{"id":20123347,"updated":"2024-05-16T13:12:39Z","additionalIndexing":"15;pharmazeutische Industrie;Gewerkschaft;Genf (Kanton);Erhaltung von Arbeitsplätzen;Massenentlassung","affairType":{"abbreviation":"Ip.","id":8,"name":"Interpellation"},"author":{"councillor":{"code":3007,"gender":"m","id":4113,"name":"Tornare Manuel","officialDenomination":"Tornare"},"faction":{"abbreviation":"Fraktion S","code":"S","id":2,"name":"Sozialdemokratische Fraktion"},"type":"author"},"deposit":{"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2012-05-02T00:00:00Z","legislativePeriod":49,"session":"4903"},"descriptors":[{"key":"L06K070203010303","name":"Massenentlassung","type":1},{"key":"L05K0301010106","name":"Genf (Kanton)","type":1},{"key":"L03K010503","name":"pharmazeutische Industrie","type":1},{"key":"L05K0702030308","name":"Erhaltung von Arbeitsplätzen","type":1},{"key":"L06K070204010203","name":"Gewerkschaft","type":1}],"drafts":[{"consultation":{"resolutions":[{"category":{"id":2,"name":"Diskussion"},"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2012-09-28T00:00:00Z","text":"Diskussion verschoben","type":29},{"category":{"id":5,"name":"Adm"},"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2014-06-20T00:00:00Z","text":"Abgeschrieben, weil nicht innert zwei Jahren abschliessend im Rat behandelt","type":32}]},"federalCouncilProposal":{"date":"2012-06-27T00:00:00Z"},"index":0,"links":[],"preConsultations":[],"references":[],"relatedDepartments":[{"abbreviation":"WBF","id":8,"name":"Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung","leading":true}],"states":[{"date":"\/Date(1335909600000+0200)\/","id":24,"name":"Im Rat noch nicht behandelt"},{"date":"\/Date(1403215200000+0200)\/","id":229,"name":"Erledigt"}],"texts":[]}],"language":"de","priorityCouncils":[{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N","priority":1}],"relatedAffairs":[],"roles":[{"councillor":{"code":2745,"gender":"m","id":4032,"name":"Jans Beat","officialDenomination":"Jans"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2714,"gender":"m","id":3911,"name":"Voruz Eric","officialDenomination":"Voruz"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2738,"gender":"m","id":4018,"name":"Maire Jacques-André","officialDenomination":"Maire Jacques-André"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2648,"gender":"m","id":1279,"name":"Nordmann Roger","officialDenomination":"Nordmann"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2692,"gender":"m","id":3889,"name":"Hodgers Antonio","officialDenomination":"Hodgers"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2759,"gender":"m","id":4057,"name":"Wermuth Cédric","officialDenomination":"Wermuth"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2762,"gender":"f","id":4058,"name":"Badran Jacqueline","officialDenomination":"Badran Jacqueline"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2778,"gender":"m","id":4074,"name":"Fridez Pierre-Alain","officialDenomination":"Fridez"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":2795,"gender":"m","id":4091,"name":"Reynard Mathias","officialDenomination":"Reynard"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":3014,"gender":"f","id":4107,"name":"Amarelle Cesla","officialDenomination":"Amarelle"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":3009,"gender":"f","id":4109,"name":"Piller Carrard Valérie","officialDenomination":"Piller Carrard"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":3020,"gender":"m","id":4115,"name":"Schwaab Jean Christophe","officialDenomination":"Schwaab"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":10839,"gender":"m","id":10839,"name":"Poggia Mauro","officialDenomination":"Poggia"},"type":"cosign"},{"councillor":{"code":3007,"gender":"m","id":4113,"name":"Tornare Manuel","officialDenomination":"Tornare"},"faction":{"abbreviation":"Fraktion S","code":"S","id":2,"name":"Sozialdemokratische Fraktion"},"type":"author"}],"shortId":"12.3347","state":{"id":229,"name":"Erledigt","doneKey":"0","newKey":0},"texts":[{"type":{"id":6,"name":"Begründung"},"value":"<p>Am 24. März 2012 hat die Direktion von Merck Serono den 1250 Angestellten mitgeteilt, dass der Standort Genf geschlossen wird. Bis Mitte 2013 sollen 750 Arbeitsplätze verlagert und 580 Stellen gestrichen werden. Es handelt sich um die grösste Massenentlassung, die Genf jemals zu verkraften hatte. Der Pharmagigant plant ferner, in der Waadt 80 Stellen zu streichen. Dies sind dramatische Nachrichten für das wirtschaftliche Wohlergehen der Genferseeregion; für die Genfer Wirtschaft kommen die Entlassungen einem Erdbeben gleich. Dass Merck, wie am 19. April angekündigt, die Dividende um 20 Prozent erhöht, ist im Lichte der Entlassungen, die in der vergangenen Woche angekündigt wurden, schlichtweg skandalös.<\/p><p>Ein Konsultationsverfahren wurde eröffnet mit dem Ziel, zusammen mit dem Personal Alternativen zur Schliessung des Genfer Standortes und zur Streichung der Stellen zu erarbeiten.