﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><affair xmlns:i="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance"><id>20153281</id><updated>2023-07-28T06:19:16Z</updated><additionalIndexing>24</additionalIndexing><affairType><abbreviation>Mo.</abbreviation><id>5</id><name>Motion</name></affairType><author><councillor><code>3014</code><gender>f</gender><id>4107</id><name>Amarelle Cesla</name><officialDenomination>Amarelle</officialDenomination></councillor><faction><abbreviation>Fraktion S</abbreviation><code>S</code><id>2</id><name>Sozialdemokratische Fraktion</name></faction><type>author</type></author><deposit><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>2015-03-19T00:00:00Z</date><legislativePeriod>49</legislativePeriod><session>4917</session></deposit><descriptors /><drafts><draft><consultation><resolutions><resolution><category><id>3</id><name>Normal</name></category><council><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type></council><date>2017-03-16T00:00:00Z</date><text>Ablehnung</text><type>22</type></resolution></resolutions></consultation><federalCouncilProposal><code>-</code><date>2015-05-08T00:00:00Z</date><text>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.</text></federalCouncilProposal><index>0</index><links /><preConsultations /><references /><relatedDepartments><relatedDepartment><abbreviation>WBF</abbreviation><id>8</id><name>Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung</name><leading>true</leading></relatedDepartment></relatedDepartments><states><state><date>2015-03-19T00:00:00</date><id>24</id><name>Im Rat noch nicht behandelt</name></state><state><date>2017-03-16T00:00:00</date><id>229</id><name>Erledigt</name></state></states><texts /></draft></drafts><language>de</language><priorityCouncils><priorityCouncil><abbreviation>NR</abbreviation><id>1</id><name>Nationalrat</name><type>N</type><priority>1</priority></priorityCouncil></priorityCouncils><relatedAffairs /><roles><role><councillor><code>2665</code><gender>m</gender><id>3829</id><name>Tschümperlin Andy</name><officialDenomination>Tschümperlin</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2702</code><gender>m</gender><id>3899</id><name>Nussbaumer Eric</name><officialDenomination>Nussbaumer</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2608</code><gender>f</gender><id>1147</id><name>Kiener Nellen Margret</name><officialDenomination>Kiener Nellen</officialDenomination></councillor><type>cosign</type></role><role><councillor><code>2601</code><gender>f</gender><id>1156</id><name>Heim 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Seit dieser Änderung hat sich das Instrument der Bürgschaftsgenossenschaften, dank dem vor allem Kleinbetriebe, aber auch KMU einer bestimmten Grösse bei einer Bank Privatkredite aufnehmen können, bewährt (vgl. den Bericht des Bundesrates vom 20. November 2013 über das gewerbeorientierte Bürgschaftswesen). Nach den zuletzt veröffentlichten Zahlen haben annähernd 1700 KMU, die mehr als 22 000 Arbeitsplätze zur Verfügung stellen und fast 2000 Lehrlinge ausbilden, von dieser staatlichen Rückversicherung profitieren können. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im internationalen Vergleich ist die Strategie der Schweiz in dieser Angelegenheit äusserst zurückhaltend. Während die Regelung des Bürgschaftswesens in Deutschland es mit sich bringt, dass die KMU Bankkredite im Umfang von 0,23 Prozent des deutschen BIP aufnehmen, erreicht das Volumen in der Schweiz nur 0,04 Prozent des BIP, also sechsmal weniger.