﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><affair xmlns:i="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance"><id>20133754</id><updated>2023-07-28T07:37:57Z</updated><additionalIndexing>48;Leistungsabbau;Fahrplan;SBB;Schienenverkehr;Tessin;NEAT</additionalIndexing><affairType><abbreviation>Ip.</abbreviation><id>8</id><name>Interpellation</name></affairType><author><councillor><code>2776</code><gender>m</gender><id>4072</id><name>Regazzi Fabio</name><officialDenomination>Regazzi</officialDenomination></councillor><type>author</type></author><deposit><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>2013-09-19T00:00:00Z</date><legislativePeriod>49</legislativePeriod><session>4910</session></deposit><descriptors><descriptor><key>L05K1801021103</key><name>SBB</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L03K180302</key><name>Schienenverkehr</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L04K18010207</key><name>Fahrplan</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L05K0301010117</key><name>Tessin</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L05K0806010104</key><name>Leistungsabbau</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L05K1803020701</key><name>NEAT</name><type>2</type></descriptor></descriptors><drafts><draft><consultation><resolutions><resolution><category><id>3</id><name>Normal</name></category><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>2013-12-13T00:00:00Z</date><text>Erledigt</text><type>30</type></resolution></resolutions></consultation><federalCouncilProposal><date>2013-11-20T00:00:00Z</date></federalCouncilProposal><index>0</index><links /><preConsultations /><references /><relatedDepartments><relatedDepartment><abbreviation>UVEK</abbreviation><id>9</id><name>Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation</name><leading>true</leading></relatedDepartment></relatedDepartments><states><state><date>2013-09-19T00:00:00</date><id>24</id><name>Im Rat noch nicht behandelt</name></state><state><date>2013-12-13T00:00:00</date><id>229</id><name>Erledigt</name></state></states><texts /></draft></drafts><language>de</language><priorityCouncils><priorityCouncil><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type><priority>1</priority></priorityCouncil></priorityCouncils><relatedAffairs /><roles><role><councillor><code>2776</code><gender>m</gender><id>4072</id><name>Regazzi Fabio</name><officialDenomination>Regazzi</officialDenomination></councillor><type>author</type></role></roles><shortId>13.3754</shortId><state><id>229</id><name>Erledigt</name><doneKey>0</doneKey><newKey>0</newKey></state><texts><text><type><id>6</id><name>Begründung</name></type><value>&lt;p&gt;Mit der Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels wird die Reisezeit zwischen der Deutschschweiz und dem Tessin bis zu einer Stunde kürzer, mit häufigeren und schnelleren Zügen. Die Reisezeitverkürzungen stellen für die Passagierinnen und Passagiere eine erhebliche Verbesserung des Angebots dar. Leider wird diese gute Nachricht durch eine schlechte getrübt: Die Reisenden, die aus den grösseren Städten der Deutschschweiz (wie Zürich, Basel und Luzern, von wo die meisten Besucherinnen und Besucher des Locarnese kommen) nach Locarno reisen, werden keine direkte Verbindung mehr haben und werden in Bellinzona umsteigen müssen. Dies stellt besonders für ältere Reisende und Familien ein offensichtliches Hindernis dar.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Falls der Bundesrat diese Information bestätigt, wäre der Tourismus im Raum Locarno stark benachteiligt im Vergleich zu anderen Regionen. Das gesamte Locarnese würde an Attraktivität verlieren - und dies, nachdem es bereits unter Verzögerungen bei der Sanierung des Bahnhofs von Locarno zu leiden hat.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>14</id><name>Antwort BR / Büro</name></type><value>&lt;p&gt;1. Der Bundesrat ist sich der Bedeutung des Tourismus für die Region Locarno-Ascona-Langensee bewusst. Damit die Region ihre Attraktivität sowohl im Inland wie im Ausland nicht einbüsst, muss sie gut mit dem Zug erreichbar sein.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;2.