{"id":20123447,"updated":"2023-07-27T20:06:43Z","additionalIndexing":"52;15;nachhaltige Nutzung;Gebrauchsgut;Warenqualität;kurzlebiges Gebrauchsgut;Lebensdauer eines Produkts;Verschwendung;Massnahmen gegen Verschwendung","affairType":{"abbreviation":"Po.","id":6,"name":"Postulat"},"author":{"type":"author"},"deposit":{"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2012-06-07T00:00:00Z","legislativePeriod":49,"session":"4904"},"descriptors":[{"key":"L06K070601030501","name":"Lebensdauer eines Produkts","type":1},{"key":"L06K070106020301","name":"Gebrauchsgut","type":1},{"key":"L06K060103010101","name":"nachhaltige Nutzung","type":1},{"key":"L05K0706010305","name":"Warenqualität","type":1},{"key":"L07K07010602030101","name":"kurzlebiges Gebrauchsgut","type":1},{"key":"L05K0701060111","name":"Verschwendung","type":2},{"key":"L04K06010305","name":"Massnahmen gegen Verschwendung","type":2}],"drafts":[{"consultation":{"resolutions":[{"category":{"id":3,"name":"Normal"},"council":{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N"},"date":"2012-09-28T00:00:00Z","text":"Ablehnung","type":22}]},"federalCouncilProposal":{"code":"-","date":"2012-08-22T00:00:00Z","text":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates."},"index":0,"links":[],"preConsultations":[],"references":[],"relatedDepartments":[{"abbreviation":"UVEK","id":9,"name":"Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","leading":true}],"states":[{"date":"\/Date(1339020000000+0200)\/","id":24,"name":"Im Rat noch nicht behandelt"},{"date":"\/Date(1348783200000+0200)\/","id":229,"name":"Erledigt"}],"texts":[]}],"language":"de","priorityCouncils":[{"abbreviation":"NR","id":1,"name":"Nationalrat","type":"N","priority":1}],"relatedAffairs":[],"roles":[{"type":"author"},{"councillor":{"code":2710,"gender":"f","id":3907,"name":"Thorens Goumaz Adèle","officialDenomination":"Thorens Goumaz"},"type":"speaker"}],"shortId":"12.3447","state":{"id":229,"name":"Erledigt","doneKey":"0","newKey":0},"texts":[{"type":{"id":6,"name":"Begründung"},"value":"<p>Die nachhaltige Bewirtschaftung der Ressourcen ist eine der grössten Herausforderungen für die Schweiz und die internationale Gemeinschaft. Die Wahl des Themas \"Grüne Wirtschaft\" am \"Rio plus 20\"-Gipfel ist symbolträchtig. Unsere Wirtschaft muss sich erneuern, um ihren ökologischen Fussabdruck drastisch zu reduzieren. Die Wirtschaft muss von einer linearen Funktionsweise - vom Bergwerk zur Mülldeponie - zu einer Kreislaufwirtschaft übergehen, in der ein Höchstmass an Materialien, Emissionen und Abfällen wieder in neue Produktionskreisläufe aufgenommen wird. Das, was nicht mehr aufgewertet werden kann, muss dabei wieder in die natürlichen Kreisläufe integriert werden, ohne diesen zu schaden. <\/p><p>Die geplante Obsoleszenz ist eines der Geschäftsmodelle, die unserem derzeitigen Wirtschaftssystem zugrunde liegen. Nach diesem Modell müssen die Unternehmen, die sich eher auf die Produktion als auf den Unterhalt konzentrieren, eine grosse Anzahl Produkte mit beschränkter Lebensdauer verkaufen können. Weil die grosse Mehrheit der Haushalte bereits reichlich mit verschiedenen Gütern ausgestattet ist, besteht eine der Lösungen, um die Nachfrage zu erhalten, darin - abgesehen von der Mode, deren Ziel es ist, neue Produkte zu verkaufen, auch wenn die alten nicht kaputt sind -, die Lebensdauer der Produkte mehr oder weniger künstlich zu verringern. Es ist bekannt, dass die Produzentinnen und Produzenten von Glühlampen die Lebensdauer ihrer Produkte im vergangenen Jahrhundert aus geschäftlichen Gründen begrenzt haben. Dies ist auch bei der Textilindustrie der Fall, insbesondere bei Feinstrumpfhosen. Erst kürzlich konnte aufgezeigt werden, dass einige elektronische und elektrische Geräte für eine begrenzte Lebensdauer produziert werden. Die geplante Obsoleszenz steht im Widerspruch zu einer effizienten Wirtschaft und stellt ausserdem ein Problem für die Konsumentinnen und Konsumenten dar. Sie beschränkt die Unternehmen zudem auf ein Geschäftsmodell, das sie hinter sich lassen sollten, um ihre Rentabilität auf den Verkauf von nachhaltigen und qualitativen Produkten sowie auf deren Änderung und Unterhalt zu gründen.