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Unsere Wirtschaft ist auf diese staatliche Unterstützung angewiesen. Insbesondere die Kantone, deren Vergangenheit ländlich geprägt ist, und die Kantone mit stark industrialisierten Grenzregionen werden systematisch vom Bürgschaftswesen unterstützt: 25 Prozent der Bürgschaftsdossier stammen aus der Waadt. Im Wallis und in Genf zählt man je 10 Prozent, in Bern und in St. Gallen je mehr als 5 Prozent der Dossiers. Die wichtigsten Branchen sind der Handel und Zwischenhandel (z. B. ein Gravurgeschäft und eine Bäckerei) und das verarbeitende Gewerbe (z. B. ein metallverarbeitendes Unternehmen).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach dem Entscheid des Direktoriums der SNB vom 15. Januar 2015, den Mindestkurs pro Euro aufzuheben, ist das Risiko gestiegen, dass ein Teil der Schweizer Banken die KMU durch eine Erhöhung des Zinssatzes unter Druck setzen. Deshalb ist es unerlässlich, dass die betroffenen Unternehmen durch vorhandene Mittel und Massnahmen wie das Bürgschaftswesen des Bundes besser geschützt werden.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>14</id><name>Antwort BR / Büro</name></type><value>&lt;p&gt;Im Vergleich zu anderen Ländern funktioniert der Kreditmarkt für KMU in der Schweiz überdurchschnittlich gut. Vergleiche der OECD haben gezeigt, dass die Schweiz die Finanz- und Wirtschaftskrise aus verschiedenen Gründen besser als andere Länder überstanden hat. Im Gegensatz zu anderen Ländern konnte die Schweiz auch während der Krise positive Wachstumsraten bei den KMU-Krediten vorweisen. Ein Ausbau des gewerbeorientierten Bürgschaftswesens drängte sich deshalb im Gegensatz zu anderen Ländern nicht auf.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auch die Arbeitsgruppe "Kreditmarkt KMU" des Bundes hat bisher keine Anzeichen von Problemen auf dem Kreditmarkt festgestellt. Die Arbeitsgruppe verfolgt unter der Leitung des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) gemeinsam mit Vertretern der Schweizerischen Nationalbank (SNB), des Staatssekretariates für internationale Finanzfragen (SIF), Economiesuisse, des Schweizerischen Gewerbeverbandes (sgv), der Bankiervereinigung und Swissmem die Entwicklung der Kreditversorgung seit 2008 aufmerksam.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bei der KMU-Finanzierung kann deshalb kein Marktversagen festgestellt werden. Es entspricht dem normalen Marktmechanismus, dass Unternehmen mit schlechter Bonität von den Banken mit einem höheren Risiko eingeschätzt und deshalb ein Kredit verweigert oder höhere Zinsen verlangt werden. In einigen solchen Fällen kann bereits heute das gewerbeorientierte Bürgschaftswesen bis zu einem gewissen Punkt aushelfen und den Zugang zur Finanzierung erleichtern.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eine Zinsvorgabe des Bundes an die Adresse der Banken würde aber einen nicht gerechtfertigten massiven Eingriff in die unternehmerische Freiheit der Finanzinstitute bedeuten, das gute Funktionieren des Kreditmarktes für KMU gefährden und die aus volkswirtschaftlicher Sicht notwendige permanente Strukturanpassung hemmen.&lt;/p&gt;  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.</value></text><text><type><id>5</id><name>Eingereichter Text</name></type><value>&lt;p&gt;Der Bundesrat wird beauftragt, die nötigen gesetzlichen Grundlagen vorzubereiten, die es den Kreditinstituten in der Schweiz verbieten, für KMU, die von einer Bürgschaft des Bundes unterstützt werden, den Zinssatz zu erhöhen. Zudem soll er einen Bericht über seine Massnahmen zum Schutz der Gesamtwirtschaft der Schweiz vor den Machenschaften des Finanzplatzes vorlegen, die sich im Zinsdruck zeigen, der auf Schweizer Unternehmen lastet.&lt;/p&gt;</value></text><text><type><id>1</id><name>Titel des Geschäftes</name></type><value>Auswirkungen der Politik des starken Frankens der Schweizerischen Nationalbank. Bürgschaftswesen zugunsten der KMU stärken</value></text></texts><title>Auswirkungen der Politik des starken Frankens der Schweizerischen Nationalbank. Bürgschaftswesen zugunsten der KMU stärken</title></affair>