":"f","id":1106,"name":"Häberli-Koller Brigitte","officialDenomination":"Häberli-Koller"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2724,"gender":"m","id":3921,"name":"Graber Konrad","officialDenomination":"Graber Konrad"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2720,"gender":"m","id":3917,"name":"Imoberdorf René","officialDenomination":"Imoberdorf"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2667,"gender":"m","id":3831,"name":"Bischofberger Ivo","officialDenomination":"Bischofberger"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2575,"gender":"m","id":825,"name":"Germann Hannes","officialDenomination":"Germann"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2356,"gender":"m","id":277,"name":"Bieri Peter","officialDenomination":"Bieri"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2718,"gender":"m","id":3915,"name":"Fournier Jean-René","officialDenomination":"Fournier"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2769,"gender":"f","id":4062,"name":"Keller-Sutter Karin","officialDenomination":"Keller-Sutter"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2774,"gender":"m","id":4068,"name":"Eberle Roland","officialDenomination":"Eberle"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2783,"gender":"m","id":4078,"name":"Schmid Martin","officialDenomination":"Schmid Martin"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2793,"gender":"m","id":4088,"name":"Baumann Isidor","officialDenomination":"Baumann"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2565,"gender":"m","id":801,"name":"Abate Fabio","officialDenomination":"Abate"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2561,"gender":"m","id":540,"name":"Lombardi Filippo","officialDenomination":"Lombardi"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2674,"gender":"m","id":3871,"name":"Bischof Pirmin","officialDenomination":"Bischof Pirmin"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2768,"gender":"m","id":4055,"name":"Engler Stefan","officialDenomination":"Engler"},"faction":{"abbreviation":"Fraktion CE","code":"M-E","id":3,"name":"Fraktion CVP-EVP"},"type":"author"}],"shortId":"12.3321","state":{"id":229,"name":"Erledigt","doneKey":"0","newKey":0},"texts":[{"type":{"id":6,"name":"Begründung"},"value":"<p>Zwischen 1995 und 2007 beteiligte sich die Schweiz an der europäischen territorialen Zusammenarbeit (Interreg) über spezifische Bundesbeschlüsse. Mit den Bundesbeschlüssen wurden die entsprechenden finanziellen Mittel für Schweizer Partner in Interreg-Projekten bereitgestellt. Es wurden aber keine inhaltlichen Vorgaben gemacht. Die inhaltliche Ausrichtung orientierte sich vielmehr an den Vorgaben der Europäischen Union.<\/p><p>Im Rahmen der neuen Regionalpolitik (NRP) wurde die schweizerische Beteiligung an der europäischen territorialen Zusammenarbeit ab 2008 in das Bundesgesetz über die Regionalpolitik integriert. Dies hat zur Folge, dass nur Projekte mit Schweizer Beteiligung unterstützt werden können, die sich an den inhaltlichen Vorgaben der NRP ausrichten. Diese inhaltlichen Vorgaben sind jedoch restriktiver als die Vorgaben der EU, indem sie sich einzig auf wertschöpfungsorientierte Projekte beziehen. Zudem müssen Schweizer Projekte mit den kantonalen Umsetzungsprogrammen kompatibel sein, was nicht immer gewährleistet ist, da neue Fragestellungen auftauchen können, die in den Programmen nicht enthalten sind. Dazu kommen weitere formale Unterschiede wie die unterschiedliche Laufzeit. Die EU richtet ihre Programme zur territorialen Zusammenarbeit auf jeweils sieben Jahre aus. Die Schweiz kennt einen Rhythmus von vier Jahren für die Umsetzungsprogramme der Kantone respektive von acht Jahren für das Mehrjahresprogramm des Bundes. Zudem gelten in der Schweiz andere Regeln für die Ko-Finanzierung durch den Bund als in der EU.<\/p><p>Diese inhaltlichen und formalen Unterschiede stellen ein Handicap für die Beteiligung an europäischen Projekten dar. Auch die Kantone sind inzwischen zur Überzeugung gelangt, dass die Integration von Interreg in die NRP nicht zielführend war. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit (Interreg) muss deshalb wieder aus der Regionalpolitik herausgelöst und in einem eigenen Bundesbeschluss als Beitrag der Schweiz zur europäischen Integration geregelt und finanziert werden.