<\/p>"},{"type":{"id":14,"name":"Antwort BR \/ Büro"},"value":"<p>Im Oktober 2010 hat sich der Bundesrat für eine grüne Wirtschaft ausgesprochen. In seiner \"Strategie nachhaltige Entwicklung 2012-2015\" hält er den Übergang zu einem nachhaltigen Konsum und einer ressourcenschonenden Wirtschaft als wichtige Herausforderungen fest. Ein Ziel dabei ist die Reduktion des ökologischen Fussabdrucks von Produkten.<\/p><p>Das Phänomen der \"geplanten Obsoleszenz\" steht tatsächlich im Widerspruch zu einer effizienten und ressourcenschonenden Wirtschaft. Dass aber eine Mehrheit der Produzenten die Lebensdauer ihrer Produkte gezielt willkürlich verkürzt, ist eine Annahme, welche schwierig nachzuweisen ist.<\/p><p>Zur Reduktion des Fussabdrucks von Produkten ist es vielversprechender, die Lebens- und Nutzungsdauer von Produkten zu optimieren. Dabei geht es darum, den Ressourcenverbrauch über den gesamten Lebenszyklus der Produkte zu minimieren und jene Produkte zu fördern, deren Verbrauch gering ist. Dies bedeutet indes nicht zwingend, dass die Lebensdauer bei allen Produkten systematisch zu verlängern wäre. In manchen Fällen kann es sinnvoll sein, die Nutzungsdauer von Produkten zu beschränken, weil eine höhere Lebensdauer mit höherem Ressourcenverbrauch einhergehen kann. Dies ist insbesondere bei jenen Produkten der Fall, bei welchen sich der Stand der Technik bezüglich Ressourceneffizienz rasch entwickelt.<\/p><p>Eine Massnahme zur Optimierung der Lebensdauer von Produkten wird in der Schweiz mit der vom Parlament im März 2012 angenommenen Änderung von Artikel 210 des Obligationenrechts umgesetzt (Verlängerung der allgemeinen Verjährungsfrist für Gewährleistungsansprüche auf zwei Jahre). Weitere Massnahmen, wie die Angabe der Lebensdauer von Produkten gemäss vorliegendem Postulat, könnten in Betracht gezogen werden.<\/p><p>Des Weiteren spielt die Sensibilisierung der Konsumierenden eine wichtige Rolle. Informationen zur Förderung des sorgsamen Umgangs mit Produkten sowie zu deren Unterhalt und Reparatur könnten bedeutsam sein. Allenfalls wären Rahmenbedingungen zu schaffen, sodass Konsumierende erleichtert Zugang zu Unterhaltsdiensten erhielten.<\/p><p>Insofern ist das Postulat zu eng gefasst. Massnahmen, die rein die geplante Obsoleszenz zu verhindern suchen, sind nicht zielführend, um im Rahmen einer ressourcenschonenden Wirtschaft den ökologischen Fussabdruck von Produkten zu reduzieren.<\/p><p>Von Interesse könnte eine Analyse über die Wirksamkeit, die Relevanz und die Potenziale von bestehenden und denkbaren Massnahmen zur Optimierung der Lebens- und Nutzungsdauer von Produkten sein, um den Handlungsbedarf aufzuzeigen.<\/p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates."},{"type":{"id":5,"name":"Eingereichter Text"},"value":"<p>Der Bundesrat soll dem Parlament einen Bericht unterbreiten, in dem er die Wirksamkeit verschiedener Massnahmen beurteilt, mit denen die geplante Obsoleszenz bekämpft werden kann.<\/p><p>In seinem Bericht soll der Bundesrat insbesondere folgende Massnahmen untersuchen: Angabe der Lebensdauer von Produkten, Festlegung der Mindestgarantiezeit und im Rahmen der Bildung und Forschung zu erbringende Unterstützung der Ökokonzeption sowie der Reparatur- und Unterhaltsarbeiten.<\/p>"},{"type":{"id":1,"name":"Titel des Geschäftes"},"value":"Bekämpfung der geplanten Obsoleszenz"}],"title":"Bekämpfung der geplanten Obsoleszenz"}