﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><affair xmlns:i="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance"><id>20143173</id><updated>2023-07-28T06:40:04Z</updated><additionalIndexing>2841;medizinische Untersuchung;medizinische Diagnose;Prävention;Krebs;Therapeutik</additionalIndexing><affairType><abbreviation>Mo.</abbreviation><id>5</id><name>Motion</name></affairType><author><councillor><code>2778</code><gender>m</gender><id>4074</id><name>Fridez Pierre-Alain</name><officialDenomination>Fridez</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion S</abbreviation><code>S</code><id>2</id><name>Sozialdemokratische 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nicht innert zwei Jahren abschliessend im Rat behandelt</text><type>32</type></resolution></resolutions></consultation><federalCouncilProposal><code>-</code><date>2014-05-28T00:00:00Z</date><text>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.</text></federalCouncilProposal><index>0</index><links /><preConsultations /><references /><relatedDepartments><relatedDepartment><abbreviation>EDI</abbreviation><id>4</id><name>Departement des Innern</name><leading>true</leading></relatedDepartment></relatedDepartments><states><state><date>2014-03-20T00:00:00</date><id>24</id><name>Im Rat noch nicht behandelt</name></state><state><date>2016-03-18T00:00:00</date><id>229</id><name>Erledigt</name></state></states><texts /></draft></drafts><language>de</language><priorityCouncils><priorityCouncil><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type><priority>1</priority></priorityCouncil></priorityCouncils><relatedAffairs /><roles><role><councillor><code>2608</code><gender>f</gender><id>1147</id><name>Kiener Nellen Margret</name><officialDenomination>Kiener Nellen</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2601</code><gender>f</gender><id>1156</id><name>Heim Bea</name><officialDenomination>Heim</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2751</code><gender>m</gender><id>4045</id><name>Pardini Corrado</name><officialDenomination>Pardini</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2630</code><gender>f</gender><id>1129</id><name>Schenker Silvia</name><officialDenomination>Schenker Silvia</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2579</code><gender>m</gender><id>1065</id><name>Leuenberger 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des Innern übernimmt die obligatorische Krankenpflegeversicherung seit dem 1. Juli 2013 für Personen im Alter von 50 bis 69 Jahren die Kosten der Untersuchung zur Früherkennung von Dickdarmkrebs durch Nachweis von Blut im Stuhl oder durch Koloskopie. Eine Befreiung von Franchise und Selbstbehalt ist jedoch nicht vorgesehen. Die getroffene Massnahme ist ein Schritt in die richtige Richtung, faktisch ändert sich an der Lage jedoch nicht viel. Da bei der Koloskopie sehr häufig zumindest eine kleine Wucherung entdeckt wird, die weiter untersucht werden muss, oder bei der Patientin oder dem Patienten das eine oder andere Symptom feststellbar ist, wurden bereits vorher die Kosten von Untersuchungen, die zur Früherkennung durchgeführt wurden, übernommen; neu werden sie einfach generell übernommen. Wir müssen jedoch weiter gehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Bundesrat anerkennt in seiner Antwort auf die Interpellation 13.3567, "Wann wird die Darmspiegelung zur Früherkennung von Darmkrebs in der Schweiz flächendeckend eingeführt?", die Früherkennung von Dickdarmkrebs als eine wirksame, zweckmässige und wirtschaftliche Leistung. Dickdarmkrebs ist durch seine Häufigkeit und seine mangels frühzeitiger Diagnose häufig dramatische Entwicklung ein grosses Problem für die öffentliche Gesundheit. Die Koloskopie ist eine besonders wirksame und effiziente Früherkennungsmethode. Abgesehen davon, dass sie ausserordentlich zuverlässig ist, ermöglicht sie einen direkten Zugang zur möglicherweise befallenen Stelle und die Durchführung einer histologischen Untersuchung. In der Mehrheit der Fälle kann durch die operative Entfernung der Wucherung die Behandlung abgeschlossen werden. Vor allem aber ist diese Art der Früherkennung im Vergleich zur Früherkennung anderer Krebsarten wie Brust- oder Prostatakrebs besonders kostensparend, da auf ungefähr 300 frühzeitig untersuchte Personen ein Leben gerettet werden kann.