<\/p><p>Hier erhalten wir die Rechnung für eine ungezügelte Liberalisierung der Wirtschaft. Die Arbeitsämter in Genf und in der Waadt müssen in der Lage sein, die neu zu erwartenden Stellensuchenden zu empfangen.<\/p><p>Im Fall Merck Serono stellt sich mit grosser Dringlichkeit die Frage, welche Rolle die Politik in der Regulierung der lokalen und nationalen Wirtschaft spielt - dies in der weiten Welt, in der globalisierte Unternehmen tätig sind. Es ist möglich, eine offensive Industrie- und Wirtschaftspolitik zu betreiben; sie muss nicht zwangsläufig dazu führen, dass man Unternehmen freie Hand lässt, damit diese tun und lassen können, was sie für gut befinden.<\/p>"},{"type":{"id":14,"name":"Antwort BR \/ Büro"},"value":"<p>1. Am 7. Mai 2012 hat Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann zusammen mit der Kantonsregierung von Genf die Unternehmensführung des Pharma- und Chemiekonzerns Merck sowie von Merck Serono getroffen. Ziel des Treffens war es, in einem direkten Gespräch mehr über die Gründe für die angekündigte Schliessung des Merck-Serono-Sitzes in Genf und den massiven Stellenabbau zu erfahren. Der Kanton Genf steht weiterhin im Gespräch mit dem Unternehmen, um verschiedene Optionen zu prüfen und allfällige Unterstützung zu bieten. Am 12. Juni 2012 hat zudem eine erste Sitzung einer unter der Federführung des Kantons Genf stehenden Task-Force stattgefunden, in welcher der Bund mit dem Seco und der KTI vertreten ist.<\/p><p>2. Der Bundesrat legt das Schwergewicht auf längerfristige wachstumspolitische Massnahmen, die die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft verbessern. Hier geht es erstens um Massnahmen zur strukturellen Verbesserung der Standortfaktoren, wie etwa eine leistungsfähige und preislich günstige Infrastruktur, und zweitens um die Gewährleistung des Zugangs zu den Weltmärkten, insbesondere durch den Abschluss von Freihandelsabkommen mit dynamischen Schwellenländern. Drittes Element ist die Stärkung der Wissensbasis. Gut ausgebildete Fachkräfte in genügender Zahl sind ein wesentlicher Faktor, der für eine wirtschaftliche Betätigung in der Schweiz spricht.<\/p><p>Im Falle von Massenentlassungen kann die Arbeitslosenversicherung sofort Massnahmen mitfinanzieren, um den Betroffenen vor Ablauf der Kündigungsfrist bei der Stellensuche behilflich zu sein.<\/p><p>Im vorliegenden Falle von stark wissenschaftsbasierten Arbeitsplätzen ist auch die Innovationsförderagentur des Bundes KTI aktiv: Im Rahmen einer von Eclosion und Index Ventures initiierten Arbeitsgruppe berät sie interessierte Arbeitnehmer vor Ort direkt bezüglich Unternehmensgründungen und offeriert ihre bewährten Instrumente von Start-up-Coaching und Projektfinanzierung. Parallel dazu unterstützt sie mit ihrem Beziehungsnetz und den Kompetenzen von Miliz-Coaches und -Experten die Initiative für ein Biotech-Center.<\/p><p>3. Diskussionen und Verhandlungen rund um den Erhalt von Arbeitsplätzen obliegen zuerst den Sozialpartnern und dann allenfalls den kantonalen Behörden. Der Kanton wacht darüber, dass das Konsultationsverfahren korrekt abläuft. Der Bund unterstützt im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten den Kanton bei seinen Bemühungen, möglichst viele Arbeitsplätze zu retten.<\/p><p>4. Der Bundesrat ist der Überzeugung, dass die Chancen des Werkplatzes Schweiz intakt sind. Gut ausgebildete Arbeitskräfte, ein offener Arbeitsmarkt und eine moderate Steuerbelastung haben dazu geführt, dass unser Land vor allem für hoch innovative und produktive Branchen attraktiv ist. Diese guten Rahmenbedingungen werden weiterhin zur Attraktivität des Werkplatzes Schweiz betragen. Ein rechtlicher Rahmen besteht auch bereits. So ist bei Massenentlassungen das im Obligationenrecht in den Artikeln 335d ff. beschriebene Verfahren zu befolgen. Der Bundesrat hat zudem schon in seiner Botschaft vom 8. September 2010 zur Änderung des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs (Sanierungsrecht) vorgeschlagen, das rechtliche Instrumentarium durch die Einführung einer allgemeinen Sozialplanpflicht im Falle von Massenentlassungen durch einen Grossbetrieb zu stärken.<\/p>  Antwort des Bundesrates."},{"type":{"id":5,"name":"Eingereichter Text"},"value":"<p>Ich ersuche den Bundesrat, die folgenden Fragen zu beantworten:<\/p><p>1. Wird der Bundesrat bei Merck vorstellig werden, um Erklärungen für die Streichung von 1250 Stellen in Genf zu erhalten?<\/p><p>2. Was gedenkt der Bundesrat zu unternehmen, um diese Stellen in der Schweiz zu erhalten?<\/p><p>3. Was will der Bundesrat unternehmen, um das Konsultationsverfahren zwischen der Direktion von Merck, den Personalvertreterinnen und -vertretern sowie der Unia aktiv zu unterstützen?<\/p><p>4. Wird sich der Bundesrat um Rahmenbedingungen kümmern, dank denen sich ein solches Szenario nicht wiederholen kann?<\/p>"},{"type":{"id":1,"name":"Titel des Geschäftes"},"value":"Entlassungen bei Merck Serono"}],"title":"Entlassungen bei Merck Serono"}