-4. Die Eröffnung des Gotthard-Basistunnels 2016 und des Ceneri-Basistunnels 2019 wird dem ganzen Kanton Tessin zugutekommen. Die Zugverbindungen in den Norden werden deutlich verbessert. Zwischen dem Tessin und der Deutschschweiz verkehren die Züge dann im Halbstundentakt, und die Reisezeit verkürzt sich vom Sopraceneri aus um 45 Minuten und vom Sottoceneri aus um 60 Minuten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mit der Eröffnung des Ceneri-Basistunnels und den Infrastrukturinvestitionen der Grossprojekte ZEB und Step 2025 wird im Tessin ein S-Bahn-Netz mit mehr Verbindungen und kürzeren Reisezeiten geschaffen. Die vorgesehenen Investitionen, beispielsweise für den Ausbau der Bahnhöfe Bellinzona und Lugano, den Anschluss von Camorino, die Kapazitätssteigerung zwischen Bellinzona und Locarno (drittes Gleis Bellinzona-Giubiasco und Doppelspur Contone-Tenero), machen die Region Locarno mit schnellen und direkten Verbindungen nach Bellinzona und Lugano zum Herzstück dieser S-Bahn und rücken sie gleichzeitig näher an potenzielle Feriengäste.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Transportkette ist ein wichtiger Faktor für die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs. Deshalb misst die gemischte Arbeitsgruppe für die Planung der künftigen S-Bahn Tessin aus Experten des Kantons Tessin, des Bundesamtes für Verkehr (BAV) und der SBB der Anschlussoptimierung besondere Aufmerksamkeit zu. Die neuen Tunnels sollen der Bevölkerung dieser Region möglichst viele Vorteile bringen. Locarno wird wie alle anderen Bahnhöfe entlang dieses Streckenabschnitts halbstündlich direkt mit Bellinzona und Lugano verbunden. In diesen beiden Städten haben die Reisenden dann Anschluss an Züge nach Zürich, Luzern und Basel, Mailand, Varese, an den Flughafen Malpensa und in die Leventina.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Heute gibt es ab Locarno jede Stunde zwei Verbindungen nach Norden: eine Direktverbindung und eine Verbindung mit Umsteigen und Anschluss an die Intercity-Züge in Bellinzona. Fahrgastzählungen der SBB bestätigen, dass fast zwei Drittel der Reisenden von oder nach Locarno schon heute die Anschlussverbindung in Bellinzona wählen, weil sie schneller ist. Ab 2016 wird die Reisezeit zwischen Locarno und der Deutschschweiz um etwa 40 Minuten kürzer. Damit gewinnen Locarno und seine Region trotz des Wegfalls der Direktverbindungen zusätzlich an Attraktivität.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aus diesen Gründen erachtet der Bundesrat das Bahnangebot nach der Eröffnung der Neat als vorteilhaft für den Tourismus in der Region Locarno.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;5. Mögliche Direktverbindungen zwischen Locarno und der Deutschschweiz in Zeiten mit grossem Verkehrsaufkommen, beispielsweise an Wochenenden oder bei Ferienbeginn, werden vom Kanton Tessin, vom BAV und von den SBB gemeinsam geprüft. Die Ergebnisse werden im Sommer 2014 erwartet.&lt;/p&gt;  Antwort des Bundesrates.</value></text><text><type><id>5</id><name>Eingereichter Text</name></type><value>&lt;p&gt;1. Ist sich der Bundesrat bewusst, wie wichtig für den Locarneser Tourismus die direkten Zugverbindungen von Basel, Zürich und Luzern mit Locarno sind?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;2. Wenn ja, wie erklärt er sich die Mitteilung der SBB, dass ab 2016/17 die direkten Verbindungen zwischen Locarno und den wichtigsten Zentren der Deutschschweiz aufgehoben werden sollen?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;3. Befürwortet der Bundesrat diesen Entscheid?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;4. Ist er nicht der Ansicht, dass die Streichung der direkten Züge nach Locarno vor allem älteren Passagieren und Familien grosse Unannehmlichkeiten bereiten würde, welche die dank der Neat erzielten Zeiteinsparungen wieder zunichtemachen würden?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;5. Ist er bereit, die Möglichkeit alternativer Strecken und Fahrpläne zu erwägen, die diese Nachteile beseitigen und die direkten Verbindungen zwischen der Deutschschweiz und dem Locarnese erhalten würden?&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>1</id><name>Titel des Geschäftes</name></type><value>Ist die Strecke nach Locarno ein Stiefkind der SBB?</value></text></texts><title>Ist die Strecke nach Locarno ein Stiefkind der SBB?</title></affair>