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Krebsliga begrüsst den Schritt, den der Bundesrat im Jahr 2013 unternommen hat, erinnert aber an seine Forderung einer wirklichen Früherkennung ("Schweizerische Ärztezeitung" 2014/09, Seite 330).&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>14</id><name>Antwort BR / Büro</name></type><value>&lt;p&gt;Wie der Bundesrat in seiner Antwort auf die Interpellation Fridez 13.3567, "Wann wird die Darmspiegelung zur Früherkennung von Darmkrebs in der Schweiz flächendeckend eingeführt?", ausgeführt hat, erachtet er die Darmkrebsfrüherkennung als wirksame, zweckmässige und wirtschaftliche Leistung. Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) hat deshalb, gestützt auf einen Antrag der Schweizerischen Krebsliga, entschieden, dass seit dem 1. Juli 2013 bei Personen im Alter von 50 bis 69 Jahren die Kosten folgender Untersuchungen von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung übernommen werden: Nachweis von Blut im Stuhl alle zwei Jahre mit nachfolgender Koloskopie, falls Blut nachgewiesen wird, oder primäre Koloskopie alle zehn Jahre.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Werden eine oder beide dieser Früherkennungsmethoden im Rahmen von kantonalen Programmen angeboten, so besteht die Möglichkeit für das EDI, die Untersuchung von der Franchise zu befreien. Erste diesbezügliche Entscheide sind in Vorbereitung.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Förderung der Einführung und Evaluation solcher kantonaler Programme zur Darmkrebsfrüherkennung ist eines der Ziele der Nationalen Strategie gegen Krebs 2014-2017, die vom Bundesrat am 3. Juli 2013 zur Kenntnis genommen wurde. Damit soll mittelfristig ermöglicht werden, dass in möglichst vielen Kantonen die Untersuchungsmethoden zur Darmkrebsfrüherkennung von der Franchise befreit werden können. Für weiter gehende Massnahmen des Bundes - z. B. die finanzielle oder organisatorische Unterstützung einer gesamtschweizerisch organisierten Darmkrebsfrüherkennung - fehlen die gesetzlichen Grundlagen. Dies hätte im Rahmen des geplanten Bundesgesetzes über Prävention und Gesundheitsförderung ermöglicht werden sollen. Damit wäre auch den parlamentarischen Initiativen 05.464 und 05.465 zum Thema Krebsfrüherkennung entsprochen worden. Aufgrund der Ablehnung des Gesetzesvorhabens durch das Parlament wurde die Frist zur Behandlung der erwähnten parlamentarischen Initiativen bis zur Herbstsession 2014 verlängert.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Bundesrat hat mit den obenerwähnten Massnahmen die in seiner Kompetenz liegenden Möglichkeiten zur Förderung der Früherkennung von Darmkrebs ausgeschöpft.&lt;/p&gt;  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.</value></text><text><type><id>5</id><name>Eingereichter Text</name></type><value>&lt;p&gt;Der Bundesrat wird beauftragt, gemeinsam mit den Kantonen die Rahmenbedingungen betreffend Finanzen (Finanzierung, kostenlose Behandlung) und Organisation (Verwaltung, Evaluation, Entwicklung von Bildungsgängen, damit eine ausreichende Anzahl Spezialistinnen und Spezialisten zur Verfügung steht) auszuarbeiten, damit für die Bevölkerung unseres Landes im Alter von 50 bis 69 Jahren eine flächendeckende und systematische Früherkennung von Dickdarmkrebs mittels Darmspiegelung (Koloskopie) möglich wird.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>1</id><name>Titel des Geschäftes</name></type><value>Dickdarmkrebs. Systematische Früherkennung durch Darmspiegelung in der Schweiz</value></text></texts><title>Dickdarmkrebs. Systematische Früherkennung durch Darmspiegelung in der Schweiz</title></affair>