﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><affair xmlns:i="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance"><id>20143546</id><updated>2025-11-14T08:22:06Z</updated><additionalIndexing>52;55;Landwirtschaft in Berggebieten;Tierhaltung;Luchs;Schutz der Tierwelt</additionalIndexing><affairType><abbreviation>Mo.</abbreviation><id>5</id><name>Motion</name></affairType><author><councillor><code>2713</code><gender>m</gender><id>3910</id><name>von Siebenthal Erich</name><officialDenomination>von Siebenthal</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion V</abbreviation><code>V</code><id>4</id><name>Fraktion der Schweizerischen Volkspartei</name></faction><type>author</type></author><deposit><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>2014-06-19T00:00:00Z</date><legislativePeriod>49</legislativePeriod><session>4914</session></deposit><descriptors><descriptor><key>L04K14010102</key><name>Tierhaltung</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L04K06010408</key><name>Schutz der Tierwelt</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L06K140103020703</key><name>Landwirtschaft in Berggebieten</name><type>1</type></descriptor><descriptor><key>L05K0603030701</key><name>Luchs</name><type>1</type></descriptor></descriptors><drafts><draft><consultation><resolutions><resolution><category><id>3</id><name>Normal</name></category><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>2016-06-15T00:00:00Z</date><text>Ablehnung</text><type>22</type></resolution></resolutions></consultation><federalCouncilProposal><code>-</code><date>2014-08-20T00:00:00Z</date><text>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.</text></federalCouncilProposal><index>0</index><links /><preConsultations /><references /><relatedDepartments><relatedDepartment><abbreviation>UVEK</abbreviation><id>9</id><name>Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation</name><leading>true</leading></relatedDepartment></relatedDepartments><states><state><date>2014-06-19T00:00:00</date><id>24</id><name>Im Rat noch nicht behandelt</name></state><state><date>2016-06-15T00:00:00</date><id>229</id><name>Erledigt</name></state></states><texts /></draft></drafts><language>de</language><priorityCouncils><priorityCouncil><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type><priority>1</priority></priorityCouncil></priorityCouncils><relatedAffairs /><roles><role><councillor><code>2713</code><gender>m</gender><id>3910</id><name>von Siebenthal Erich</name><officialDenomination>von Siebenthal</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion V</abbreviation><code>V</code><id>4</id><name>Fraktion der Schweizerischen Volkspartei</name></faction><type>author</type></role></roles><shortId>14.3546</shortId><state><id>229</id><name>Erledigt</name><doneKey>0</doneKey><newKey>0</newKey></state><texts><text><type><id>6</id><name>Begründung</name></type><value>&lt;p&gt;Die Tierschutzverordnung sieht vor, dass eine Einzeltierhaltung grundsätzlich nicht möglich sein soll. Dieser Grundsatz ist wichtig und wird vom Motionär auch nicht bestritten. Der Gesetzgeber sieht jedoch vor, dass in gewissen, begründeten Einzelfällen die zuständige kantonale Veterinärbehörde Ausnahmebewilligungen erteilen kann. Da die Jagdverordnung zurzeit Lamas trotz erbrachter Praxistauglichkeit nicht als geeignete Herdenschutztiere einstuft, sind heute auch keine Ausnahmebewilligungen möglich. Somit werden Lösungen verunmöglicht, welche sich in der Praxis als tauglich erwiesen haben und zulasten des Bewirtschafters ergriffen wurden, und dieser wird gar noch bestraft.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>14</id><name>Antwort BR / Büro</name></type><value>&lt;p&gt;In der Schweiz werden seit Ende der Neunzigerjahre in einzelnen Kantonen Lamas zum Schutz von Kleinvieh eingesetzt. Lamas können einen gewissen Schutz vor mittelgrossen Raubtieren wie Füchsen und streunenden Hunden bieten, jedoch nicht vor Grossraubtieren wie Wölfen oder Bären und nur selten vor Luchsen. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen zudem, dass Lamas nur dann ihre Wächterfunktion optimal wahrnehmen, wenn sie einzeln gehalten werden. Diese Einzelhaltung steht jedoch im Widerspruch zur Tierschutzverordnung (Art. 57 Abs. 1 TSchV; SR 455.1).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Rahmen der Förderung des Herdenschutzes nach Artikel 10ter der 2013 revidierten Jagdverordnung (JSV; SR 922.01) wird die Haltung von Lamas nicht unterstützt. Insbesondere wegen der fehlenden Wirksamkeit von Lamas bei der Abwehr von Grossraubtieren möchte der Bundesrat an dieser gerade erst etablierten Praxis festhalten. Diese Ausführungen gelten im Übrigen auch für Esel.&lt;/p&gt;  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.</value></text><text><type><id>5</id><name>Eingereichter Text</name></type><value>&lt;p&gt;Der Bundesrat wird beauftragt, die notwendigen Grundlagen für Ausnahmebewilligungen zur Einzeltierhaltung von Lamas als Herdenschutzmassnahme gegen den Luchs zu schaffen.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>1</id><name>Titel des Geschäftes</name></type><value>Einzelhaltung von Lamas als Herdenschutz gegen Luchse ermöglichen</value></text></texts><title>Einzelhaltung von Lamas als Herdenschutz gegen Luchse ermöglichen</title></affair>