<\/p>"},{"type":{"id":14,"name":"Antwort BR \/ Büro"},"value":"<p>Das Parlament hat nach mehrjähriger Vorarbeit inklusive Hearings der vorberatenden parlamentarischen Kommissionen 2006 beschlossen, die regionalpolitischen Instrumente, so auch Interreg, ab 1. Januar 2008 in die neue Regionalpolitik (NRP) zu überführen. Die Regionalpolitik wurde dabei von einer Unterstützungspolitik für wirtschaftlich schwächere Regionen zu einer Förderpolitik für innovative wertschöpfungsorientierte Projekte, die zur wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit der Regionen beitragen, umorientiert. Diese Fokussierung wurde aufgrund der gleichzeitigen Einführung der Neugestaltung des Finanzausgleichs und der Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen (NFA) möglich, ja notwendig. So übernimmt die NFA seit 2008 die Aufgabe des finanziellen Ausgleichs. In diesem neuen Kontext wurde die Regionalpolitik zwar als Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Kantonen anerkannt, ihr Aufgabenbereich wurde aber auf die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Regionen beschränkt, während darüberhinausgehende Vorhaben - so auch die Unterstützung von Interreg-Projekten mit anderem thematischen Fokus - über andere Finanzierungsinstrumente zu fördern sind. Dafür können etwa die den Kantonen aus der NFA zukommenden ungebundenen Bundesmittel verwendet werden.<\/p><p>Die Abstimmung mit der EU stellt für die Akteure zweifelsohne eine Herausforderung dar. Aus diesem Grund hat das Parlament 2006 das Bundesgesetz über Regionalpolitik mit einem Absatz ergänzt, der dazu verpflichtet, auf die Umsetzung und den Zeitplan der EU Rücksicht zu nehmen. Bei der Umsetzung der NRP trägt der Bund dem Rechnung. So können die kantonalen Äquivalenzleistungen zum Bundesbeitrag auch für Interreg-Projekte eingesetzt werden, die nicht NRP-konform sind. Auch werden die Bundesmittel pro Interreg-Periode und nicht pro NRP-Periode festgelegt. Die Summe der Fördermittel des Bundes wurde gegenüber der vorhergehenden Periode nicht reduziert, sondern leicht erhöht. Seit 2008 konnten in allen Interreg-Programmen bereits zahlreiche gute Projekte gefördert werden.<\/p><p>2012 findet die Evaluation des NRP-Mehrjahresprogramms 2008-2015 statt, zu welcher der Bund gesetzlich verpflichtet ist. Der Bundesrat erwartet von diesen Arbeiten eine Wirkungs-, Vollzugs- und Umsetzungsanalyse der bisherigen NRP-Praxis sowie Empfehlungen für das Mehrjahresprogramm 2016-2023.<\/p><p>Wegen der besonderen Herausforderungen, die die Abstimmung mit der EU mit sich bringt, hat der Bundesrat beschlossen, der Teilnahme an Interreg besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Die Evaluatoren haben folgende Varianten zu prüfen:<\/p><p>1. Status quo, d. h. Beteiligung an Interreg V im Rahmen der NRP;<\/p><p>2. Verankerung der Bundesförderung in einem anderen bestehenden Gesetz oder in einer separaten gesetzlichen Grundlage;<\/p><p>3. Ausstieg des Bundes aus der Interreg-Beteiligung der Schweiz.<\/p><p>Die Resultate dieser Evaluation werden Ende 2012 vorliegen.<\/p><p>Der Bundesrat ist der Meinung, dass diese Entscheidgrundlagen erarbeitet und mit den Kantonen diskutiert werden müssen, bevor ein Entscheid getroffen wird.<\/p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion."},{"type":{"id":5,"name":"Eingereichter Text"},"value":"<p>Im Hinblick auf die anstehenden Arbeiten zur Evaluation der Regionalpolitik wird der Bundesrat beauftragt, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit aus dem Bundesgesetz über die Regionalpolitik herauszulösen und in einem eigenständigen Erlass als Beitrag der Schweiz zur europäischen territorialen Zusammenarbeit zu regeln. Mit dem entsprechenden Erlass sind die nötigen finanziellen Mittel bereitzustellen, damit sich die Schweiz mindestens im bisherigen Umfang an der europäischen territorialen Zusammenarbeit beteiligen kann.<\/p>"},{"type":{"id":1,"name":"Titel des Geschäftes"},"value":"Grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei Interreg-Projekten aus der Regionalpolitik herauslösen"}],"title":"Grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei Interreg-Projekten aus der Regionalpolitik herauslösen"}